• Bremen-Trainer Kohfeldt nach der vergebenen 2:0-Führung: „Man sieht 20 Minuten, dass wir es können“
  • Hertha-Kapitän Stark: „Wir beißen uns ja selber in den Arsch“
  • Schalke-Coach Wagner trauert drei Punkten nach: „Enttäuschend, dass wir nicht gewonnen haben“
  • Havertz nach 4:0 gegen Frankfurt voller Selbstvertrauen: „Bin wieder der Alte"

    Unterföhring, 7. März 2020
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 25. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zur Situation:
    „Wir müssen nicht von den Bayern reden. Ich gehe davon aus, dass sie gewinnen und dann haben sie fünf Punkte Vorsprung. Wir müssen schauen, dass wir unsere Leistung stabilisieren, weil Leverkusen noch drei Punkte weg ist. Wir müssen unter die ersten Vier kommen, das ist unser Ziel. Da brauchen wir jetzt von Platz eins aktuell nach den zwei Unentschieden nicht sprechen. Wir gucken auf die ersten vier Plätze.“
    ... zum Spiel: „Der Punkt reicht nicht. Noch weniger Anlass zur Freude gibt das Spiel. Es war auch nicht mehr verdient als ein Punkt. Wir haben zu wenige Torchancen, sind relativ häufig in die interessanten Räume gekommen, aber da waren wir sehr ballunsicher und sehr reaktiv. Wir haben wenig proaktiv vorgedeckt in der letzten Linie, das war zu wenig für einen Sieg. Wir spielen gegen Wolfsburg und Leverkusen zu wenige Torchancen heraus, haben wenige direkte Duelle in der roten Zone gewonnen. Es waren genug interessante Situationen dabei, um besser vor das Tor zu kommen. Wir haben sehr wenige tiefe Laufwege aus der zweiten Ebene hinter die Kette, wenn der Gegner so tief steht. Das macht Bayern uns jede Woche vor, wie gut man das machen kann, mit tiefen Laufwegen hinter eine tiefe Kette.“

    Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig): „Wir hatten heute nicht den Punch, haben zu viele einfache Fehler gemacht, waren nicht so richtig konsequent und nach vorne hatten wir nicht diese Kreativität.“

    Konrad Laimer (RB Leipzig): „Wir haben zweimal unentschieden gespielt und wir wollten mehr. Das ist schlussendlich zu wenig. Es war nicht alles schlecht, wir hatten auch ein paar gute Phasen. Aber wir haben uns schwergetan, den letzten Pass zu finden und in Führung zu gehen. Dann wäre es einfacher geworden. Es ist so, wie es ist.“

    Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): „Es war eine starke Teamleistung von uns. Du weißt, dass Leipzig eine sehr spielstarke, sehr gefährliche und ausgeglichene Mannschaft ist. Wir haben sehr gut verteidigt, sind sehr kompakt gestanden. Kurz vor Schluss haben wir eine ganz große Möglichkeit, wenn die reingeht, dann ist es genau so, wie du es geplant hast und nimmst die drei Punkte mit. Aber das wäre vielleicht zu viel gewesen.“

    Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen): „Heute war ein Lehrbeispiel dafür, wie man 20 Minuten im Kollektiv ganz viel kompensieren kann. Wenn wir uns immer auf Einzelzweikämpfe einlassen, dann ist der ein oder andere vielleicht auch einen Tick schneller und wendiger, da müssen wir zusammenarbeiten. Das haben wir am Ende wieder getan. Das macht es frustrierend, dass wir immer Phasen im Spiel haben, wo es klappt und dann wieder nicht. Also kein Vorwurf oder keine Einstellungssache, aber das müssen wir schnellstmöglich verstehen. Dann habe ich auch den Glauben, dass wir es schaffen. Heute sieht man wieder 20 Minuten, dass wir es können und dann lassen wir es wieder wegbrechen.“

    Frank Baumann (Geschäftsführer Sport SV Werder Bremen):
    ... zur Situation:
    „Natürlich ist es so, dass der direkte Platz, der für den Klassenerhalt reicht, schon einige Punkte entfernt ist. Wir müssen nicht zu sehr auf die anderen schauen, sondern wir müssen Punkte holen und gegen Mannschaften punkten, gegen die man es nicht so erwartet, weil wir in dieser Saison schon zu viele Punkte liegen gelassen haben.“
    ... zum Spiel: „Wir sind enttäuscht, dass wir nur einen Punkt mitgenommen haben nach diesem Start. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben eine gute Aufteilung und gute Kombinationen gehabt. Nach 20 Minuten haben wir leider den Faden und die Linie verloren, die uns bis dahin ausgezeichnet hat. Es hat ein Stück weit mit der aktuellen Situation zu tun. Wir haben immer darauf hingearbeitet, in Führung zu gehen. Wir haben wieder eine Standardsituation nicht gut verteidigt. Das müssen wir ändern, wir wissen, dass wir Siege brauchen, ein Unentschieden ist heute definitiv nicht zu wenig.“

    Davy Klaassen (Torschütze SV Werder Bremen): „Da müssen wir einfach weiter draufbleiben. Nach 15 Minuten sind die, wenn wir ein bisschen weitermachen, dann eigentlich tot. Das haben wir nicht gemacht.“

    Niklas Stark (Hertha BSC): „Dass wir die Anfangsphase wieder so verpennen, wir beißen uns ja selber in den Arsch. Das ist sehr ärgerlich für uns, dass da eine Unzufriedenheit ist, ist klar. Gut ist, dass wir zurückgekommen sind. Es war schon mal ganz gut, dass wir die Stärken, die im Spiel dann entstehen können, erkennen und die dann auch umsetzen.“

    Kai Havertz (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) ...
    ... zur Situation:
    „Es freut mich, dass ich im Moment wieder in Form komme und der Mannschaft helfen kann. Ich bin noch nicht am Limit, deswegen hoffe ich, dass die nächsten Wochen auch gut werden. Ich will immer mehr Tore und Vorlagen machen, in der Hinrunde hat ein bisschen meine Konstanz gefehlt und es lag viel Druck auf meinen Schultern. Ich habe mich befreit, bin wieder der Alte, das kann man schon sagen. Ich freue mich, auf dem Platz zu stehen, das ist das Wichtigste. Mein Umfeld und meine Familie haben mir sehr geholfen, bei jungen Spielern kommen solche Phasen. Es ging alles relativ schnell, machst einige schlechte Spiele und dann wirst du auch von den eigenen Fans ein bisschen zum Deppen gemacht. Es ist nicht einfach, aber die Zeit hat mich stärker gemacht und mich auf ein besseres Level gehoben.“
    ... zu den Zielen: „Wir haben vor der Saison das Ziel ausgegeben, dass wir auf die Champions-League-Plätze wollen. Da stehen wir gerade drauf und wir wollen so weitermachen. Den Flow wollen wir in die nächsten Wochen mitnehmen.“

    Julian Baumgartlinger (Bayer 04 Leverkusen): „Wir müssen uns gut erholen, weil mit Glasgow, Bremen und Gladbach noch sehr schwierige Spiele in einem kurzen Rhythmus auf uns zukommen. Dann ist Länderspielpause und dann schauen wir, in wie vielen Wettbewerben wir noch sind. Hoffentlich noch in vielen.“

    Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): „Wir wissen nicht, was auswärts los ist. Wir gehen mit dem Hinterkopf rein, ‚schon wieder auswärts, wir würden gern daheim spielen‘. Wir müssen mal den Turnaround schaffen, sonst kommen wir noch richtig hinten rein.“

    David Wagner (Trainer FC Schalke 04): „Am Ende haben wir ein Spiel gesehen von zwei Mannschaften, die im Moment große Probleme haben. Wir waren die bessere, in der Halbzeit verdient in Führung und hätten es verdient, das Spiel zu gewinnen. Wir haben Hoffenheim ganz wenige Möglichkeiten gegeben. Außer Standards, wo wir nicht gut verteidigt haben. Deswegen ist es enttäuschend, dass wir nicht gewonnen haben. Nichtsdestotrotz ist das im Moment unser Weg. Wir müssen versuchen, diese Periode mit einem anderen Ansatz anzugehen und müssen versuchen, wo es geht überall Punkte oder einen Punkt einzusammeln.“

    Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): „Es ist einfach schade, dass sie es nicht hinbekommen haben. Man muss auch Verständnis für die Jungs haben, das sind keine Roboter. Das war vielleicht noch ein bisschen im Kopf. Wir sind einfach Hoffenheim und kein Bayern München.“

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Wir brauchen Standardtore, wir können nicht alles aus dem Spiel herausschießen. Die letzte Woche waren wir nicht mehr gut, heute waren wir gut.“

    Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, aber nicht die bissigere. Diese Spur Aggressivität hat uns heute gefehlt.“

    Vincenzo Grifo (SC Freiburg) ...
    ... zu den Toren aus Standards:
    „Diese Woche haben wir sie gar nicht trainiert. Das war ein bisschen sarkastisch vom Trainer, der gesagt hat: ‚Diese Woche trainieren wir sie nicht, vielleicht machen wir dann ein, zwei Tore.‘ So war es dann, er hat Recht behalten und vielleicht müssen wir sie öfter nicht trainieren.“

    Keven Schlotterbeck (Union Berlin): „Freiburg hat uns den Schneid abgekauft. Sie haben die entscheidenden Duelle gewonnen und deswegen haben sie die drei Tore gemacht.“

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