• Leipzigs Trainer hadert mit Ansetzung: „Kriegen zum wiederholten Mal einen beschissenen Spielplan“
  • Hertha-Coach Labbadia nimmt Jarstein in Schutz: „Das Ding ist abgehakt“
  • DAZN-Experte Gunesch: „Gravierende Fehler“ auf beiden Seiten

    Berlin/München, 27. Mai 2020 -
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen der Partie RB Leipzig gegen Hertha BSC – das frühe Mittwochsspiel am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen irgendwann mal lernen, dass wir nicht ständig in Rückstand geraten können. Wir sind ein bisschen schwer reingekeommen, was für uns auch normal ist, es ist die erste englische Woche seit ein paar Wochen. Für Hertha war es keine englische Woche durch die Spielansetzung, die hatten vier Tage Pause. Wir sind gut reingekommen, geraten in Rückstand, weil wir einen Standard verteidigen wie eine Schülermannschaft. Wir machen einfach nichts, stehen alle auf der Position, er kann mit dem Fuß im Fünfmeterraum abschließen. Das ist das zweite Mal hintereinander in einem Heimspiel nach Freiburg, dass wir einen Standard kriegen. Es ist eigentlich keine besondere Ecke. Dann ist es schwer, du musst einem Rückstand hinterherlaufen, musst aufpassen, dass du kein zweites Tor kriegst, weil der Gegner eh nur kontern will, was er die ganze Zeit gemacht hat. Wir hatten das Spiel aber dennoch ganz gut im Griff. Wir hatten keine extremen Torchancen, aber der Gegner hatte wenig Zugriff, hat wenig verteidigt, eigentlich keine Chance zum zweiten Tor. In der zweiten Halbzeit war es okay, der Beginn relativ druckvoll. Dann kriegen wir relativ früh in der 60. Minute die Gelb-Rote Karte, auch eine unnötige Aktion von vorne bis hinten. Da müssen wir keine Gelb-Rote Karte kriegen, wir sind in einer Überzahlsituation. Und dann ist es mit dem Spiel in Mainz am Sonntag im Rücken schon schwer. Wir sind froh, dass wir noch einen Punkt geholt haben, aber ich bin überhaupt nicht zufrieden.“
    ... zum ersten Gegentor: „Einen Standard im Stehen zu verteidigen ist nicht so einfach. In den Ball gehen, das ist der Sinn einer Raumverteidigung.“
    ... zur Spielplanansetzung: „Es kann schon einen Ausschlag geben. Ich will kein Alibi suchen, aber ganz verstehe ich die Spielansetzung nicht, wenn wir uns was mit fünf Wechseln überlegen und Spieler schützen und dann spielt Hertha am Freitag, wir am Sonntag und dann Mittwoch das erste Spiel. Es ist jetzt zum wiederholten Male, dass wir einen beschissenen Spielplan kriegen. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ist halt so. Es interessiert ja keinen.“
    ... zum Frust, die Ausrutscher der Konkurrenz nicht genutzt zu haben: „Klar sitzt er tief, das merkt man auch. Das ist auch berechtigt. Heute lag es auf dem Silbertablett und wir haben es nicht genommen.“

    Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC) ...
    ... zum Spiel:
    „Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel gemacht, aber vor allem die Reaktion, nachdem wir aus dem Nichts das 2:1 kassiert haben, da so zurückzukommen, das war top. So sicher, wie du das Spiel gehabt hast in dem Moment in Überzahl, ist das normalerweise ein Genickschlag und du knickst zusammen. Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt. Wir hätten gerne einen Dreier geholt, auch wenn wir wissen, dass das eine Top-Mannschaft ist.“
    ... zum Fehler von Rune Jarstein vor dem 1:2: „Ich habe das vor der Mannschaft angesprochen. Der Rune hat in den letzten zwei Spielen hervorragend gehalten. Das zeichnet eine Mannschaft aus, für den anderen einzustehen. Er hat tolle Bälle gehalten, gerade in Hoffenheim. Das will ich sehen, dass einer für den nächsten einsteht. Das hat die Mannschaft gemacht, von daher ist das Ding abgehakt.“
    … zu Nagelsmanns Kritik am Spielplan: „Natürlich, wir hatten zwei Tage länger Pause, keine Frage. Aber so viele Nachteile, wie wir in der ganzen Vorbereitung gehabt haben, kann man gar nicht haben. Wir waren zwei Wochen in Quarantäne, haben eine Woche ohne Trainer gearbeitet. Da kann man überall was suchen, das ist legitim. Fakt ist, wir haben nach der Halbzeit das Spiel voll im Griff gehabt. Dann kam der Platzverweis und du dachtest, du hast das Ding im Sack. Aber es zeigt auch, welche Top-Mannschaft Leipzig ist.“
    ... zum perfekten Start (vor dem Spiel): „Wir sind total happy, dass wir so einen guten Start gehabt haben. Das war enorm wichtig. Über die Geschehnisse, die hinter der Mannschaft liegen in den vergangenen Monaten, müssen wir nicht mehr reden. Aber es war nicht einfach, auch mit der Corona-Auszeit, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Mannschaft hat gut mitgearbeitet, der Lohn waren die zwei Siege.“

    Peter Gulacsi (Torwart RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht, das muss man sagen. Wir waren nicht so gefährlich wie sonst. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, weil wir die letzten 25 Minuten in Unterzahl waren. Durch den Elfmeter ist unsere Situation noch schwieriger geworden, unser zweites Tor war schon sehr glücklich. Von daher war der Punkt das Maximum, das wir aus dem Spiel rausholen konnten.“
    … zu den Problemen: „Wir waren nicht so genau in unserem Passspiel, manchmal zu viele Kontakte gebraucht, auch in den gefährlichen Räumen sind wir nicht mit dem Ball aufgetreten. Es waren viele kleine Sachen, die wir hätten besser machen können.“
    … zum Saisonziel: „Das Ziel bleibt das gleiche. Das Rennen um die ersten vier Plätze ist sehr eng, mit Gladbach, Leverkusen, Dortmund ist auch da. Bayern ist jetzt relativ weit weg von allen, wir wollen unter die ersten Vier kommen und Champions League spielen nächste Saison.“

    Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC) …
    … zum Spiel:
    „Klar denke ich, wenn man so ein Spiel abliefert, wie wir es gemacht haben und dann auch in Überzahl spielt, dass man dann auch gewinnen kann. Aber trotzdem können wir mit dem Punkt zufrieden sein, wir haben uns zurückgekämpft nach einem unglücklichen Gegentor. Das zeigt auch ein wenig die Moral, die wir jetzt haben. Ich glaube, wir sind trotzdem gut drauf und können mit dem Punkt zufrieden sein.“
    … zu seinem Kaltstart nach Plattenhardts Auswechslung: „Es ist nicht einfach, wenn man nach zehn Minuten gegen Leipzig reinkommt und ohne viel Aufwärmen reingeschmissen wird. Trotzdem habe ich versucht, mich ins Spiel reinzukämpfen und hatte gute Unterstützung von der Mannschaft. Wir haben es gut gemacht.“
    … zur taktischen Herangehensweise in der zweiten Halbzeit: „Natürlich wollten wir weiter auf Sieg spielen, aber dennoch durften wir nicht unsere Defensive aus den Augen verlieren. Wenn du voll auf Sieg gehst gegen Leipzig und hinten nur ein bisschen unaufmerksam bist, dann können die das gnadenlos ausnutzen. Von daher mussten wir einen Zwischenweg finden, offensive Akzente setzen, aber dennoch die Defensive nicht vernachlässigen. Das haben wir über weite Strecken sehr gut gemacht und ich glaube, Leipzig auch zu wenigen Torchancen kommen lassen.“

    Krzysztof Piatek (Torschütze Hertha BSC) …
    … zu seinem Tor:
    „Ich habe mir den Ball genommen, ich habe mich gut gefühlt und das Tor gemacht.Ich bin zufrieden, dass ich dem Team geholfen habe. Es war ein wichtiger Moment, ein schwieriges Match an einem schwierigen Ort.“
    … zu seiner Jokerrolle: „Ich bin nicht glücklich, ich will natürlich spielen. Aber Vedad ist in guter Form, er schießt Tore. Ich will dem Team helfen und hoffe, dass ich bald mehr Minuten spielen kann.“

    Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig, in der Halbzeitpause) ...
    ... zum kurzfristigen Ausfall von Kevin Kampl:
    „Das muss man sehen. Er hatte ein paar Probleme im Leistenbereich, da muss man sehen, was die Diagnose bringt und wie lange er ausfällt.“
    ... zum Spiel: „Ich glaube, dass wir die aktivere Mannschaft sind. Dass wir versuchen, uns gegen eine tiefstehende Verteidigung Chancen zu erspielen. Wir haben einige Halbchancen gehabt, aber noch nichts richtig Hundertprozentiges. Hertha geht durch eine Standardsituation in Führung, das war unglücklich für uns, wir kommen Gott sei Dank zurück durch eine Standarsituation. Es ist sehr hart umkämpft, wir müssen einfach Geduld und Ruhe haben, um Torchancen zu erspielen.“
    … zu Trainer Julian Nagelsmann, der lautstark an der Seitenlinie aktiv ist: „Der ist immer so, das hat weder was mit Geisterspielen zu tun, noch mit fehlenden Zuschauern oder dass ihn die Spieler besser hören.“

    DAZN-Experte Ralph Gunesch ...
    … zum Ergebnis:
    „Zufrieden macht es beide nicht, aber am Ende müssen sie damit leben, weil beide jeweils einen entscheidenden Fehler gemacht haben. Für einen Sieg waren es zu viele gravierende Fehler.“
    … zum Spiel: „Man muss sagen, dass Hertha das sehr diszipliniert gespielt hat. Leipzig hat nicht so zu seinem Spiel gefunden, aber auch, weil Hertha es nicht zugelassen hat.“


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