• Köln-Trainer Gisdol zufrieden: „Können mit dem 1:1 sehr gut leben“
• Bundesliga „setzt Zeichen“ gegen Rassismus: „Wichtig, dass wir vorangehen“
• Schalke mit Negativ-Rekord weiter in der Krise: “Läuft nicht wie am Fließband“
• Sky Experte Hannes Wolf: Unentschieden für Schalke „schmeichelhaft“

Unterföhring, 7. Juni 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 30. Spieltages der Fußball-Bundesliga, 1. FC Union Berlin vs. FC Schalke 04 (1:1) sowie FC Augsburg vs. 1. FC Köln (1:1) bei Sky.

Florian Niederlechner (FC Augsburg) …
... zum verschossenen Elfmeter:
„Ich habe den größten Fehler gemacht, den man als Elfmeterschütze machen kann. Ich habe den Ball hingelegt, rechts ist eigentlich meine Ecke, wo ich bisher jeden gemacht habe, und dann kam von hinten ein Kommentar, den ich wegen der scheiß Geisterspiele gehört habe. Der hat gerufen, du weißt, wo er immer hin schießt. Das hat mich dazu gebracht, dass ich mich umentschieden habe. Das war ein großer Fehler. Ich habe mich beeinflussen lassen. Fehler gehören dazu im Fußball. Ich war schon oft der Held, heute war ich der Depp.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Unter dem Strich haben wir ein leistungsgerechtes 1:1 gesehen. Aber nur aufgrund von der zweiten Halbzeit. In der ersten haben wir Schwierigkeiten gehabt. Unser Torwart war herausragend. Der hat uns die Null gehalten. Unter dem Strich können wir mit dem 1:1 trotzdem sehr gut leben.“
... zu Mark Uth (vor dem Spiel): „Wir würden sehr gerne mit ihm planen. Das haben wir auch schon oft gesagt. Er würde glaube ich auch sehr gerne bei uns bleiben. Das gilt es in den nächsten Wochen anzustreben, dass wir das auch hinbekommen. Alle im Verein sind sich einig, dass das gut wäre. Jetzt müssen wir eine vernünftige Lösung finden. Ob das für uns machbar ist, liegt dann in anderen Händen.“

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg) ...
... zur Situation (vor dem Spiel):
„Für uns hat sich nichts verändert. Seit meinem ersten Tag habe ich gesagt, dass es eine total gefährliche Situation ist. Wir müssen auf uns schauen und Punkte holen. Wir waren bei meinem Amtsantritt Letzter in der Rückrundentabelle. Jetzt haben wir zumindest auf Schalke gewonnen, Paderborn einen Punkt geholt. Aber wir müssen weiterhin punkten und dürfen uns nicht auf die anderen verlassen.
... zum Ausfall von Daniel Baier (vor dem Spiel): „Er hat sich schon Mitte der Woche schlecht gefühlt und ist gar nicht mehr zum Abschlusstraining gekommen. In der Corona-Zeit kommt der Spieler gar nicht mehr zum Trainingsgelände, den versucht man direkt zu entfernen. Aber es ist nur eine Mandelentzündung, nichts Schlimmeres.“

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ...
... zum Spiel:
„Die Jungs sind doch nicht doof. Die sehen doch auch, dass wir hier heute mit 16 Feldspielern angereist sind - zwei davon sind A-Jugend-Spieler -, dass wir eine ganz schwere Phase haben, und dass natürlich wenig funktionieren wird, was die Automatismen betrifft. Das war von keinem erwartet. Wir haben erwartet, dass wir uns wehren. Das haben sie getan, sie haben ein tolles Tor erzielt, aber wir sind momentan limitiert, deswegen werde ich diese Mannschaft immer verteidigen, so lange sie so kämpft, wie sie es heute getan hat.

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...
… zum Spiel:
„Das Einzige, was wir uns eingestehen müssen, ist, dass wir aus den Möglichkeiten zu wenig herausgeholt haben. Aus meiner Sicht hätten wir, wenn es optimal läuft, in der ersten Hälfte drei Tore schießen müssen.“

Robert Andrich (Torschütze 1. FC Union Berlin) ...
... zu seinem Tor:
„Ich bin erst einmal auf Verdacht losgelaufen, dann habe ich den Raum erkannt. Der erste Kontakt war natürlich richtig gut. Ich habe ihn gut auf dem Linken gehabt und den Ball mit vollem Tempo reingehauen.“
... zum Spiel: „Wir wollten heute unbedingt einen Dreier holen. Wir waren direkt da, wollten Schalke unter Druck setzen. Das haben wir echt gut gemacht. Dann bekommen wir den Ausgleich und das verunsichert ein bisschen. Bis zur Halbzeit war es dann ein etwas zerfahren Spiel. Nach der Halbzeit gab es auf beiden Seiten viele Fouls und Unterbrechungen, aber am Ende nehmen wir den Punkt mit.“
... zu der Fan-Unterstützung am Zaun: „Wir haben uns auf die Bänke gestellt und über den Zaun geguckt, da habe wir schon ein paar Leute gesehen. Das ist natürlich überragend und in dieser Zeit auch richtig schön.“
... zum Restprogramm: „Wir haben es in der eigenen Hand. Wir spielen gegen direkte Konkurrenten. Wenn du gegen die nicht gewinnst, hast du es auch nicht verdient, in der Liga zu bleiben. Wir gehen nächste Woche Köln an, wollen sie schlagen und mit drei Punkten den Abstand so weit wie möglich vergrößern.“
... zum Kniefall vor dem Spiel als Zeichen gegen Rassismus: „Ich finde es wichtig, dass wir als Fußballer, die ein Riesenumfeld und eine Vorbildfunktion haben, da vorangehen. Das hat die ganze Bundesliga gemacht. Da müssen wir dranbleiben.“

Daniel Caligiuri (FC Schalke 04) ...
... zur Frage, ob das Spiel ein Schritt nach vorne war:
„Wir hätten gerne drei Punkte mitgenommen. Dann passiert uns wie in jedem Spiel so ein kleiner Fehler, der direkt zum Tor führt. Dann rennst du wieder hinterher. Nach 15, 20 Minuten sind wir aber denke ich sehr gut in das Spiel gekommen und machen den Ausgleich. In unserer Situation läuft nicht alles wie am Fließband, aber wir versuchen uns da freizukämpfen. Schalke ist bekannt dafür, über die Mentalität zu kommen, über das Kämpferische. Wir haben das gut gemacht, trotzdem wollten wir drei Punkte mitnehmen. Aber erst einmal haben wir nicht verloren.“
... zum Kniefall vor dem Spiel als Zeichen gegen Rassismus: „Meiner Meinung nach ist das sehr, sehr wichtig, Was da in den USA passiert ist, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir wollten damit ein Zeichen setzen, so wie die Liga auch.“

Sky Experte Hannes Wolf ...
... zum 1:1 zwischen dem 1. FC Union Berlin und FC Schalke 04:
„Schon ein bisschen schmeichelhaft für Schalke. Die Geschichte des Spiels ist eigentlich in den ersten 25 Minuten geschrieben. Union hatte so klare Chancen, führt aber nur 1:0 und dann schießt Schalke ohne echte Torchance das 1:1. Danach haben sich beide Mannschaften eigentlich neutralisiert. Union hätte das Spiel – gerade am Anfang – schon killen können. Ein glückliches Unentschieden für Schalke.“
... zum Abstiegskampf: „Ein bisschen schlechter schlafen werden alle, aber die Mannschaften, die da unten stehen, sind lebendig. Es ist jetzt nicht so, dass sich Bremen oder Düsseldorf abschlachten lassen, deswegen müssen auch die, die weiter oben stehen, noch Punkte holen und können sich nicht darauf verlassen, dass die Punkte, die sie jetzt haben, reichen. Deswegen wir das da unten noch ganz, ganz spannend.“

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