Duisburg-Trainer Lieberknecht sauer: "Das waren geschenkte Tore von uns" Hildmann erleichtert nach Sieg: "Wir haben gar keine Angst und haben Selbstvertrauen" - Halles Hansch kritisiert: "Da haben wir einfach nicht gut verteidigt"

Bonn, 31. Mai - Dieser 28. Spieltag hat, trotz allen Umständen, mit über 30 Toren richtig Spaß gemacht. Die Spannung um Auf- und Abstieg steigt - denn durch den 3:2-Erfolg des neuen Tabellendritten TSV 1860 München gegen Spitzenreiter MSV Duisburg ist die Liga noch enger zusammengerückt: bis Platz 11 können die Klubs noch aufsteigen. Efkan Bekiroglu sieht seine Löwen als "geile Mannschaft". Sein noch immer ungeschlagener Trainer Michael Köllner, diesmal mit Headset, unkte, er habe zwischendrin "fürs Löwenradio moderiert". Auch in der Abstiegsregion geht es noch enger zu. Münsters Trainer Hildmann setzte nach dem 4:2 gegen Halle zudem ein Signal an die Konkurrenz im Abstiegskampf: "Wir haben gar keine Angst und wir haben Selbstvertrauen!"

Nachfolgend aufgeführt die wichtigsten Stimmen von den Sonntagsspielen des 28. Spieltags. Bei Verwendung der O-Töne bitte die Quelle MagentaSport nennen.

TSV 1860 München - MSV Duisburg 3:2 - Sechzig-Trainer Michael Köllner, der mit Headset am Spielfeldrand agierte, scherzte, warum er das trug. "Ich war live zugeschaltet beim Löwenradio und habe zwischendurch immer mal wieder moderiert", unkte Köllner und beeilte sich dann mit einer nüchternen Erklärung: "Nicht, dass ihr das am Ende noch glaubt!" Das Trainer-Team habe sich "entschieden, mit Headset zu arbeiten, ich kann damit immer wieder frische Eindrücke kriegen. Wir können so gut kommunizieren." Zur spektakulären Aufholjagd von 0:2 auf 3:2 - Köllner bleibt somit als Löwen-Trainer seit einem halben Jahr ungeschlagen - sagte er: "Das ist eine Frage des Charakters und der Fitness. Ich denke, wir haben gut gearbeitet und die Mannschaft hatte hintenraus noch viele Körner übrig", so Köllner bei MagentaSport. "Sicherlich haben wir mit den Auswechslungen und Umstellungen das Spiel gut gedreht."

Efkan Bekiroglu, der ein starkes Spiel ablieferte und mit einem feinen Solo das 2:2 markierte: "Wir haben uns sehr, sehr viel vorgenommen. Ich denke, wir haben großen, großen Charakter gezeigt und auch gezeigt, was wir für eine geile Mannschaft sind. Und wir haben´s wahnsinnig geil gedreht!"

Duisburg-Trainer Torsten Lieberknecht ärgerte sich sichtbar bei MagentaSport - der Spitzenreiter hatte zumindest einen Punktgewinn leichtsinnig abgegeben: "Wir hätten das dritte Tor über unsere Konter setzen müssen." Lieberknechts grollendes Fazit: "Wir haben die Sechziger eingeladen, das waren geschenkte Tore von uns. Die Fehlerquote war in der 2. Halbzeit viel zu hoch." Vor allem die schlampig ausgeführten Kontermöglichkeiten sieht Lieberknecht als Problem: "Wir haben im Aufbau zu viele Fehler gemacht."

Preußen Münster - Hallescher FC 4:2 - Münsters Trainer Sascha Hildmann, der erstmals gegen den HFC siegte und sich mit Preußen auf Tuchfühlung zur Nichtabstiegsregion befindet: "Man hat gesehen, was wir vorhaben. Wir haben von Anfang gut strukturiert verteidigt. Trotzdem muss ich auch Halle ein Kompliment machen: sie haben immer weitergespielt, als wenn gar nichts wäre. Wir mussten da echt Schwerstarbeit leisten." Hildmann über das neue Selbstvertrauen bei Preußen Münster: "Wir sind seit Winter zusammen, hatten positive Ergebnisse und positive Spiele - warum sollen wir denn Angst haben? Wir haben gar keine Angst und wir haben Selbstvertrauen. Über die Qualität der Spieler muss man nicht reden."

Moritz Litka, Doppel-Torschütze, der mit Münster überraschend locker auftrat: "Ich glaube, so locker und leicht war das nicht. Wir haben in der Vorbereitung sehr, sehr hart gearbeitet. Da hat sich wirklich keiner geschont. Ich glaube, so hart wie wir trainiert haben, so wurden wir heute im Spiel dafür belohnt."

Halles Florian Hansch über eine verpatzte Anfangsphase mit drei Gegentoren in 31 Minuten: "Wir haben gewusst, dass Münster lange Bälle spielt. Wir haben es dann in der ersten Halbzeit trotzdem nicht geschafft, das zu verteidigen. Sie haben lange Bälle über unsere Kette gespielt, waren über die Außen zweimal durch, dann machen die aus drei Chancen drei Tore. Da haben wir einfach nicht gut verteidigt."

Bereits am Dienstag geht es nach dem vielversprechenden Auftakt weiter: bei MagentaSport kann der Fan die Partien im Einzelspiel oder in der Konferenz live verfolgen. Martin Piller und Alexander Klich moderieren im Doppelpack.

Die nächsten Spiele der 3. Liga bei MagentaSport - 29. Spieltag:

Dienstag, 2. Juni ab 18.45 Uhr: Köln - Zwickau, Würzburg - Magdeburg, Uerdingen - Meppen Ab 20.15 Uhr: Haching - Ingolstadt, Rostock - Mannheim

Mittwoch, 3. Juni, ab 18.45 Uhr: Halle - Braunschweig, FC Bayern 2 - Münster, Duisburg - Jena Ab 20.15 Uhr: Chemnitz - Großaspach, Lautern - 1860 München

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