• Für Bremen-Trainer Saison keine Achterbahn, sondern „Free Fall“
• Enttäuschung bei FCH-Coach Schmidt groß: „Haben von Lebenschance gesprochen“
• DAZN-Experte Gunesch lobt Heidenheim: Können "auf gesamte Saison stolz sein"

Berlin/München, 06. Juli 2020
- Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen der Partie 1. FC Heidenheim 1846 gegen SV Werder Bremen (2:2) – das Relegations-Rückspiel der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.


Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel:
„Ich bin einfach nur froh und glücklich, dass wir es geschafft haben nach so einer Saison. Wir waren so oft schon tot und nach dem Hinspiel auch nochmal tot. Irgendwie wäre es auch nicht normal gewesen, wenn wir heute einfach das Spiel runtergespielt hätten, was definitiv auch gut möglich gewesen wäre. Wir hatten in der zweiten Halbzeit viele Chancen... Aber weißt du was: Scheiß egal! Wir sind in der Liga. Scheiß Saison, gutes Ende und alles andere besprechen wir jetzt.“
... zum Fazit der Saison: „Ich bin schon oft in Vergnügungsparks gewesen. Für mich war das eher Free Fall und nicht Achterbahn und wir haben uns da herausgekämpft. Die Mentalität war top. Wir wurden oft totgesagt, unser Charakter wurde in Frage gestellt. Das können wir alles ad acta legen. Aber fußballerisch war das nicht gut. Wir haben zu wenig Punkte geholt. Wir dürfen nie in diese Situation geraten mit diesem Kader. Das ist auch meine Verantwortung und dementsprechend besprechen wir das die nächsten Tage.“
... zum Rückspiel (vor dem Spiel): „Es wird wichtig sein, dass wir uns dynamischer bewegen, nicht zu lange den Ball halten und deutlich mehr Geschwindigkeit in unser Spiel bringen, um Heidenheim deutlich mehr Lösungen abzufordern.“
... zur Frage, warum Niclas Füllkrug nicht in der Startelf steht (vor dem Spiel): „Es gab für dieses Spiel zwei Überlegungen: Die taktische und die strategische. Wir haben heute nur einen sehr begrenzten Slot, in dem er spielen kann. Wir dürfen nicht vergessen, von wo er kommt, aus welcher Verletzung. Wir müssen Acht geben, dass er die Zeit, die er auf dem Platz steht auch Vollgas geben kann.“

Davy Klaassen (Kapitän SV Werder Bremen) zum Spiel: „Es war ein harter Kampf. Nicht nur heute, sondern die ganze Saison war ein harter Kampf. Da hat man heute die Erleichterung gesehen am Ende. Es war für den Körper und für den Kopf eine schwierige Saison für alle.“

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim 1846) ...

... zur Frage, wie groß die Enttäuschung nach so einer Saison ist:
„Was für eine bescheuerte Frage, wie groß soll die Enttäuschung sein? Wir haben eine große Chance gehabt, wir haben von der Lebenschance gesprochen. Dass wir mega enttäuscht sind, vor allem wie es dann zustande gekommen ist insgesamt, das war extrem schwer für uns. Das ist bitter. Wir waren so heimstark in dieser Saison. Eigentlich muss es nach der Halbzeit 1:1 stehen. Wir haben zwei hundertprozentige Chancen, nutzen die nicht. Eigentlich habe ich beim 1:1 gedacht, dass wir zurück sind und das Spiel drehen können, aber dann fällt das 1:2 und dann waren wir raus.“
... zum verpassten Aufstieg:„Wir haben uns in diese Relegation erarbeitet, haben uns das verdient und am Ende nicht geschafft. Dass da natürlich eine Leere da ist, ist klar. Ich habe auch der Mannschaft gesagt, dass man in so einem Moment nicht weiß, was man sagen soll. Aber es geht weiter. Auch, wenn es in dem Moment brutal schwer ist für uns, weil wir dran geglaubt haben, das Spiel heute für uns zu entscheiden.“
... zur Frage, ob Schmidt und sein Team Bremen wieder überraschen wollen (vor dem Spiel): „Es geht heute darum, dass jeder das Selbstvertrauen, wie wir spielen wollen, total verinnerlicht und umsetzt. Darum geht es und nicht darum, jemanden zu überraschen.“
... zur Herangehensweise beim Heimspiel (vor dem Spiel): „Gerade hier in der Arena haben wir viele Spiele gewonnen und wir beschäftigen uns damit, was wir gut machen können und werden versuchen, das umzusetzen.“

Marc Schnatterer (Kapitän 1. FC Heidenheim 1846) zum verpassten Aufstieg: „Es ist schwierig, jetzt die richtigen Worte zu finden. Es ist natürlich ungünstig, wenn du nach zwei, drei Minuten den Gegentreffer bekommst und weißt, dass du zwei schießen musst. Aber wir haben uns im Vorfeld darauf vorbereitet, zwei Tore schießen zu müssen. Bremen hat es im Endeffekt besser gemacht. Wir hatten eine Viertelstunde in der ersten Halbzeit, aber haben uns dann reingebissen. Wir haben uns nie aufgegeben. Es ist schwierig zu sagen, woran es gelegen hat. Die Moral war da, die Leidenschaft war da. Wir sind zweimal wieder zurückgekommen, auch wenn es kurz vor Schluss war. Das Größte ist, dass wir kein Spiel verloren haben und es trotzdem nicht geschafft haben. Das ist brutal. Das war die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Auch, wenn ich das gerade nicht so zeigen kann, es tut weh.“

Holger Sanwald (Vorstandsvorsitzender 1. FC Heidenheim 1846) ...

... zur Klub-Philosophie
(in der Halbzeitpause): „Wir waren nie zufrieden und haben uns nach Niederlagen immer noch mehr zusammengerauft und weiterentwickelt und da ist Frank immer vorangegangen. Unsere Erfolge sind mit seinem Namen verbunden. Das ist unser Konzept: Ein ehrgeiziger Trainer, der immer weiter möchte und dem wir den Rücken stärken, wenn es mal eng wird und zu dem wir stehen. Wie sollten wir sonst mit den großen Mannschaften mithalten? Wir sind nun mal eine kleine Mittelstadt, die zusammenhalten muss.“
... zum Spiel (in der Halbzeitpause): „Wir sind sehr unglücklich in Rückstand geraten. Kein Vorwurf an Theuerkauf, so etwas kann passieren. Er hat schon so viel geleistet. Jetzt laufen wir dem 0:1 hinterher. Wir arbeiten uns hier Schritt für Schritt rein in die Begegnung, ohne wirklich eine Torchance zu haben, da muss man ehrlich sein. Ich hoffe, dass unsere Jungs jetzt das Herz in die Hand nehmen in der zweiten Halbzeit.“
... zum Eigentor von Norman Theuerkauf (in der Halbzeitpause): „Theuerkauf ist ein sehr erfahrener Spieler, der genügend Erfahrung hat, sowas abzustreifen. Ich finde, er war nachher auch gut im Spiel drin.

DAZN-Experte Ralph Gunesch

... zum Spiel: „Man hat es eben an Florian Kohfeldt und Frank Schmidt gesehen:
Das ist auch für die Trainer eine unheimlich harte Geschichte. Für Werder ist es nochmal gut gegangen, nach einem Jahr harter Arbeit. Heidenheim hat sich mit viel harter Arbeit diese Situation erarbeitet und ist dann letztendlich in der Relegation gescheitert. Das ist auch für Trainer, sportlich Verantwortliche, schwer zu verarbeiten.“
... zum Bremer Klassenerhalt: „Wenn man in die Gesichter der Verantwortlichen bei Werder geguckt hat, das war einfach nur Erleichterung. Das war nicht diese freudige Ektase, sondern einfach nur ein Durchatmen, weil ein Jahr mit so vielen Rückschlägen und sportlichen Tälern, hat dann doch noch ein positives Ende gefunden. “
... zu Heidenheim: „Du kannst ihnen nicht viele Vorwürfe machen. Aber es hat heute nicht gereicht und dann ist all die harte Arbeit erst einmal ohne Ergebnis. Trotzdem können sie auf die gesamte Saison stolz sein. Aber wenn du so kurz davorstehst, willst du auch noch diesen letzten Schritt gehen.“


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