• Rode nach Überraschungserfolg erschöpft: „Haben heute gelitten“
• Subotic nach Tor glücklich: „Der Bann ist gebrochen“
• Schmadtke hadert: „Die aktuelle Phase ist mehr als kompliziert für uns“
• Sky Experte Hamann: „Leipzig muss sich gegen tiefstehende Gegner verbessern“


Unterföhring, 25. Januar 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Sebastien Rode (Eintracht Frankfurt) ...
... zum Spiel:
„Wir sind viel gelaufen, haben viel gearbeitet und auch gelitten. Das mussten wir heute aber auch. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt ein Tor geschossen. Leipzig hatte mehr Spielanteile, aber wir haben die Tore gemacht.“

Djibril Sow (Eintracht Frankfurt) ...
... zum Spiel:
„Unsere Kompaktheit war heute das Wichtigste. Die haben wir in der Hinrunde oft vermissen lassen. Dann ging das Spiel wie Ping-Pong hin und her. In den ersten zwei Spielen der Rückrunde haben wir es defensiv sehr gut gemacht.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Ich glaube nicht, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat. Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser, der Gegner hat nicht einmal aufs Tor geschossen. Wir hatten guten Zugriff, waren gut im Gegenpressing. Im letzten Drittel waren wir etwas schlampig, deshalb haben uns die klaren Torchancen etwas gefehlt. Nach der Halbzeit verlieren wir einen Ball in der roten Zone und verteidigen dann den Einwurf schlampig. Danach hat uns die Struktur gefehlt. Frankfurt stand tief und hat gekontert. Das 2:0 war dann ein Eigentor von uns.“
... zur Trainingswoche: „Wenn man kurz vor dem Gipfel steht, ist immer die Frage, wo man hin will. Entweder ich will nach oben zum Gipfelkreuz und etwas erreichen oder ich biege vorher ab und esse und trinke gemütlich etwas. Dann wirst du am Ende halt nur Vierter, wenn es gut läuft. Wir haben nicht die Qualität von Bayern und Dortmund. Deshalb müssen wir jede Trainingsminute besser nutzen als Bayern oder Dortmund um näher heranzukommen. Das sehe ich nicht immer. Wenn man am Mittwoch unser elf gegen elf sieht, merkt man, dass wir noch weit davon weg sind, eine Spitzenmannschaft zu sein. Das habe ich schon einmal betont. Wir stehen immer noch oben, aber wenn wir 100 Prozent des Gipfels erreichen wollen, müssen wir noch viel arbeiten. Ich weiß nicht, ob jeder Spieler das verstanden hat. Die Entscheidung trifft jeder für sich, ob er ein Gewinner sein will und etwas reißen will. Die Entscheidung müssen sie mir nicht sagen. So etwas spüre ich. Und am Mittwoch war die Entscheidung nicht, dass sie brennen um Deutscher Meister zu werden.“

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05) ...
... zum Spiel:
„Wir hätten heute ein Unentschieden verdient gehabt, weil wir ein hochintensives Spiel gespielt haben und alles investiert haben. Wir hatten unsere Momente, aber am Ende setzt sich Gladbach etwas glücklich durch.“

Ridle Baku (FSV Mainz 05) ...
... zum Abstiegskampf:
„Damit kennen wir uns sehr gut aus. Wir müssen Ruhe bewahren und dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Wir haben noch genügend Spiele vor der Brust. Wir wissen auch, dass es nächste Woche zuhause gegen Bayern München nicht einfach wird. Aber wir werden alles reinhauen.“

Florian Neuhaus (Torschütze Borussia Mönchengladbach) ...
... zu seinem Tor:
„Ich bin natürlich überglücklich, dass sich der Ball noch so ins Tor reinsenkt und wir das Spiel am Ende gewinnen konnten. Es war auf jeden Fall mein schönstes Bundesligator. In der U19 habe ich schonmal ein ähnliches Tor von der Mittellinie erzielt. Wichtig war für mich wieder ein Erfolgserlebnis zu haben und so Selbstvertrauen zu tanken. Ich habe mir schon gedacht, dass der Torwart nicht so schnell auf die Linie zurückkommt. Deshalb habe ich mich schnell gedreht und versucht schnell abzuschließen.“
... zum Spiel: „Es war schwierig für uns, aber nach dem Rückstand sind wir gut ins Spiel reingekommen. Siege tun immer gut – gerade nach der Auftaktniederlage.“

Neven Subotic (Torschütze Union Berlin) ...
... zu seinem Tor:
„Der Bann ist wieder gebrochen. Gerade bei so einem Spiel, wo es schwer war vor das Tor zu kommen, war es umso wichtiger den Ball da reinzudrücken. Deshalb freut es mich umso mehr.“

Daniel Baier (Kapitän FC Augsburg) ...
... zum Spiel:
„Das wir nicht gut gespielt haben, ist klar. Es war ein Kampfspiel und den Kampf haben wir angenommen. Am Ende haben wir gute Chancen und nutzen sie nicht. So verlierst du am Ende.“

Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Profifußball Union Berlin) ...
... zum Abstiegskampf:
„Jeder Sieg tut gut. Von Entspannung sprechen wir dann, wenn 34 Spiele rum sind. Wir haben jetzt ein schweres Programm vor uns, deshalb nehmen wir die Punkte gerne in die nächsten Wochen mit. Wenn wir bis zum Ende in der Verlosung sind, haben wir alles erreicht, was wir wollten.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) ...
... zum Spiel:
„Schon in der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen, hatten aber nach vorne nicht die Durchschlagskraft, wie wir uns das vorstellen. In der zweiten Halbzeit haben wir es sehr gut gespielt. Nach der Gelb-Roten Karte wurde es noch schwerer, Freiburg ist immer mehr gekommen. Es war ein gelungener Nachmittag für uns.“
... zum Platzverweis von Jamilu Collins: „Die Gelb-Rote Karte ist für mich schwer nachzuvollziehen. Jamilu macht zwei Fouls und muss dafür direkt runter.“
… zu seiner Gelben Karte: „Ich fand mich in der Situation nicht so schwierig. Danach musste ich mich etwas beruhigen. Wenn ich respektlos war, dann entschuldige ich mich dafür. Ich hoffe, dass ich mich beim nächsten Mal besser unter Kontrolle habe.“

Admir Mehmedi (Torschütze VfL Wolfsburg) ...
... zum Spiel:
„Es ist unglaublich. Ich kann mir auch nicht erklären, wieso wir dieses Spiel verloren haben.“

Jörg Schmadtke (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg) ...
... zur aktuellen Situation:
„Die Phase ist mehr als kompliziert. Wir müssen die richtigen Antworten finden. Im Moment scheint es so, dass wir sie nicht finden. Aber wir haben ja noch ein bisschen was vor uns. Wir müssen noch ein bisschen arbeiten. Wir müssen nicht diskutieren, wer wie aktiv wird, sondern einfach die richtigen Schlüsse ziehen.“

Jürgen Klinsmann (Trainer Hertha BSC) ...
... zum Spiel:
„Die Reaktion nach dem Rückstand hat mich begeistert. Die Mannschaft hat die Körpersprache beibehalten. Am Ende haben meine Spieler es sich verdient. Der Dreier ist brutal wichtig.“


Sky Experte Dietmar Hamann …
… zum Sieg der Frankfurter gegen Leipzig:
„Frankfurt stand in der ersten Halbzeit zu tief und war nicht aggressiv genug. Nach dem Wechsel haben sie es besser gemacht und die Fehler der Leipziger eiskalt ausgenutzt. Beim Tor hatte Leipzig die Zone für den zweiten Ball nicht besetzt. Das hat ihnen das Spiel gekostet. Die Überlegenheit in der ersten Halbzeit muss Leipzig in mehr Torchancen ummünzen. Sie müssen sich gegen tiefstehende Gegner verbessern. Das ist der letzte Schritt um wirklich oben zu bleiben.“
… zu Mainz: „Sie bringen sich mit dem Verteidigen der Standards um den Lohn ihrer Arbeit. Da müssen sie sich verbessern. Rein vom Spiel war heute mehr für sie drin. Das es für sie eine harte und schwere Saison wird, war ihnen sicher schon lange klar.“
… zum Tor von Florian Neuhaus: „Er hat die spielerische Klasse den Ball dahinzuschießen. Gladbach wird noch viel Spaß an dem Jungen haben.“
… zu Leipzig: „Du brauchst in der Mannschaft zwei, drei Leute die vorweg gehen. Du musst dir eine Mentalität erarbeiten, dich jeden Tag verbessern zu wollen. Das scheint Nagelsmann gefehlt zu haben. Sonst verfällst du irgendwann in Bequemlichkeit, wenn du die Spiele reihenweise gewinnst. Sie sind jetzt zum ersten Mal in einer Situation, in der sie etwas zu verlieren haben. Nagelsmann will Meister werden. Das ist klar zu spüren. In der Hinrunde hat er schon einmal gesagt, dass sie keine Spitzenmannschaft sind. Danach haben sie eine Serie gestartet. Vielleicht hofft er auf die gleiche Reaktion.“
… zu Steffen Baumgart: „Ich finde es bemerkenswert, wie er seiner Linie treu geblieben ist. Wenn sie es wirklich schaffen sollten, werden sie ihm wahrscheinlich eine Statur bauen.“


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