Unterföhring, 07. Juli 2020 - Sky-Experte Lothar Matthäus hat einen möglichen Transfer von Leverkusens Kai Havertz zu Fußball-Rekordmeister Bayern München noch nicht abgeschrieben. "Wenn Thiago und David Alaba den Klub in den nächsten Wochen verlassen sollten, würden die Bayern hohe Ablösesummen bekommen und sich die Gehälter der beiden sparen. Dann könnte es vielleicht doch für den Erwerb des Mega-Talents reichen", schrieb Matthäus in seiner Kolumne "So sehe ich das" auf skysport.de.

Dass Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge zuletzt erklärt hatte, dass sich ein Kauf von Havertz in diesem Sommer finanziell nicht umsetzen ließe, hält der Rekordnationalspieler allerdings nicht für ein "Taktieren oder Pokern". "Die Bayern sind und waren immer ein Verein, der intelligent mit Blick in die Zukunft investiert und niemand der sich etwas kauft, was er sich nicht leisten kann", sagte Matthäus: "Da Rummenigge ein gutes Verhältnis mit Leverkusens Rudi Völler hat, weiß er ganz genau, was das für ein finanzielles Paket wäre - und das geht nach dem Sané-Transfer eben jetzt nicht."

Sollte der Double-Sieger auf einen Wechsel Havertz' im nächsten Sommer hoffen, könnte er aus Sicht von Matthäus möglicherweise zu spät kommen. "Wenn ein noch größerer Klub als Leverkusen das Geld auf den Tisch legt, dass sich Völler und die Leverkusener für Havertz wünschen, dann steht ein Wechsel in diesem Sommer für mich fest, denn der Junge möchte verständlicherweise den nächsten Schritt machen", sagte der 59-Jährige.


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