• Gladbachs Ginter bejubelt „rundum gelungenen Tag“
• Mit Europa League zufrieden? Trainer Rose stellt klar: „Haben uns klar geäußert“
• Wolfsburgs Torjäger Weghorst sauer: „Schlechteste Saisonleistung“
• Max Eberl zur schwächeren Rückrunde: „Die Welt der Bundesliga ist kompliziert“

Unterföhring, 16. Juni 2020
- Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 32. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg (3:0) bei Sky.

Jonas Hofmann (Doppeltorschütze Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel:
„Es war eine extrem gute Mannschaftsleistung von uns, von Anfang an. Wir waren vom Kopf her sehr frisch. In einer englischen Woche mit nur zwei Tagen dazwischen können die Beine schwer sein, aber das haben wir gar nicht als Maßstab genommen. Wir haben Gas gegeben, haben spielerisch gut das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben uns gut durchkombiniert, auch den einfachen Ball eingestreut auf Breel, der Bälle gut halten kann.
… zu fehlenden Schlüsselspielern: „Wir brauchen nicht verschweigen, dass wichtige Spieler fehlen in den letzten drei Spielen und auch weiter fehlen werden. Dann geht es darum für Spieler, die nachrücken, sich voll reinzuhauen. Das ist das Gute, dass wir einen breit aufgestellten Kader haben. Das sieht man auch im Training, dass wir eine hohe Qualität haben. Das haben die Jungs, die nachrücken, heute bewiesen. Wir sind viel über das Spielerische gekommen in der Saison. Heute haben wir auch mal den hohen Ball gespielt, aber wenn man die Qualität hat, kann man es auch nutzen.“
… zur Frage, ob er dem 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen die Daumen drückt: „Es wäre gelogen, wenn es nicht so wäre. In der Situation drücken wir auch denen die Daumen. Ich glaube, heute haben wir gezeigt, dass der fünfte Platz nicht ausreicht.“

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) …
… zur Frage, ob das ein perfektes Spiel war:
„Perfekt ist immer so ein Wort. Wir haben schon den einen oder anderen gefährlichen Ballverlust drin gehabt. Aber wir können zufrieden sein, wir haben zu Null gespielt. Es war ein rundum gelungener Tag für uns.“
… zur Leistung: „Ich glaube, dass wir eine gute Tagesform hatten. Jeder einzeln, aber auch die Mannschaft. Wir wussten dass sie viel über Wucht kommen, sie haben kantige Spieler. Wir haben uns darauf eingestellt, alles reingeworfen, dass es so geklappt hat, ist gut.“
… zur Champions League: „Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand. Es ist natürlich unser Ziel. Vor der Saison hätte man Platz fünf unterschrieben, aber so wie die Saison verlaufen ist, versuchen wir alles, um noch Vierter zu werden. Wir wollen jetzt unsere Spiele gewinnen und dann schauen wir, was Leverkusen macht.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach, vor dem Spiel) ...
... zur Zielsetzung Champions League:
„Ich habe mich schon ein bisschen gewundert, als ich gehört habe, dass wir mit der Europa League zufrieden wären. Ich glaube, ich habe ziemlich deutlich gesagt, wo wir hinwollen, wo es hingehen soll. Aber dennoch müssen wir ein paar Sachen richtig einordnen. Für einen Verein wie Borussia Mönchengladbach sind, wenn einige Schlüsselspieler fehlen, Grenzen gesetzt. Es geht darum, dass wir uns wehren und versuchen, da hochzukommen.“
… zum Ausfall einiger Schlüsselspieler: „Wir sind insgesamt eine sehr gute Mannschaft. Es fehlen uns Schlüsselspieler, die kannst du auch mal ein, zwei Spiele ersetzen. Aber ein Zakaria fehlt uns seit neun oder zehn Spielen. Aber dennoch sind da Jungs die wollen, die können und die werden alles raushauen, um die drei Punkte zu holen. Die genießen volles Vertrauen, die Jungs werden Gas geben.“
… zum Fernduell mit Bayer 04 Leverkusen: „Wir müssen uns um uns kümmern. Wir haben gerade genug Themen, es ist wichtig, dass du dich um deine Leistung kümmerst. Wenn wir die Punkte nicht holen, werden wir nicht Champions League spielen. Es wird nicht so sein, dass wir uns in der ersten Woche, nachdem wir Fünfter geworden sind, darüber freuen werden.“
… zur Aufstellung von Ibrahima Traore: „Ibo hat einfach ein schwieriges Jahr hinter sich. Er ist hier geblieben, hat sich immer sehr professionell verhalten, war sehr integrativ unterwegs, wie man ihn kennt, hat gut trainiert. Ich habe immer gesagt, dass wir alle brauchen. Heute ist der Tag, an dem wir Ibo brauchen.“

Wout Weghorst (VfL Wolfsburg) …
… zum Spiel:
„Es war von unserer Seite heute absolut keine gute Leistung, eine der schlechtesten der ganzen Saison. Es geht einfach darum, dass du in jedes Spiel reingehst mit 100 Prozent Fokus, Leidenschaft, alles gibst, um das Spiel zu gewinnen. Das habe ich von Anfang an bei jedem auf dem Platz vermisst.“
… zu seiner unauffälligen Leistung: „Es ist ganz frustrierend als Stürmer, du willst Tormöglichkeiten haben. Ich habe, glaube ich, keinen Torschuss gehabt, keinen Ball im gefährlichen Raum. Es war heute einfach zu wenig.“
… zur Frage, ob die Zweifel an der Europa-League-Qualifikation wachsen: „Zweifel darfst du nie haben, das ist nicht gut. Man muss das heute ganz schnell abhaken, es ist jetzt vorbei, es gibt noch zwei Spiele. Nächstes Wochenende auf Schalke wird für uns ein Finale, da werden wir eine Topleistung brauchen.

Koen Casteels (Torwart und Kapitän VfL Wolfsburg) …
… zum Spiel:
„Im Allgemeinen waren wir nicht bei 100 Prozent, in vielen Bereichen - Offensive und Defensive - haben wir zu viele Fehler gemacht. Gegen Gladbach wird so etwas knallhart bestraft. Auf die Leistung bezogen war Gladbach heute die bessere Mannschaft. Wir sind nicht ganz so schlecht reingekommen, in den letzten Spielen ist es uns schwerer gefallen. Wir hatten viele Balleroberungen, aber damit haben wir viel zu wenig gemacht. Wir hatten nicht die Qualität, die gut auszuspielen.“
… zur Europa League: „Wir haben wenig Druck, wir haben uns immer vorgenommen, von Spiel zu Spiel zu schauen. Wir versuchen, jedes Spiel die beste Leistung abzurufen. In dieser Phase muss man sich gut regenerieren, die Köpfe freibekommen und Samstag wieder Vollgas geben.“

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg, vor dem Spiel) ...
... zur Belastung und zum Fitnessstand:
„Wir haben heute auch die eine oder andere Änderung vorgenommen. Es dauert ja schon wieder lange, eigentlich würden wir ja fast schon mit dem Training für die neue Saison beginnen. In der Unterbrechung war zwar kein Pflichtspiel, aber trotzdem mussten die Jungs immer wieder trainieren. Das merkt man. In diesem kurzen Intervall haben wir uns entschieden, frische Kräfte zu bringen.“

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach, vor dem Spiel) ...
... zur Zielsetzung Champions League:
„Wir haben immer offen kommuniziert, dass wir erfolgreich Fußball spielen wollen und den größtmöglichen Erfolg erreichen wollen. Und wenn wir vier Spieltage vor Schluss einen Europa-League-Platz sicher haben, kann man sich drüber freuen. Wenn man Mannschaften wie Wolfsburg mit zehn Punkten und Frankfurt mit 17 Punkten distanziert hat, die letztes Jahr einen Punkt bzw. ein Tor hinter uns waren, ist das Ausdruck einer sehr guten Saison. Was aber nicht heißt, dass wir Zufriedenheit haben oder dass wir nicht ambitioniert sind. Mir geht es auf den Keks, dass wir immer mit Zufriedenheit in Verbindung gebracht werden. Wir arbeiten Tag und Nacht, um den größtmöglichen Erfolg zu erreichen, und das ist für uns die Champions League.“
... zur schwächeren Rückrunde: „Wir haben mit Kontrahenten gespielt - Leverkusen, Dortmund, Leipzig - die sich Transfers im Winter geleistet haben von 40, 30 und 20 Millionen Euro. Und Mönchengladbach kann das einfach sind. Und trotzdem sind wir in dem Reigen dabei. Das ist die realistische Einschätzung, größtmöglichen Erfolg zu erreichen, aber die Konkurrenz zu beachten. Die Welt der Bundesliga ist kompliziert.“
… zur Diskussion um Spielertransfers bei Gehaltsverzicht der aktuellen Spieler: „Für mich geht die Diskussion in die falsche Richtung. Am Anfang wurden die Spieler an den Pranger gestellt, weil sie zu wenig verzichtet haben. Jetzt ist die Diskussion, dass der Verein ein schlechter Verein ist, weil er zur Sicherung der Zukunft trotzdem den einen oder anderen Spieler hinzunehmen müssen. Wir haben alle zusammen kurzfristig die Coronakrise hervorragend gemeistert. Wir haben es geschafft, dass wir keinen Mitarbeiter entlassen mussten, keinen Fahrer entlassen mussten, geringfügig Beschäftigte weiterbezahlen konnten. Das ist das, was wir schaffen wollten durch Einsparungen bei Lizenzspielern. Wir haben mit einigen Spielern nicht verlängert, wir werden den einen oder anderen Spieler auch noch abgeben, um das Gehalt zu nutzen, um den einen oder anderen Spieler hinzuzunehmen. Als Verein muss man schon in der Lage sein, eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu schicken. Daran sind auch die Spieler interessiert.“

Sky Experte Lothar Matthäus (in der Halbzeitpause) ...
... zum Spiel:
„Am Anfang hat Wolfsburg das Spiel eigentlich diktiert, aber dann mit einem Konter hat Gladbach die Weichen gestellt. Sie sind dann auch besser ins Spiel gekommen, haben mehr Ballbesitz gehabt, Wolfsburg hat sich zurückgezogen. Aufgrund der Spielanteile, der Torchancen, ist die Führung unverdient.“


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