• Schiller enttäuscht „Für mich ist es trotzdem ein verschenkter Punkt“
• Suton zufrieden „Am Ende steht ein Punkt in Göppingen“

München, 29. Oktober 2020 –
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien TVB Stuttgart – SC DHfK Leipzig (30:24), FRISCH AUF! Göppingen – TBV Lemgo Lippe (28:28), Eulen Ludwigshafen – TSV Hannover-Burgdorf (27:27).

Benjamin Matschke (Trainer Eulen Ludwigshafen) ...
... zum Spiel:
„Wir haben diszipliniert gespielt und wenig Fehler begangen. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, weil wir das Spiel zu etwas Besonderem machen wollten. Es war ein Geisterspiel und wir wollten Fan von uns selbst sein. Das haben wir geschafft. Wir lagen zur Halbzeit mit drei Treffern hinten und dennoch hatte ich ein gutes Gefühl, weil jeder den anderen unterstützt hat. Ich freue mich riesig, dass die Mannschaft sich mit dem Punkt belohnt hat.“

Dominik Mappes (Eulen Ludwigshafen) ...
... zum Spiel:
„Der Punkt ist ein sehr schönes Gefühl, denn wir haben dort weitergemacht, wo wir aufgehört haben. Wir haben vorne wie hinten gearbeitet und ich denke, dieses Unentschieden ist durchaus gerecht. Ich wusste, dass ich in der zweiten Halbzeit mehr arbeiten muss und dann war noch ein wenig Wurfglück dabei. Dadurch habe ich gemerkt, dass es bei mir laufen könnte und ich denke, es war ganz in Ordnung. Wir haben schon immer eine Qualität besessen. Wir spielen geduldiger, als in den ersten Partien und machen weniger Fehler. Dadurch kommt auch der Erfolg.“

Tim Suton (TBV Lemgo Lippe) ...
... zum Spiel:
„Am Ende steht ein Punkt in Göppingen und wenn man sich am Anfang einen Punkt ausgerechnet hätte, ist es am Ende schon in Ordnung. Zwischendurch haben wir mit sechs Treffern geführt, müssen irgendwann den Sack zu machen, aber ein Punkt bei Göppingen ist trotzdem akzeptabel. Wir haben uns in der Abwehr schwer getan und im Angriff können wir uns die nicht erzielten Tore ankreiden lassen. Ich bin glücklich, dass ich die letzten Spiele gesund und fit spielen konnte. Es kommt immer mehr die Spritzigkeit zurück und da bin ich sehr zufrieden. Wir wollen immer weiter Punkte sammeln und schauen dann am Ende, wo wir stehen.“

Marcel Schiller (FRISCH AUF! Göppingen) ...
... zum Spiel:
„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, stellen eine gute Abwehr und machen einfache Tore. Wir wollten es so dann weiterführen, werfen allerdings einfache Bälle weg und kassieren im Anschluss einfache Gegentreffer. Mitte der ersten Hälfte haben wir dann einen zwölf-zu-vier Lauf bekommen und das darf uns nicht passieren, weil wir die bessere Mannschaft waren. Wir haben Lemgo eingeladen und dann ist es umso überraschender, dass wir uns zurückgekämpft haben. Wir können froh sein, dass am Ende ein Unentschieden steht. Für mich ist es trotzdem ein verschenkter Punkt.“
... über seine Nationalmannschafts-Nominierung: „Alfred Gislason hat mich angerufen, wir haben kurz gesprochen und er hat mir mitgeteilt, dass ich dabei bin. Ich war natürlich sehr erfreut und dankbar, dass er mich berufen hat. Über die WM mache ich mir derzeit noch keine Gedanken. Mit der aktuellen Corona Situation sollte man dankbar sein, dass wir überhaupt Handball spielen dürfen. Deswegen denke ich noch nicht so weit und wir werden sehen, was passiert.“

Philipp Weber (SC DHfK Leipzig) ...
... über den positiven Corona-Test von Trainer Andre Haber (vor dem Spiel):
„Wir waren alle geschockt, weil wir alle bewusst auf unsere Hygiene geachtet haben, damit es nicht an uns herankommt. Jetzt ist es der Fall und wir müssen da durch. Es war eine Schrecksekunde, die wir gut verarbeitet haben und wollen dem Coach vor dem Fernseher zu Hause ein angenehmes Spiel bereiten.“

Karsten Günther (Geschäftsführer SC DHfK Leipzig) ...
... über die Ergebnisse der Studie, ob von Zuschauern eine Ansteckungsgefahr ausgeht (vor dem Spiel):
„Die Kernaussage ist, dass wir Veranstaltungen nun verstehen und auch das notwendige Wissen besitzen, wo Schwachstellen liegen. Aber auch wissen, wie wir Veranstaltungen sicherer machen können. Das Szenario mit zwei Personen, mit ringsherum zwei Metern Abstand und Masken, findet weitestgehend kontaktneutral statt. Es generiert außer dem Sitzpartner keine weiteren Kontakt-Eins-Personen. Damit hat es keinen Effekt auf das Pandemie-Geschehen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man in der aktuellen Lage auch Spiele mit Zuschauern durchführen könnte. Wir wollen nun den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern suchen, um wieder Einstieg-Szenarien gemeinsam festzulegen. Die Veranstaltungsbranche steht bereit und auch unsere Fans.“

Johannes Bitter (Torhüter TVB Stuttgart) ...
... zum Spiel:
„Ich freue mich sehr, dass ich derzeit viele Bälle halte. Wir besitzen aktuell eine tolle Phase, aber dürfen nun nicht abheben. Wir wissen, dass wir derzeit stabil spielen, wissen aber auch, dass wir viel Glück hatten, denn Leipzig musste ohne Trainer antreten. Wir haben ein eingespielteres Team, als in den letzten Jahren und können uns auf unsere Defensive verlassen. Wir haben uns gesagt, dass wir nochmal alles geben, denn wir wissen, dass wir erst einmal für längere Zeit ohne Publikum auskommen müssen. Wir wollten die Atmosphäre mitnehmen und uns tragen lassen. Das ist uns von vornherein gelungen und dann tragen auch nur 500 Leute.“

Sky Experte Stefan Kretzschmar ...
... über den bevorstehenden Lockdown und das Fernbleiben von Zuschauern (vor dem Spiel):
„Über den Lockdown freut sich natürlich niemand, denn es ist sehr Existenz gefährdend für die Liga und für alle Vereine. Die Pressekonferenz der Studie, die die Bundesliga in Auftrag gegeben hat, hatte eigentlich gezeigt, dass das Hygienekonzept der Liga schlüssig ist. Die Situation ist hart und auch besorgniserregend. Die Gründe des Hygienekonzeptes waren Gründe genug, um mit Zuschauern spielen zu können. Deshalb ist es für uns Vereine tragisch und für einige Vereine überlebensnotwendig, so schnell wie möglich wieder mit Zuschauern spielen zu können. Man versucht Regelungen zu finden und die Politiker zu überzeugen, dass von den Hygienekonzepten keine Gefahr ausgeht. Es ist ein harter Schlag auch für die Veranstaltungsbranche. Ich würde mir ein wenig mehr Gelassenheit wünschen, obwohl die Situation hart ist und mehr Vertrauen in unser Gesundheitssystem legen.“



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O-Ton-Service HBL/mw
Daniel Mayr (Mayr@liquimoly-hbl.de)
Mehr Informationen unter www.liquimoly-hbl.de/de