• Flick überrascht von Havertz-Ausfall: „Es ist schade“
• Klein neuer Fortuna-Sportvorstand: „Weniger Druck, mehr Freude“
• Schröder zurück an Beierlorzers Seite: „Bin leidenschaftlicher Banksitzer“
• Sky Experte Hamann sicher: „Werner passt besser zu Chelsea als nach Liverpool“

Unterföhring, 6. Juni 2020 -
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 30. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig) …
… zum möglichen Wechsel von Timo Werner:
„Wir konzentrieren uns auf den Ligaendspurt. Wir wollen in die Champions League. Das ist das Einzige, was wir grade mit Timo besprechen. Für uns war wichtig, dass wir den Vertrag mit ihm verlängern. Das haben wir im letzten Sommer getan, weil natürlich für unseren jungen Verein wichtig ist, dass kein Spieler ablösefrei vom Hof zieht. Natürlich gab es dann diese Ausstiegsklausel, die wir in den Vertrag gepackt haben, um ihm die Möglichkeit geben zu können, den nächsten Schritt zu machen. Jetzt sitzt Timo Werner im driver’s seat, nicht mehr wir. Bis jetzt hat weder Werner die Klausel gezogen, noch hat irgendein Verein uns einen Transfervertrag geschickt.“
… zu Gesprächen mit Chelsea: „Nein, wir hatten bislang noch keinen Austausch. Dementsprechend haben wir gar nichts zu vermelden. Timo Werner ist Spieler von RB Leipzig. Er hat und vor einigen Wochen signalisiert, dass er sich mit einem Transfer beschäftigt. Bis jetzt ist nichts in trockenen Tüchern.“
… zur Champions League mit oder ohne Werner: „Wenn wir im Konjunktiv bleiben, und Timo Werner sollte wechseln, dann sind wir uns sicher, dass wir mit dem neuen, aufnehmenden Verein erstmal die Regel finden, die Bundesliga-Saison zu Ende zu spielen, wann auch immer das ist. Wir können erst dann diskutieren, wenn wir wissen, wann die Champions League stattfindet. Das wird erst Mitte Juni entschieden.“
… zum Austausch mit der UEFA: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Das sind so viele unterschiedliche Interessen durch die unterschiedlichen Ligastarts. Es gibt da sicherlich auch viel Lobbyismus. Da sind wir als RB Leipzig, als junger Verein, nicht der Verein, der bestimmend ist. Wir hätten natürlich den Wunsch, dass wir Ende August die Champions League zu Ende spielen.“

Hansi Flick (Trainer Bayern München) …
… zur aktuellen Situation:
„Es ist unser Anspruch, dass wir in jedem Spiel 100 Prozent geben. Das haben wir bis jetzt sehr gut gemacht. Wir hoffen, dass wir es heute genauso umsetzen können. Bei uns geht nach Ballgewinn möglichst der erste Ball nach vorne, um schnell umzuschalten. Da fehlt manchmal auch einen Tick die Präzision. Das sind Dinge, die wir besser machen können.“
… zur Aufstellung: „Ich bin froh, dass Thiago wieder dabei ist, weil er uns viele Optionen gibt. Bei Leon (Goretzka) ist es so, dass er sehr präsent ist im Spiel, gut gegen den Ball arbeitet. Er ist ein Spieler, der auch seine Torgefahr hat, wenn er in der Nähe des Strafraums ist. Er hat einen sehr guten Schuss. Er kann beide Facetten, defensiv wie offensiv, ganz gut ausfüllen. Er macht seine Sache sehr gut.“
… zum Havertz-Ausfall: „Das ist eine Überraschung. Es kann natürlich vom Freiburg-Spiel sein, da ist er ausgewechselt worden, die Probleme im Knie. Es ist schade, wir wollen gegen die Besten spielen. Und Kai Havertz ist einer der Besten.“
… zur Anti-Rassismus-Aktion beim Aufwärmen: „Es kam natürlich aus der Mannschaft. Das finde ich hervorragend, dass sie sagen, sie wollen ein Zeichen setzen. Der Verein hat sich mitangeschlossen. Das wird auch so sein, dass wir alle Mannschaften im Verein so auflaufen werden. Das ist ein klares Statement vom Verein. Das ist in der heutigen Situation enorm wichtig, dass man immer wieder drauf aufmerksam macht. Das darf in der jetzigen Zeit eigentlich gar kein Thema mehr sein. Aber leider ist es so, weil es noch viele Idioten gibt, die anders reagieren.“

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen) …
… zum Ausfall von Havertz:
„Er hat Beschwerden am Knie, auch die Muskeln sind dann schmerzhaft. Der Schmerz am Knie war noch nicht so, dass er heute spielen kann.“
… zur Aufstellung: „Im Hinspiel ist Bayern oft durch die Mitte in die Tiefe gelaufen. Mit Drei in der Mitte sichern wir das besser ab. Wir haben mehr Qualität als nur Konterspieler. Das hängt vom Spiel ab. Wenn Bayern so gut spielt wie im Hinspiel, dann kann es sein, dass wir weiter nach hinten gedrückt werden. Wenn wir richtig gut spielen, kann das auch weiter nach vorne sein. Normalerweise sind wir die Mannschaft mit 60, 70 Prozent Ballbesitz. Das wird heute vielleicht nicht so sein, aber wir werden sehen.“
… zu Kevin Volland: „Wir müssen abwarten. Er trainiert volle Kanne mit, er ist einsatzbereit, aber wie lange, dass wissen wir noch nicht.“

Rouven Schröder (Vorstand Sport FSV Mainz 05) …
… zur aktuellen Situation:
„Mit Zuschauern hat uns immer ausgezeichnet, dass wir zusammengestanden sind, auch gegen Ende, wenn es eng wurde. Wir müssen damit umgehen. Es ist für uns wichtig, was wir intern machen und wie wir emotionalisieren. Wir müssen nach außen keine Bilder streuen, um zu sagen, wir stehen zusammen. Fußball wird auf dem Platz gespielt, da müssen wir es umsetzen. Wir haben einige Baustellen: Anfälligkeit und vorne kein Tor. Wir müssen uns davon freimachen und es besser machen. Die Schlagzahl haben wir intern erhöht.“
… zu seiner Rückkehr auf die Bank: „Es geht auch darum, für ein Gespräch da zu sein, für den Coach da zu sein und die gesamte Mannschaft und den Verein. Ich habe gespürt, dass man auf der Tribüne zu weit weg ist, um emotional einzugreifen. Ich bin leidenschaftlicher Banksitzer.“

Uwe Klein (Vorstand Sport Fortuna Düsseldorf) …
... zur neuen Aufgabe:
„Seit ich hier 2002 als Co-Trainer angefangen habe, konnte ich es mir auch nicht vorstellen, 2020 hier als Sportvorstand zu stehen. Wir haben uns, als Fortuna Düsseldorf und auch ich, weiterentwickelt. Ich freue mich diese Aufgabe vom Aufsichtsrat zugeteilt zu bekommen. Ich bedanke mich auch für das Vertrauen. Ich bin ganz gut gewappnet, um diese Aufgabe zu erfüllen. Für mich ist das weniger Druck, das ist mehr Freude.“
... zur Saisonplanung: „Wir müssen kurzfristig denken. Natürlich geht es darum, Punkte zu holen und parallel dazu, die Kaderplanung zu betreiben, was nicht ganz einfach ist, weil wir noch keine Ligazugehörigkeit kennen. Wir brauchen da noch etwas Zeit und müssen Geduld haben.“
… zum Kontakt zu den Spielern: „Die Spieler kennen mich schon sehr lange. Es ist nicht so, dass ich hier komplett im Schatten gewesen bin, sondern ich war auch bei vielen Trainingseinheiten. Ich bin auch immer in Kontakt mit den Spielern. Es ist nichts Neues für die Jungs.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
… zu Timo Werner:
„Er passt nach London besser als nach Liverpool. Es wäre wahrscheinlich seine bevorzugte Station gewesen, nach Liverpool zu gehen zu Jürgen Klopp. Ich glaube, dass er nach Chelsea besser passt. Sie haben eine junge Mannschaft und mit Frank Lampard einen Trainer, der die Fans wieder hinter sich gebracht hat. Mit Abraham und Giroud haben sie zwei Stoßstürmer, die einem Schick und einem Poulsen sehr ähnlich sind. Er passt hervorragend. Er hat gezeigt, was für ein Knipser er sein kann. Er hat sich unheimlich verbessert. Das ist hoffentlich der nächste Schritt in seiner Karriere.“
… zu den Protestaktionen: „Die Bilder aus Amerika haben uns alle berührt. Wir sprechen immer darüber, dass wir Spieler wollen, die ihre Meinung sagen, auch zu gesellschaftspolitischen Themen und Problemen. Deswegen war es wichtig, wie der DFB und die UEFA reagiert haben. Dass man die Spieler, die sich da letzte Woche geäußert haben, unterstützt. Wir sind uns alle einig, dass wir das alle unterstützen, was die Spieler gemacht haben.“
… zu Borussia Mönchengladbach: „Sie sind wieder in Schönheit gestorben. Sie waren nicht zielstrebig genug. Sie haben eine harte Rote Karte bekommen. Es war ein gebrauchter Abend für die Gladbacher. Gestern Punkte zu machen, wäre unheimlich wichtig gewesen im Kampf um die Champions League. Mein Gefühl war immer, dass die Leverkusener etwas gefestigter sind. Das Restprogramm nimmt sich nicht viel. Ich glaube, dass für die Gladbacher am Ende wieder der undankbare fünfte Platz steht.“

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