• Bayern-Coach nach Rummenigges Äußerungen: „Er hat ja nicht gesagt, welches Papier“
  • Dortmunds Kehl zu Can: „Er gibt uns dieses Element“
  • Marco Rose verzichtet auf Stürmer Plea: „Jungs nehmen es professionell“
  • Sky Experte Hamann über Serge Gnabry: „Seine Entwicklung ist sensationell“

    Unterföhring, 29. Februar 2020
    - Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 24. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) …
    … zu Joshua Zirkzee:
    „Wir haben gestern in der Formation trainiert, aber erfahren hat er es wie immer kurz vorm Spiel. Ich glaube, er hat damit gerechnet. Ich habe am Freitag auch mit ihm gesprochen, das sind Dinge, die man macht, ihn ein bisschen vorbereiten. Aber die Entscheidung war noch nicht getroffen. Er ist unser einziger zentraler Stürmer, der auch gelernter Stürmer ist. Er macht das sehr gut, er hat sich gut entwickelt. Er ist einer, der den Ball halten kann, aber auch gut im Abschluss ist. Wir hoffen, dass er unbekümmert heute spielt, Selbstbewusstsein zeigt. Er hat die Qualität. Wie er es heute macht, muss man mal abwarten, aber er hat das Vertrauen von allen. Ich bin da sehr zuversichtlich.“
    … zu Leon Goretzka: „Leon ist schon einer, der auf der Zehn, auf der Acht oder auf der Sechs spielen kann, also im Zentrum. Er ist ein Spieler, der wie Tolisso Box-to-Box seine Stärke hat. Heute wollten wir nicht allzu viel wechseln, weil wir in Chelsea ein gutes Spiel gemacht haben. Soweit sind alle gut erholt, so gehen sie in das Spiel. Das war für uns die Voraussetzung, dass wir möglichst wenig ändern, dass wir die Abläufe drin haben, die wir heute haben.“
    … zu Philippe Coutinho: „Philippe zeigt im Training, welche Qualitäten er hat. Er spielt heute und er weiß, was er zu tun hat. Ich hoffe einfach, dass er einen einfachen Fußball spielt, das wäre für ihn die richtige Lösung, dass er Mitspieler in Szene setzt, selbst zum Abschluss kommt. Das sind Dinge, die er sehr gut kann, das zeigt er im Training. Er ist ein top Fußballer, ein top Mensch, und deswegen sind wir froh, dass wir ihn in unserer Truppe haben.“
    … zu Hoffenheim: „Sie können alles spielen. Alfred Schreuder hat diese Mannschaft sehr gut eingestellt. Sie haben mehrere Facetten, da müssen wir von Anfang an sehr konzentriert sein. Es ist eine Mannschaft, die Fußball spielen kann. Wir müssen schauen, dass wir die Räume, die sie bespielen wollen, auch gut zumachen. Gegen den Ball ist es eine Mannschaft, die Druck ausübt, weil es eine Stärke von ihnen ist, umzuschalten.“
    … zur eigenen Vertragssituation nach den Äußerungen von Karl-Heinz Rummenigge: „Er hat ja nicht gesagt, welches Papier. Ich habe oft genug gesagt und dabei bleibe ich auch: Wir haben hier große Aufgaben. Wir sind die einzige Mannschaft, die noch in allen drei Wettbewerben ist. Wir müssen einfach schauen, dass wir von Spiel zu Spiel unsere Aufgaben lösen. Wenn wir irgendwann im Gespräch sind, ist es schön, aber aktuell interessiert mich nur die Mannschaft und dass wir erfolgreich sind.“

    Sebastian Kehl (Leiter der Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
    ... zum Bankplatz von Erling Haaland:
    „Es heißt, dass wir vorne taktisch ein klein wenig verändert auftreten werden. Es heißt aber auch, Julian Brandt kommt zurück, ein Spieler, der in sehr guter Verfassung war, mit großer Torgefahr. Wir hätten Erling gerne auf dem Platz gehabt, aber er war unter der Woche in der einen oder anderen Trainingseinheit nicht dabei. Deswegen ist das auch okay heute.“
    ... zur fast unveränderten Startelf: „Es gibt keine Notwendigkeit, heute zu wechseln. Wir haben eine normale Woche hinter uns, eine normale Woche vor uns. Die Mannschaft hat das hervorragend gut gemacht, sie hat die Stabilität gefunden, auch in dieser Besetzung zu spielen. Der Wechsel von Erling war vorausgesetzt, aber Julian braucht Spielpraxis. Wir brauchen ihn für die nächsten wichtigen Wochen, von daher ist alles gut.“
    ... zum Einfluss von Emre Can auf die Defensive: „Er gibt uns dieses Element, was wir vielleicht ein wenig benötigt haben mit seiner Körperlichkeit, mit seiner Robustheit, aber auch mit seiner Erfahrung und Präsenz. Vom ersten Tag war er komplett da, übernimmt Verantwortung, ist kommunikativ stark. Ich glaube, dass wir in der Woche nach dem verrückten Spiel gegen Leverkusen gelernt haben und jetzt die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“
    ... zum Ausfall von Robert Lewandowski und die Auswirkungen auf den Titelkampf: „Das weiß ich nicht, zu Lewy kann ich wenig sagen. Natürlich habe ich es gelesen, aber Bayern München hat sich auch nicht geäußert, als wir Marco Reus vor ein paar Wochen verloren haben. Deswegen gleicht sich das vielleicht aus.“
    ... zu Mario Götze: „Mario ist krank, er konnte leider nicht trainieren. Aber es ist nichts Ernstes.“

    Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zum Stand der eigenen Spielidee:
    „Wir haben uns schon im Laufe der Saison einige Prinzipien erarbeitet, die wir immer wieder auf den Platz bringen, die uns auch helfen. Das bedeutet nicht nur, dass wir aggressiv gegen den Ball spielen und gut umschalten, sondern wir haben auch eine Idee, wenn wir nicht in Umschaltsituationen kommen und selbst das Spiel machen müssen.“
    ... zu Angstgegner Augsburg: „Wir kennen das Thema, aber es ist ähnlich, wie wenn du bei Union Berlin spielst oder in Freiburg. Das sind ganz unangenehme Mannschaften, die vor allem zu Hause versuchen, der Liga ihren Stempel aufzudrücken mit den Fans im Rücken. Da sind sie immer besonders unangenehm zu spielen, aber auch zu bekämpfen. Das ist das Allerwichtigste, dass du hier dagegenhältst, aber auch versuchst, deine Stärken ins Spiel zu bringen und das Spiel zu kontrollieren.“
    … zur Aufstellung mit Strobl und ohne Plea: „Wir haben eine ähnliche Grundformation, wir spielen wieder mit drei Stürmern. Aber wir rechnen schon damit, dass heute der eine oder andere erste oder zweite Ball mehr auf uns zukommt, da wollen wir Stabilität vor unserer Abwehr haben. Die haben wir mit Tobi Strobl und Denis Zakaria. Und dass bei uns immer wieder einer in den sauren Apfel beißen muss, das kriegt man über die Wochen mit. Aber bisher nehmen es die Jungs sportlich und professionell, das ist auch für uns wichtig als Mannschaft, wenn wir erfolgreich bleiben wollen.“
    … zur Frage, ob er einen Elfmeterschützen bestimmen will: „Dann mach ich es und dann verschießt der auch. Jeder Trainer hat da seine eigene Philosophie, ich bin da relativ entspannt, was das betrifft. Ich kann ihn nicht reinmachen, weil ich draußen stehe, also verlasse ich mich auf meine Jungs. Wer sich gut fühlt, wenn die Jungs miteinander reden, der soll ihn dann auch bitte reinschießen. Fakt ist, dass wir an unserer Statistik arbeiten können.“
    … zur Frage nach den vielen auslaufenden Verträgen: „Es läuft auf einem sehr guten Niveau im Austausch bei uns ab. Wir sitzen oft zusammen, haben Kadersitzungen, besprechen Themen, machen uns Gedanken, weil wir wissen, dass wir einen guten Kader haben mit Charakter. Trotzdem wollen wir ihn sukzessive verändern, frisches Blut reinbringen. Wir sind immer im guten Austausch mit den Spielern, die es betrifft. Wenn es Dinge zu vermelden gibt, dann werden wir das machen. Der Austausch ist gut auf allen Ebenen.“

    Martin Przondziono (Geschäftsführer Sport SC Paderborn) ...
    ... zum knapp verlorenen Spiel gegen Bayern:
    „Für uns ist es nichts Neues, ich habe aber direkt gesagt wir nehmen das mit, wir haben auch daraus unsere Erkenntnisse gezogen. Wir schütteln uns und stehen zwei Tage später wieder auf.“
    … zur Aufstellung gegen Mainz: „Wir haben ein bisschen umgestellt, Samuel Fridjonsson wird in die Mannschaft rücken, wir spielen es etwas anders vom System her. Das ist aber nichts Außergewöhnliches, wir schauen immer, was der Gegner macht und was wir dagegenhalten können.
    … zur Planung für die 2. Liga: „Es wäre vermessen, wenn wir als Paderborn nicht zweigleisig planen würden. Das ist in vollem Gange. Viele Mannschaften müssen das im Blick haben, du hast in der Bundesliga ab Platz zehn nie die Sicherheit.“
    … zum Lob, das Paderborn bekommt, obwohl die Punkte fehlen: „Wir wollen gelobt werden, aber auch die Punkte holen. Für uns ist es schon auch wichtig, dass wir bei uns bleiben, jede Woche aufs Neue unser Spiel spielen. Wenn drei Punkte rausspringen, ist es noch besser.“

    Rouven Schröder (Sportvorstand 1. FSV Mainz 05) ...
    ... zur Frage, ob er Angst vor dem Abstieg habe:
    „Angst haben wir eher vor Krankheit und solchen Dingen, aber grundsätzlich stellen wir uns der Sache. Wir haben uns nie da rausgewähnt und haben den Abstiegskampf angenommen. Das muss man mit Taten belegen. Wir hatten aus zwei Spielen vier Punkte geholt, sind dann nach Wolfsburg gefahren und haben kein gutes Spiel hingelegt. Die Situation spitzt sich zu. Heute ist es kein Endspiel, aber ein elementar wichtiges Spiel, das wir gewinne wollen. Diese Spiele sind die richtigen Spiele, weil da geht es um was, sich Auge um Auge zu beweisen.“
    ... zu den Anforderungen gegen Paderborn: „Man muss die richtige Einstellung auf den Platz bringen, Mentalität, müssen dagegenhalten. Das sind die Basics, und dann musst du individuell stärker sein. Wir haben heute ein Heimspiel, das wir gewinnen wollen. Paderborn macht es Woche für Woche vorbildlich vor. Sie geben nicht auf, spulen alles ab was sie können. Da müssen wir dagegenhalten. Unser Anspruch ist es, das Spiel zu gewinnen, aber wir wissen, dass es schwer wird. Paderborn hat sich Respekt in der Liga erarbeitet. Wer Paderborn jede Woche sieht, bekommt ein Gefühl dafür, was es heißt, als Team zu spielen.“
    … zu Diskussionen um den Karnevalsumzug: „95 Prozent des Zuges haben wir überragend absolviert, mit der Stadt gefeiert, mit den Fans. Grundsätzlich ist es so, dass wir ein paar Momente hatten, die nicht so glücklich waren, die auch was mit Respekt zu tun haben. Das haben wir geklärt und angesprochen, jetzt ist Bundesliga, da hat der eine oder andere auch etwas gutzumachen.“
    … zur Planung für die 2. Liga: „Wir sind elf Jahre in der Bundesliga, wollen ins zwölfte, wir können in Mainz aber nicht so arrogant sein, das außen vor zu lassen. Es ist vollkommen klar, sich auf das Szenario vorzubereiten. Aber wir haben beide noch genug Chancen, genug Punkte zu holen.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zur Verletzung von Robert Lewandowski:
    „Für die Konkurrenz ist es natürlich gut, dass der beste Torschütze der Bundesliga nicht dabei ist. Es ist schon erstaunlich, was er für Spiele macht, was für Wege er macht und nie verletzt ist. Er ist gefühlt zehn Jahre in Deutschland und ist nie verletzt gewesen. Für Bayern ist es ein herber Schlag, aber in der entscheidenden Phase, wo es um alles geht, im April, Mai, wäre es viel schwerwiegender. Sie müssen schauen, dass sie durch den Pokal kommen, durch die Liga kommen bis zur Länderspielpause Ende März. Ich gehe davon aus, dass er danach wieder dabei ist. Wenn man sich einen Zeitpunkt aussuchen könnte, wo ihm was passiert, ist vermutlich jetzt der richtige. Ich glaube, dass sie ihn in diesem Zeitraum ersetzen können.“
    … zu Segre Gnabry: „Wie er sich entwickelt hat, ist sensationell, in Bremen, dann in Hoffenheim. Vor einigen Jahren wurde er bei West Brom in der Premier League weggeschickt, weil Trainer Tony Pulis meinte, er ist nicht gut genug. Er wird von Woche zu Woche besser. Er hat nur zwei London-Besuche gebraucht, um mehr Tore zu schießen, als in den einigen Jahren, als er bei Arsenal war. Im Sommer ist die EM, beide Halbfinals und das Finale sind in London. Ich wüsste, wenn ich der Bundestrainer wäre und wenn ich ins Habfinale komme, wen ich als erstes auf den Spielberichtsbogen setze.“
    … zur Situation bei Hertha BSC: „In Paderborn haben sie gewonnen, das war ein Charaktertest. Aber in den letzten zwei Spielen haben sie drei von vier Halbzeiten indiskutabel gespielt, die haben sie 0:8 verloren. Es ist keine gute Situation für die Berliner, da war die zweite Halbzeit gestern Gold wert. Sie haben im Winter am meisten investiert, dafür ist das zu wenig. Wenn ich mir die Mannschaft anschaue, welche Qualität sie haben, dann kann ich nicht zu Hause 0:5 gegen Köln verlieren und eine Woche später in Düsseldorf 0:3 hinten liegen. Michael Preetz wird in den nächsten Wochen viel überlegen, denn so, wie es im Moment läuft, ist es nicht gut genug für die Berliner Ansprüche.“
    … zur Leistung von Borussia Mönchengladbach: „Sie spielen eine hervorragende Saison. Es braucht immer etwas Zeit, wenn ein neuer Trainer kommt, da gibt es immer den einen oder anderen Ausschlag nach unten. Es wäre ein riesiger Erfolg, wenn sie unter die ersten Vier kommen. Die ersten drei Plätze scheinen belegt. Sie müssen also eine 15er-Liga als Meister abschließen. Mit Leverkusen haben sie einen starken Verfolger. Sie machen das hervorragend. Um von der Meisterschaft zu reden, brauchst du einen Kader von 18, 20 gleichwertigen Leuten, so weit sind sie einfach noch nicht.“

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