• Bremen rettet sich in die Relegation: „Ich muss den Hut ziehen“
• Gladbach macht Champions-League-Einzug perfekt: „Ein großer Tag für den Klub“
• Wolfsburgs Arnold sauer auf Dortmund: „0:4, was soll man dazu sagen?“
• „Speziellste“ Meisterschaft für Thomas Müller: „Well deserved, würde ich sagen“

Unterföhring, 27. Juni 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Partien des 34. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf) …
… zum Abstieg:
„Eine unheimliche Leere. Es tut mir leid für unsere Fans, wir haben gekämpft und gekämpft, Woche für Woche, über einen langen Zeitraum. Aber wir haben es am Ende nicht geschafft, es über die Linie zu bringen. Es tut mir leid für die Fans, für den Verein. Die Spieler haben alles gegeben über einen langen Zeitraum. Wir haben oft über dem Limit gespielt, haben uns aber nicht belohnt. Heute im Spiel lag nicht viel drin, beide Mannschaften hatten kaum Torchancen. Dann liegen wir durch einen Standard 0:1 hinten, dann ist es natürlich schwer. Wir sind unruhig geworden, hatten die Nervenbelastung. Das 2:0 killt das Spiel. Unheimliche Leere, ich fühle mit meinen Spielern.“
… zum Spiel: „Die haben mit einer Viererkette gespielt, wir hatten sie mit einer Dreierkette erwartet. Wir sind nicht so in das Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber da war im Prinzip keine Panik, es gab keine Torchancen. Wir haben dann noch umgestellt Mitte der ersten Halbzeit, das hat uns besser getan. Aber wir haben es nicht geschafft, im Spiel zu bleiben, nur ein Tor aufholen zu müssen. Unsere Chancen haben wir nicht genutzt, so ist es nun mal. Das zweite Tor killt das Spiel.“
… zur Zukunft: „Ich habe zur Mannschaft schon was gesagt. Dass ich mit ihnen fühle und dass ich stolz bin, dass sie mir alles an Einsatz, Willen und Leidenschaft gegeben haben. Es hat halt nicht gereicht. Ich habe mich bei den Spielern noch bedankt, die uns verlassen werden, habe alles Gute gewünscht. Es ist eine extreme Leere für alle. Wir kommen am Montag nochmal rein, dann werden wir durchsprechen, wie die Vorbereitung läuft. Die Planung muss jetzt beginnen. Die Tage Abstand brauchen wir alle. Wir wissen jetzt, wo wir sind. Wir wissen, was wir an TV-Geld bekommen. 17 Verträge laufen aus, es wird einen Umbruch geben.“

Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf): „Im Moment ist eine große Leere in den Köpfen, aber auch im Körper. Wir sind mit einem anderen Ziel hierhergekommen. Aber wir haben es in den vergangenen Wochen und Monaten liegen gelassen, nicht nur heute. Hier zu stehen und zu sagen, dass es unverdient ist, bringt wenig. So ist das Leben manchmal.“

Adam Bodzek (Kapitän Fortuna Düsseldorf): „Mir tut es für die Fans und die Mitarbeiter leid hier im Verein, wo sich viele Mühe geben, sich ins Zeug legen, großen Aufwand betreiben. Gefühlt haben wir es heute nicht verdient. Im Fußball ist vieles möglich. Mit einem Sieg hätten wir es alleine schaffen können, von daher sollten wir nicht nach Bremen oder Köln schauen. Wir haben es heute selbst liegen gelassen.“

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) …
… zum Spiel:
„Ich muss schon sagen, dass wir heute unter unglaublichem Druck standen, das war vollkommen klar. Wir hatten ein Spiel auf zwei Feldern heute, weil wir wussten, wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand. Ich habe der Mannschaft vorher auch gesagt, wir fokussieren uns nur auf das hier. Wenn es irgendwo was Wichtiges gibt, dass wir beispielsweise 2:0 führen, und in Berlin steht es 0:0 und wir brauchen zwei Tore, dann kriegt ihr Infos. Wir haben ja auch nichts durchgesagt, erst am Ende hier im Stadion, weil wir wussten, wir müssen erstmal unsere Hausaufgaben machen. Und für den Teil muss ich den Hut ziehen. Unter dem Druck so ein Spiel abzuliefern, frühzeitig auch diese vier Tore Abstand herauszuschießen, dass man da auch diesen Druck aufbauen konnte nach Berlin, das war schon sehr gut. Aber klar ist auch, wenn ich mir die Saison angucke: Wir hatten Phasen, die waren sehr ordentlich und dann kamen leider Phasen, die waren nicht ordentlich. Aber andersrum, in Momenten, in denen wir den meisten Druck hatten – in Freiburg, in Paderborn, heute – da haben wir performt. Das ist auch meine Botschaft an die Mannschaft. Der Druck bleibt hoch, es kommen zwei Spiele, die alles entscheiden. Aber jetzt haben wir es in der eigenen Hand. Das müssen wir konzentriert, fokussiert angehen. Und dann sehe ich eine gute Chance, in der Liga zu bleiben. Aber wenn wir nur einen Millimeter weniger machen, dann haben wir keine Chance.“
… zu guten Prognosen aus dem Umfeld: „Meine Frau hat mir heute Morgen geschrieben, dass wir 6:1 gewinnen. Sie hat aber keine Prognose zum Berlin-Spiel gemacht, es reicht ja, wenn sie unsere Spiele gut prognostiziert. Von daher schöne Grüße nach Hause.“
… zur Ansage in der Halbzeit bei 3:0-Führung: „Dass noch gar nichts gewonnen ist, das haben wir in der Halbzeit explizit gesagt. Leider haben es alle gesehen, dass es in Berlin 1:0 stand, weil der Fernseher lief in der Mixed-Zone. Das wollten wir gar nicht. Aber es war klar, wir mussten auf das 4:0 gehen, das haben wir zum Glück recht schnell hergestellt. Aber ich habe auch Mitgefühl mit Düsseldorf. Die haben die ganze Saison brillant gekämpft, in den vergangenen Wochen so viele tolle Ergebnisse geliefert. Deshalb ist es aufrichtig, dass ich mitleide, denn das muss brutal sein heute. Aber ich glaube, dass dieser Vier-Tore-Abstand ein Faktor war, dass die Nervosität da größer wurde. Deshalb war das sehr gut von uns. Bei dem 5:1 bin ich nochmal nervös geworden, denn das war unnötig.“
… zum Wunschgegner in der Relegation: „Mir ist es egal, denn beide werden sehr herausfordernd. Aber egal, was morgen herauskommt, auch wenn die Emotionen größer werden, das ist ja klar, aber bitte bleibt alle zu Hause. Wir sind immer noch inmitten einer Pandemie, daher der klare Appell: Am Donnerstagabend Fußball gucken, zu Hause, im Sinne von Corona.“

Davy Klaassen (Torschütze SV Werder Bremen) …
… zur Ansprache von Trainer Florian Kohfeldt vor dem Spiel:
„Er hat ganz viele Dinge mitgegeben, dass wir noch nicht tot waren, dass es noch eine Chance gab, dass wir alles versuchen sollten, unseren Job heute zu machen und hoffen, dass es in Berlin für uns läuft. Wir haben das gut gemacht und in Berlin ist es auch gut für uns gelaufen.“
… zum Wunschgegner in der Relegation: „Ich habe noch kein Derby gespielt, das wäre vielleicht ganz geil. Wenn ich wählen müsste, würde ich sagen HSV.“

Niclas Füllkrug (Torschütze SV Werder Bremen): „Es war ein ganz aufregender Tag. In der zweiten Halbzeit ist die Zeit nicht vergangen, ich habe alle 15 Sekunden auf die Tafel geschaut. Ich glaube, wir dürfen unheimlich dankbar sein, dass wir diese zwei Spiele noch spielen dürfen. Heute haben wir unseren Job erledigt, wir danken Union unglaublich, dass sie Vollgas gegeben haben am letzten Spieltag. Ich weiß nicht, ob wir da mal eine Kiste Bier rüberwachsen lassen. Das wäre es uns wert gewesen. Heute sind wir sehr glücklich. Es hat sich hinausgezögert und jetzt haben wir es wieder in der eigenen Hand.“

Marco Bode (Aufsichtsratschef SV Werder Bremen): „Wir müssen ein großes Danke Richtung Berlin schicken. Was ich gesehen habe, haben sie das super gemacht. Insbesondere unser ehemaliger Spieler Tony Ujah hat das wichtige 1:0 geschossen, ich glaube, da ist mehr als ein Danke angebracht.“

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport SV Werder Bremen): „Es hat uns keiner zugetraut, dass wir heute nochmal so eine Leistung zeigen und dass Düsseldorf und eben Union Berlin auch so mitspielen. Deswegen werden wir uns morgen genau anschauen, gegen wen wir dann spielen und uns dementsprechend vorbereiten.“

Anthony Ujah (Torschütze 1. FC Union Berlin und Ex-Bremer): „Ich bin sehr froh, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, zu helfen. Ich habe viele Nachrichten aus Bremen bekommen. Meine Zeit bei Bremen war sehr gut. Ich bin nicht mehr bei Bremen, aber ich bin froh, dass ich helfen konnte.“

Felix Kroos (1. FC Union Berlin und Ex-Bremer): „Wir waren von uns aus motiviert, es kamen aber auch einige Nachrichten, auch kurz vor dem Spiel. Mit dem Kollegen Fin Bartels habe ich nochmal kurz Kontakt gehabt. Ich bin froh, dass wir helfen konnten. Umso toller, dass wir uns selbst nochmal belohnt haben.“

Marco Höger (1. FC Köln): „Jeder Einzelne hat heute gesammelt nicht das abrufen können, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten, dass wir eine Verantwortung gewissen Mannschaften gegenüber haben, der Liga gegenüber, uns selbst gegenüber, weil wir eine Phase hatten seit neun Spielen, in denen wir nicht gewonnen haben. Das war von Minute eins an zu wenig. In der ersten Halbzeit gehen wir dann mit einem 0:3-Rückstand in die Halbzeit, das hätte wahrscheinlich auch noch höher sein können. Das war nicht gut von uns, da müssen wir uns alle der Tatsache stellen, dass wir heute nicht abgerufen haben.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel und zum Erreichen der Champions League:
„Ich glaube, es ist ein hochverdienter Sieg. In der ersten Halbzeit waren wir mehr als überlegen, hatten Chancen auf das zweite oder dritte Tor möglicherweise auch. Als Lars das Ding an den Pfosten schießt, habe ich mal kurz gedacht, möglicherwiese hat die Geschichte noch eine Pointe. Aber wie die Jungs dann die Nerven behalten haben, wie sie das zu Ende gespielt und gearbeitet haben, das ist schon außergewöhnlich.“
… zu den Fans: „Was wir heute geschafft haben, haben wir für unsere Fans gemacht. Ich hoffe, dass sie heute, wo auch immer sie sind, richtig abgehen, dass sie das feiern, dass sie das genießen. Wie genießen das auch hier im kleinen Rahmen. Wir werden heute auch ein bisschen feiern, weil das ein außergewöhnlicher Moment für den Verein ist.“

Yann Sommer (Torwart Borussia Mönchengladbach): „So einen Tag muss man feiern. Wir haben die Qualifikation für die Champions League geschafft, das ist ein großer Tag für den Klub, für uns als Mannschaft, wir haben es verdient.“

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): „Wer 65 Punkte holt, der hat auf jeden Fall die Champions League verdient. Wir haben die Corona-Situation gut angenommen, haben davor gut gespielt, danach gut gespielt, wenn wir uns einen genehmigen dürfen, dann sicher heute.“

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach): „Die Anspannung war schon da. Wir waren so nah dran, haben uns vor dem letzten Spieltag auf die Pole-Position gebracht und mussten es jetzt über die Ziellinie bringen. Das hat die Mannschaft von der ersten Minute an sehr eindrucksvoll getan. Wir haben nicht mitbekommen, dass Leverkusen schon sehr früh geführt hat. Das haben wir aber auch nicht gebraucht, weil wir gemerkt haben, die Mannschaft ist da, die wollte das heute, am Ende ist es hochverdient.“

Vedad Ibisevic (Torschütze Hertha BSC) …
… über Per Skjelbred, der den Verein verlässt:
„Seitdem ich bei Hertha spiele, hat er kein Tor gemacht. Ich habe heute gehofft, dass er das macht. Als ich gesehen habe, dass er ausgewechselt wird, musste ich das machen. Das war für einen Freund. Er ist ein super Typ und ein super Spieler.

Simon Rolfes (Sportdirektor Bayer 04 Leverkusen): „Natürlich waren wir gerade in der letzten Woche und auch heute enttäuscht, dass wir es nicht in die Champions League geschafft haben. Aber wenn man die ganze Saison betrachtet, es gab noch nie eine Mannschaft, die mit 63 Punkten die Champions League nicht geschafft hat. Wir haben fünf Punkte mehr als in der vergangenen Saison, haben uns auch spielerisch weiterentwickelt, sind in allen drei Wettbewerben bis zum Ende vertreten. Deswegen haben wir einen klaren Schritt nach vorne gemacht, auch wenn wir in der Bundesliga unser Ziel, die Champions League zu erreichen, nicht geschafft haben.“

Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen): „Natürlich ist man ein wenig enttäuscht, aber wir konnten nur unser Spiel heute gewinnen, das haben wir gemacht. Wir müssen uns für die Saison nicht schämen, wir haben eine super Punkteausbeute gehabt, leider war es nicht genug, da waren vier Mannschaften, die waren noch einen Tick besser, das muss man auch respektieren.“

Kevin Volland (Torschütze Bayer 04 Leverkusen): „Wir haben alles rausgehauen, haben unser Spiel gewonnen und am Ende sind wir mit 63 Punkten Fünfter. Das ist bitter, aber wir haben noch einen Wettbewerb, über den wir in die Champions League kommen können und ein Endspiel nächste Woche, das nicht so oft kommt, deshalb freuen wir uns darauf.“

Danny Latza (1. FSV Mainz 05): Der Endspurt war gut, wir hatten immer ein Auf und Ab, keine Konstanz so wirklich. Aber nach dem Frankfurt-Spiel haben wir uns zusammengerissen, waren ein Team auf dem Platz. Das hat man heute auch wieder gesehen. Jeder ist für den anderen gelaufen, wir hätten vielleicht einen Punkt mitnehmen können, das wäre noch ein schönerer Abschluss gewesen. Aber ich glaube, wie die letzten Wochen gelaufen sind, war das ein versöhnliches Ende.“

Jonathan Burkardt (1. FSV Mainz 05): „Wir gehen erstmal in den Urlaub, dann starten wir neu und haben das Ziel, noch souveräner und noch besser drin zu bleiben.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) …
… zur Saison:
„Natürlich ist es etwas ganz Besonderes, aufgrund der Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Es hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht, im Team, mit dem Staff, mit der Mannschaft. Ich freue mich wirklich, dass wir uns belohnt haben, wie wir von Anfang Dezember ich glaube sieben Punkte aufgeholt haben. Von daher können wir stolz sein auf das, was wir geleistet haben.“
… zum Restart trotz Coronakrise: „Wir gehen die Dinge immer relativ positiv an und wir haben uns natürlich gefreut, dass wir die Chance bekommen haben, zu spielen. Man muss auch fairerweise sagen, die Regeln sind nicht ganz einfach, aber sie haben etwas gebracht. Wir haben bislang noch keinen positiven Fall gehabt, wir haben uns alle daran gehalten und deshalb muss man der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Es wird immer viel gesprochen, die Spieler verdienen viel Geld, die können das machen, aber nein. Es ist auch nicht ganz einfach in der Situation und deswegen bin ich stolz, dass wir in der Bundesliga gezeigt haben, dass wir uns der Verantwortung bewusst sind.“
… zu Pokal und Champions League: „Wir gehen alles an, das sind unsere Ziele. Bei Bayern denkt man immer etwas größer, das ist auch in Ordnung. Von daher gehen wir das an. Zuerst aber ist der Pokal im Fokus und dann ist es einfach wichtig, dass auch die Mannschaft mal frei hat, auch der Staff mal frei hat, um mal den Kopf frei zu bekommen. Und dann bereiten wir uns ganz intensiv auf die Champions League vor.“

Robert Lewandowski (Torschützenkönig FC Bayern München) …
… zur Saison:
„Wir haben eine schwierige Saison gespielt, aber am Ende war es stark von uns. Die ersten zwei, drei Monate hatten wir kleine Probleme. Aber wir haben nach vorne geschaut, unsere Form aufgebaut. Nach der kurzen Pause haben wir wieder gut gespielt, mit einen 34 Toren bin ich zufrieden. Ich bin dankbar für meine Kollegen. Ich habe leider drei Spiele verpasst, aber ich bin sehr stolz.“
… zur Frage, ob der 40-Tore-Rekord von Gerd Müller möglich ist: „Die Zeiten sind schwer zu vergleichen. Das war vor 40 Jahren, heute der moderne Fußball sieht anders aus. Manchmal auch mit der Belastung ist es schwer, nur in der Bundesliga Tore zu schießen. Aber es war eine starke Leistung, wir als Mannschaft haben 100 Tore geschossen. Das zeigt, dass wir Gas gegeben haben. In der Corona-Zeit mit acht, zehn Wochen Vorbereitung, dann ohne Fans, das zu schaffen – wir sind sehr zufrieden.“

Thomas Müller (Torschütze FC Bayern München) …
… zur Übergabe der Meisterschale ohne Fans:
„Wir wussten, was auf uns zukommt, nichtsdestotrotz wollten wir nochmal gewinnen. Es ist anders, man gewöhnt sich nicht gerne an so eine Situation. Aber großes Kompliment an alle Beteiligten, die es möglich gemacht haben, dass wir das so durchziehen konnten. Man hat ja schon einiges auf sich genommen. Anfangs war man schon skeptisch, wie verhält es sich, wird es Infektionen geben? Der größte Dank geht an die, die wir heute nicht sehen, an die Fans, die den Fußball trotzdem lieben. Ich hoffe, dass wir sie peu a peu ins Spiel wieder integrieren können. Natürlich ist der Wettkampf genau so intensiv, wenn keine Zuschauer dabei sind, aber das Gefühl fehlt. Wir genießen es natürlich, dass wir in einer unglaublichen Art und Weise so zurückgekommen sind. Die Rückrunde war phänomenal, 16 siege, ein Unentschieden. Well deserved würde ich sagen.“
… zu seiner persönlichen Situation: „Die war genauso verrückt. Der Herbst war nicht einfach, sowohl für den verein als auch für mich persönlich. Deswegen ist das für mich neben der ersten Meisterschaft vielleicht die speziellste, die intensivste und die emotionalste, weil auch für mich viel dringesteckt ist in der Saison. Es ist viel Negatives passiert am Anfang, wo man sich natürlich auch Gedanken macht. Dann die Rückrunde mit der Mannschaft, die Intensität der Mannschaft; man hatte auch das Gefühl, dass die jungen Spieler einem zuhören und dass das Früchte trägt, dass man gemeinsam Erfolg hat. Eigentlich bin ich von Stolz immer weit weg, aber andere würden das wohl als Stolz bezeichnen.“

Jörg Schmadtke (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg): „Ich glaube, dass der letzte Spieltag nochmal enorm Aussagekraft hat über jede einzelne Mannschaft. Uns ist es leider nicht gelungen, Platz sechs zu verteidigen. Ich klage keinen an, aber nichtsdestotrotz hat mein Heimatverein Fortuna Düsseldorf ein Auswärtsspiel gegen jemanden gehabt, für den es um nicht mehr viel ging. Die haben ihr Spiel verloren und die Bremer haben eindrucksvoll ihr Heimspiel gewonnen, also von daher ziehen Sie ihre Schlüsse daraus. Ich habe meine Aussage getroffen und dazu stehe ich.“

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): „Es ist schade, dass wir nur Siebter sind. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass Dortmund so spielt. Aber es ist wie es ist. 0:4, was soll man dazu noch sagen? Heute Abend werde ich mich noch mal ärgern, da saufe ich mir richtig einen rein und dann ist das wieder in Ordnung.“

Benjamin Hübner (Kapitän TSG 1899 Hoffenheim): „Unglaublich. Was wir in den letzten Wochen nochmal gezogen haben, um auf diesen Tabellenplatz zu kommen, ist unfassbar. Ich bin wirklich riesig stolz auf die Mannschaft.“

Alexander Rosen (Direktor Profifußball TSG 1899 Hoffenheim): „Ich habe vor dem Spiel gesagt, es wird auf jeden Fall eine gute Saison für uns, weil wir Platz sieben sicher hatten. Jetzt ist es eine sehr gute, eine brillante. Ein unglaubliches Finish, wieder in Dortmund, das ist immer ein besonderes Spiel für die TSG. Wir sind nicht nur über Platz sechs und die direkte Teilnahme an der Europa League froh, sondern auch darüber, dass wir nicht in die Qualifikation müssen. Da können wir gleich auf einen anderen Topf zugreifen finanziell, also für uns ist es ein grandioser Abschluss einer anspruchsvollen Saison.“

Andrej Kramaric (vierfacher Torschütze TSG 1899 Hoffenheim): „Ich bin sehr stolz auf meine Teamkollegen, wir haben ein unglaubliches Spiel gespielt. Wir sind glücklich, dass wir die Europa League erreicht haben.“

Roman Bürki (Torwart Borussia Dortmund): „Schon nach den ersten 45 Minuten hat man eigentlich gemerkt, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht, die will und auch muss und eine auf dem Platz steht, die nicht viel Lust hatte, glaube ich. Das ist nicht in Ordnung so, das ist ein wichtiges Spiel, es ist ein Bundesligaspiel. Wir sollten alle froh sein, dass wir hier spielen dürfen. Viele Dinge waren nicht in Ordnung heute und da kommt so ein Resultat raus. Wir müssen weiter an dieser Gewinner-Mentalität arbeiten. Das ist etwas, das Bayern noch mehr hat als wir. Über eine ganze Saison sind das genau die kleinen Spiele, die schlussendlich fehlen und bei denen dann die Punkte fehlen, um ganz oben zu stehen und wegen derer du nur auf dem zweiten Platz stehst. Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen vielleicht noch ein bisschen strikter werden.“

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): „Wir waren nicht gut bei Balleroberungen und wir haben zu wenig gemacht zusammen. Aber das ist keine Entschuldigung, wir müssen das besser machen. Du kannst verlieren, aber so ist es zu viel.“

Timo Werner (RB Leipzig) …
… zu seinem letzten Spiel:
„Mich macht es natürlich glücklich, dass wir heute gewinnen konnten. Es war ein runder Abschluss der Saison. Dass ich den Torrekord für Leipzig jetzt auch noch habe, ist umso besser. Das hat wie die Faust auf‘s Auge gepasst. In erster Linie freue ich mich, dass es so ausgegangen ist mit der Champions League. Ich habe mich unter der Woche schon bei den ganzen Mannschaftskollegen bedankt, auch jetzt bei der Auswechslung. Für mich war es eine wunderbare Zeit hier in Leipzig. Meine Teamkollegen, mit denen ich schon lange zusammengespielt habe, die bleiben mir immer im Herzen, weil es auch richtige Freunde geworden sind. Ich werde Leipzig schon vermissen.“
… zu seiner Zeit in Leipzig: „Ich wurde hier so gut aufgenommen wie noch nie in meiner Karriere. Ich habe mich in den vier Jahren wohlgefühlt, ich habe meine Leistung bringen können, weil die Mannschaft immer auch hinter mir stand, auch in schweren Zeiten, wenn es mal nicht so rund lief für mich. Ich hatte hier immer Unterstützer, egal, welcher Trainer da war. Jetzt mit Julian nochmal einen riesengroßen, der mich nochmal deutlich besser gemacht hat. Das Ganze hat ein Ende, aber man geht, wenn’s am schönsten ist, und das ist doch immer der beste Abschluss.“
… zu seinen Erwartungen beim FC Chelsea: „Ich hoffe, das Gleiche. Die Gespräche mit den Verantwortlichen von Chelsea waren so gut, dass ich mich am Ende für Chelsea entschieden habe. Gerade der Trainer stand so hinter mir und wollte mich unbedingt, dass für mich klar war, ich gehe zu Chelsea, da kann ich mich genauso wohlfühlen wie hier. Er hat in den Gesprächen mit mir oft betont, wie sehr er mich haben will, wie sehr er mich auch schätzt als Person. Natürlich fällt es einem schwer, so eine Wohlfühloase, wie ich sie in Leipzig über Jahre hatte, aufzugeben, aber man kommt in einer Karriere nur weiter, wenn man auch mal den nächsten Schritt wagt. Sonst bleibe ich immer in Leipzig, diese Saison war so der Scheidepunkt. Ich habe mich für etwas Neues entschieden und hoffe, dass es so weitergeht wie hier.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): „Ich habe gut gearbeitet mit Timo in diesem Jahr, wir haben versucht, ihn weiterzuentwickeln. Er hat sich auch nochmal entwickelt. Aber der Entschluss, nochmal etwas Neues zu machen, der ist nicht erst seit diesem Jahr da, sondern damit beschäftigt er sich schon etwas länger. Und es ist für mich auch absolut nachvollziehbar, ich habe ja gesagt, dass es ein guter Schritt ist in meinen Augen, so wie ich das bewerten kann. Ich bin ihm jetzt nicht böse, nur weil er sich für einen anderen Trainer entschieden hat und für einen anderen Klub.“

Rani Khedira (FC Augsburg) …
… zu Timo Werner:
„Ich glaube, er steigt allmählich in die Weltklasse auf. Er trifft kontinuierlich, hatte in Leipzig in den letzten vier Jahren immer um die 20 Tore rum. Von daher unterstreicht er mit seinem Wechsel, dass er nochmal den nächsten Schritt geht und dabei wünsche ich ihm alles Gute.“

Luca Waldschmidt (Doppeltorschütze SC Freiburg) …
… zu seinem Scherz mit Trainer Christian Streich bei der Auswechslung:
„Er hat heute Morgen beim Spaziergang gesagt, dass ich spiele und er hat gesagt, wir schauen dann, wie wir es machen. Und wenn ich zwei Tore mache und er mich auswechselt, dürfte ich ihn beschimpfen. Da habe ich ihn halt gefragt, ob ich ihn beschimpfen darf.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) …
… zur Frage, worauf er sich jetzt freut:
„Auf das gemeinsame Zusammensein, natürlich draußen an der frischen Luft. Wir werden was essen, den Samstagabend genießen und nicht an Fußball denken. Ab heute wird mal ein paar Tage nicht an Fußball gedacht.“

Daniel Caligiuri (FC Schalke 04) …
… zum Spiel:
„Wir hatten die Chancen am Anfang. Dann kriegst du wieder durch einen Standard das Tor und dann wissen wir, wie es ist. Wenn du noch ein Tor kriegst, sind die Köpfe einfach nicht mehr da, vor allem jetzt in der Situation, in der wir uns befinden. Dass wir uns so abschießen lassen, ist unverständlich.“
… zur Rückrunde: „Katastrophe, da gibt es keinen Kommentar dazu zu sagen. Wir waren alle in den letzten Spielen nicht auf dem Niveau, auf dem wir uns befunden haben. Wir sind jetzt froh, dass die scheiß Rückrunde vorbei ist.“

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) …
… zur Situation:
„Es tut weh, gar keine Frage. Wir stehen da zusammen und haben das Gefühl, wir sind in der Bundesliga - und das schon seit Wochen - kaum konkurrenzfähig. Das tut unheimlich weh, das ist wahnsinnig schwer mitanzusehen. Seit Wochen haben wir den dritten Torwart auf dem Spielberichtsbogen, um den Kader vollzukriegen und kriegen ihn trotzdem nicht voll. Bei uns sind ganz junge Hüpfer am Start, die es wirklich versuchen. Aber am Ende sind wir so in der Fußball-Bundesliga nicht konkurrenzfähig.“
… zu ersten Erkenntnissen aus der Analyse der Situation: „Wir haben unsere Gedanken gemacht und sind weiterhin dabei, unsere Gedanken zu machen und werden dazu am Montag mehr sagen.“

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Vor der Saison habe ich gesagt einstellig und gut in den Cup-Wettbewerben sein, das haben wir erreicht. Ich glaube, in den Cup-Wettbewerben waren wir sehr stark, die Europa League haben wir noch vor der Brust im August.“

Marco Russ (Eintracht Frankfurt, beendet seine Karriere): „Ich habe die letzten Wochen schon gut damit abschließen können. Na klar ist ein weinendes Auge mit dabei, das ist keine Frage, wenn man so lange bei einem Verein gespielt hat. Das Wichtigste war jetzt aber, die drei Punkte nochmal zu holen, gerade was die TV-Tabelle angeht. Es war schön, das alles nochmal zu erleben, die Busfahrt, die Nacht im Hotel mit der Mannschaft zusammen. Es war ein guter Abschluss für mich. Über ein, zwei Minuten hätte ich mich gefreut, aber das wäre alles nur gegangen, wenn das Spiel ein bisschen sicherer gewesen wäre. Ich bin froh, ich bin dankbar für die ganzen Jahre, ich bin gesund, das zählt.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) …
… zur Frage, wie er die Saison in Erinnerung behält:
„Als eine, in der wir abgestiegen sind. In der wir einiges besser hätten machen können, besser machen sollen, dass wir trotzdem meines Erachtens alles rausgehauen haben. Am Ende muss man sagen, die Qualität der Bundesliga war für uns zu hoch. Aber das ändert nichts an der Art des Fußballs und der Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben.“

Sky Experte Dietmar Hamann …
… zur Leistung der Dortmunder und Kölner:
„Ich würde nie einer Mannschaft unterstellen, dass sie den Wettbewerb verzerrt oder dass sie nicht probiert hat, das beste Ergebnis zu erzielen. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass die Dortmuder gegen Mainz verloren haben sang- und klanglos. Und auch die Art und Weise heute, gefühlt war nur eine blaue Mannschaft auf dem Platz, keine schwarz-gelbe. Und egal wo du stehst, auch wenn du gesichert bist, hast du eine Verantwortung der Liga gegenüber. Ich glaube, den Vorwurf, den Jörg Schmadtke gemacht hat, den müssen sich die Dortmunder und die Kölner gefallen lassen. Es hat schon einen faden Beigeschmack, wenn man sich einige Ergebnisse der letzten Wochen anschaut.“


Für Rückfragen:
O-Ton-Service Sky/lc
eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
Mehr Informationen unter www.sky.de