• Fischer stellt Luthe ins Tor: „Entscheidung für Andreas und nicht gegen Loris“
• Ruhnert über Kruses Ausflug: „Wollen diese Aktionen nicht“
• Gisdol holt ersten Punkt mit Köln: „Haben uns ins Spiel reingearbeitet“
• Sky Experte Dennis Aogo lobt Schalker Moral: „Haben Charakter gezeigt“

Unterföhring, 18. Oktober 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 4. Spieltages der Fußball-Bundesliga, 1. FC Köln vs. Eintracht Frankfurt (1:1) sowie FC Schalke 04 vs. Union Berlin (1:1), bei Sky.

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Das ist ein leistungsgerechtes 1:1 gegen einen guten Gegner. Wir haben uns ins Spiel reingearbeitet. Es war ein Stück weit nicht ganz einfach, wenn du eigentlich mit dem Halbzeitpfiff einen Elfmeter gegen dich bekommst und dann in Rückstand gerätst. Das ist immer ein blöder Zeitpunkt. Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit aber gut gewehrt, hat dann das Spiel auch fast noch ganz drehen können, aber Frankfurt war auch immer gefährlich.“
... zu den kommenden Spielen: „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir sagen, mit dem Engagement und dem Kader können wir absolut in der Liga gut mitspielen und das ist für uns das Allerwichtigste. Jetzt wollen wir uns Stück für Stück mit Punkten belohnen. Heute haben wir einen kleinen Anfang gemacht.“

Horst Heldt (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Wir sind in der zweiten Halbzeit viel besser ins Spiel gekommen. Nach drei Spieltagen und null Punkten ist es am Anfang ein bisschen schwierig, weil Frankfurt eine gute Mannschaft ist und nicht umsonst einen guten Start hatte. Am Ende ist es ein gerechtes Ergebnis, weil Frankfurt gut gespielt hat. Aber wir haben uns in der zweiten Hälfte reingekämpft, einen verdienten Ausgleich gemacht und hatten auch noch den einen oder anderen Moment, um in Führung zu gehen. Aber wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Gegen eine starke Mannschaft war das ein wichtiger Punkt.“
... zur Elfmeterszene: „Kann man geben, muss man aber nicht und ich glaube, das ist das Entscheidende. Das ist das dritte Mal, dass wir einen Elfmeter über den Videobeweis bekommen und das finde ich nicht gut, weil die Richtung eigentlich eine andere war vor der Saison. Da muss ich fragen, warum wir überhaupt eine Schiedsrichterschulung hatten, wo betont wurde, dass der Schiedsrichter auf dem Platz derjenige ist, der hauptsächlich entscheiden soll. Das war keine krasse Fehlentscheidung und darum wundere ich mich.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Ich finde, dass wir eine ordentliche Leistung gebracht haben. Wir sind weiter ungeschlagen, wir wollten gewinnen, das ist uns aber nicht ganz geglückt. Trotz allem Respekt an Köln, wie sie in der zweiten Halbzeit das Spiel besser angenommen haben.“

Manuel Baum (Trainer FC Schalke 04) ...
... zur Frage, ob er zufrieden mit dem Spiel ist:
„Man muss das differenziert betrachten. Wenn ich mir unsere Laufleistung, unsere Sprints, unsere Aggressivität ansehe, dann bin ich echt zufrieden. Aber wenn ich mir unseren Spielaufbau anschaue, ist das noch zu wenig. Wir haben einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, aber noch nicht so weit, wie wir uns das vorstellen.“
... zum Debüt von Kilian Ludewig: „Ich denke, dass er eine solide Leistung gebracht hat. Ich bin mit ihm zufrieden, weiß aber, dass er noch mehr bringen kann.“
... zum Ausfall von Mark Uth (vor dem Spiel): „Er hat muskuläre Probleme. Es ist zwar nicht allzu schlimm, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen, nicht, dass er uns länger ausfällt.“
... zu den rassistischen Beleidigungen beim U19-Spiel in Richtung Dortmunds Youssoufa Moukoko (vor dem Spiel): „Wir sind in der Halbzeit gegangen, deswegen haben wir nichts davon mitbekommen. Wir haben es dann nachher gehört und ich finde es ganz wichtig, dass sich in so einer Situation der Verein ganz klar positioniert. Für mich persönlich hängt das Thema Werte ganz weit oben, insofern denke ich, dass es die richtige Reaktion vom Verein war auf die Äußerungen, die natürlich gar nicht gehen.“

Jochen Schneider (Vorstand Sport FC Schalke 04) ...
... zu den rassistischen Beleidigungen beim U19-Spiel in Richtung Dortmunds Youssoufa Moukoko (vor dem Spiel):
„Ich war beim Spiel und habe während des Spiels nichts mitbekommen. Erst als ich wieder zu Hause war habe ich die Information erhalten. Es ist natürlich aufs Schärfste zu verurteilen, was da passiert ist. Ganz ehrlich, es ist in der heutigen Zeit langsam nicht mehr in Worte zu fassen, was sich manche Menschen in unserer Gesellschaft erlauben.“
... zu den nun folgenden Maßnahmen (vor dem Spiel): „Es waren nicht so viele Zuschauer im Parkstadion. Es waren exakt 300 mit personalisierten Tickets, das heißt, wir werden uns jetzt mit unserer Abteilung Fanbelange und mit dem Sicherheitsdienstleister daran machen, um nach Möglichkeit den- oder diejenigen ausfindig zu machen, die sich in der Form geäußert haben.“
... zur Frage, ob er die Möglichkeit hatte, mit Youssoufa Moukoko zu sprechen (vor dem Spiel): „Nein, das habe ich nicht getan. Ich habe kurz Hans-Joachim Watzke geschrieben und habe mich in aller Form bei dem Spieler und bei Borussia Dortmund entschuldigt.“

Goncalo Paciencia (Torschütze FC Schalke 04) ...
... zum Spiel:
„Es war ein hartes Spiel für uns. Jeder hat von uns heute aber bessere Dinge gesehen, wir stehen kompakter in der Defensive, wir kreieren mehr Chancen und das ist das Wichtigste. Es ist ein langer Weg und wir müssen jetzt Stück für Stück gehen. Wir müssen das Positive mitnehmen und haben den Punkt verdient.“
... zur Frage, welchen Einfluss der neue Trainer hat: „Es war gut, dass er gekommen ist. Wir sind stärker, er pusht uns. Wir hatten nicht den besten Saisonstart, aber jetzt müssen wir weitermachen. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“

Steven Skrzybski (FC Schalke 04) ...
... zum Spiel:
„Es war ein Schritt in die richtige Richtung, vor allem, wenn man zurückliegt, wieder aufzustehen. Das zeigt, dass wir als Truppe Charakter haben. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten. Dann bin ich sicher, dass wir den Bock schnell wieder umstoßen können.“
... zur Frage, welchen Einfluss der neue Trainer hat: „Er pusht die Mannschaft extrem. Er hat uns gut eingestellt auf das Spiel.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin) ...
... zu seiner Torhüterentscheidung (vor dem Spiel):
„Ich glaube, es war eine Entscheidung für Andreas, weil er es einfach in den ersten vier Spielen sehr gut gemacht hat. Wir hatten Stabilität und Ruhe in unseren Spielen und das ist auch ein Verdienst des Torwarts. Darum habe ich die Entscheidung entsprechend für Andreas und nicht gegen Loris getroffen.“
... zur Frage, wie Loris Karius die Entscheidung aufgenommen hat (vor dem Spiel): „Sportlich. Natürlich war er nicht zufrieden, hoffentlich sogar – das wäre falsch, wenn er das einfach so akzeptieren würde. Er soll es mit Leistung zeigen und dann sehen wir mal, wo es hingeht.“
... zum Startelfeinsatz von Max Kruse trotz Bar-Besuchs (vor dem Spiel): „Wir haben es deutlich angesprochen. Auch Oliver Ruhnert hat deutliche Worte gefunden, somit sollte es für mich geklärt sein.“

Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Sport Union Berlin) ...
... zum Spiel:
„Es wäre definitiv mehr drin gewesen. Wir nehmen den Punkt gerne mit, aber wenn es gut für uns gelaufen wäre, hätten wir auch drei haben können.“
... zum Kampf um das Tor: „Ich glaube, er ist ziemlich offen. Es war eine Entscheidung für dieses Spiel gewesen und eine Entscheidung, die der Trainer aufgrund der vergangenen Spiele getroffen hat. Und wenn man die Argumentation des Trainers hört, kann man das auch gut nachvollziehen.“
... zum Bar-Besuch von Max Kruse: „Er hat sich mit vier Leuten an den Tisch gesetzt. Er hat sich dort im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bewegt, das heißt, er hat nicht gegen Regeln verstoßen, sondern er hat sich innerhalb der Corona-Verordnung so verhalten, wie es offiziell erlaubt ist. Richtig ist, dass wir im Rahmen der DFL diese Maßnahmen nicht wollen und das haben wir auch ganz klar zu verstehen gegeben. Trotzdem muss man hier noch einmal ganz deutlich sagen, wenn man die gesetzlichen Grundlagen nimmt, hat sich Max Kruse so bewegt, wie sich eigentlich jeder Bürger bewegen darf. Wir wollen diese Aktionen nicht, wir finden sie auch falsch, aber es ist nicht so, dass hier irgendwas passiert ist, was konträr zu unseren gesetzlichen Bestimmungen ist.“

Andreas Luthe (Torhüter Union Berlin) ...
... zum Spiel:
„Im Moment fühlt es sich so an, als ob wir zwei Punkte verschenkt haben, weil wir echt ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht haben. Aber Schalke hat zwischenzeitlich auch immer wieder mal Druck gemacht, weswegen es am Ende in Ordnung ist. Ich ärgere mich trotzdem, dass wir unsere Chancen nicht nutzen.“
... zur Frage, wann ihm der Trainer mitgeteilt hat, dass er im Tor stehen wird: „In der Woche hat der Coach mit uns gesprochen. Das hat mich natürlich gefreut. Ich habe jetzt ein paar ordentliche Spiele gemacht und freue mich, mit der Mannschaft weiterzumachen. Ich schätze ihn als Torhüter, er ist ein sehr guter Kollege.“

Marvin Friedrich (Torschütze Union Berlin) ...
... zum Spiel:
„Am Ende nehmen wir einen Punkt mit nach Berlin, aber wir hätten auch drei mitnehmen können. Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert. Ich muss sagen, Schalke hatte nicht viele Torchancen, sie machen dann durch einen Eckball aber das 1:1.“
... zu seinem Tor gegen seinen Ex-Klub FC Schalke 04: „Ich habe hier fünf Jahre gespielt, drei Jahre in der Jugend, zwei Jahre als Profi. Ich durfte hier die ersten Einsätze als Profi sammeln. Das macht schon noch etwas mit mir. Es bleibt für mich ein besonderer Verein. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich hier mal treffen durfte.“
... zum Bar-Besuch von Max Kruse: „Wir haben es angesprochen und aus der Welt geschafft. Es war nicht die cleverste Aktion von Max, das weiß er selber, aber es war absolut kein Thema in der Mannschaft.“

Sky Experte Dennis Aogo ...
... zum 1:1 zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt:
„Am Ende ist es gerecht. Die Kölner haben sich nach der Anfangsphase, wo sie Probleme hatten, in die Partie gekämpft, kriegen dann den Genickschlag kurz vor der Halbzeitpause und haben es trotzdem geschafft, sich da wieder herauszukämpfen. Insgesamt kann man sagen: Die Mannschaft lebt. Sie können aus dem Spiel mit einem positiven Gefühl gehen.“
... zur Elfmeterszene: „Horst Heldt sieht das aus der Kölner Brille, deswegen wollen wir es ihm mal nicht negativ auslegen. Aber ich denke, die Bilder sprechen für sich.“
... zum Startelfeinsatz von Max Kruse trotz Bar-Besuchs (vor dem Spiel): „Es ist überraschend für mich. Hier ist nicht nur Max Kruse im Blickfeld, sondern in dem Fall hat er auch eine Verantwortung. Das wäre auch ein Zeichen nach draußen gewesen, wir versuchen uns an die Regeln zu halten und wenn jemand diese Regeln nicht befolgt, dann passiert auch etwas und somit haben sie es verpasst, dieses Zeichen zu setzen. Es überrascht mich, dass er nicht nur dabei ist, sondern dass er auch noch in der Startaufstellung steht.“
... zur Frage, was der FC Schalke 04 Positives aus dem Spiel mitnehmen kann: „Das Gute ist, dass sie zurückgekommen sind. Sie haben Charakter gezeigt, sie haben gezeigt, dass sie unbedingt wollen und das ist die positive Nachricht heute.“
... zum Spiel: „Es war nicht der Fußball-Leckerbissen. Beide Mannschaften waren aber sehr engagiert, deswegen war es am Ende gerecht.“

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