• Kehl besorgt: „Müssen zusehen, dass die Spieler genügend Regeneration erhalten“
  • Sky Experte Hamann: „Man muss beide Seiten sehen!“


    Unterföhring, 17. Oktober 2020 -
    Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 4. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Alexander Rosen (Direktor Fußball TSG Hoffenheim) ...
    ... über die positiv getesteten Kramaric, Adams und Kaderabek:
    „Allen Jungs geht es gut, sitzen zu Hause und halten sich an die Quarantäne. Wir sind so organisiert, dass wir sie mit allem möglichen unterstützen. Aber das wichtigste ist, dass es allen gut geht.“
    ... über die Abstellungen seiner Spieler für die Nationalmannschaften: „Man muss über diese Abstellungsperiode sprechen. Grundsätzlich ist es etwas Besonderes, für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Aber wir sind einfach in besonderen Zeiten. Wenn dann schon Länderspiele stattfinden müssen, dann frage ich mich, was das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen soll. Es ist nicht nur der Fakt, dass uns nun drei Spieler Corona bedingt nicht zur Verfügung stehen, sondern können zwei Spieler, die in allen Spielen Stammspieler waren, nämlich Baumgartner und Dabbur, einfach nicht einsetzen, weil diese Jungs drei Spiele hatten. Beim BVB fehlt Haaland, also was soll das Ganze? Es fehlt die Qualität, die Clubs bezahlen die Spieler, arbeiten mit allem daran, dass die Abläufe ordnungsgemäß durchgeführt werden und man hat das Gefühl, dass es den Verbänden einfach egal ist, Hauptsache durchgedrückt. So wie es gelaufen ist, geht es definitiv nicht. Es ist einfach unverantwortlich. Es ist an der Zeit, ein Ausrufezeichen zu setzen, damit wir in der nächsten Abstellungsperiode anders agieren. Zur Not müssen wir intensiver darüber nachdenken, die Jungs nicht gehen zu lassen, denn das ist nicht nur ein Thema der Clubs, sondern auch die Jungs haben keine Lust auf lange Reisen und auf so viele Spiele. Wir müssen unbedingt auf die Spieler achten. Es geht um Abstimmung, Kommunikation und um eine einheitliche Meinung und diesmal sind wir diejenigen, die am intensivsten getroffen wurden.“

    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
    ... über die Ziele beim BVB:
    „Wir haben uns alle vorgenommen, in dieser herausfordernden Situation erfolgreich zu sein und uns weiterzuentwickeln. Durch Corona wird es auch weiterhin herausfordernde Situationen geben und die wollen wir gemeinsam stemmen. Ich bin da sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.“
    ... zur Abstellung der Spieler für die Nationalmannschaften: „Gerade für Haaland war es eine sehr intensive Nationalmannschaftsphase. Wir werden auch in der nächsten Periode drei Spiele haben und das ist für die Spieler und Vereine nicht sonderlich optimal. Der Rahmenterminkalender ist sehr eng. Aber auch da hat Corona bei den Verbänden dazu geführt, dass dieser Spielplan so besteht. Wir können es nicht ändern, müssen uns gut darauf einstellen und eine enge Kommunikation mit den Verbänden haben. Und vor allem müssen wir zu sehen, dass die Spieler genügend Regeneration bekommen, auch fit im Kopf sind und das ist ganz entscheidend. Es geht allen Vereinen so und wir müssen alle damit umgehen.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... über die Torhütersituation beim FC Augsburg:
    „Die Torhüterposition war die Achillesferse in der letzten Saison beim FC Augsburg. Man hat Tomas Koubek für viel Geld geholt und das hat sich nicht so entwickelt, wie sie sich es vorgestellt haben. Ein Torhüter ist mit die wichtigste Position in einer Fußball Mannschaft. Mit Rafal Gikiewicz haben sie einen Spieler geholt, der bei Union Berlin sehr gut gehalten hat. Er hat bereits einen guten Eindruck auch bei Augsburg gemacht.“
    ... über die Abstellungen von Spielern bei den Nationalmannschaften: „Ich verstehe Alexander Rosen. Aber die Verbände haben auch Verpflichtungen mit Sponsoren, dass sie eine gewisse Anzahlen an Spielen machen müssen. Die EM wurde abgesagt und deshalb hat man nun drei Spiele gemacht. Man kann nicht immer sagen, die Ligen dürfen alles haben und die Verbände nicht. Mit dem Hygienekonzept darf es dennoch nicht sein, dass so viele positive Corona-Fälle zurückkommen. Man muss immer beide Seiten sehen und man darf die Verbände nicht vernachlässigen.“


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