Unterföhring, 11. August 2020 Laut Sky Experte Ralf Schumacher hat sich Sebastian Vettel bei Ferrari in eine Sackgasse manövriert. "Wenn man ein schwieriges Jahr hatte, versucht man immer, das Auto für seine Bedürfnisse umzubauen. Aber wenn es wie im Fall von Ferrari nicht klappt, kommt man in eine Sackgasse. Und in der ist Sebastian gerade", schrieb der der frühere Formel-1-Pilot in seiner Kolumne bei skysport.de

Der viermalige Weltmeister Vettel habe zwar seit Jahren einen unveränderten Fahrstil aber jetzt sei es "die Frage, ob er bereit ist, diese Herangehensweise zu ändern und sich auf etwas Neues einzulassen. Oder ob er auf seinem Standpunkt bleibt, dass sich das Auto an ihn anpassen muss und nicht andersherum", so Schumacher weiter.

Vettel tue sich mit seinen öffentlichen Kritik am Team jedoch keinen Gefallen, denn das sei keine Motivation für das Team "ihn besser zu unterstützen und Dinge zu ändern", so der 45-Jährige. "Wenn der eine Fahrer das Beste aus einem Auto rausholt, der andere dagegen nicht und dazu noch das Team öffentlich kritisiert, dann fällt das Team natürlich in einen Modus, in dem man sich auf den Fahrer konzentriert, der mehr aus dem Wagen macht und entwickelt diesen dann nach seinen Wünschen" ergänzte der sechsmalige Grand-Prix-Gewinner.

Schumacher befürchtet, dass eine "höhere Eskalationsstufe im Zoff" zwischen Vettel und Ferrari erreicht sei und dies dazu führen könnte, "dass das Team Vettel aus dem Cockpit nimmt und ihm empfiehlt, aufzuhören".


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