• Nagelsmann genervt von Werner-Gerüchten: „Was soll er mit mitteilen?“
• Anti-Rassismus-Aktionen in der Liga: „Man sollte nicht wegschauen“
• Hübner tobt nach Roter Karte: „Große Schande, eine Frechheit“
• Sky Experte Hamann schwärmt von Bayern: „Die beste Mannschaft Europas“

Unterföhring, 6. Juni 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 30. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Manuel Neuer (Kapitän Bayern München) ...
... zu den Gründen für den Sieg:
„Die Mentalität der Mannschaft, dass wir daran glauben. Klar, du bekommst nach neun Minuten das erste Gegentor, spielst natürlich gegen eine gute Mannschaft. Wolfsburg hat hier auch gewonnen, dementsprechend können wir das allemal. Wir haben das heute gezeigt und waren auch die bessere Mannschaft. Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen, aber dann haben wir eiskalt zugeschlagen.“
… zur Anti-Rassismus-Aktion: „Die Botschaft gibt es ja permanent von uns Spielern. Wir sind tolerant, wir sind offen, wir sind weltoffen. Wir sehen keinen Zwischenraum, um da Platz zu lassen. Das haben wir, glaube ich, ganz klar dokumentiert.“

Leon Goretzka (Bayern München) …
… zum Spiel:
„Es war ein gutes Spiel. Wir sind nicht gut reingekommen, aber das ist das, was uns momentan auszeichnet: Dass wir dann zurück ins Spiel finden über den Kampf und die Zweikämpfe. Gegen so eine starke Mannschaft musst du das Spiel dann erstmal drehen.“
… zu den Stärken der Bayern: „Ohne die Zuschauer, die einen pushen, bist du auf dich alleine gestellt und auf deine Mitspieler angewiesen, die dich pushen. Das klappt bei uns momentan sehr gut. Wir schaffen es gut, uns in diesen Matchday-Modus zu bringen. Das müssen wir so beibehalten.“
… zur eigenen Torgefahr: „Man möchte sich in allen Bereichen steigern. Ich glaube schon, dass das zu meinen Stärken gehört, aus dem Mittelfeld heraus Torgefahr auszustrahlen. Umso schöner, dass es geklappt hat. Es war ein wichtiges Tor.“
… zum Krafttraining in der Corona-Pause: „Man kann schon davon ausgehen, dass das alles abgesprochen ist mit dem Trainerteam. Man muss auch aufpassen, dass man es nicht übertreibt, wir spielen immer noch Fußball. Ich fühle mich aktuell sehr gut und gewappnet für 90 Minuten. Ich habe nicht an Geschwindigkeit verloren – im Gegenteil. Dementsprechend ist das eine runde Sache.“

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): „Wenn wir Bayern schlagen wollen, brauchen wir elf Spieler, die alle elf top sind. Leider haben wir heute zu viele Fehler gemacht.“

Aleksandar Dragovic (Bayer Leverkusen): „Wir sind gut ins Spiel gekommen, sind in Führung gegangen und dann haben wir mit der Angst gespielt. Wenn man gegen Bayern solche Tore bekommt, muss man auch sagen, dass wir heute verdient verloren haben.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): „Er (Timo Werner) hat mir nichts mitgeteilt, aber das muss er auch nicht. Ich glaube, es ist noch nichts in trockenen Tüchern. Was soll er mir da mitteilen? Dass er ein Tor vorbereitet hat und gerne eins selbst gemacht hätte, das ist das, was mich interessiert.“

Marcel Halstenberg (RB Leipzig): „Wir wissen auch, dass das momentan Gerüchte sind. Er (Timo Werner) hat sich dazu nicht wirklich geäußert. Er hat Vertrag, hat er gesagt. Von daher wird man sehen, wie es weitergeht mit ihm. Heute hat er einen Assist gemacht, deshalb glaube ich nicht, dass ihn das stört.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): „Heute wäre mehr drin gewesen, glaube ich. Wenn ich in der zweiten Halbzeit sehe, wie Werner zwei-, dreimal abgeht, ist das als Neutraler schon geil zu sehen. Ich bin aber auch froh, dass er ab und zu Mensch ist und nicht jedes Ding trifft. Ich hätte ihn gerne weiter in der Bundesliga. Ich glaube, wir sollten die besten Spieler bei uns behalten.“

Kevin Kampl (RB Leipzig): „Am meisten über das Gegentor kurz vor Schluss. Und auch über die Rote Karte, weil es völlig unnötig ist. Wir führen kurz vor der Pause, haben das Spiel eigentlich im Griff und schwächen uns dann selber. Das ist total unnötig in der Situation, in der wir jetzt sind, wo wir wieder einen großen Schritt hätten machen können Richtung Champions League. Das ist natürlich bitter. Auch wenn es in Anführungsstrichen nur Paderborn ist: Man hat gesehen, dass sie Fußball spielen können.“

Klaus Gjasula (SC Paderborn): „Oft ist es ja so, dass es gegen eine Unterzahl-Mannschaft ein bisschen schwieriger ist. Wir sind nicht der FC Bayern, dass wir einen Gegner auseinanderschrauben. Aber wir haben es gut gemacht. Natürlich wäre vielleicht auch ein bisschen mehr drin gewesen. Wenn wir mit leeren Händen nach Hause gefahren wären, wäre es natürlich bitterer gewesen. So ist es noch okay.“

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): „Es war ähnlich wie in Wolfsburg. Wir gehen 1:0 in Führung und dann geben wir das Spiel her, das eigentlich in unserer Hand lag. Wir waren dann auf einmal anfällig und haben Sachen gemacht, die wir nicht besprochen haben. Der Wille war da, wir haben alles probiert.“

Rouwen Hennings (Kapitän Fortuna Düsseldorf): „Die Spiele werden weniger, wir brauchen Punkte. Jetzt haben wir zwei sehr starke Gegner, wo wir in der Hinrunde nicht den Hauch einer Chance hatten. Das müssen wir jetzt in den Rückspielen auf jeden Fall besser machen.“

Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf): „Es ist wieder ein Spiel, in dem wir zwei Punkte liegenlassen. Wir haben in Überzahl eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben. Da müssen wir uns selbst den Vorwurf machen. Standards sind immer billig, dann noch ein Kontertor zu bekommen, war nicht ganz so schlau angestellt. Wir waren die ganze Zeit am Drücker. Wenn wir hier gewinnen, darf sich auch keiner beschweren.“

Benjamin Hübner (Kapitän TSG Hoffenheim): „Mein Arm ist ganz klar auf seinem Körper. Dann schlägt er mit seinem Arm meinen nach oben und meine Hand fährt in sein Gesicht. Meine Hand sollte da einfach nur zum Körper gehen, weil ich Abstand halten will. Was Kaan Ayhan draus macht, ist für mich eine ganz große Schande, eine Frechheit. Das nimmt mir auch den Spaß am Fußball.“

Rouven Schröder (Vorstand Sport FSV Mainz 05) …
… zum Spiel:
„Ich will es gar nicht besonders hervorheben, weil wir es auch verlangt haben und die Jungs es auch von sich selbst verlangt haben. Wir haben so klare Worte auch gefunden. Dieses Schärfelevel darf nichts Besonderes sein. Das ist eine Pflichtveranstaltung. Wenn du ein Spiel nicht gewinnst, musst du das Gefühl haben, du hast dich ausgekotzt.“
… zu Kunde Malongs Kniefall: „Ich finde es gut, das ist keine politische Aussage, das ist einfach eine Haltung und das sind Werte, die wir haben. In den letzten Tagen hast du viele Spieler und Verantwortliche gesehen, die sich dazu geäußert haben. Da gibt es für mich keine andere Haltung.“

Daniel Brosinski (FSV Mainz 05): „Heute hatten wir mal Glück mit einem Standard. Das war der sogenannte Dosenöffner. Dann konnten wir tiefer stehen und auf Nadelstiche und Konter setzen. Im Endeffekt ein verdienter Sieg.“

Moussa Niakhate (Torschütze FSV Mainz 05): „Wir haben heute eine gute Leistung gezeigt. Es gilt, auch in den letzten vier Spielen eine gute Leistung zu zeigen. Aus dem Derbysieg können wir Kraft schöpfen für die letzten Spiele, um weitere wichtige Schritt in Richtung Klassenerhalt zu tätigen.“

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): „Es ist schon die ganze Saison so, dass wir Höhen und Tiefen haben, sehr inkonstant sind. Das war heute auch wieder so ein Tag, wo es nicht so ganz geklappt hat. Das werden wir bis zum Ende der Saison bestimmt nicht abstellen können. Ziel muss sein, dass es bis zur neuen Saison besser wird.“

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt) …
… zu den Vorfällen in den USA:
„Wenn man sieht, was da auf den Straßen passiert, das tut weh. Es ist schade, dass sowas heutzutage überhaupt noch gibt. Es fällt schwer, dort wegzuschauen. Man sollte auch nicht wegschauen. Ich bin ziemlich traurig, dass es sowas heutzutage noch gibt.“
… zum Spiel: „Es war ein offenes Spiel, aber dann ist Mainz in Führung gegangen. Dann war es für uns schwierig, überhaupt eine Lösung zu finden. Da hat die Kreativität gefehlt, die Idee. Mainz ist eine gute, schnelle Mannschaft nach vorne. Wir waren nicht so gut drin im Spiel. Das war unser Problem.“

Sky Experte Dietmar Hamann …
… zum FC Bayern:
„So wie sie auftreten ist es schwer zu sehen, wo sie noch Federn lassen können. Sie sind im Moment die beste Mannschaft Europas. Nach dem ersten Tor war es wie aus einem Guss. Besser kann man nicht Fußball spielen. Gratulieren dürfen wir noch nicht, aber sie werden dieses Jahr wieder hochverdient deutscher Meister werden, weil sie möglicherweise die besten Bayern sind, die wir in den letzten zehn, 15 Jahren gesehen haben.“

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