• • BVB dank Sieg auf CL-Kurs: „Wir haben einen Riesenschritt gemacht“
    • Labbadia akzeptiert Niederlage: „Müssen wir anerkennen“
    • Lehmann will „völlig unbelastet“ in Hertha-Aufsichtsrat beginnen
    • Sky Experte Matthäus: Dortmund kann „zumindest das zweite Ziel erreichen“

    Unterföhring, 6. Juni 2020 -
    Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 30. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC (1:0) bei Sky.

    Emre Can (Torschütze Borussia Dortmund) …
    … zum Spiel und seinem Siegtreffer:
    „Uns ist es heute gelungen, kein Tor zu kassieren. Dann habe ich eine Chance gehabt und habe versucht, das Tor zu machen. Ich bin froh, dass es so geklappt hat. Es ist zurzeit ein bisschen schwierig. Man muss ehrlich sein: Ein paar Spielern fehlt vielleicht ein bisschen die Spannung ohne die Fans. Heute war es vielleicht so ein Spiel. Wir haben gut verteidigt. Hertha hatte keine richtige Torchance. Dann musst du vorne ein Tor schießen, das hat geklappt. Manchmal musst du so Spiele gewinnen.“
    … zu seiner Rolle als Innenverteidiger: „Ich kann mich auf jeden Fall an die Position gewöhnen. Ich weiß aber auch, dass die Position Mats Hummels gehört. Er ist ein Weltklassespieler und wenn er da ist, werde ich wahrscheinlich nicht mehr da spielen. Aber am Ende entscheidet der Trainer.“
    … zur Champions League: „Es ist sehr wahrscheinlich, aber es ist noch nichts fertig. Wir müssen noch versuchen, die nächsten Spiele zu gewinnen. Wir müssen auf uns selber schauen und das Maximale rausholen. Unser Ziel ist, nächstes Jahr in der Champions League zu spielen.“
    … zu Sancho: „Man muss Jadon ein bisschen führen. Er ist ein super Junge, außerhalb des Platzes auch. Es stimmt, dass ich mich sehr gut mit ihm verstehe. In solchen Sachen muss er einfach etwas schlauer sein. Jeder brauch mal einen Friseur, da muss er erwachsener werden. Das darf er sich in Zukunft nicht mehr leisten, solche Fehler zu machen. Wir als Mannschaft sind da auch verantwortlich. Wir sind nicht genervt. Wir wissen, dass er in manchen Dingen disziplinierter sein muss. Das weiß er aber auch. Ich glaube nicht, dass er das extra macht, um einen Skandal zu machen. Vielleicht ist es ihm nicht bewusst, vielleicht vertraut er in manchen Dingen zu viel anderen Menschen. Er braucht Menschen, die ihn führen. Da ist das Umfeld sehr wichtig.“
    … zu Favre: „Das ist ein großartiger Trainer, der zu 100 Prozent zum BVB passt. Ich kann es nicht verstehen, wenn man die Rückrunde sieht. Wir haben zwei Spiele verloren, sonst haben wir immer gepunktet. Ich hoffe, dass ich noch mehrere Jahre mit ihm hier arbeiten kann.“

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) …
    … zum BVB-Friseurbesuch (vor dem Spiel):
    „Ich habe mich nicht milde gezeigt. Ich habe versucht, die Dinge richtig einzuordnen. Wir haben das Hygienekonzept, da haben wir uns dran zu halten. Das gelingt uns ansonsten auch sehr gut. Wir hatten jetzt die x-te Testung, alle waren komplett negativ. Natürlich haben wir hier, nicht nur bei Jadon, sondern auch bei dem einen oder anderen Spieler, ein Fehlverhalten gehabt, dass bei dem Haarschnitt die Anstandsregeln nicht eingehalten wurden, respektive der Mundschutz nicht getragen wurde. Alle Parteien sagen, dass während des eigentlichen Aktes sogar ein protection shield getragen wurde, aber für das Foto dann eben abgenommen wurde. Das ist von der DFL richtig eingeordnet und bestraft worden."
    … zum wiederholten Fehlverhalten von Sancho (vor dem Spiel): „Wir haben grundsätzlich schon eine neue Generation von Spielern. Ich kann nur davor warnen, das permanent an nur einem Spieler festzumachen. Es haben sich auch andere Spieler die Haare schneiden lassen. Jadon ist nicht nur ein außergewöhnlicher Fußballer, der auf dem Platz auffällig ist, sondern ab und zu auch außerhalb des Platzes. Das ist manchmal auch nicht einfach für uns. Aber wir versuchen, das zu händeln. Wir arbeiten mit ihm und seinem Management daran. Aufzugeben ist für uns keine Option.“

    Julian Brandt (Borussia Dortmund) …
    … zum Sieg:
    „Es war schon gegen Paderborn ähnlich. Wenn Gegner tief stehen und sehr gut verteidigen, beißt man sich ab und zu die Zähne aus. Das haben wir heute auch getan. Das Schöne an der Mannschaft ist, dass da so viel Qualität ist, ein-, zweimal schaffen wir es immer, durchzubrechen. Natürlich leide ich. Mir ist es lieb, wenn einem mehr Räume geboten werden. Das Wochenende ist wichtig für uns, wir mussten punkten. Es geht darum, die Champions-League-Qualifikation so schnell wie möglich unter Dach und Fach zu bringen. Heute haben wir einen Riesenschritt gemacht. Das steht über allem. Das war heute kein Gaumenschmaus.“

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) …
    … zum Siegtreffer:
    „Ja, natürlich. Ein sehr schönes Tor. Die Verlängerung von Julian Brandt war entscheidend. Emre macht das sehr gut, auch der Pass von Jadon. Das haben wir sehr schön gemacht. Wir hatten noch mehr Torchancen, aber das 1:0 genügt. Es war klar verdient.“
    … zur Champions League: „Wir schauen auf uns. Nach dem Spiel schauen wir, was passiert ist und auf die Tabelle. Spiel für Spiel, wir haben Samstag ein Spiel. Das war sehr, sehr gut. Wir wollen weiter so machen.“
    … zu Brandt: „Er kennt die Situation. Wenn wir so spielen, muss er auf die Seite oder als falscher Stürmer. Es ist schwer für ihn. Er lernt, er ist noch sehr jung. Man vergisst das.“
    … zu Can als Abwehrchef: „Er hat das sehr gut gemacht. Wir waren solide hinten und wir müssen weiter so machen. Er hat gut gespielt und macht das Tor dazu. Wir haben gut verteidigt, das ist sehr wichtig. Und er war auch wichtig. Du brauchst in einer Mannschaft drei, vier Leader, die sagen, man muss es so oder so machen. Das ist nötig.“

    Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC) …
    … zum Spiel:
    „Wir sind auf eine sehr spielstarke Mannschaft getroffen. Da mussten wir schon ein Stück leiden, weil wir viel laufen mussten. Aber das hat die Mannschaft hervorragend gemacht. Wir hatten sehr einfache Ballverluste. Man hat gemerkt, dass wir nicht diese Sicherheit hatten wie in den Spielen davor. Das hat auch mit dem Gegner zu tun. Die Mannschaft hat alles getan. Man braucht in Dortmund ein Quäntchen Glück. Wir müssen anerkennen, dass Dortmund eine Top-Mannschaft hat und wir noch einen ganzen Weg dahin haben, alleine in den Bereich reinzukommen.“
    … zur Zukunft mit der Hertha (vor dem Spiel): „Wir können das ganz gut einschätzen. Wir waren in einer sehr schweren Situation und haben das bis jetzt gemeistert. Das ist das Wichtigste in dieser Saison. Dann werden wir sehen, was wir zusammenbekommen für die neue Saison. Wir haben jetzt den Grundstock dafür gelegt. Wir sollten nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.“

    Vladimir Darida (Hertha BSC) …
    … zum Spiel:
    „Das Ergebnis ist leider nicht gut für uns. Wir sind nur die ersten 30 Minuten gelaufen. Dortmund hat den Ball von rechts nach links verlagert, das war nicht so gut von uns. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht. Schade, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht so gut im letzten Drittel waren. Der letzte oder vorletzte Pass hat gefehlt.“
    … zu seinem Laufrekord: „Das ist eine schöne Statistik. Ich hätte lieber ein Tor in der Statistik.“

    Jens Lehmann (künftiges Aufsichtsratmitglied Hertha BSC) …
    … zu seiner Tätigkeit bei Hertha BSC (vor dem Spiel):
    „Ich freue mich darauf. Wir hatten schon Gelegenheit, uns kennenzulernen. Man merkt doch, dass die Leute früher oder später auf Sachen zurückkommen, die ihnen in der Vergangenheit nicht so gut gefallen haben. Davon habe ich mich komplett freigemacht, weil ich völlig unbelastet an die Sache gehen will. Ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr mit Jürgen Klinsmann gesprochen. Ich will da von beiden Seiten aber auch nicht irgendetwas Negatives hören, sondern meine eigenen Eindrücke sammeln. Dann kann es so weitergehen wie bislang. Bruno Labbadia hat es hervorragend gemacht.“
    … zu den Friseurbesuchen der Dortmunder (vor dem Spiel): „Ich bin ein Freund von Sanktionen, das sind ja alles junge Spieler, und die dürfen ab und zu auch mal etwas machen, was ein bisschen außerhalb der Norm ist, wenn sie dafür auf dem Platz liefern. Es ist schon okay, dass sie spielen.“
    … zu Lucien Favre (vor dem Spiel): „Er hätte einfach nur letztes Jahr oder dieses Jahr Meister werden sollen. Ich glaube, dann wäre es relativ leicht gewesen. So gibt es natürlich immer Zweifler, weil Borussia Dortmund sehr ambitioniert ist. Die Bundesliga hätte sich wahrscheinlich auch gefreut, wenn mal wer anders Meister geworden wäre. Favre ist der Mann auf den die Hoffnungen gesetzt wurden. Das ist vielleicht nicht nur ihm anzulasten, sondern der gesamten BVB-Mannschaft. Sie haben eigentlich eine sehr gute Saison gespielt. Am Ende hätten sie vielleicht gewinnen sollen, dann wäre alles einfacher gewesen.“

    Sky Experte Lothar Matthäus …
    … zum Spiel:
    „Nach oben ist nichts mehr zu machen, Bayern ist Meister. Dortmund hat mit diesem Sieg den Grundstein gelegt, um zumindest das zweite Ziel zu erreichen, nämlich Vizemeister zu werden, nachdem alle anderen gepatzt haben. Im Endeffekt hat Dortmund mehr investiert als die Berliner.“
    … zum BVB-Friseurbesuch (vor dem Spiel): „Wenn es der Verein oder der Verband nicht regeln können, dann müssen es die Spieler machen. Es gibt so viele erfahrene Spieler bei Borussia Dortmund, die müssen ihn mal zur Seite nehmen und ihm sagen, dass das nicht geht. Du schadest nicht nur dir, sondern dem ganzen Verein. Das gehört jetzt nicht in die Öffentlichkeit.“

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