• Siewert enttäuscht: „Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes“
• Sky Experte Henning Fritz: „Ein gerechtes Ergebnis“


Leipzig, 11. Oktober 2020
– Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Topspiel der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit der Partie SC DHfK Leipzig und Füchse Berlin (24:24).

Jaron Siewert (Trainer Füchse Berlin) ...

... zum Spiel:
„Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes. In der zweiten Halbzeit haben wir die Leipziger zu schnell zurückkommen lassen. Am Ende ist das Unentschieden für beide Mannschaften wohl am gerechtesten gewesen. Wir müssen nun schauen, woran es gelegen hat.“

... zur Niederlage im letzten Spiel (vor dem Spiel): „Nach der Niederlage gegen Magdeburg war jeder mit sich selbst beschäftigt. Es war ein harter Aufprall, den wir erst einmal verkraften mussten. Aber es bringt nichts, liegen zu bleiben. Am nächsten Tag stand dann unsere Analyse an, mit deutlichen Worten im Austausch untereinander. Aber alles konstruktiv und zielgerichtet. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert und es ist schade, dass es so passiert ist. Aber vielleicht, musste dies auch sein.“

Stefan Kretzschmar (Vorstand Sport Füchse Berlin) ...

... zum Spiel:
„Wir haben eine Steigerung im Vergleich zum Magdeburg-Spiel gesehen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber machen zu viele technische Fehler. Am Kreis haben wir viele Schwächen gehabt und auch Mijajlo Marsenic ist nicht am Optimum gewesen. Wenn unsere Leute ihre Leistungen abrufen, dann kann es nur nach oben gehen. Aber wenn man zu viele Fehler macht und nicht konsequent spielt, dann wird es eng. Man merkt, dass man nach einem negativen Erlebnis etwas mehr zittert und zu lang nachdenkt. Das muss man mit einem Erfolgserlebnis schnellst möglich korrigieren. Dann hat jeder Spieler dieser Mannschaft die Qualität, ein Top-Spieler zu sein.“

... über die aktuelle Situation (vor dem Spiel): „Mich hat die Niederlage gegen Magdeburg emotional heruntergezogen. Das war sehr deprimierend, wie wir dieses Spiel gestaltet haben. Es hat eine Weile gedauert, um darüber hinweg zu kommen. Man muss nun Kraft tanken und fokussiert, in das nächste Spiel gehen. Jede Mannschaft hat Druck, denn so ist die Liga. Man muss immer einen klaren Kopf behalten, um ideal ins nächste Spiel zu gehen. Wir haben einen neuen Trainer und neue Spieler und da brauchen wir Geduld, bis alle harmonieren.“

... über Jaron Siewert (vor dem Spiel): „Man kann nicht aus einem rationalen Trainer, einen Vulkan machen. Jaron Siewert überzeugt durch inhaltliches Wissen und deshalb ist noch nie eine Diskussion aufgekommen, ob er der richtige Trainer ist. Er versucht immer Lösungen zu finden und vermittelt auch in den Auszeiten seine Taktik an die Spieler in einer ruhigen Form. Ich denke, dass seine Art perspektivisch gesehen der Mannschaft weiterhelfen wird.“

Niclas Pietczkowski (Füchse Berlin) ...

... über seine Verletzung
(vor dem Spiel): „Ich gehe davon aus, dass ich mit meinem Bänderriss etwa drei Wochen ausfallen werde. Bin aktuell auf einem sehr guten Weg und hoffe, dass es vielleicht auch etwas schneller geht. Ich hoffe, dass 2020 mein Jahr wird.“

Andre Haber (Trainer SC DHjK Leipzig) ...

... zum Spiel:
„Es war ein spannendes Handball-Spiel mit vielen Emotionen. Es ist schön, dass so ein Spiel vor so einer Kulisse stattfinden durfte, das macht es nochmal besonders. Aber so viele Fehler, die beide Mannschaften gemacht haben, war das Spiel mit Sicherheit nicht schön anzusehen.“

Philipp Weber (SC DHjK Leipzig) ...

... zum Spiel:
„Wenn man die erste Halbzeit sieht, können wir mit dem Unentschieden leben. Es war ein toller Ost-Fight und wir konnten den Zuschauern einiges bieten. Jeder möchte beweisen, dass er es kann. Aber wir haben die Verantwortung auf den Ball zu einfach weggeworfen. Unsere Moral hat uns geholfen, dass wir mit einem Punkt dastehen.“

Karsten Günther (Geschäftsführer SC DHjK Leipzig) ...

... über die bevorstehenden Länderspiele
(in der Halbzeitpause): „Dass wir in der Länderspielpause auf Spieler eine Woche lang verzichten müssen, das ist nichts neues und ist auch kein Problem. Aber wichtig ist, dass wir danach nicht nochmal auf sie verzichten müssen, weil ihnen Quarantäne verordnet wird. Da benötigen wir nun einheitliche Lösungen und da sollten wir uns mit einigen Kollegen nochmal kurzschließen, wie wir damit umgehen. Wir können keine Spieler in Risikogebiete schicken, wenn sie danach in Quarantäne müssen oder nicht zurückkommen können. Dann bricht der gesamte Ligabetrieb zusammen und deshalb ist die EHF besonders gefragt, was wirklich sein muss.“

Sky Experte Henning Fritz ...

... zum Spiel:
„Ein gerechtes Ergebnis. Beide Mannschaften haben in Summe zu viele Fehler gemacht. Berlin war gefühlt die bessere Mannschaft, die aber durch ihre Fehler aus dem Tritt gekommen sind und dadurch haben sie ihre Führung verspielt. Sie haben zu viele Schwankungen und das kann man sich in Summe in der Handball Bundesliga, mit dem Anspruch auf die Champions League, nicht erlauben. Die Leipziger werden sich ärgern, weil sie die Berliner am Rande einer Niederlage hatten. Das sollte ihnen Hoffnung für die weiteren Spiele geben.“


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