• Baumann schlägt Alarm: „Die Situation ist dramatisch“
• Müller zu Trainingszoff zwischen Boateng und Goretzka: „Hat gemenschelt“
• Pfannenstiel hadert mit spätem Ausgleich: „Stich ins Herz“
• Sky Experte Hamann plädiert für Flick-Weiterbeschäftigung: „Wüsste nicht, wer den Job besser machen würde“

Unterföhring, 1. Februar 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 20. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05) ...
... zum Spiel:
„Wir hatten uns vorgenommen, alles in dieses Spiel zu investieren. Das haben meine Spieler absolut geschafft. Das es dann am Ende nicht reicht, liegt auch an der individuellen Qualität von Bayern München.“
… zum verweigerten Handschlag von Kunde: „Das hat etwas mit Respekt zu tun, den Trainer abzuklatschen. Er hat kein gutes Spiel gemacht. Dann muss man es auch akzeptieren und die Contenance wahren.“

Ridle Baku (FSV Mainz 05) ...
... zum Spiel:
„Es war hinten raus schon eine gute Leistung. Wir haben uns nicht ergeben, sondern gewehrt. Am Ende stehen einige positive Aspekte. Wir hatten auch unsere Torchancen, mit etwas Glück ist vielleicht mehr drin.“

Rouven Schröder (Sportvorstand FSV Mainz 05) …
… zum verweigerten Handschlag von Kunde:
„In dem Moment war der Respekt nicht da. Der Spieler hat aber relativ schnell gemerkt, dass er damit auf dem Holzweg ist. Er weiß, dass er sich da entschuldigen muss. Es war einfach ein Fehlverhalten.“

Thomas Müller (Torschütze FC Bayern München) ...
... zum Streit zwischen Goretzka und Boateng:
„Der Trainer hatte sich mit dem Turnier etwas Besonderes überlegt. Wir hatten sogar extra externe Schiedsrichter und es wurden Preise ausgelobt, deshalb war die Motivation schon hoch. Im Rückspiel des Finals hat sich dann eine kleine Situation aus dem Hinspiel des Finals aufgeschaukelt. Wir haben die Bilder und die Reaktion gesehen. Da hat es in beide Richtungen gemenschelt. Grundsätzlich verstehen Jerome und Leon sich gut und haben das aus der Welt geräumt. Natürlich wollen wir so etwas aber nicht sehen.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...
... zum Spiel:
„Wir haben heute nicht über die volle Spielzeit unsere Leistung abgerufen. Damit müssen wir kritisch umgehen und das den Spielern in der Analyse zeigen.“
… zum Spitzenspiel gegen Leipzig: „Leipzig wird gewinnen wollen, wir natürlich auch. Wir haben ein Heimspiel. Wir werden uns gut vorbereiten und dann einfach schauen, was am Sonntag passiert.“

David Alaba (FC Bayern München) ...
... zur Meisterschaft:
„Es ist noch ein weiter Weg in dieser Saison. Wir wollen nur von Spiel zu Spiel gehen und diese erfolgreich absolvieren. Am Ende wollen wir natürlich ganz oben stehen.“

Erling Haaland (Doppeltorschütze Borussia Dortmund) ...
... zur sprachlichen Verständigung mit seinen Mitspielern:
„Das machen wir auf englisch. Aber am wichtigsten ist eh, dass wir uns auf dem Platz instinktiv verstehen – so wie heute.“
... zu seinem Startelfdebüt: „Es war sehr hart, aber es war auch schön. Ich muss noch fitter werden, aber das kommt über Spiele. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent.“

Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
... zur Unzufriedenheit von Hakimi und Reus bei ihren Auswechslungen:
„Die Jungs wollen natürlich so viel wie möglich spielen. Jeder kämpft um seinen Platz. Der Konkurrenzkampf bei uns ist hoch, wir haben eine starke Bank. Man muss es dann auch akzeptieren. Ich werde mit Marco nochmal sprechen, was es in dem Moment war.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin) ...
... zum Spiel:
„Ob du mit 2:0 oder 5:0 verlierst, du hast verloren. Das ist dann nicht so entscheidend. Es war einfach nicht genug von uns. Die Qualität und Geschwindigkeit von Dortmund sind schon sehr gut.“

Neven Subotic (Union Berlin) ...
... zu seiner Rückkehr nach Dortmund:
„Der Moment mit der Südkurve ist schon zum zweiten Mal passiert. Das hätte ich nie gedacht, dass sie mich wieder so feiern. Das werde ich mein ganzes Leben nicht vergessen. Sie schätzen einfach mein Lebenswerk hier wert.“

Benjamin Hübner (Kapitän TSG Hoffenheim) ...
... zur Frage, ob Torwart Philipp Pentke der Man oft he Match ist:
„Was heißt hier Man of the Match. Festgehalten hat er ja keinen, er hat sie alle nur abklatschen lassen. Ich würde mir wünschen, dass er den ein oder anderen auch mal festhält. Spaß beiseite: Er war absolut unser bester Spieler heute. Er hat unglaubliche Paraden gezeigt. Er ist dazu noch bescheiden und wollte nicht auf den Zau, obwohl die Fans ihn gefordert haben.“

Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt) ...
... zum Spiel:
„Heute hätte man auch sagen können: Düsseldorf ist vor uns und wir sind Tabellenletzter. Das war einfach nichts von uns heute. Da müssen wir mit dem Punkt glücklich sein.“

Lutz Pfannenstiel (Sportvorstand Fortuna Düsseldorf) ...
... zum späten Ausgleich:
„Das ist natürlich ein Stich ins Herz. Wir haben über 90 Minuten guten Fußball gespielt und waren vielleicht sogar die bessere Mannschaft. Wir haben leider unsere Konterchancen am Schluss nicht sauber zu Ende gespielt. Am Ende ist es eine Zentimeterentscheidung. So ist es nur ein 1:1, obwohl wir heute viel richtig gemacht haben.“

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...
... zu seinem Debüt:
„Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Ich habe schon einige Mannschaften trainiert. Aber ich habe noch nie eine erlebt, die nach zwei Tagen meine Spielidee gegen einen sehr starken Gegner so umgesetzt hat. Wir waren in allen Belangen die bessere Mannschaft. Wir müssen lernen, uns zu belohnen. In der zweiten Halbzeit sind einige Spieler müde geworden. Aber wir hatten trotzdem super Konterchancen und belohnen uns nicht mit dem zweiten Tor.“
... zum späten Ausgleich: „Es war eine schwierige Situation. Die positiven Sachen sollten überwiegen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie sie in unserer Situation Fußball gespielt hat. Mein Herz hat gelacht.“
… zum Videobeweis: „In England wurde das mal bei einem meiner Pokalspiele gegen Fleetwood Town getestet, da wurde uns auch ein Tor aberkannt. Er scheint noch nicht mein Freund zu sein“ (lacht)

Florian Niederlechner (Torschütze FC Augsburg) ...
... zur Halbzeitansprache von Martin Schmidt:
„So laut war er schon lange nicht mehr. Aber es war genau das Richtige, er hat uns aufgeweckt. Das hat man direkt gesehen, als wir rauskamen. Es war ein ganz, ganz wichtiger Heimsieg für uns, weil wir den Abstand auf Bremen vergrößern konnten.“

Alfred Finnbogason (FC Augsburg) ...
... zum Spiel:
„Wenn ich auch noch drei Tore geschossen hätte, wäre es ein perfekter Geburtstag.“ (lacht)

Davie Selke (SV Werder Bremen) ...
... zur restlichen Saison:
„Es wird eine Rückrunde, in der wir in jedem Spiel alles raushauen müssen. Wir wissen wie die Situation ist und kennen den Ernst der Lage. Wir sind sehr positiv, dass wir da wieder rauskommen.“
... zu seiner Rückkehr: „Werder ist ein besonderer Verein für mich. Ich freue mich, dass ich hier sein und in dieser Situation helfen darf.“

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Ich fühle sehr viel Enttäuschung. Wir hatten uns viel vorgenommen. In der ersten Halbzeit war alles in Ordnung. Wir sind zwar glücklich in Führung gegangen, aber durchaus verdient. In der zweiten Halbzeit war es dann definitiv zu wenig.“
... zu den Problemen im Bremer Spiel: „Wir haben nicht den einen Ansatzpunkt, wo wir sagen können, da greifen wir an und schon wird alles besser. Wir erreichen nicht unser bestes Niveau. Ob das in der Defensive ist, wo wir heute wieder zu leichte Tore kassiert haben. Es ist unnötig, dass wir uns in Führung liegend auskontern lassen. Wir geben die Chancen für den Gegner zu leicht her. Und gleichzeitig sind wir in der Offensive nicht mutig genug im eigenen Ballbesitz. Bei Mannschaften, die unten drin stehen, ist das auch ein Stück weit normal. Dennoch müssen wir uns deutlich verbessern. Wir arbeiten tagtäglich um den richtigen Schlüssel zu finden. Ich denke, dass man mit einem Erfolgserlebnis wieder das nötige Selbstvertrauen und den nötigen Mut finden kann. Es kann ein Kampf bis zum letzten Spieltag werden. Den nehmen wir an.“
… zur aktuellen Situation: „Sie ist dramatisch. Wir haben aber noch genügend Zeit das zu regeln. Wir können aber nicht einfach sagen, irgendwann wird das schon. Sondern wir müssen uns das sehr zu Herzen nehmen. Am Samstag gegen Union gilt nur ein Sieg – egal wie.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zu Bayern München:
„Hansi Flick ist für mich aktuell in der Pole Position auf den Trainerstuhl in der kommenden Saison – sofern in den nächsten drei, vier Monaten nichts Außergewöhnliches passiert. Er macht absolut einen überragenden Job. In der ersten Halbzeit hat seine Mannschaft wieder hervorragend gespielt. In der zweiten Halbzeit haben sie nur noch das Nötigste gemacht. Ich wüsste nicht, wer Stand heute einen besseren Job als Hansi Flick macht. Deshalb würde es mich sehr wundern, wenn zur neuen Saison ein anderer Trainer da wäre. In der Champions League sollten die Bayern gegen Chelsea eine Runde weiterkommen.“
... zu Erling Haaland: „Er zeigt, dass er sein Geld absolut wert ist. Er hätte in den drei Spielen bislang nicht mehr machen können. Für ihn gibt es kein Versagen. Er geht einfach raus und knallt die Dinger rein. Das macht ihn so stark.“
... zu Jadon Sancho: „Was er mit seinen 19 Jahren macht, was er mit seinem Tempo und seinem trickreichen Spiel für Situationen heraufbeschwört, das können nur ganz wenige. Es wird eine große Aufgabe für Dortmund ihn im Sommer zu halten. Ich wüsste nicht, welcher Spieler derzeit mehr Wert sein sollte als Jadon Sancho. Was er in seinen jungen Jahren mit einer beeindruckenden Konstanz abruft, ist schon stark.“
... zu Fortuna Düsseldorf: „Sie hätten die drei Punkte heute verdient gehabt. Sie waren über 90 Minuten die dominierende Mannschaft. In der 93. Minute den Ausgleich zu kassieren, ist unheimlich bitter. Man muss dennoch die positiven Sachen rausziehen, aber die zwei Punkte mehr hätten ihnen schon sehr gut getan.“
... zu Werder Bremen: „Die Luft für den Trainer wird immer dünner. In Bremen ist man darauf besonnen, an Trainern festzuhalten und ihnen Zeit zu geben. Aber der Punkt wird kommen, wo sich die Verantwortlichen die Frage stellen, ob man neue Impulse durch einen Trainerwechsel braucht. Diese Fragen werden immer häufiger gestellt werden, solange die Leistungen so bleiben. Ihnen fehlt es an Game-Management. Sie wissen nicht, was in welcher Situation zu tun ist. Das sie Fußball spielen können, wissen wir. Acht Minuten vor Schluss hinten raus spielen zu wollen und dann das Gegentor zu kassieren, darf nicht passieren. Da muss jemand Verantwortung übernehmen. Sie spielen jetzt am Anfang gegen die direkten Kontrahenten. Am Ende müssen sie dann gegen die vermeintlich stärkeren Teams punkten und stehen dort unter Zugzwang. Jetzt muss der Letzte erkannt haben, wie ernst die Situation ist. Ich mache mir langsam Sorgen um Werder.“


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