• Kohfeldt bleibt kämpferisch: „Wir werden alles probieren“
• BVB ist Vizemeister: Hummels sieht „absolutes Topspiel“ gegen Leipzig
• Mainz feiert Klassenerhalt: „Heute können wir ein, zwei Bier mehr trinken“
• Sky Experte Hamann: „Bremen hat es aus der Hand gegeben“

Unterföhring, 20. Juni 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 33. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen):
… zur Stimmungslage nach der Niederlage:
„Aktuell ist da viel Leere, weil wir eine große Chance hatten, nochmal alles zu unseren Gunsten zu drehen im Abstiegskampf. Wir haben diese Chance verpasst. Jetzt ist es natürlich noch möglich am letzten Spieltag, aber es wird sehr schwer. Wir müssen auf Union Berlin hoffen und selber vor allen Dingen gewinnen. Wir sind es allen in diesem Verein schuldig, und allen, die mit diesem Verein fiebern, dass wir uns schütteln und ab übermorgen alles probieren, um zumindest nicht den gleichen dummen Fehler zu machen wie heute. Das ist sehr, sehr, sehr enttäuschend. Es tut mir weh für den Verein, es tut mir weh für alle Mitarbeiter, für alle, die dem Verein die Stange halten. Aber wir werden nächste Woche alles probieren.“
… zum Spiel: „Was soll ich hier jetzt ein Spiel bewerten heute? Tut mir leid, es ist jetzt mein 90. Bundesliga-Spiel. Ich muss doch heute kein Spiel bewerten, es ging um alles. Wir haben Chancen gehabt genug, wir haben genug Möglichkeiten gehabt, die Gegentore zu vermeiden. Aber wir haben es wieder nicht geschafft. Ich werde jetzt nicht in einer Woche noch eine Lösung finden, dass das taktisch anders wird, das ist keine Frage von Taktik. Bei den ersten beiden Toren, da musst du einfach hingehen. Das will ich heute nicht bewerten. Ich bin einfach brutal leer."

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen): „Wir müssen uns selbst helfen. Wir müssen die Mannschaft so wieder hochziehen, dass sie am Samstag alles davor gibt, dass wir drei Punkte holen und, wenn möglich, noch etwas für unser Torverhältnis tun.“

Niklas Moisander (Kapitän Werder Bremen): „Niemand hat etwas gesagt. Es war Stille in der Kabine. Wir sind sehr enttäuscht. Nichts ist verloren. Wir haben noch ein Spiel und glauben noch immer dran.“

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): „Ich habe vorher gesagt: Lasst uns weggehen von Heim- oder Auswärtssieg. Das ist ein Spiel, das Spiel kann irgendwo stattfinden. Ich wollte Lockerheit reinbringen, damit wir nicht sagen: Wir können ja daheim eigentlich gar nicht. Ich bin natürlich total glücklich, aber ich bin auch kaputt.“

Rouven Schröder (Vorstand Sport FSV Mainz 05): „Das war ein super intensives Spiel, wie auch die ganze Saison. Es gab auch Wellentäler innerhalb dieses Spiels. Wie wir uns hinterher rausgeboxt haben, das war absolute 05er-Qualität. Ich bin brutal stolz. Daraus werden Männer, das brauchen wir in der Zukunft. Heute können wir mal ein, zwei Bier mehr trinken.“

Florian Müller (Torhüter FSV Mainz 05): „Heute hat man von allen alles gebraucht. Wenn ich meinen Teil dazu beitragen konnte, bin ich froh, aber jeder auf dem Platz hat heute alles rausgehauen. Es hat nicht alles geklappt in der ersten Halbzeit, auch wenn wir 2:0 führen, obwohl wir kein gutes Spiel machen. Im Endeffekt ist es scheißegal.“

Danny Latza (FSV Mainz 05): „Mainz 05 ist ein kleinerer Verein, der trotzdem immer gute Arbeit geleistet hat. Das ist nicht alltäglich, dass man in der Bundesliga spielt.“

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): „Das war heute ein Spiel zu viel für uns. Das war das dritte Spiel in der Woche. Heute war eine expectation mit uns, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Dann die Szenarien: Tor aberkannt bekommen, Gegentor bekommen. Das hat die Mannschaft ein bisschen geknockt. Ich bin sehr selbstbewusst, dass wir das in einer Woche den Schlachtplan gut hinkriegen werden.“

Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf): „In den letzten Wochen haben wir sehr gute Leistungen gezeigt und konnten mit dem Punkt leben. Heute war nicht mehr drin einfach. Mehr wäre auch nicht verdient gewesen. Wir haben es weiter selbst in der Hand, das ist das Wichtigste. Wir haben noch ein Finalspiel am letzten Spieltag.“

Florian Niederlechner (Torschütze FC Augsburg): „Auf alle Fälle gibt es heute ein paar Bier. Das kann man mit Abstand trinken. Wir sind alle negativ getestet, deshalb ist ein Bier in der Kabine kein Problem. Nächstes Jahr, wenn wir es dann hoffentlich wieder schaffen, werden wir dann mit den Fans feiern und uns auch wieder hier umarmen. Es ist so, es ist eine schwere Zeit für die Menschheit. Da sind wir bisher ganz gut durchgekommen.“

Andreas Luthe (Torhüter FC Augsburg): „Für Düsseldorf ging es um alles. Sie wollten das Spiel hier zu Hause gewinnen, darauf haben wir uns eingestellt, dass es nochmal so ein Kampf wird wie in Mainz. Ähnlich ist es auch geworden, sehr intensiv, viele hohe Bälle. Wir haben gut dagegengehalten. Flo Niederlechner ist wieder da, er macht ein sensationelles Tor. Davon kannst du dann leben.“

Mats Hummels (Borussia Dortmund):
… zum Spiel:
„Wir haben heute ein absolutes Topspiel hingelegt. Das war einer der besten Auftritte der Saison, das kann noch höher ausgehen. Wir können sehr zufrieden damit. Wir sind glücklich, dass wir den zweiten Platz gesichert haben."
… zu den Ambitionen für nächste Saison: „Einen nach oben rutschen. Und in den Pokalwettbewerben etwas länger dabei sein. Das war nix in dieser Saison.“

Julian Brandt (Borussia Dortmund): „Die letzten Spiele waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das fing schon in Paderborn an, in Düsseldorf und Mainz war es auch nicht besser. Da wollten wir eine Reaktion zeigen und zumindest den zweiten Platz sichern.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) …
… zur Champions-League-Qualifikation:
„26 Tore Vorsprung haben wir, da sollte nix anbrennen. Das gab es, glaube ich, noch nie in der Geschichte der Bundesliga, dass da was anbrennen kann. Trotzdem ist es unsere Pflicht die Saison anständig zu beenden und dann zu gratulieren, wenn es auch tatsächlich fixiert ist. Einen großen Dank auch an Hertha, ich habe Bruno eben auch eine Sprachnachricht geschickt.“
… zu Timo Werner: „Es ist für ihn bisschen schade nach so einer langen Zeit mit vielen Toren vor seinen Fans. Der Terminkalender in England straffer, vielleicht kommt er irgendwann mal vorbei. Das wäre mein spontaner Vorschlag. Dass er zu einem gegebenen Zeitpunkt, wenn die Fans wieder da sind, nochmal vorbeischaut und dann nochmal verabschiedet wird in dem Rahmen, in dem es auch angemessen ist.“

Emil Forsberg (RB Leipzig): „Wir freuen uns alle für ihn (Anm. d. Red: Timo Werner). Es war eine super Saison. Er hat drei, vier Jahre gut gespielt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass er den nächsten Schritt machen muss. Er geht zum richtigen Klub mit einem guten Trainer.“

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „Es sollte nicht viel passieren am letzten Spieltag. Wir freuen uns, dass wir nach so einer langen Saison uns ein bisschen belohnen konnten. Wir freuen uns sehr, dass wir nächste Saison Champions League spielen dürfen.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): „Wir haben es selber in der Hand. Aber wir haben auch noch nichts fix geschafft, außer dass wir für die Europa League qualifiziert sind.“

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): „Es war wichtig, dass wir heute die drei Punkte holen, uns eine gute Ausgangslage verschaffen und nächste Woche nochmal alles raushauen.“

Lars Stindl (Kapitän Borussia Mönchengladbach): „Das war unser Ziel, wir wollten unser Ziel erledigen heute. Jetzt haben wir es in der eigenen Hand, da freuen wir uns drauf.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): „Es ist einfach so, dass wir nicht gut genug waren. Dieses Spiel spiegelt viel von dem wider, was wir in dieser Saison gezeigt haben. Es hat nichts mit Mut zu tun, oder dass wir es nicht gewollt haben.“

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): „Wir haben versucht, es in der Halbzeit zu drehen. Es hat nicht geklappt.“

Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen): „Auch er (Anm. d. Red: der Trainer) ist enttäuscht, genauso wie wir alle. Wir haben aber noch zwei Wochen. Wir haben zu Hause Mainz noch. Das Spiel müssen wir gewinnen, dann schauen wir was am Ende des Tages rausspringt. Wir dürfen nicht mehr allzu große Hoffnungen reinstecken.“

Lukas Hradecky (Torhüter Bayer Leverkusen): „Das war zu wenig. Wir waren selbst unser größter Gegner. Wir waren zu ungefährlich und zu schwach. Es tut mir leid, es ist enttäuschend.“

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC) ...
… zur Platzierung vor Union Berlin:
„Ich wusste nicht, dass wir nur gegen eine Mannschaft spielen. Ich dachte, dass wir in der Liga gegen alle spielen. Mich interessiert momentan weniger, was andere machen. Wir haben die letzten drei Spiele, obwohl wir verloren habe, da hat die Mannschaft es top gemacht. Es ist wichtig, dass wir die Entwicklung sehen.“

Niklas Stark (Hertha BSC) …
… zur Platzierung vor Union Berlin:
„Das ist ein kleiner Pluspunkt für uns und für die Fans. Ich habe auch Hertha-Fans als Freunde, die werden da wert drauflegen. Wir sind stolz darauf.“

Thomas Müller (FC Bayern München): „Jeder Bundesliga-Mannschaft sagt ähnliche Sachen vor dem Spiel in der Kabine. Das sind ja Standard-Sprüche, aber wir leben es im Moment ganz gut. Das hat mit einem inneren Antrieb zu tun, der uns dazu berechtigt, beim FC Bayern zu spielen. Es wird nichts anderes als Erfolg von uns verlangt und dem haben wir uns auch verschrieben.“

Joshua Kimmich (FC Bayern München): „Wir merken schon, dass auch wir viele Spiele in den Knochen haben. Wir haben sehr oft mit der gleichen Aufstellung gespielt.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München): „Bei Joshua wird es so sein, dass er spätestens am Montag wieder auf der Matte steht und schaut, er trainieren kann. Am Montag werden wir sehen, was er macht. Wir haben zwei Tage frei, ab Dienstag bereiten wir uns intensiv auf das Spiel in Wolfsburg vor.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Wir wollten unbedingt am letzten Spieltag noch um Europa kämpfen. Da haben ein paar Prozent gefehlt. Wir haben in den letzten Wochen läuferisch und emotional so ein Pensum abgespult. Heute haben wir es nicht so gut gespielt wie gegen Gladbach und Leverkusen. Es ist schade, weil es wäre mehr möglich gewesen.“

Alexander Schwolow (Torhüter SC Freiburg): „Wir waren alle mega heiß darauf, wir wollten es unbedingt. Wir sind schon sehr enttäuscht, dass es nicht gereicht hat. Der Traum ist ausgeträumt. Man kann trotzdem ganz stolz sein über die Leistung das ganze Jahr über.“

Daniel Caligiuri (Schalke 04): „Wir sind in einer richtigen Scheißsituation. Es läuft nicht alles perfekt. Das Einzige was wir machen müssen, ist, uns an den Plan halten. Jeder muss sich an die eigene Nase packen. Im Moment funktioniert es einfach nicht, wir schlagen uns selbst.“

David Wagner (Trainer Schalke 04): „Es ist für uns alle eine Situation, die alles andere als angenehm ist, wo wir unsere Lehren draus ziehen müssen. Wir können es nur selbst verändern. Wir müssen ganz ehrlich sagen, dass Wolfsburg ein anderes Level ist im Moment. Das ist mit dem, wie wir antreten müssen im Moment, nicht auf unserem Niveau. Die zwei Standardgegentore nach der Pause sind extrem ärgerlich.“

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): „Wir sagen jetzt nicht, wir sind drinnen und lassen es ausklingen. Wir wollen diesen sechsten Platz auch über die Ziellinie bringen. Wir möchten die Ersten sein, die in diesem Jahr gegen Bayern gewinnen.“

Wout Weghorst (Torschütze VfL Wolfsburg): „Das ist einfach super. Das ist das Level, das sind die Spiele, wo du dich zeigen willst. Die besten Spieler von Europa und die besten Spieler. Um Platz sechs zu erreichen, geben wir 100 Prozent. Wenn wir das schaffen, haben wir das Maximale rausgeholt in dieser Saison.“

Alexander Rosen (Direktor Fußball TSG Hoffenheim): „Wir haben etwas vor. Es darf Freude sein, aber das Ziel ist Platz sechs.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „Ich habe gesagt, dass es völlig logisch ist, wenn du über die Ziellinie läufst nach diesem Marathon, den wir gelaufen sind, dass da auch Spannung abfällt. Heute ist es uns nicht gelungen, die Spannung nochmal so aufrecht zu erhalten, wie sie sein sollte, um hier nochmal etwas mitzunehmen.“

Robert Andrich (Union Berlin): „Ich habe die anderen Ergebnisse mitbekommen. Bremen wird schon auf uns hoffen. Das muss uns auch bewusst sein. Da werden wir nochmal versuchen, den Fokus so gut es geht auf das Spiel zu bekommen.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „In ganz Europa gibt es nur wenige Mannschaften, die mehr Spiele gemacht hat als wir. Deshalb muss man schon stolz sein. Es wäre sicherlich besser gegangen, aber es hätte auch schlechter gehen können.“

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): „Wir haben auf ein Tor gespielt, im Sechzehner aber die falschen Entscheidungen getroffen. Wenn Köln zu Hause nur das Unentschieden halten will, dann ist das ein Kompliment für uns.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): „Wenn du so eine Aufholsituation hast, wie wir sie hatten, dann ist das etwas ganz Besonderes. Das macht auch mental etwas mit den Spielern. Deswegen habe ich den Jungs gesagt, dass ich mächtig stolz auf sie bin, dass sie heute nochmal gefightet haben."

Mark Uth (1. FC Köln): „Meiner Meinung nach waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben wenig zugelassen und das Tor zum 1:0 gemacht. Hinten raus war es eng. Der Punkt geht im Endeffekt in Ordnung, weil wir es in den letzten 20 Minuten ein bisschen aus der Hand gegeben haben.“

Sky Experte Lothar Matthäus …
… zu Werder Bremen:
„Sie sind ja nicht die schlechtere Mannschaft gewesen. Aber die Gegentore, die Standardsituationen – das ist eine Willenssache. Diesen Willen vermisst auch Florian Kohfeldt von dem einen oder anderen Spieler.“

… zu Borussia Dortmund: „Mats Hummels sagt, er will Meister werden im nächsten Jahr. Sie hätten es schon irgendwie schaffen können in den letzten zwei Jahren. Dann musst du aber auch mal gegen Bayern München gewinnen. Du musst die perfekte Saison spielen, und die ist ihnen in den letzten Jahren nicht gelungen.“

Sky Experte Dietmar Hamann …
… zu Werder Bremen:
„Sie waren heute auch wieder nicht schlechter als die Mainzer. Auch in der Vorrunde waren sie nicht schlechter. Sie haben immer einen Weg gefunden, Spiele zu verlieren. Bei den Mainzern hatten sie ihren Lehrmeister, die ihre wenigen Torchancen genutzt haben. Was mir gefehlt hat über die 33 Spiele, war die Abgeklärtheit. Deswegen stehen sie da unten. Bremen hat es aus der Hand gegeben, es selber in der Hand zu haben am letzten Spieltag.“

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