• Bayerns Müller findet deutliche Worte: „Das ist nicht unser Anspruch“
• Hertha-Torwart Schwolow „fassungslos“ über späte Niederlage
• Augsburgs Cheftrainer Herrlich auf dem Weg der Besserung: „Er ist in guten Händen“
• Sky Experte Schmidt kritisiert wacklige Münchner: „So kann man nicht verteidigen“

Unterföhring, 04. Oktober 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 3. Spieltages der Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg vs. FC Augsburg (0:0) sowie FC Bayern München vs. Hertha BSC (4:3) bei Sky.

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) …
… zum Spiel:
„Man muss die gesamtumstände miteinbeziehen. Wir hatten nur zwei Wochen Pause, eine kurze Vorbereitung, das ist nicht ganz einfach für die Spieler. Es ist nicht jeder bei 100 Prozent, deshalb kommen solche Spiele und auch Ergebnisse zustande. Wir wissen auch, dass wir in der Defensive besser arbeiten können, den Gegner unter Druck setzen, wie wir das wollen. Da fehlen im Moment ein paar Prozent. Und 90 oder 95 Prozent reichen gegen eine Mannschaft wie Hertha BSC nicht. Aber was mich freut, und da sind wir bei 100 Prozent, ist die Mentalität, der Siegeswille, der da ist. Das ist das, was wir in den vergangenen zehn Monaten gezeigt haben. Nach der Länderspielpause geht es darum, wieder den schönen Fußball zu spielen, den wir alle wollen, da müssen wir noch ein Stück weit daran arbeiten.“
… zur Müdigkeit: „Auch wenn du müde und nicht bei 100 Prozent bist, kannst du Leistung bringen. Robert Lewandowski ist auch nicht bei 100 Prozent und macht vier Tore. Kompliment an die Mannschaft, aber nur für die Mentalität. Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, ist nicht Bayern-like.“
… zu Robert Lewandowski: „Wir wissen alle, dass Robert ein absoluter Torjäger ist und in jedem Spiel Tore erzielen will. Mir ist wichtig, dass er die anderen Elemente im Teamsport einbringt, die wichtig sind: Auflegen, gegen den Ball zu arbeiten. Da macht er mit, deshalb bin ich mit ihm voll zufrieden.“
… zu den Gründen für die Aufstellung von Chris Richards (vor dem Spiel): „Belastungssteuerung. Benjamin Pavard hat eine Verletzung gehabt, er ist sehr schnell wieder bei uns in Lissabon gewesen, man merkt ihm schon an, dass er jetzt am Limit ist. Es ist wichtig, dass man solche Spieler vor sich selbst schützt. Er ist einer, der immer spielen möchte, immer spielen kann in seiner eigenen Wahrnehmung. Wir müssen da die Verantwortung übernehmen und ihn rausnehmen, wenn es notwendig ist.“
… zur Frage, ob noch ein weiterer Rechtsverteidiger gesucht wird (vor dem Spiel): „Wir haben ein Konzept, eine Philosophie, die wir in den knapp 24 Stunden verfolgen. Ich bin happy, wenn das rum ist.“
… zu Javi Martinez (vor dem Spiel): „Er ist bei uns heute im Kader, daher gehe ich davon aus, dass er auch nach der Länderspielpause bei uns im Kader ist.“

Thomas Müller (FC Bayern München) …
… zum Spiel:
„Wir sind natürlich froh, dass wir die ganz wichtigen drei Punkte hier behalten haben. Jeder Außenstehende hat sich vermutlich geärgert, dass wir doch noch das 4:3 gemacht haben, aber für uns war es enorm wichtig, um jetzt einfach dranzubleiben, in dieser Periode, die sicher anstrengend war. Wir hatten zwei Finals zu spielen, jetzt das dritte Ligaspiel. Es war ganz wichtig, dass wir gewinnen. Wir können natürlich nicht zufrieden sein, wie wir aktuell unser eigenes Tor verteidigen. Das geht die ganze Mannschaft etwas an, das hat auch nicht immer etwas mit taktischen Positionen zu tun. Sobald wir in Führung sind oder nicht hinten sind, haben wir das Gefühl, das läuft schon irgendwie. Jetzt kann man sagen, es hat ja trotzdem gepasst, also hat sich der Eindruck toll bestätigt, also kann man so weitermachen. Aber wie viele Gegentore wir in den letzten Spielen gefangen haben, das ist nicht unser Anspruch. Es geht darum, die Mentalität, die wir zeigen, um das Spiel umzudrehen, um Sevilla in der Verlängerung zu schlagen, um Dortmund noch zu schlagen, obwohl wir wieder das 2:2 bekommen haben, die haben wir. Aber die Mentalität, nach einer 2:0-Führung weiter dranzubleiben, was uns mal ausgezeichnet hat, gerade nach der Coronapause in der letzten Spielzeit, da müssen wir wieder hin, dass wir uns wieder quälen, wenn das Ergebnis für uns steht.“
… zur Müdigkeit: „Müde vielleicht, aber nicht die Beine. Das dürfen wir nicht vergessen. Wir haben einen Fitnesstest gemacht direkt nach Wiederbeginn. Ich glaube zu wissen, dass der überragend war. Es ist der Kopf. Natürlich, wenn du fünf Titel eingesackt hast, dann ist der Schritt zu diesem Stehenbleiben, wenn man in Führung ist, nah, das ist irgendwo logisch und vielleicht auch verständlich. Aber wir sind nicht auf dem Platz, um verständliche Dinge zu tun, sondern Dinge, die der FC Bayern tut und die nur der FC Bayern tut. Und für die wir bewundert werden und für die wir bewundert wurden. Da müssen wir wieder hinkommen, da nehme ich mich gar nicht aus. Wir haben auch viele Dinge gut gemacht heute, aber so ein wildes Ding hinten raus…“
… zu seinem Abseitstor: „Beim eigenen Tor stehe ich leider im Abseits, ich weiß bis heute nicht, wie. Das darf mir nicht passieren, dass ich da vor dem Ball stehe.“

Leon Goretzka (FC Bayern München) …
… zum Spiel:
„Dafür wurde das Wort Arbeitssieg erfunden.“
… zum Verhalten nach Führung: „Es hat viele verschiedene Gründe, die im Detail liegen. Es ist einfach so, dass man in der aktuellen Situation und nach den Erfolgen, die man gefeiert hat, den Fuß zu früh vom Gaspedal nimmt. Wir haben uns vor dem Spiel in der Analyse nochmal Spielszenen angeguckt aus der Zeit vor dem Lockdown, als wir wie die Wahnsinnigen über den Platz gesprintet sind. Und das ist aktuell nicht der Fall, das muss man ganz klar sagen. Jetzt fahren wir zur Nationalmannschaft, gucken uns mal ein paar andere Gesichter an als die unseren und dann werden wir mit frischen Gedanken wieder zurückkommen und dann kriegen wir diese Lockerheit wieder auf den Platz.“
… zur Müdigkeit: „Es wurde schon zigmal diskutiert. Wir müssen es annehmen. Müdigkeit fängt immer im Kopf an. Wir sind Leistungssportler und dafür auch gemacht, das abzurufen. Aber natürlich ist die Belastung extrem hoch, keine Frage.“
… zu Robert Lewandowski: „Ich habe ihm vor dem Spiel schon gesagt, er muss mal anfangen zu zünden, wenn man sich ansieht, was die andere Jungs da vorne machen, die sich da rumtummeln. Da hat er sich wohl angesprochen gefühlt und mir gleich gezeigt, was Lewandowski kann.“

Alexander Schwolow (Torhüter Hertha BSC) …
… zu den Gedanken nach dem Spiel:
„Fassungslosigkeit, nachdem wir dreimal überragend zurückgekommen sind, wie wir es aus der Hand geben. Klar kann man sagen typisch Bayern, aber wir stellen uns dämlich an.“
… zur Elfmeter-Situation: „Wir müssen die Flanke verhindern und dann im Strafraum sind wir nicht da. Wenn wir das Foul nicht machen, macht er das Tor.“
… zur Berliner Leistung: „Ich muss der Mannschaft ein totales Kompliment aussprechen. Wir sind zurückgekommen, haben uns nicht aufgegeben. Du kassierst nach der Halbzeit direkt das 0:2 und denkst es ist vorbei. Aber wir haben eine super Moral bewiesen, das 2:2 gemacht und auch insgesamt ein top Spiel gemacht. Klar, in der einen oder anderen Situation, wenn die Spieler der Bayern im Strafraum sind, die sind so torgeil, da alle aufzunehmen, ist unheimlich schwierig. Das müssen wir besser hinkriegen, dann sieht es gut für uns aus.“
… zum verpassten Punktgewinn: „Heute hätten wir auf jeden Fall einen Punkt mitnehmen können. Wenn wir alles richtig machen, hätten wir auch gewinnen können. Das ist das Ärgerliche, dass Bayern keinen top Tag hatte und wir es trotzdem nicht ausnutzen konnten.“

Niklas Stark (Hertha BSC) …
… zum Spiel:
„Unsere Chance war da, nicht nur eine. Dass wir drei Tore machen konnten, zeigt, dass heute etwas drin war. Am Schluss haben wir nicht die Entschlossenheit gezeigt, dass wir alle hinten das Ding rausreißen, egal mit was. Deshalb haben wir heute nichts mitnehmen können.“
… zur Elfmetersituation: „Es ist halt schwer, hinten zu verteidigen, wenn Flanken links und rechts reinfliegen. Es ist ein Mannschaftssport und wir müssen im Kollektiv besser sein.“
… zur gestiegenen Erwartungshaltung in Berlin: „Das spürt man auf jeden Fall, alleine wegen der Ablösesummen, die reinflattern. Natürlich braucht das Ganze Zeit, im Fußball ist es leider so, es geht nicht von heute auf morgen. Wir arbeiten stets dran, natürlich ist das Ziel, nach vorne zu schauen. Der erste Schritt ist, Punkte aus München mitzunehmen. Es braucht Zeit, die müssen wir uns auch nehmen. Wir dürfen nicht euphorisch in die Saison gehen, wir müssen uns stetig verbessern und das heute zum Anlass nehmen, besser zu werden.“

Michael Preetz (Geschäftsführer Sport Hertha BSC) …
… zum letzten Tag der Transferperiode:
„Ich gehe schon davon aus, dass wir nochmal am letzten Tag der Transferperiode in beide Richtungen agieren werden. Es ist eine außergewöhnliche Transferperiode, die morgen zu Ende geht, die ganz im Zeichen der Pandemie steht, das darf man nicht vergessen. Die Situation ist weltweit weiter so, dass keiner überblicken kann, wann das ein Ende finden wird. Die Sorgfaltspflicht ist einfach da in Zeiten, in denen enorme Umsatzeinbußen zu verzeichnen sind. Das macht diesen Markt zusätzlich kompliziert in diesem Sommer. Er war außergewöhnlich lange offen, wir sind alle froh, dass dann geschlossen ist.“
… zu einem möglichen Abgang von Karim Rekik: „Nein, das kann ich heute nicht bestätigen. Ich kann bestätigen, dass es ein Angebot von Sevilla gibt, aber der Spieler weiß, dass es nur zu einem Transfer kommt, wenn wir Ersatz finden.“
… zur Frage, ob die Verhandlungen für Hertha aufgrund des Investors derzeit komplizierter sind: „Das ist die gesamte Transferperiode schon so gegangen. Wir werden machen, was wir am Ende für verantwortbar halten, alle anderen Dinge werden wir nicht machen. Diese kolportierten summen von 25 bis 30 Millionen wird Hertha BSC nicht machen.“
… zu einer möglichen Verpflichtung von Marko Grujic: „Dass wir Kontakt mit Marko haben ist klar. Er war zwei Jahre bei uns, er hat eine Situation in Liverpool, die der abgebende Verein gerne klären möchte. Es wird auch hier eine Frage der Modalitäten sein.“
… zu Mario Götze: „Ich habe ich diese Woche schon etwas dazu gesagt. Spekulationen mit welchen Namen auch immer werden am morgigen Abend aufhören.“

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC, vor dem Spiel) …
… zum Fehlen von Jordan Torunarigha:
„Er hat leider im letzten Spiel einen Syndesmoseanriss erlitten. Wir haben gehofft, dass wir es hinbekommen, wir haben es die ganze Woche probiert. Es war ein Stück Hoffnung da, aber es hat leider nicht funktioniert. Man sieht, wir haben einen sehr kleinen und engen Kader, es sind viele Junge auf der Bank, aber das ist so.“
… zum Kader und Transfers: „Wir haben viel vorgehabt, der Transfermarkt ist nicht aufgegangen, überhaupt nicht. Die Preise sind mehr als verrückt, wir sind an ganz vielen Dingen gescheitert, Ablöse, Gehälter. Wir konnten die Dinge einfach nicht umsetzen, wie wir wollten. Ich habe mich mit den Verantwortlichen von Bayern unterhalten, selbst denen geht es so. Die Situation ist nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Das bringt uns jetzt nichts, wir müssen durch.“
… zu einem angeblichen Treffen mit Mario Götze: „Es ist schon belustigend in den letzten drei Monaten, mit wem wir alles zusammengesessen haben, was wir alles gemacht haben, wer uns angedichtet wurde. Fakt ist, wer ist da, Sie sehen ja, das ist nicht viel mehr als letzte Saison. Über Spieler, die nicht bei uns sind, reden wir auch nicht. Wenn wir über jeden reden würden, mit dem wir uns unterhalten würden oder der uns angedichtet wird, könnten wir unseren Job nicht mehr machen.“
… zu einem möglichen Interesse an einer Götze-Verpflichtung: „Ich habe immer gesagt, das ist ein sehr guter Spieler gewesen. Die Frage ist, passt das zu unserer Situation, sind wir stark genug, um so einen Spieler aufzufangen? Ich kann es nicht sagen. Wir haben viele Sachen probiert, die nicht funktioniert haben, jetzt müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und die Mannschaft, die wir haben.“

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...
… zum Spiel:
„Oftmals der letzte Ball ist nicht gekommen, dann kommen wir zum Abschluss in aussichtsreicher Position, dann hält der Torhüter, dann geht er knapp vorbei. Dieses Quäntchen müssen wir uns jetzt wieder Spiel für Spiel zurückholen, diese Selbstverständlichkeit. Aber mit dem Auftritt bin ich sehr zufrieden.“
… zur Umstellung des Systems (vor dem Spiel): „Renato Steffen fällt aus, Joao Victor ist verletzt und fällt aus. Auch Felix Klaus ist nicht dabei, er hatte Kreislaufprobleme. Da haben wir auf den Außenpositionen nicht mehr die große Auswahl, deshalb haben wir uns für ein 4-3-3 entschieden. Auch, um nochmal ein bisschen Kopfballstärke reinzubekommen, weil wir wissen, dass Augsburg stark bei Standardsituationen ist.“

Koen Casteels (Torhüter VfL Wolfsburg): „Man darf nicht zufrieden sein mit drei Unentschieden, aber die Art und Weise gegen Leverkusen war völlig in Ordnung. Auch heute kann uns keiner was vorwerfen, wir müssen nur die Dinger reinmachen.“

Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg) ...
... zum Spiel:
„Wir haben uns vorgenommen, die drei Punkte in Wolfsburg zu behalten. Das Europa-League-Aus mussten wir erstmal verdauen, es war unser großes Ziel in diesem Jahr, international zu spielen, das haben wir nicht geschafft. Daher war ich mit der Reaktion der Mannschaft, wie sie hier aufgetreten ist, mit der Bereitschaft, dem Willen, das Spiel zu entscheiden, absolut einverstanden. Ich glaube, wir hatten auch deutlich mehr Möglichkeiten als Augsburg, haben sie aber nicht genutzt.“
... zur Unruhe durch das Europa-League-Aus und den Coronafall von Renato Steffen: „Das sind zwei Dinge, die mittlerweile zum Sport dazugehören. Dass man Niederlagen wie diese einfach hat, aber wichtig ist, wenn man am Boden liegt, dass man wieder aufsteht. Das hat die Mannschaft heute gezeigt, dass sie bereit dazu ist, dass sie mit solchen Rückschlägen umgehen kann. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Bundesliga und den Pokal, auch wenn es bitter ist, keine Frage. Aber wir haben die Qualität im Kader, nächste Saison wieder europäisch zu spielen.“
... zu Berichten über ein mögliches Interesse an Milot Rashica: „Auf Medienberichte gehe ich weniger ein, und wenn unser Geschäftsführer Jörg Schmadtke schon gesagt hat, dass unsere Transferaktivitäten beendet sind, dann ist es auch so.“

Jörg Schmadtke (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg, vor dem Spiel) ...
... zur Nichtaufstellung von Neuzugang Ridle Baku:
„Man muss festhalten, Ridle ist zwei Tage bei uns. Wir haben einmal Ball über die Schnur und ein mannschaftsähnliches Training gemacht. Daher ist es durchaus nachvollziehbar. Man hätte auch eine andere Entscheidung treffen können, der Trainer hat sich so entschieden, alles gut.“
… zu Maximilian Philipp: „Er ist ein guter Spieler, der unsere Offensive verstärken kann, der mit seiner Art, Fußball zu spielen, zu unserem Kader passt und mithilft, den zu verbessern. Der Nebeneffekt ist, dass er es mit dem ICE nicht so weit nach Berlin hat.“
… zur Frage, ob Wout Weghorst definitiv beim VfL bleibt: „Ja. Die Sicherheit habe ich daher, weil ich einen Abgang unterschreiben müsste. Und ich unterschreibe nichts mehr.“
… zu den finanziellen Folgen des Scheiterns in der Europa-League-Qualifikation: „Für die aktuellen Transfers hat es keine Auswirkungen, aber für das Gesamtergebnis hat es Auswirkungen, weil wir schon einen zweistelligen Millionenbetrag weniger einnehmen können. Umso ärgerlicher ist es, dass es uns nicht gelungen ist, dieses Endspiel für uns zu gestalten, sondern in allerletzter Sekunde auch den K.o.-Schlag hinnehmen mussten. Das ist sowohl fürs Renommee schlecht als auch für die Wirtschaftlichkeit. Aber für die aktuelle Transferphase hat es keine Auswirkungen.“
… zum positiven Coronafall von Renato Steffen und der Befürchtung, dass sich das Virus im Team ausbreitet: „Ich habe keine Befürchtungen, weil ich weiß, dass wir insgesamt versuchen, die Blase möglichst aufrechtzuerhalten und stabil zu sein. Nichtsdestotrotz zeigt der Fall Renato Steffen, dass immer was passieren kann. Wir treffen alle Vorsichtsmaßnahmen wie es geht, sind aber nicht davor gefeit, dass wir einen COVID-Fall haben. Vor allem nicht, wenn du dich in Reisebedingungen begibst. Da wird es komplizierter, weil du nicht mehr alles unter Kontrolle hast. Dennoch versuchen wir alles, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.“
… zur Frage, ob eine Absage des Spiels zur Diskussion stand: „Nein, überhaupt nicht. Wir haben einen ganz engen Austausch mit dem Gesundheitsamt hier. Die tragen auch das Konzept mit. Es stand nie zur Debatte, dass das Spiel nicht stattfinden würde.“

Iraklis Metaxas (Co-Trainer FC Augsburg) ...
... zur Meinung von Cheftrainer Heiko Herrlich zum Spiel:
„Er ist zufrieden. Er hat es ähnlich gesehen, er hatte auch die ähnlichen Ideen im Kopf mit den Wechseln, von daher passt das und zeigt, dass wir als Gruppe harmonieren. Er hat gratuliert, ich habe gesagt, wir müssen ihm ja auch ein bisschen Luft geben, zwei Punkte nach oben, wenn er zurückkommt.“
… zum Gesundheitszustand von Herrlich (vor dem Spiel): „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Wir sind froh, dass er jetzt in guten Händen ist und bald wieder bei uns ist.“
… zur Aufstellung (vor dem Spiel): „Die Jungs haben es gut gemacht. Wir haben keinen Grund gesehen, zu wechseln, weil einfach die Leistung okay war und wir hoffen, dass sie es heute nochmal auf den Platz kriegen. Wobei auch die Jungs, die reinkamen gegen Dortmund, es gut gemacht haben. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen.“

Daniel Caligiuri (FC Augsburg): „Drei Spiele, sieben Punkte für den FC Augsburg, das hätte vermutlich keiner gedacht. Wir freuen uns sehr, dürfen aber nicht denken, dass es automatisch läuft. Wir müssen auf dem Boden bleiben und in jedem Spiel 100 Prozent vorangehen.“

Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport FC Augsburg, vor dem Spiel) ...
... zur Situation um Heiko Herrlich:
„Ihm geht es wieder sehr gut glücklicherweise. Er hatte bei sich Erkältungssymptome gespürt und ist dann früher von sich zu Hause nach Augsburg gekommen. Er ist auch gleich vorbei bei unserem Internisten und hat vorsichtshalber einen Abstrich machen lassen, weil er nicht zur Mannschaft gehen wollte mit der Gefahr, dass er Corona-positiv ist. Er war negativ, dann ist er nach Hause gefahren und hat ein paar Medikamente bekommen für seine Erkältung. Und über Nacht hat sich da offenbar ein Luftbläschen gelöst und er hat einen Spontanpneumothorax bekommen. Er hat dann morgens relativ schlecht Luft bekommen und hat dann glücklicherweise genau das Richtige gemacht, nämlich ist direkt wieder zu unserem Doc in die Praxis. Der hat die Lunge abgehört, hat nichts hören können und dann haben sie mich gemeinsam angerufen und gesagt, der Doc will vorsichtshalber ein CT. Er ist dann erstmal in die Klinik und da wurde eben festgestellt, dass er einen Pneumothorax hat und stationär aufgenommen werden muss. Der Doc hat mich gleich beruhigt und gesagt, in dem Moment, in dem er in der Klinik ist, kann nichts mehr passieren. Und er hört sich auch wieder richtig gut an. Er hat den Kontakt gesucht zu den Co-Trainern und zu mir. Wir haben ihm gesagt, wir lassen ihn komplett in Ruhe, aber man spürt, ihm ist schon etwas langweilig in der Klinik. Wenn in der Mannschaft einer ausfällt, wird das Team das lösen. Und genau so ist es beim Trainer. Wenn ein Trainer ausfällt, hat er so viel Vertrauen in sein Trainerteam, dass sie das lösen.“
… zu den Neuzugängen: „Man muss in den Transferperioden immer schauen, wo man die Mannschaft punktuell verstärken kann. Da sind wir mit Heiko Herrlich in die Analyse der vergangenen Saison gegangen und haben unsere Schlüsse für den Kader gezogen. Bisher ist es sehr gut aufgegangen, wir hatten das große Glück, dass wir mit Strobl, Caligiuri und Gikiewicz drei erfahrene Bundesligaspieler ablösefrei verpflichten konnten. Wir haben mit Robert Gumny rechts hinten einen Spieler hinzugenommen. Und auch aus dem Nachwuchs rücken sehr interessante Spieler nach. Wir haben Tim Civeja in der Vorbereitung dabei gehabt, der einen sehr guten Eindruck gemacht hat. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch was den Nachwuchs betrifft.“
… zu den Abgängen: „Wir haben relativ viele Spieler abgegeben. Dani Baier hat seine Karriere beendet, wir haben uns von Andreas Luthe getrennt, Philipp Max ist zu nennen. Er wollte letzte Saison schon gehen, ist auf uns zugekommen und hat seinen Wechselwunsch klar hinterlegt. Und als Eindhoven gekommen ist und uns ein konkretes Angebot gemacht hat, haben wir eine Einigung gefunden.“

Sky Experte Martin Schmidt ...
… zur Frage, wovor der späte Bayern-Sieg den Klub bewahrt hat:
„Vor vielen Diskussionen, vor viel Unruhe in den zwei Wochen Länderspielpause. Es war ein unheimlich wichtiger Sieg, nicht nur für diesen Moment, sondern für die ganze Saison, dieses Spiel noch zu drehen. Lewandowski schickte auch einen Gruß an Dortmunds Haaland, der Kampf um die Torjägerkanone ist auch eröffnet.“
… zur Defensivschwäche der Bayern: „In den letzten zwei Spielen in Hoffenheim und gegen Dortmund wirst du ausgekontert, heute gibst du ein 2:0 aus der Hand und verlierst die Kontrolle. Das hätte zu Diskussionen geführt. Lewandowski funktioniert, aber so verteidigen kann man nicht.“
... zu Wolfsburg-Augsburg: „In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass Wolfsburg mehr will. Sie haben auf Sieg gespielt. Augsburg hat irgendwann gesagt wir nehmen den Punkt mit. Solider Saisonstart, 0:0, kein Tor gekriegt. Dazu ein hervorragender Torwart. Wolfsburg war dem Sieg näher, aber Augsburg hatte auch zwei Top-Chancen in der zweiten Halbzeit.“
... zu Bayerns Neuzugang Marc Roca: „Vom Typ her ist er wie Alonso, stabil, groß, gutes Passspiel, gute lange Pässe. Er ist sicher einer, der sich neben Kimmich und Goretzka gut ergänzen wird, weil die Zusammenstellung, wie sie jetzt ist hat mit Goretzka und Tolisso zwei Spieler, die in die Tiefe gehen. Von daher ist es eine Verpflichtung, die Sinn macht.“


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