• Michalczik enttäuscht: „Habe mir die Rückkehr anders vorgestellt“
• Bennet Wiegert gibt zu: „Wir waren nicht gut genug“

München, 25. Oktober 2020
– Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien SG Flensburg-Handewit – HSC 2000 Coburg (32:22), HC Erlangen – Rhein-Neckar Löwen (20:26), SC Magdeburg - TVB Stuttgart (29:30), TSV GWD Minden – Füchse Berlin (31:26).

Frank Carstens (Trainer TSV GWD Minden) ...

... zum Spiel:
„Der Sieg fühlt sich sehr gut an. Er war unerwartet, auch wenn wir steigende Leistungen hatten. Die Berliner sind natürlich eine andere Mannschaft aus einer anderen Kategorie. Aber ich finde, mein Team hat sich wahnsinnig hineingearbeitet. Ich kann meiner Mannschaft nur ein riesiges Kompliment dafür machen, für alles, was wir gemacht haben. Auch in solchen Spielen müssen wir All-In gehen und müssen sehen, dass wir um jeden Zentimeter kämpfen und das hat mein Team toll gemacht.“

... über seinen ehemaligen Spieler Marian Michalczik und über die aktuelle Situation (vor dem Spiel): „Grundsätzlich macht es mich stolz, wenn sich Spieler weiterentwickeln und zu höheren Aufgaben berufen werden. Egal ob es die Nationalmannschaft oder ein ranghöherer Verein ist. Dafür arbeitet man, dass man nicht nur die Mannschaft, sondern auch einzelne Spieler stark macht. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Wir sind auf einem vernünftigen Weg und jetzt muss man sehen, dass wir schnellstmöglich Punkte sammeln, denn niemand weiß, wie lange diese Saison gehen wird.“

Marian Michalczik (Füchse Berlin) ...

... zum Spiel:
„Ich habe mir meine Rückkehr nach Minden anders vorgestellt, nämlich dass wir als Sieger vom Feld gehen werden und nicht so, dass wir von Minden über weite Strecken gut bespielt wurden und sie als verdienter Sieger vom Feld gehen. Ich kann mich noch gut daran zurück erinnern, wenn ich als Mindener Blut geleckt habe, dann ist es die Mentalität, dass sie auch guten Handball spielen. Dann gewinnen sie auch mal gegen uns Füchse. Wir sind hierhergefahren, um dieses Spiel zu gewinnen und es ist nun ein herber Dämpfer.“

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...

... zum Spiel:
„Wir waren nicht gut genug. Wir haben dieses Spiel nicht in der zweiten Halbzeit verloren, sondern in der ersten Hälfte. Dort haben wir den Kopf verloren und wollten zu viel. Jeder Einzelne wollte sich mit seiner individuellen Qualität wehren, aber das muss man mannschaftlich lösen. Denn dann geht man mit weniger Toren in die Halbzeitpause und dann ist das durchaus zu Hause aufholbar. Wir haben es uns zu schwer gemacht und sind mit einem großen Rückstand in die Kabine gegangen. Bei aller Moral, die wir dann in der zweiten Hälfte liefern, darf uns das in der Art und Weise nicht passieren. Wir hatten 14 Fehlwürfe und bei 14 Fehlwürfen einer Handball Bundesligamannschaft in 30 Minuten, da brauche ich keinem erklären, dass es schwierig wird, dies zu kompensieren. Wir müssen mehr Kapital daraus schlagen und dann ist es ein anderes Spiel.“

Matthias Musche (SC Magdeburg) ...

... über die aktuelle Situation
(vor dem Spiel): „Wenn man auf die Tabelle schaut, ist alles noch im grünen Bereich. Es ist aber alles ziemlich verrückt. Es sind viele Ergebnisse zu Stande gekommen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Vielleicht liegt es an der sehr langen Pause. Wir müssen schauen, dass wir weiter unser Ding machen, die komischen Ergebnisse für uns nutzen, dass andere Teams ausrutschen und wir eben nicht.“

... zur möglichen Nominierung zur Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Klar bin ich für die Nominierung immer bereit. Aber ich muss erst einmal selber wieder meine super Leistung zeigen und dann kann ich auch darüber nachdenken. Wobei ich eh meinen klaren Plan habe, nämlich einfach auf die eigene Leistung konzentrieren und über die Nominierung gar nicht nachdenken. Was kommt, das kommt dann. Ich versuche zu konstanten besseren Leistungen zu kommen und dann wird man sehen.“

Johannes Bitter (Torhüter TVB Stuttgart) ...

... zum Spiel:
„Wir haben uns vor dem Spiel gewünscht, einen Auftakt wie in der letzten Saison hinzulegen, denn da haben wir nach 15 Minuten auch geführt. Wir haben uns eingeschworen und gesagt, dass wir es dieses Mal länger machen wollen und dann schauen, wie Magdeburg darauf reagiert. Das wir dann zur Halbzeit mit sechs Toren führen, hätte keiner gedacht. Magdeburg kommt immer irgendwann zurück, weil man weiß, was in dieser Halle möglich ist. Ich bin unglaublich stolz und zufrieden, dass wir die zwei Punkte mitnehmen.“

... zur Nationalmannschaft: „Stand jetzt gehe ich davon aus, dass ich dabei bin. Wir warten es aber mal ab, denn in den nächsten Tagen werden einige nominiert. Aber ich lasse es auf mich zukommen, gerade weil wir nicht wissen, ob die ganzen Qualifikationsspiele auch stattfinden werden. Wir haben viel gehört, dass es in der Liga noch keine Einigung gibt, das verstehe ich total. Wenn wir zurückkommen, wollen wir auch wieder spielen.“

Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) ...

... zum Spiel:
„Unsere Körpersprache, Aggressivität und Bereitschaft, den Gegner unter Druck zu setzen, haben gestimmt. Wir wollten hinten heraus viel Druck machen und das ist uns ganz gut gelungen, auch wenn der ein oder andere Fehler dabei war. Die Wurfquote in der ersten Halbzeit hat das Spiel noch eng gemacht. Wir waren spielerisch ganz gut, haben aber schlecht abgeschlossen. Wir sind sehr froh, wieder eine andere Leistung und Einstellung auf die Platte gebracht zu haben, als gegen Leipzig im vergangenen Spiel.“

Sky Experte Heiner Brand ...

... ob die Spieler zur Nationalmannschaft geschickt werden sollten
(vor dem Spiel): „Bundesligavereine haben immer Probleme damit, Spieler für die Nationalmannschaften abzustellen. Aber jetzt unter Corona sind es ganz besondere Verhältnisse. Da ist eine gewisse Solidarität in allen Bereichen der Gesellschaft erforderlich. Die EHF und die HBL müssen auf eine Einigung kommen und da darf nicht nur jeder seine einzelnen Interessen sehen. Man muss das große Ganze sehen und da kann ich die Bundesligisten verstehen, dass sie Angst haben, wenn ihre Spieler in Risikogebiete reisen. Für Alfred Gislason ist es sicher nicht leicht, aber alle Beteiligten müssen Kompromisse eingehen und da können wir nur auf bessere Zeiten hoffen.“


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O-Ton-Service HBL/mw
Daniel Mayr (mayr@liquimoly-hbl.de)
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