• Mintzlaff mit 4:0 von RB hochzufrieden: „Lässt keine Wünsche offen“
• RB-Torschütze Orban lobt Mentalität: „Sind auch nach 4:0-Führung nicht zufrieden“
• Leipzig-Coach Nagelsmann: „Haben Bock, erfolgreich zu sein“
• Sky Experte Matthäus: „Es war ein Klassenunterschied, Schalke hat sich nicht gewehrt“

Unterföhring, 3. Oktober 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 3. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und dem FC Schalke 04 (4:0) bei Sky.

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Beeindruckende Leistung, das würde ich unterschreiben. Mit dem 4:0 bin ich sehr zufrieden. Wie wir gespielt haben und wie wir als Mannschaft aufgetreten sind und als Einheit uns präsentiert haben. Es war ein tolles Spiel und ein hochverdienter Sieg.“
... zur Leistung: „Das lässt keine Wünsche offen. Es ist auch mal schön, wenn man das Stadion verlässt und sagt: ‚Hey, das war überragend’. Das war es heute und daher freue ich mich sehr. “
... zur Form: „Wir hatten zwar nur eine kurze Vorbereitung, aber wir haben schon bei der Vorbereitung auf das Champions-League-Finalturnier in Lissabon gemerkt, dass die Mannschaft sehr konzentriert war. Das hat sie nahtlos fortgesetzt in der kurzen, aber intensiven Vorbereitung auf die Bundesliga. Das, was uns auszeichnet ist, dass es eine Mannschaft ist, die über viele Jahre zusammengewachsen ist, auch, wenn sie natürlich auch ein Stück weit ergänzt wurde. Das ist unsere Philosophie und die fahren wir in diesem Bundesligajahr, zumindest mal bis zum dritten Spieltag, recht erfolgreich.“
... zur Frage, ob der Kader breit genug, um in drei Wettbewerben stark zu sein: „Was die Anzahl an Spielern angeht, sind wir vernünftig aufgestellt. Wir haben immer gesagt, dass es schwer ist, einen Timo Werner mit 28 Toren zu ersetzen. Aber das wollen wir im Kollektiv schaffen.“
… zum Transferfenster: „Wir müssen ja gar nichts mehr tun, weil wir eine tolle Mannschaft haben. Wir sind auch gar nicht in Panik verfallen, weil wir wussten, dass wir Timo Werner natürlich irgendwann verlieren. Wir glauben, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und ambitioniertes Ziel ist sicherlich wieder, sich für die Champions League zu qualifizieren.“
… zu Nagelsmann, der Bedarf auf der rechten Außenbahn angesprochen hat: „Es gibt intensive Gespräch, die das Team um Markus Krösche mit dem Trainer führen und dann natürlich auch zu schauen, wie das Team perfekt aussehen kann, wenn das Transferfenster zu ist.“
... zu Zuschauern und Coronakrise: „Es geht natürlich auch um Geld wir sind natürlich auch betroffen. Trotz der tollen Stimmung sind nur 8500 Menschen im Stadion und COVID-19 geht auch an uns nicht spurlos vorbei. Daher müssen wir uns genau überlegen, was wir machen und ob wir das auch machen können.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
... zum Spiel:
"Wir haben heute gezeigt, dass wir Bock haben, erfolgreich zu sein. Wir haben einen guten Kader, eine gute Breite. Wenn wir gesund bleiben, dann sind wir sehr, sehr gut, das hat man heute gesehen. Natürlich wünscht man sich noch einen Spieler, der einen noch besser macht. Aber es muss alles im Rahmen bleiben."
... zu Schalke nach Trainerwechsel (vor dem Spiel): „Ich gehe erstmal von einer anderen Grundordnung aus als in den anderen Spielen. Grundsätzlich hat Manuel Baum nicht viel Zeit gehabt. Ich gehe eher davon aus, dass sie sehr tief stehen und wahrscheinlich eher auf Konter ausgelegt. Wir haben heute schon eine gute Chance ein gutes Spiel zu machen und zu gewinnen.“

Willi Orban (Torschütze RB Leipzig) ...
... zum neuen Ehrgeiz und seiner vergebenen Chance:
„Ich kann den besser treffen, der Ball war sehr gut reingebracht. Es zeigt immer mehr unsere Einstellung, auch wenn wir schon 4:0 vorne liegen, sind wir nicht zufrieden. Das ist eine wichtige Einstellung. Wir haben weiter nach vorne gespielt. Einziges Manko heute ist, dass wir ein paar Tore zu wenig geschossen haben. Wir sind weiter als letztes Jahr. Das Jahr mit Julian hat uns sehr weitergebracht. Das Jahr in der Champions League war für uns enorm wichtig. Das hat uns hungrig gemacht auf mehr. In Lissabon dabei gewesen zu sein, war eine Ehre für uns. Ganz Europa, die ganze Welt hat dahin geschaut. Wir haben eine überragende Mannschaft. Wir freuen uns.“
... zu seiner Zeit mit Verletzung: „Man muss positiv bleiben und stärker zurückkommen. Die Familie ist ganz wichtig und Geduld mitbringen. Wenn man so Abende wie heute hat, ist es umso schöner und dann lohnt sich auch die ganze Arbeit.“

Manuel Baum (Trainer FC Schalke 04) ...
... zum Spiel:
„Wir sind auf eine richtig gute Leipziger Mannschaft getroffen. Das konnte jeder erkennen. Auf der anderen Seite sind wir natürlich sehr enttäuscht. Wir haben in sämtlichen Spielphasen nicht gut gespielt. Wir waren im Pressing zu spät dran, das sieht man bei den Toren. Die Abstimmungen haben noch nicht gepasst. Und wenn wir mal den Ball erobert haben, war er gleich weg. Im Spielaufbau haben wir auch nicht mutig gespielt, sind kaum ins Kombinationsspiel gekommen. Wir brauchen gar nichts schönreden. Das war keine gute Leistung. Wir haben nochmal wichtige Erkenntnisse aus dem Spiel gewonnen und das gilt es anzugehen.“
... zur Länderspielpause: „Wenn man die Jungs im Training sieht und die Abläufe sieht, dann ist es wichtig, dass man sich das Thema nicht nur auf dem Platz annimmt, sondern auch außerhalb des Platzes. Beim 0:1 gehen die Köpfe runter und dann beginnen wieder Selbstzweifel. Wir müssen eine Strategie entwickeln, die denb Spielenr wieder Mut macht. Mich reizt das total, mit den Jungs das zu erarbeiten, sodass wir uns da gemeinsam rausziehen.“
... zur Verletzung von Suat Serdar: „Ich weiß es noch nicht genau, schaut nach einer Muskelverletzung aus.“
... zu möglichen Verstärkungen: „Ob da jetzt einer kommt oder nicht, das hat der Cheftrainer nicht in der Hand. Mit den Jungs, die da sind, wollen wir das bestmögliche rausholen.“
... zum ersten Eindruck der Mannschaft (vor dem Spiel): „Klar, man kann sich als Außenstehender über lange Zeit ein Bild von der Mannschaft machen. Interessant ist es aber, wenn man die Spieler mal über drei Tage erlebt und das dann zusammenfügt. Der erste Ansatz war, sich die Stärken der Spieler anzuschauen und möglichst schnell Erfolgserlebnisse zu schaffen und nicht nur am Ende des Tages auf Ergebnisse zu schauen.“
... zu Suat Serdars Startelfeinsatz nach Verletzung (vor dem Spiel): „Natürlich habe ich Gespräche mit ihm geführt und gefragt, wie es ihm geht. Und er hat ganz grünes Licht gegeben. In den Trainingseinheiten konnte er auch Vollgas geben und ich denke, dass es gar keine Frage ist, wenn man so einen Spieler in den eigenen Reihen hat, dass man ihn von Anfang an bringt.“

Perry Bräutigam (Torwartscout RB Leipzig) ...
... zum 3. Oktober (vor dem Spiel):
„Das sollte für alle Deutsche ein wundervoller Feiertag sein, weil vor 30 Jahren das zusammengefügt wurde, was schon immer zusammengehört hat. Den einen ist es etwas leichter gefallen, den anderen etwas schwerer. Wir sind ein Volk und deswegen gehören wir zusammen. Umso schöner, dass wir heute hier so zusammenstehen können.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zum Spiel:
„Ich finde es generell ein bisschen unglücklich, dass man ihm direkt das erste Spiel in Leipzig serviert. Man hätte auch die Länderspielpause abwarten können und einen Interimscoach dieses schwere Spiel machen lassen können. Man hat es gesehen, es war ein Klassenunterschied. Leipzig sehr sicher, Schalke sehr verunsichert. Es ist immer schlecht, wenn man so ein Auswärtsspiel erstmal bekommt als Trainer und dann mit dieser Art und Weise. Es liegt nicht an Baum, dass sich gegenüber den anderen Spielen nichts geändert hat. Das ist die Mannschaft, das ist der Charakter und da wartet auf Manuel Baum sehr viel Arbeit. Es wird es anpacken, aber es wird eine große Herausforderung. Er weiß selbst, dass es nicht einfach wird.“
... zu RB Leipzigs Tabellenführer: „Es war eine bravouröse Leistung. Ohne Stürmer praktisch, nur mit Offensiven Mittelfeldspielern. Das 4:0 ist ja noch gnädig ausgefallen für Schalke. Schalke hat sich gar nicht gewehrt. Leipzig hätte noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können.“

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