• Neuhaus: „Es ist für jeden ein Traum, in der Nationalmannschaft zu spielen“
• Rösler will trotz Abstiegskampf „nie den Spaß vergessen“
• Hennings hofft auf die nächsten Spiele: „Gladbach ist nicht unser Maßstab“
• Sky Experte Lothar Matthäus: „In Gladbach ist vieles möglich“

Unterföhring, 15. Februar 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 22. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach (1:4) bei Sky.

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...
… zum Spiel:
„Wir haben Perioden im Spiel gehabt, in denen wir sehr gut waren. Ich glaube, das erste Tor hat uns ein bisschen nach hinten geworfen. Dass wir uns dann ein bisschen abschlachten lassen haben, ist natürlich nicht gut für die Moral, aber nichtsdestotrotz wird diese Niederlage nicht entscheiden, ob wir in der Liga bleiben oder nicht.“
… zur taktischen Umstellung der Gladbacher: „Wir sind müde geworden, man hat schon bei einigen gemerkt, dass sie länger nicht gespielt haben.“
… zum Abstiegskampf: „Du musst immer sehen, was du an Spielermaterial hast. Wir müssen lernen, dass wir einfach in den Spielen bleiben müssen. Selbst, wenn es nicht so läuft. Jedes Tor ist entscheidend. Man weiß nie, was noch kommt. Auch das Torverhältnis kann am Ende sehr wichtig sein.
... zum Abstiegskampf (vor dem Spiel): „Ich gehe jetzt von einer kleinen Mini-Liga aus, mit vier Mannschaften, und dann müssen wir halt Minimum zwei hinter uns lassen.“
... zur Philosophie der Fortuna (vor dem Spiel): „Wir wollen Spaß haben. Wir sind in einer schwierigen Situation, der Druck ist immens, aber man darf nie den Spaß vergessen. Ich glaube, die Mannschaft zieht super mit.“

Rouwen Hennings (Kapitän Fortuna Düsseldorf) …
… zum Spiel:
„Wir wollten das Spiel lange offen gestalten und waren dann nicht mehr nah genug dran. Gerade bei den zweiten Bällen haben wir nicht so wirklich Druck draufgehabt und dann ging es ein bisschen zu deutlich aus.“
… zur Spielweise unter Rösler: „Wir haben es gerade in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht, konnten uns aus Drucksituationen gut befreien. Gladbach ist nicht unbedingt unser Maßstab, aber wir wollen in den kommenden Spielen mehr Punkte holen.“

Erik Thommy (Torschütze Fortuna Düsseldorf) …
… zur taktischen Umstellung der Gladbacher nach der Halbzeitpause:
„In der zweiten Halbzeit haben wir nicht wirklich Lösungen gefunden. Wir hatten das Gefühl, dass wir immer einen Schritt zu langsam waren. Mit der Klasse die sie haben machen sie die Tore.
… zu den kommenden Wochen: „Wir haben keinen schlechten Fußball gespielt, da können wir drauf aufbauen. Ich denke, wenn wir in der nächsten Woche nicht davon abweichen werden, dann werden wir in Zukunft auch Erfolg haben.“

Andre Hoffmann (Fortuna Düsseldorf) ...
... zu Uwe Rösler (vor dem Spiel):
„Die beiden Auftritte plus der im Pokal sahen letztlich ganz gut aus. Die Punkteausbeute war nicht so da, wie sie es hätten hergeben sollen, aber grundsätzlich scheint es zu passen.“
... zur Tabellensituation (vor dem Spiel): „Ich bin ein Freund davon, nicht allzu oft auf die Tabelle zu schauen. Ich habe das Selbstbewusstsein, dass wir unsere Punkte einsammeln werden. Es scheint sich im Moment so zu verschieben, dass das Mittelfeld relativ groß ist in der Bundesliga, und dass es unten nur wenige Mannschaften gibt, die wirklich gefährdet sind. Wir sind eine davon und wir wollen am Ende der Saison drei hinter uns lassen.“
... zu Friedhelm Funkel (vor dem Spiel): „Wenn man drei Jahre einen Trainer hat, und gerade Friedhelm ist mit seiner Menschlichkeit glaube ich einmalige in dem Geschäft, deshalb denkt man sicherlich noch an ihn und wird auch in Kontakt bleiben. Gerade ich habe ihm auch viel zu verdanken, weil ich aus einer Phase in Hannover kam, wo es nicht so gut für mich lief. Er hat mich hier wieder voll aufgebaut. Ich bin da in der Bundesliga, wo es mir in Hannover nicht mehr viele zugetraut hatten, deshalb bin ich ihm sehr dankbar.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel:
„Heute haben wir in der zweiten Halbzeit festgestellt, dass es total Sinn macht, sich auf seine Stärken zu verlassen.“
… zu den EM-Chancen von Florian Neuhaus: „Ich traue ihm das perspektivisch auf jeden Fall zu, ganz klar, aber es ist wichtig, dass er sich auf seine Leistung konzentriert, das ist das, was er beeinflussen kann. Ein Telefon hat er auch, und wenn der Bundestrainer dann anruft, wird er möglicherweise auch rangehen. Dass der Bundestrainer die Nummer wählt, das hat er nur bedingt in der Hand.“
… zum Umgang mit seinen Spielern: „Ich versuche all meinen Jungs gerecht zu werden. Ich glaube, die Jungs verstehen es irgendwann auch, in dem Moment sind sie natürlich sauer, aber Rafael, der wird in den nächsten Wochen sicherlich auch mal wieder von den Zuschauern zu bewundern zu sein.“

Florian Neuhaus (Torschütze Borussia Mönchengladbach) …
… zu Marco Rose:
„Wir haben selber auf dem Platz gemerkt, dass wir uns nicht zu einhundert Prozent wohlfühlen, Düsseldorf hatte sich dann ein bisschen in einen Rausch gespielt, jeder wollte den Ball haben, alle sind sehr aktiv gewesen. Dann hat der Trainer in der Halbzeit die passenden Worte gefunden, sehr sachlich, und hat ein zwei Umstellungen getätigt und die haben super funktioniert.“
… zur Nationalmannschaft: „Es ist für jeden ein Traum, für die Nationalmannschaft zu spielen. Ich setzte mich da aber nicht unter Druck. Wir haben ein großes Ziel im Sommer mit Olympia, das ist auch ein ganz besonderes Event.“

Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach) …
… zum Siegfaktor:
„Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert und Spieler wie Florian Neuhaus haben den Unterschied gemacht, indem sie den Ball im Mittelfeld gehalten haben.“
… zu den Chancen von Florian Neuhaus für die EM-Teilnahme: „Ich hoffe, dass er an der Euro teilnimmt. Wenn ich der Trainer wäre, würde ich ihn einhundert Mal anrufen.“
… zu seinen Zielen: „Ich möchte so viele Spiele wie möglich gewinnen. Ich hoffe, dass wir uns am Ende der Saison keine Vorwürfe machen müssen.“

Lars Stindl (Kapitän und Torschütze Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel:
„Wir hatten eigentlich eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, hatten aber nicht so viel Zugriff. Über die Dauer des Spiels haben wir unsere Qualitäten immer besser auf den Platz gebracht und glaube ich auch verdient gewonnen.“

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...
... zur Zusammenarbeit mit Marco Rose (vor dem Spiel):
„Er ist meinungsstrak, ich bin meinungsstark, und dann diskutiert man darüber. Ohne dass es böses Blut gibt, ohne dass man sich am nächsten Tag nicht in die Augen schauen kann. Man diskutiert über die Thematik. Marco ist ein Gerechtigkeitsfanatiker, er macht nie etwas Böses, er ist halt sehr emotional.“
... zur Situation im Verein (vor dem Spiel): „Es ist erst einmal schön, Ruhe im Verein zu haben und in Ruhe seinen Job machen zu können. Aber auch wir haben unsere Problemchen. Erwartungshaltung, Fragen nach Meisterschaft, nach Champions League. Das sind auch unsere Aufgaben, die wir zu erledigen haben. Gladbach war mal ein Verein, der für Schlagzeilen gesorgt hat, momentan schaffen wir es, die Schlagzeilen auf dem Platz zu haben.“
... zum Ausschluss von Manchester City aus der Champions League (vor dem Spiel): „Inhalte kenne ich nicht, aber die UEFA wird ja nicht aus dem blauen Dunst so eine drastische Entscheidung fällen. Wir haben das Financial Fairplay und ich finde es super, wenn es dann eben so an den großen Mannschaften, nicht exerziert, sondern wirklich die Regel eingehalten wird. Es gibt ja noch zwei drei Vereine mehr, denen das auch droht, und die jetzt auch ein bisschen sensibler damit umgehen. Wenn man dagegen verstößt, muss man ausgeschlossen werden. Das ist schon ein Wettbewerbsnachteil, den sie sich auch irgendwo selbst eingebrockt haben.“
... zum Rücktritt von Jürgen Klinsmann (vor dem Spiel): „Der Vorteil ist, wir haben die Kompetenzen klar geklärt. Marco kennt die Konstellation mit Sportdirektor und Trainer, er hat sich noch nicht beschwert. Ich glaube, dass ein Verein schon eine Konstante braucht. Wenn du alles auf den Trainer auflädst, dann ist der Verein, wenn der Trainer geht, und im Erfolgsfall auch selber gehen möchte, führungslos. Das ist eine große Aufgabe, die ein Sportdirektor zu lenken hat.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
… zu den Möglichkeiten von Borussia Mönchengladbach:
„In Gladbach ist vieles möglich, denn das Potential ist da und die Stimmung im Team ist gut. Wie die Spieler miteinander umgehen, das ist ganz wichtig, um Titel zu holen. Warum sollte Gladbach nicht an den Titel glauben? Sie stehen oben, unter den ersten Vier, sie haben keine Dreifachbelastung, wie andere Mannschaften und vielleicht kommt ihnen das in der Meisterschaft zugute.
... zu Borussia Mönchengladbach (vor dem Spiel): „In Leipzig, beim letzten Spiel, haben sie hervorragend gespielt in der ersten Halbzeit. Da hat genau das, was man von Rose und seiner Mannschaft erwartet, hat da super funktioniert. Die Gladbacher sind auf einem Champions-League-Platz, mit Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Es könnte etwas funktionieren, was sich die Gladbacher vielleicht erträumen, nämlich etwas ganz Großes.“
... zu Fortuna Düsseldorf (vor dem Spiel): „Sie spielen höher, spielen attraktiver, haben mehr Ballbesitz. Das Spiel der Düsseldorfer hat sich verändert, sie haben auch in den letzten beiden Spielen sehr gut gespielt.“
… zu Florian Neuhaus: „Er hat eine steile Karriere in den letzten zwei Jahren gemacht. Auch die Ausleihe zu Düsseldorf war für seine Karriere der richtige Weg. Jetzt setzt er sich auch schon intern bei Borussia Mönchengladbach gegen eine große Konkurrenz durch. Der Kader ist breit und qualitativ hochwertig.“

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