• Bremer Coach akzeptiert verweigerten Elfmeter: „Kann ich mit leben“
  • Klaassen sauer: „Viel klarer geht es nicht“
  • Leverkusens Serie endet jäh: „Müssen schauen, dass es bei einem Ausrutscher bleibt“
  • Frankfurt verballert im Großchancen-Festival: „Über sieben, acht Tore kann sich Freiburg nicht beschweren“

    Unterföhring, 26. Mai 2020 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagspartien des 28. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) …
    … zur strittigen Elfmeterszene:
    „Ich bleibe bei meiner Einschätzung, die ich immer habe, die in manchen Situationen auch kritisch gesehen wird. Ich kann damit leben, weil Gräfe eine Linie hatte und für sich entschieden hat, er pfeift nicht jeden Zweikampf, wodurch ein Fußballspiel entstanden ist. Wenn er sich das angeguckt hätte und so entscheiden hätte, wäre es schwieriger gewesen. Ich bin ein großer Freund davon, das akzeptieren wir.“
    … zur Notwendigkeit, die Leistung weiter zu zeigen: „Das ist unsere Aufgabe, das wird von Woche zu Woche anders. Wir werden wieder auf Gegner treffen, die tiefer stehen, die mehr auf Konter spielen, da müssen wir ganz anders spielen. Entscheidend ist, die Mentalität beizubehalten, die wir am Samstag in Freiburg und heute gezeigt haben. Und wichtig ist, ich werde es den Spielern morgen auch nochmal sagen, wir haben keine Zeit mehr auch nur für die geringste Nachlässigkeit. Wir haben unheimlich viele Schwierigkeiten in dieser Saison gehabt, die man intern immer erklären konnte. Vor den letzten drei Spielen konnten wir endlich so trainieren, dass alle fit sind und somit konnten wir auch endlich unser Spiel umsetzen. Aber wir haben keine Zeit mehr. Wir haben sieben Finals und wir müssen jedes Spiel zu 101 Prozent spielen.“
    … zur Anfeuerung vom Staff auf der Tribüne: „Wenn man das einfordert, wirkt es aufgesetzt. Gegen Leverkusen war es ein sehr ruhiges Spiel, heute war es anders. Ich habe früher Bremen-Liga gespielt, das war in etwa das. Das war aber was Positives, ganz wichtig. Nix Beleidigendes, nix Forderndes, nix Aggressives gegenüber dem Gegner. Meine Jungs sind dabei und helfen den Spielern. So muss es sein.“

    Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach): „Wir sind nicht ganz so zufrieden. Wir wollten das Spiel heute gewinnen, das haben wir nicht geschafft, deswegen fahren wir mit keinem guten Gefühl nach Hause.“

    Christian Groß (SV Werder Bremen): „Wenn man den Spielverlauf gesehen hat, dass wir hinten raus die eine oder andere Chance hatten, ist es schon bitter, dass wir nicht gewonnen haben.“

    Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) …
    … zum möglichen Elfmeter an Davy Klaassen:
    „Ich muss sagen, er fällt schlecht, weil er den unbedingt haben will. Ich berühre ihn schon, ich bin von den Bildern überrascht, ich hätte geschworen, dass ich ihn nicht berührt habe.“

    Davy Klaassen (SV Werder Bremen) …
    … zum möglichen Elfmeter:
    „Ich verstehe, dass der Schiri es nicht sieht, aber der Video-Schiri sollte es. Wenn du das nicht siehst… viel klarer geht es nicht.“

    Frank Baumann (Geschäftsführer Sport SV Werder Bremen) …
    … zum möglichen Elfmeter und der Leistung:
    „In so einer Szene kann man auch mal auf Elfmeter entscheiden, aber Schiedsrichter Gräfe hat so entschieden, das müssen wir akzeptieren. Für uns ist wichtig, dass wir diesen Spirit in den sieben weiteren Endspielen auf den Platz bringen, dann werden wir uns dafür belohnen und auch nächste Saison erstklassig spielen.“

    Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): „In Summe war das heute eine tolle Leistung. Gratulation an die Spieler, wie sie das heute umgesetzt haben gegen ein Leverkusen, das 14 der letzten 16 Spiele gewonnen hat. Es war schwierig, aber es war toll mitanzusehen, was die Spieler heute geleistet haben.“

    Marin Pongracic (Doppeltorschütze VfL Wolfsburg): „Die Flanken sind optimal gekommen, wenn ich die heute nicht gemacht hätte, hätte ich glaube ich nie ein Tor geschossen. Tolle Flanken von Maxi Arnold, das freut mich natürlich sehr.“

    Maximilian Arnold (Kapitän und Torschütze VfL Wolfsburg): „Wenn man bei Bayer Leverkusen, der Mannschaft der Stunde, gewinnt, ist das glaube ich ganz gut für uns. Für Europa ist es natürlich sehr wichtig drei Punkte zu holen.“

    Julian Baumgartlinger (Torschütze Bayer 04 Leverkusen): „Wir haben relativ schnell wieder ein Standardgegentor gegen uns bekommen und sind der ganzen Musik hinterhergelaufen. Das ist zu wenig gewesen heute. Nach zwölf ungeschlagenen Spielen gibt es auch mal wieder so einen Tag. Der hätte nicht so schwarz sein müssen, vor allem in der Höhe. Das müssen wir uns definitiv anschauen. Aber ich glaube, dass wir viel mitnehmen können, um schon am Freitag wieder in die richtige Spur zu finden.“

    Lukas Hradecky (Torwart Bayer 04 Leverkusen): „Wir haben verdient heute verloren. Die Wolfsburger waren von Beginn an aggressiver, wir konnten unsere spielerische Qualität nicht so gut einsetzen, vielleicht war die Selbstverständlichkeit heute zu groß, die Leistung war nicht gut. Wir müssen schauen, dass es bei einem Ausrutscher bleibt. Wir haben zwei Tage bis zum nächsten Spiel. Kopf hoch und weiter nach Freiburg. Die Art und Weise hat mich auch überrascht. Aber irgendwann musste es kommen, es ist heute gekommen und wir müssen schauen, dass es nicht nochmal so aussieht.“

    Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen): „Wenn man so eine Vorbereitung hat, wo man eine Woche mit der Mannschaft trainiert hat, dann wieder Meisterschaftsspiele in der Bundesliga macht und dann auch noch wie wir zwei Tage Ruhe hat und dann wieder ein Spiel, dann ist das schwer.“

    Nils Petersen (Torschütze SC Freiburg): „Wenn wir ganz ehrlich sind, nehmen wir den Punkt gerne mit. Wenn man 3:1 führt will man gewinnen, muss man gewinnen, die Qualität haben wir auch, so ein Spiel dann zu Ende zu bringen. Aber im Endeffekt waren viele, viele Hochkaräter auf Frankfurter Seite. Schon in der ersten Halbzeit sind wir gut bedient mit dem 1:1, aber am Ende ärgern wir uns trotzdem jetzt.“

    Alexander Schwolow (Torwart SC Freiburg) …
    … zum Fehler von Robin Koch vor dem 2:3:
    „Robin verzeihe ich alles. Robin ist ein Topspieler, das weiß jeder, er macht so vieles richtig. Da hat er ein bisschen Pech gehabt, der andere macht es auch sehr aggressiv und gut. Frankfurt hat extrem gepresst, es war nicht einfach für unsere Innenverteidiger. Die sind permanent unter Strom gewesen, es kam eine Flanke nach der anderen, die hatten genauso viel zu tun wie ich, vielleicht noch mehr. Deswegen ist es bitter, dass es passiert ist, das darf uns nicht allzu oft passieren.“

    Stefan Ilsanker (Eintracht Frankfurt): „Nach so einem Spiel kann man nicht mit einem Punkt froh sein. Wir haben sieben, acht hundertprozentige Chancen gehabt, die unsere Stürmer mit unserer Qualität auf jeden Fall verwerten müssen. Im Gegenzug bekommen wir drei leichtfertige Tore, ein Standard, zwei gut herausgespielte Kontersituationen. Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis.“

    Timothy Chandler (Torschütze Eintracht Frankfurt): „Wir sind heute wieder zurückgekommen, die Mentalität stimmt auf jeden Fall. Aber wir müssen abstellen, so viele Gegentore zu bekommen und noch besser als Mannschaft verteidigen.“

    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Was die Mannschaft heute hier gezeigt hat spielerisch, was die Torchancen betrifft, kann man ihr nur ein Kompliment aussprechen. Zu kritisieren gibt es, dass wir die klaren Torchancen, die wir heute gehabt haben, die normalerwiese reichen um mehrere Spiele zu gewinnen, nicht genutzt haben. Das müssen wir uns ankreiden. Und die drei Gegentore, Freiburg hat aus vier Möglichkeiten drei Tore erzielt, das war sehr effizient. Mit Schwolow haben sie einen überragenden Mann in ihren Reihen gehabt. Ansonsten, wenn meine Mannschaft heute sieben, acht Tore macht, kann sich der SC Freiburg nicht beklagen.“


    Für Rückfragen:
    O-Ton-Service Sky/lc
    eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
    Mehr Informationen unter www.sky.de