• Flick-Extralob für Müller: "Einfach hervorragend"
  • Neuer fühlt mit ter Stegen "Tut mir ein bisschen leid für Marc, dass er so viele Tore kassiert hat"
  • Kimmich dankt Davies nach Super-Solo: "Habe mich fast geschämt, wie ich mich nach dem Tor gefreut habe"
  • Sky Experte Matthäus kritisiert Katalanen: "Viele Spieler sind über ihrem Zenit"

    Unterföhring, 15. August 2020 (pps)
    - Die wichtigsten Stimmen zur Freitagspartie des Champions-League-Viertelfinals in Lissabon zwischen dem FC Barcelona und dem FC Bayern München (2:8) bei Sky.

    Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...

    ... zur Leistung von Thomas Müller:
    "Thomas ist Man of the Match, das hat er sich auch verdient. Er war für uns immer wieder Signalgeber für unser Pressing. Das macht er einfach hervorragend. Aber letztendlich muss ich der ganzen Mannschaft ein großes Kompliment machen, sie hat immer wieder nachgelegt. Das ist aktuell unsere Mentalität, dafür stehen wir und ich freue mich auch, dass die Spieler, die reinkommen, nahtlos an das anknüpfen, was die Spieler zuvor gebracht haben. Ich bin sehr happy."

    ... zur Taktik gegen Barcelona: "Wir wussten, wenn wir sie unter Druck setzen, dass ein Fehler passieren kann und die wollten wir ausnutzen. Das hat optimal geklappt."

    ... zum Solo von Alphonso Davies: "Einfach schön. Er hat die Qualität. Wenn er es noch öfter macht, wäre es umso schöner. Es ist einfach schön, wenn man die Qualität auch auf den Platz bringt. Ich bin sehr zufrieden."

    ... zur Frage, ob er sich an das 7:1 gegen Brasilien erinnert gefühlt hat: "Ich bin keiner, der in der Vergangenheit lebt, sondern das Hier und Jetzt ist entscheidend. Wir freuen uns alle, dass es heute so gekommen ist und wir für die Leistung auch mit einem hohen Ergebnis belohnt wurden."

    ... zu Lionel Messi (vor dem Spiel): "Natürlich ist er ein Ausnahmespieler, er hat absolutes Weltklasse-Niveau. Ich glaube, er ist unerreichbar aktuell mit seiner Qualität, die er am Ball hat."

    ... zu seiner Entscheidung, Ivan Perisic wieder aufzustellen (vor dem Spiel): "Ivan hat gegen Chelsea sehr gut gespielt, hat ein Tor gemacht. Wir haben Qualität, die wir nachlegen können, das ist gut. Ich habe mit beiden Spielern auch gesprochen. Klar, jeder will hier spielen, aber sie wissen, dass wir nur als Team das Ganze gewinnen können."

    Hasan Salihamidzic (Sportvorstand FC Bayern München) ...

    ... zum Sieg:
    "Die Jungs haben von Anfang an Gas gegeben, haben Barcelona unter Druck gesetzt und sind richtig gut ins Spiel gekommen, auch wenn wir dann so ein blödes Gegentor bekommen haben. Es war eine wahnsinnige erste Halbzeit und gefühlt war jeder Schuss ein Treffer. Es war ein Genuss, den Jungs heute zuzusehen."

    ... zu seiner Gelben Karte: "Man geht mit im Spiel. Ich dachte eigentlich, dass es kein Foul war. Nehme ich so hin."

    Thomas Müller (Doppeltorschütze FC Bayern München) ...

    ... zum Sieg:
    "Es war sicherlich ein sehr spezieller Abend. Wie wir gespielt haben, war sicherlich unglaublich. Am schönsten ist aber eigentlich, wenn man sieht, dass die Spieler, die reinkommen, den gleichen Effekt, die gleiche Freude und die gleiche Einstellung haben."

    ... zur Frage, ob er sich an das 7:1 gegen Brasilien erinnert gefühlt hat: "Nein, nicht ganz. Gegen Brasilien hatten wir es nicht so unter Kontrolle. Natürlich kannst du den FC Barcelona nie ganz ausschalten, aber wir haben eine super erste Halbzeit hingelegt. Wir waren einfach brutal dominant."

    ... zu seiner Gefühlslage: "Ich bin glücklich, dass wir es auch in solchen Drucksituationen auf den Platz bringen. Wir können es noch gar nicht begreifen, weil wir noch einen hohen Puls haben. Wie wir zusammengespielt haben, da geht mir das Herz auf. Wir können heute mit einem Lächeln einschlafen und ab morgen bereiten wir uns wieder auf das nächste Spiel vor."

    Leon Goretzka (FC Bayern München) ...

    ... zum historischen Sieg:
    "Wir sind natürlich sehr euphorisch. Es ist etwas ganz Besonderes. So richtig klar wird es wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen. Richtig realisieren tut man es noch nicht."

    ... zur Frage, wann er gespürt hat, dass sie Barcelona zerlegen können: "Wir waren von der ersten Sekunden an total griffig in den Zweikämpfen. Es war klar, dass wir da unangenehm sein mussten. Darüber haben wir sehr gut ins Spiel gefunden. Wenn du dann früh ein Tor machst, merkst du, da geht etwas. Dann bekommst du aber das 1:1 und das hat dann wirklich gezeigt, was für eine Moral wir haben. Wir haben uns nicht beirren lassen und haben gleich weitergemacht. Das Pressing war schon brutal."

    ... zum frühen Gegentor: "Das 1:1 war schon ein kleiner Dämpfer. Am Ende sind die Tore wie im Rausch gefallen. Ich glaube, da hatte sich Barcelona schon aufgegeben."

    ... zur Frage, ob ihm Lionel Messi leid getan hat: "Nein, weh getan hat mir das nicht. Das hat schon auch ein bisschen Spaß gemacht."

    Joshua Kimmich (Torschütze FC Bayern München) ...

    ... zum Spiel:
    "Es war schon brutal. Man muss sich vor Augen führen, dass wir gegen Barcelona 8:2 gewonnen haben. Es ist schwierig zu begreifen, aber wir haben von der ersten Minute an mit einem brutalem Fokus gespielt. Wir haben extrem zielstrebig nach vorne gespielt und waren hinten sehr mutig. Am Ende war es ein unglaubliches Ergebnis."

    ... zur zweiten Halbzeit: "Wir kommen aus der Halbzeit und haben direkt wieder ein, zwei gute Möglichkeiten. Dann kriegen wir das 4:2, machen dann das Fünfte und dann war es durch. Dann hat man es auch bei Barca gemerkt, dass da nicht mehr so viel geht. Sie haben nicht mehr daran geglaubt. Was uns heute ausgezeichnet hat, was wir nicht immer in der Rückrunde hatten, war, dass wir immer auf das nächste Tor gespielt haben. Wir hatten heute eine brutale Coolness. Aber wir sind noch nicht am Ende."

    ... zum Solo von Alphonso Davies: "Unglaublich. Ich habe mich fast geschämt, wie ich mich nach dem Tor gefreut habe, weil das natürlich zu 99 Prozent sein Tor war. Am Ende musste ich ihn nur noch reindrücken. Weltklasse."

    Manuel Neuer (Kapitän und Torhüter FC Bayern München) ...

    ... zu den vielen Gegentoren für Marc-André ter Stegen:
    "Es tut mir ein bisschen leid für Marc, dass er so viele Tore kassiert hat. Für uns ist es natürlich gut, aber das wünscht man natürlich keinem Teamkollegen aus der Nationalmannschaft."

    Oliver Kahn (Vorstandsmitglied FC Bayern München) ...

    ... zu den Stärken der Mannschaft (vor dem Spiel):
    "Ich glaube, ganz wichtig ist, dass Spieler in der Mannschaft sind, wie Lewandowski oder Kimmich, die extrem hungrig auf den Titel sind. Jetzt können sie das Sahnehäubchen draufsetzen, indem sie diesen Titel auch noch gewinnen."

    ... zum FC Barcelona (vor dem Spiel): "Wenn man sich den Kader ansieht, ist das allererste Klasse, das sind alles Top-Spieler. Keiner von uns glaubt, dass diese phasenweise nicht so gute Leistung, die Barcelona während der Saison gezeigt hat, ein Maßstab für heute sein kann."

    ... zum Vergleich von Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen (vor dem Spiel): "Zwei absolute Top-Torhüter. Das ist etwas, was wir traditionell in Deutschland kennen, dass wir sehr gute Torhüter haben. Ich kenne das auch aus der Vergangenheit. Nur ich habe das auf dem Platz nie als Duell empfunden, weil Fußball ja Mannschaftssport ist. Natürlich stehen sich die beiden Nationalmannschaftstorhüter gegenüber, aber beide sind abhängig von dem, was ihre eigenen Mannschaften bringen. Deswegen finde ich es schwierig, von einem direkten Duell der Torhüter zu reden."

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig, zugeschaltet vor dem Spiel) ...

    ... zur Frage, wie viele Nachrichten er nach dem Sieg gegen Atletico Madrid bekommen hat:
    "Es waren sehr viele. Ich habe alle beantwortet, nicht immer ausführlich, aber zumindest immer Danke geschrieben. Die Freude war natürlich auch in meinem Umfeld riesengroß."

    ... zur Frage, ob das Erreichen des Halbfinals sein bisheriges Meisterstück war: "Ja, von der Mannschaft würde ich sagen. Es ist ein Mannschaftssport, wir sind im Kollektiv angetreten. Ich bin nicht alleine, wir haben ein großes Trainerteam und eine sehr gute Mannschaft, die Dinge umsetzen muss, die gestern auch völlig losgelöst vom Matchplan psychisch total stabil war gegen eine Mannschaft, die gerade auf dieser psychischen Ebene eine der besten der Welt ist. Da muss man sich behaupten, das kann man nicht wirklich trainieren, da muss die Mannschaft bereit für sein und das waren sie. Deswegen war es vom Klub ein sehr guter Schritt."

    ... zur Auseinandersetzung mit Diego Simeone: "Ich will das nicht großartig breittreten, weil am Ende bin ich der Leidtragende, weil ich dann vielleicht öffentlich etwas erzähle, was auf den Fußballplatz gehört. Grundsätzlich habe ich für mich gewisse Sitten definiert, die auf dem Feld passieren und ich habe etwas definiert für mich, wie ich im Kabinentunnel sein möchte. Ich habe die letzten Jahre viel Champions League am Fernseher geguckt, viel Simeone geguckt und dann trifft man ihn das erste Mal und freut sich auf die Begegnung. Ich bin immer noch in einem Alter, wo ich viel lernen kann und lernen muss. Und alleine die Begegnung, ihm mal in die Augen zu schauen, ist interessant und man kann da etwas übernehmen. Vor dem Spiel habe ich ihn nicht gesehen, dann wollte ich ihn in der Pause begrüßen und da hat er mich nicht stehen lassen, wie ein kleiner Schulbub, damit würde ich klarkommen. Das wäre nicht so schlimm für mich. Sondern es sind ein paar andere Dinge pass iert, die mich ein bisschen traurig gemacht haben. Deswegen war ich etwas enttäuscht nach dem Spiel über diese Sache, deswegen habe ich es auch kurz angedeutet. Die erste Begegnung mit ihm war auf jeden Fall nicht so, wie ich es mir erhofft hatte."

    ... zur Frage, ob Simeone ihn beleidigt hat: "Nein, er hat mich nicht beleidigt, aber er hat andere Dinge gemacht."

    Sky Studiogast Roy Makaay (ehemaliger Spieler FC Bayern München) ...

    ... zum Solo von Alphonso Davies:
    "Es war ein Beispiel, wie Semedo heute gespielt hat, denn der lässt sich ziemlich einfach austanzen, und es war ein Beispiel, wie sich Davies in dieser Saison entwickelt hat. Er wird jedes Spiel besser."

    ... zum Vergleich von Robert Lewandowski und Lionel Messi (vor dem Spiel): "Lewandowski hätte in diesem Jahr den Ballon d'Or verdient, aber leider wird er nicht vergeben. Für mich bleibt trotzdem Messi der allerbeste Spieler."

    ... zum Vergleich von Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen (vor dem Spiel): "Ich denke, Jogi Löw ist sehr glücklich, dass er zwei so überragende Torhüter hat, aber für mich ist Neuer immer noch besser als ter Stegen. Ter Stegen ist ein überragender Torhüter, aber ab und zu geht er ein bisschen zu viel Risiko. Neuer ist da ein bisschen erfahrener und deswegen ist er für mich immer noch der beste deutsche Torhüter und einer der besten der Welt."

    Sky Experte Lothar Matthäus ...

    ... zum Spiel:
    "Ich habe Bayern als Favoriten eingeschätzt, aber natürlich nicht in dieser Höhe. Es hätte wohl keiner gedacht, dass sie heute acht Tore schießen. Aber sie waren verdient und diese sechs Tore waren auch der verdiente Klassenunterschied. Bayern war sensationell und Barcelona nicht mehr zeitgemäß, viele Spieler sind über ihrem Zenit. Ich glaube, dass in der nächsten Saison nicht nur ein neuer Trainer da ist bei Barcelona, sondern auch viele neue Spieler. Es tut mir leid und es tut weh, wenn du eine Mannschaft, wie Barcelona, die uns über Jahre begeistert hat, so siehst wie heute."

    ... zu Bayern Münchens Titelchancen: "Wenn man Bayern sieht, wie sie jetzt aufgetreten sind, gibt es für mich gar keine andere Mannschaft, die den Titel gewinnen kann. Obwohl Manchester City ist der größte Stolperstein. Im Endspiel glaube ich, wird es dann einfacher für die Mannschaft, die dort weiterkommt."

    ... zur Wichtigkeit von Thomas Müller (vor dem Spiel): "Er vereint alles. Er ist ein Bayer, er ist ein Spaßvogel, kann aber auch ernst sein, wenn es mal nicht so läuft. Er ist dort, weil man ihn braucht - nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb. Wenn er etwas sagt, hören alle Spieler zu. Er ist nicht wegzudenken und ein absoluter Führungsspieler."

    ... zum Vergleich von Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen (vor dem Spiel): "Ter Stegen hat nur ein Problem: Es gibt noch Manuel Neuer und deswegen spielt er auch nicht in der deutschen Nationalmannschaft. Manuel lässt sich nichts zu Schulden kommen, er zeigt Weltklasse-Leistungen, strahlt enorme Ruhe aus, gibt seiner Abwehr Sicherheit. Die beiden spielen ein bisschen unterschiedlich, ter Stegen mit mehr Risiko und Neuer haut den Ball auch mal in die Tribüne, wenn es sein muss. Ich denke schon, dass man richtig liegt, wenn man Manuel noch ein bisschen höher einstuft als Marc."

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