Unterföhring, 29. Juni 2020 - Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat große Sorgen mit Blick auf die Fußball-Traditionsklubs in Deutschland. "Wer zerreißt sich für diese strahlenden Klubs wie die Fans auf den Rängen oder vor dem Fernseher? Wenn Spieler und auch einige Verantwortliche von Hamburg, Schalke und Nürnberg die Vereins-Farben nur annähernd so fühlen würden, wie die vielen treuen Anhänger, wären die Sorgen höchstens halb so groß. Der FC und der BVB hätten dann am letzten Spieltag übrigens auch anders agiert", schrieb Matthäus in seiner Kolumne: "So sehe ich das" auf skysport.de: "Nicht alle können und müssen so viel Weitsicht wie Max Eberl haben oder so professionell wie die Bayern sein. Aber wer mit Positionen auf der Trainerbank und im Präsidium jahrelang schachert und keinen wirklichen Plan verfolgt, der ist selbst schuld, dass die Tradition flöten geht."

Matthäus rät den "vielen ehemals erfolgreichen Groß-Klubs", sich auch einmal an den kleineren Vereinen wie Freiburg, Augsburg, Bielefeld oder Heidenheim zu orientieren. Dabei übt er auch scharfe Kritik am Hamburger SV, der zum zweiten Mal in Folge den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hat: “Wie kann es sein, dass die Spieler aus Sandhausen um ihr Leben rennen und die Hamburger Jungs aussehen wie Schulbuben, obwohl sie das zehnfache verdienen? Das hat etwas mit Charakter und Zusammenhalt zu tun“.

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