• Kohfeldt sieht gute Entwicklung: „Fußballerisch einen Schritt nach vorne gemacht“
• Vogt über den an Corona erkrankten Kramaric: „Wenn Andrej nicht dabei ist, fehlt er immer“
• Wolfsburgs Arnold freut sich über Sieg: „Erleichterung ist riesengroß“
• Sky Experte Martin Schmidt sieht Remis gerecht: „Am Ende des Tages in Ordnung“

Unterföhring, 25. Oktober 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 5. Spieltages der Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg vs. Arminia Bielefeld (2:1) sowie SV Werder Bremen vs. TSG 1899 Hoffenheim (1:1), bei Sky.

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„In der ersten Halbzeit war es mit Ball vielleicht das beste Spiel in dieser Saison, wir haben uns von hinten raus kombiniert. Das Tor war wunderschön herausgespielt. In der zweiten Halbzeit war irgendwann der Punkt, wo wir uns spielerisch nicht mehr so befreien konnten. Wir hatten dann trotzdem noch ein paar Situationen, wo wir uns noch mal festgesetzt haben. So gesehen bin ich über das gesamte Spiel zufrieden mit dem Punkt. Wir haben fußballerisch einen Schritt nach vorne gemacht, ohne überragend zu spielen.“
... zur Frage, warum er in der Schlussphase nicht Milot Rashica gebracht hat: „Von seinem Profil hätte er gepasst, Tahith Chong aber genauso. Es ist aber auch eine Frage der Möglichkeiten. Am Ende war die Abwägung zwischen Milot und Tahith und die Tendenz war dann eher bei Tahith./ Der Junge hat keine Vorbereitung gehabt, weil er sehr lange nur teilweise trainieren konnte. Dann war er sechs Wochen verletzt. Und wie soll er jetzt sofort wieder soweit sein? Klar, zehn, fünfzehn, vielleicht 30 Minuten wären drin gewesen, das gab das Spiel aber nicht her. Unser Ziel bleibt, dass er sehr schnell wieder auf ein Niveau kommt, dass wir über ihn gar nicht mehr diskutieren müssen.“
... zu den Verletzungen von Niclas Füllkrug und Yuya Osako: „Wir haben zwei bittere Verletzungen. Bei Füllkrug scheint es nicht ganz so schlimm zu sein, aber bei Yuya bin ich sehr vorsichtig, was die Prognose angeht. Das sah nicht gut aus.“
... zum positiven Corona-Test von Felix Agu und wie die Mannschaft darauf reagiert hat (vor dem Spiel): „Es war für uns das allerster Mal. Man muss fairerweise sagen, dass wir im März, April im Norden sehr wenig betroffen waren. Gerade Bremen hatte kaum Fälle. Das heißt, es war mehr Distanz dazu. Jetzt ist sowohl Bremen als Stadt sehr stark betroffen und auch wir jetzt das erste Mal. Man merkt, wenn es unmittelbar ist, wie es etwas bei jedem auslöst. Deswegen waren wir alle sehr erleichtert, als das Gesundheitsamt die Infektionskette nachvollziehen konnte für Felix und dass auch für uns aufgrund der Tests eine scheinbare Sicherheit da ist. Da war dann schon etwas Erleichterung dabei.“
... zur Frage, wie groß die Abhängigkeit von Niclas Füllkrug ist (vor dem Spiel): „Eine Abhängigkeit von einem Spieler ist natürlich grundsätzlich gefährlich. Wir hatten hier vor zwei Jahren eine ähnliche Situation, als wir mit ähnlichen Fakten konfrontiert wurden im Zusammenhang mit Max Kruse. Ich glaube, Philipp Bargfrede hatte auch mal so eine Quote hier, was den Punkteschnitt angeht. Ich glaube, dass Füllkrug momentan aber auch enorm davon profitiert, wie die anderen, wie Sargent oder Bittencourt spielen und dann kann er mit seinen enormen Qualitäten den Unterschied ausmachen. Er ist einer derer, aber nicht der einzige, die auch eine Mentalität auf den Platz bringen.“


Niklas Moisander (Kapitän SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Es ist ein guter Punkt für uns. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, fußballerisch vielleicht am besten in diesem Jahr. Aber nach dem 1:0 haben wir ein bisschen zu passiv gespielt.“
... zur Frage, wie es für ihn ist, nicht mehr unangefochtener Stammspieler zu sein: „Es ist sehr schwierig für mich, das zu verstehen und zu akzeptieren. Aber das mache ich für die Mannschaft. Die Mannschaft steht über allem. Aber natürlich will ich jedes Spiel spielen und dann ist es schwierig, auf der Bank zu sitzen.“
... zur Frage, ob der SV Werder Bremen in dieser Saison auf einem guten Weg ist: „Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Aber wir können noch nicht zufrieden sein und wir müssen hart arbeiten, denn wir wissen, letztes Jahr war schwierig. In der Bundesliga herrscht eine sehr hohe Qualität, deswegen müssen wir fokussiert bleiben.“


Maximilian Eggestein (Torschütze SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Wir haben uns direkt belohnt mit dem Tor. In der zweiten Halbzeit hatten wir wenig Entlastung, Hoffenheim hat es gut gemacht. Da ging bei uns nicht mehr so viel.“
... zu seinem Tor: „Ich denke, es war ganz in Ordnung. Es hat uns sicher geholfen, ins Spiel reinzufinden und für mich persönlich natürlich auch schön.“


Sebastian Hoeneß (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...
... zum Spiel:
„Von der Art und Weise, wie wir nach den ersten Minuten aufgetreten sind, haben wir am Spiel in der Europa League angeknüpft. Die Jungs hatten ein Spiel in den Beinen und ich denke, dass es nicht sichtbar wurde. Das war okay. Ich hätte mir gewünscht, dass wir aus der gefühlten Überlegenheit noch klarere Torchancen kreieren.“
... zum Ausfall von Torhüter Oliver Baumann (vor dem Spiel): „Er hat mit dem Magen Probleme gehabt. Aus Vorsichtsgründen haben wir ihn zu Hause gelassen, aber es sind keine Covid-Symptome.“
... zum Ausfall von Florian Grillitsch, der unter der Woche Vater geworden ist (vor dem Spiel): „Das ist seine Entscheidung. Er ist aus privaten Gründen zu Hause geblieben und dem habe ich stattgegeben.“


Dennis Geiger (Torschütze TSG 1899 Hoffenheim) ...
... zum Spiel:
„Ich glaube, wir sind ein bisschen enttäuscht von unserer ersten Halbzeit. Wir sind ganz, ganz schlecht ins Spiel gekommen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir eine super Mentalität gezeigt. Da haben wir Herz gezeigt und sind so aufgetreten, wie wir das eigentlich von Anfang an machen wollten. Darauf können wir aufbauen, aber es war natürlich mehr drin.“
... zu seinem Tor: „Es war ein bisschen glücklich von der Entstehung. Mich hat es gefreut, endlich mal wieder zu treffen.“


Kevin Vogt (TSG 1899 Hoffenheim) ...
... zum Spiel:
„Wir ärgern uns schon. Wir waren besonders in der zweiten Halbzeit nicht nur feldüberlegen, sondern hatten auch die klareren Chancen. Ich kann mich auch an keine zwingende Chance von Bremen erinnern. Deswegen ist es ärgerlich, dass wir so eine erste Halbzeit hinlegen.“
... zum Ausfall von Andrej Kramaric: „Wenn Andrej nicht dabei ist, fehlt er immer. Er ist ein Unterschiedspieler. Er ist ein Mann für die kreativen Momente und für die außergewöhnlichen Momente und ich glaube auch, dass seine Präsenz im letzten Drittel für jeden Gegner unangenehm ist. Aber jetzt habe ich ihn genug gelobt. Wir haben auch genug gute Jungs auf dem Platz.“
... zu seiner Rückkehr nach Bremen: „Es war eine sehr intensive und außergewöhnliche Zeit, in einer Phase, wo du von Wochenende zu Wochenende nur von einem Spiel mit Druck zu einem Spiel mit noch größerem Druck fährst. Deswegen war es schon prägend für mich und hat mich für den Rest der fußballerischen Karriere weitergerbacht.“


Maximilian Arnold (Torschütze VfL Wolfsburg) ...
... zum Spiel:
„Die Erleichterung ist riesengroß. Vor allem, nachdem wir die letzten zehn, fünfzehn Minuten gezittert haben und es wieder unnötig spannend gemacht haben.“
... zu seinem Baby-Jubel: „Wir erwarten unser zweites Kind und ich wollte es eigentlich schon viel eher machen, aber ich habe nicht getroffen, bin da zu blind gewesen.“


Sky Experte Martin Schmidt ...
... zum Sieg des VfL Wolfsburg:
„Wolfsburg hatte zu Beginn viele Chancen, es sah fast aus wie ein Scheibenschießen. Und dann kam eine Lethargie rein oder ich würde sagen, Bielefeld hat sich noch mal aufgebäumt. Dann wurde es noch einmal spannend.“
... zum Unentschieden zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG 1899 Hoffenheim: „Anhand der zweiten Halbzeit hätte Hoffenheim eher einen Sieg verdient gehabt als Bremen. Bremen stand gut, war dann auf Konter ein bisschen ausgelegt. Hoffenheim hat es spielerisch versucht, es gab drei, vier gute Chance. Aber am Ende des Tages ist es so in Ordnung.“


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