• Torschütze Andersson: „Der Torhüter hat in der Situation vielleicht die Wäsche aufgehangen“
    DAZN-Experte Ralph Gunesch: „Beide werden Sagen: ‚Für uns wäre mehr drin gewesen’“

    Berlin/München, 1. März 2020 -
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen der Partie 1. FC Union Berlin gegen VfL Wolfsburg (2:2) - das Sonntagsspiel am 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

    Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...
    ... zu den Plakaten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (vor dem Spiel):
    „Fußball rückt in den Hintergrund, andere Themen werden aktuell. Ich verstehe es natürlich ein bisschen, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist, dass man sich dann äußert. Aber mir geht es um die Art und Weise und die passt einfach nicht. Es hat für mich auch mit Anstand und Respekt zu tun. Wir müssen schauen, dass wir eine Lösung hinbekommen, und im Moment sieht es eher so aus, wie sich das Ganze in etwas hineinsteigert, was aus meiner Sicht einfach nicht gut ist.“

    
Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, wir wussten, dass es schwierig wird. Aus dem Spiel heraus war es schon sehr schwierig, sich Chancen herauszuspielen. Wir wussten, dass Standards eine reisen Bedeutung haben, und das hat man auch gesehen. Insgesamt drei Standardtore sagt alles über das Spiel aus.“
    ... zum Banner gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp: „Protest ja, kann man mal machen, aber wenn Personen persönlich beleidigt werden, dann hört es auf. Wir haben ganz klar gesagt, das Plakat gehört runter, wir stehen nicht dahinter. Das muss man so machen, sollte man auch so machen. Ich finde es gut, dass wir jetzt alle gemeinsam diese Schiene gehen, weil es wurde eine Linie überschritten und ich glaube, wir wissen, was wir zu tun haben. Es ist schade, weil es ein bisschen den Fußball zerstört mit den Unterbrechungen, aber wichtig ist, dass wir gemeinsam hingehen und sagen, dass wir dagegen sind.“

    Sebastian Andersson (Torschütze 1. FC Union Berlin) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir hatten keine Kontrolle über das Spiel. Wir haben zwei Tore erzielt, aber mit dem einen Punkt können wir gut leben.“
    … zu seinem Tor: „Es war eine tagtägliche Situation. Ich habe fast meinen Kopf verloren, aber es war gut. Der Torhüter hat in der Situation vielleicht die Wäsche aufgehangen, ich weiß es nicht.“
    … zur Tabellensituation: „Wir denken nicht darüber nach, bis die Saison vorbei ist. Wir sind noch nicht gerettet. Wir haben noch zehn Spiele und müssen weiter Punkte sammeln.“

    Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Sport 1. FC Union Berlin) ...
    … zu den Beleidigungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (in der Halbzeitpause):
    „Es gibt klare Aussagen, hinter denen wir uns alle vereinen können, dass persönliche Beleidigungen und Verunglimpfungen gegenüber einzelnen Leuten einfach nicht akzeptabel sind. Da sind wir uns alle einig im Sport und das unterstützte ich natürlich auch.“
    
… zur Möglichkeit, das Einschleusen von Bannern zu verhindern (in der Halbzeitpause): „Es ist immer möglich, Dinge durchzugeben, durchzustecken und du kannst nicht alles finden und nicht alles mitbekommen. Man muss auch nochmal unterscheiden, bei dem ersten Banner, dass hier gezeigt worden ist, das ist eine Äußerung der Fans, die meines Erachtens nach vollkommen legitim ist. Dass man sachliche Kritik an Dingen übt, dann muss man auch bereit sein, kritische Worte zu akzeptieren. Das ist eine Thematik, bei der ich mir gewünscht hätte, dass man da überhaupt nicht eingreift, denn da gab es aus meiner Sicht keinen Grund einzugreifen. Es sei denn, dass, was gegen den DFB geschrieben stand, dann muss ich aber jedes Spiel unterbrechen, und das sehe ich ein bisschen kritisch."
    … zu Lösungen gegen Hassplakate (in der Halbzeitpause): „Es geht darum, dass man immer wieder im Gespräch miteinander ist. Wenn man sich darüber aus Fankreisen echauffiert, dass gesagt worden ist, keine Kollektivstrafen, dann darf man das als Fangruppen auch äußern. Am Ende des Tages gehen aber diese Dinge, die am Ende gewesen sind absolut nicht.“

    Wout Weghorst (Torschütze VfL Wolfsburg)...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben einen 2:0-Rückstand, dann weißt du, dass es nicht einfach ist, aber dann kommen wir sehr gut zurück in das Spiel und am Ende hier auch absolut verdient einen Punkt holen. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind. Union hat eine sehr harte Spielweise, sehr robust, sehr körperlich mit vielen langen Bällen und bei Standards sehr gefährlich. Das wussten wir und haben es einfach nicht gut gemacht. Heute hat es nur für einen Punkt gereicht. Wir sind für drei hier hergekommen, aber manchmal ist es so, dann musst du den Punkt nehmen.“
    … zu seinem Tor: „Dafür bin ich da. Ich hatte in der ersten Halbzeit auch eine Ecke, die ich mit dem Kopf fast rein mache. Großes Kompliment an Joao, das ist eine Top-Flanke.“
    … zum Banner gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp: „Es ist sehr traurig., Dass soviel darüber gesprochen wird. Fußball ist etwas, was alle zusammenbringt, und jeder hat seine eigenes Gefühl dabei. Am Ende geht es darum, dass Fußball etwas wirklich schönes ist und das müssen wir uns erhalten.“

    DAZN-Experte Ralph Gunesch ...
    ... zum Spiel:
    „Ich glaube, die Unioner werden sich ärgern, dass sie nach einer 2:0-Führung nur einen Punkt zuhause behalten, die Wolfsburger werden sich sagen “Wir müssen hier eigentlich gar nicht 0:2 hinten liegen, gut, dass wir den Punkt zumindest nicht verloren haben.“ So sind beide irgendwie glücklich damit. Für Union ein weiterer Punkt im Kampf gegen den Klassenerhalt, aber beide werden auch sagen, “für uns wäre mehr drin gewesen.“ Für Wolfsburg ist es im Kampf um Europa ein ärgerlicher Punktverlust.“
    ... zu den Plakaten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (als Co-Kommentator während der Partie): „Es ist eine Entwicklung, die schiebt sich über mehrer Jahre und wir sind jetzt in dieser Situation, die sehr festgefahren wirkt, aber viele Dinge, die hier momentan passieren, die werden sich nicht von heute auf morgen lösen lassen. Es sind Entscheidungen getroffen worden, wo du einen Solidarisierungsgedanken innerhalb der Fanszenen hast, der nicht zu unterschätzen ist, und der auch im Kern wenig mit Dietmar Hopp zu tun hat. Da geht es um ganz andere Dinge. Da werden ganz viele Dinge zusammengeworfen, die wir erstmal auseinander dividieren müssten, nur ist der Rahmen eines Fußballspiels sicherlich der falsche.“

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