Unterföhring, 14. April - Prof. Dr. Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln befürwortet angesichts der Coronakrise einen vorläufigen Verzicht auf eine Aufstiegs- und Abstiegsregelung zwischen der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga: "Ich halte es für einen denkenswerten Ansatz, temporär - das heißt für zwei, drei Spielzeiten - Auf- und Abstieg auszusetzen", sagte der Sportökonom in einem Interview bei Sky Sport News HD. Dies müsse, so Breuer, aber auch nicht radikal durchgeführt werden. "Vielleicht um die Effekte abzumildern, die Liga geringfügig aufzustocken, dass noch ein Aufstieg am Ende der Saison möglich ist, aber den Abstieg vermeiden", erklärte Breuer weiter.

Dabei sieht Breuer Plan-Insolvenzen von Bundesligisten als ein durchaus probates Mittel, das jedoch auch Schwächen aufweise. "Die Plan-Insolvenz ist unter den aktuellen Bedingungen quasi ein Sonderangebot für viele Vereine mit Altschuldenlast, weil es eben keine sportliche Strafe in dieser Saison und eine deutlich reduzierte Strafe in der kommenden Saison für den Insolvenzantrag gibt." Die Vereine gingen "in der Tat schuldenfrei wieder ins Rennen", so Breuer. "Gleichwohl ist das kein normales Weitermachen, denn es kommt ja zum Schuldenschnitt und zum anderen müssen Vereinsvermögen veräußert werden und hier sprechen wir beispielsweise über Spieler, über Immobilien." Im schlimmsten Fall könnte es auch passieren, so Breuer, dass ein Verein nicht mehr in einer unterklassigen Liga und mit dem gleichen Vereinsnamen antreten könne.


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