Unterföhring, 10. Januar - Kapitän Marco Reus sieht Borussia Dortmund nach der spektakulären Verpflichtung von Erling Haaland für die Aufholjagd im Meisterschaftsrennen in der Rückrunde bestens aufgestellt: „Ich glaube, seit Lewy [Robert Lewandowski, Anm. d. Red.] hatten wir so einen Spielertypen nicht mehr. Er gibt uns die Möglichkeit, flexibler zu sein, auf verschiedene Spielstände zu reagieren. Das gibt uns ein gutes Gefühl", sagte der der 30-Jährige in einem exklusiven Interview mit Sky im Trainingslager in Marbella/Spanien. Zugleich mahnte Reus jedoch an, dass die Integration des neuen Shootingstars, der aufgrund von Kniebeschwerden erst am Mittwoch seine erste Trainingseinheit absolviert hat, noch lange nicht abgeschlossen sei: "Jetzt geht es für ihn darum, richtig fit zu werden, richtig anzukommen. Das wird seine Zeit dauern. Die geben wir ihm."

Vor dem Rückrundenstart am 18. Januar in Augsburg hat der Nationalspieler die Hoffnung auf den Meistertitel trotz sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter RB Leipzig noch nicht aufgegeben. „Die Chance auf den Titel ist so realistisch wie am Anfang der Saison. Wenn du einmal in dieser Saison einen Lauf hast, dann hast du sehr gute Chancen“, sagte Reus: „Ich würde nicht sagen, dass wir alles in der Hand haben, aber wir sind auf jeden Fall in der Lage, zurückzuschlagen. Und mit dieser Wut aus der Hinrunde müssen wir auch ins Spiel reingehen.“

Weitere Aussagen von Marco Reus…

… zu seiner Genesung:
„Mir geht es sehr gut, alles läuft nach Plan. Nach meinem Muskelfaserriss gegen Leipzig sind wir sehr gut in der Zeit. Wenn der Trainer Lust hat und mich aufstellt, stehe ich gegen Augsburg natürlich zur Verfügung.“

... zum Druck auf BVB-Trainer Lucien Favre in der abgelaufenen Hinrunde: „Das gehört dazu. Er ist erfahren genug, zu wissen, dass der Fußball von Ergebnissen bestimmt wird. Wenn die Ergebnisse nicht da sind, dann muss jeder Trainer um seinen Job bangen, das ist ja ganz normal. Das ist das Geschäft. Ich habe ihn wie immer sehr ruhig erlebt. Er ist sehr engagiert, hat immer nach Lösungen gesucht und viel mit uns gesprochen. Er ist drangeblieben, wir sind drangeblieben. Wir hören auf ihn, wenn er uns die Richtung vorgibt. Das ist einfach wichtig.“

... zur durchwachsenen Bundesliga-Hinrunde des BVB: „Es gab einige Punkte, die wir im Gesamten nicht gut gemacht haben. Seien es individuelle Fehler, Konzentrationsschwierigkeiten. Wir hatten viele Spiele, die wir nicht über 90 Minuten durchgebracht haben, viele Spiele, wo wir 45 bis 60 Minuten gut gespielt haben, dominant waren, aber es nicht zu Ende gebracht haben. Da müssen wir jetzt schleunigst hin, weil wir auch kaum mehr Zeit haben. Es geht in fast einer Woche wieder los. Da müssen wir die Sachen abstellen, um oben noch ein Wörtchen mitzurede. Das ist unser Ziel.“


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