Die "Hall of Fame des deutschen Sports“ ist die Ruhmeshalle des deutschen Sports, die 2006 von der Deutschen Sporthilfe initiiert wurde. Hier werden Athleten, Trainer, Funktionäre und Gestalter geehrt, die in der über einhundertjährigen Historie des deutschen Sports durch ihren Erfolg im sportlichen Wettkampf oder ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben.
Zu den derzeit 118 Mitgliedern gehören Persönlichkeiten wie Steffi Graf, Michael Groß, Rosi Mittermeier, Michael Schumacher oder auch Kati Witt. An dieser Stelle informieren wir in den kommenden Wochen über die wichtigsten Jahres- und Geburtstage oder Jubiläen. Zusätzliches Bildmaterial steht über einen speziellen Link bei der Picture Alliance zur Verfügung.
Den Auftakt der Serie macht heute Box-Legende Max Schmeling.



Kalenderblatt 12. Juni 1930
Box-Legende Max Schmeling gewinnt Schwergewichts-WM-Titel

Frankfurt, 10. Juni -
Vor 90 Jahren, am 12. Juni 1930, gewinnt Box-Legende Max Schmeling in New York City den vakanten Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jack Sharkey, der nach einem regelwidrigen Tiefschlag disqualifiziert wird. Schmeling, Mitglied der „Hall of Fame des deutschen Sports“, ist damit 1930 erster und bislang einziger Boxweltmeister aller Klassen aus Deutschland. Bei seinem berühmtesten Kampf ging es allerdings nicht um einen WM-Titel: Am 19. Juni 1936 wurde er durch den Sieg in der zwölften Runde über den als unbesiegbar geltenden „braunen Bomber“ Joe Louis in New York zum Idol – und von der NS-Propaganda missbraucht. Obwohl von deutscher wie internationaler Seite als Vertreter des Naziregimes gesehen, wahrte Schmeling Distanz und trat der NSDAP nicht bei. 1938 versteckte er während der Novemberpogrome zwei jüdische Jugendliche in seinem Hotelzimmer und verhalf ihnen so zur Flucht. Dies wurde erst 1989 bekannt, als sich die geretteten Brüder in den USA zu Wort meldeten. Nach dem Krieg prägte sein Einsatz für bedürftige Menschen und Fairplay sein Leben. Wenige Tage bevor ihm von der Deutschen Sporthilfe die „Goldene Sportpyramide“ für sein Lebenswerk verliehen werden sollte, verstarb Schmeling im Februar 2005 im Alter von 99 Jahren. Die „Goldene Sportpyramide“ erhielt er somit posthum. Damit verbunden war die Aufnahme in die von der Sporthilfe initiierte „Hall of Fame des deutschen Sports“.

Link zur Biographie:
https://www.hall-of-fame-sport.de/mitglieder/detail/Max-Schmeling/

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https://portal.picture-alliance.com/portal/complete/94314221


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