• FC-Trainer Gisdol ratlos: "Wir machen uns das Leben selbst schwer"
  • Dreierpacker Mateta schießt Mainz zum ersten Saisonsieg: "Er ist auf einem richtig guten Weg"
  • Freiburg-Coach Streich fassungslos über Schiedsrichter-Entscheidung: "Das ist unfassbar"
  • Sky Experte Höwedes zur Nationalmannschaft: Trainerdiskussion "nicht aufmachen"

    Unterföhring, 22. November -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 8. Spieltages der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg vs. 1. FSV Mainz 05 (1:3) sowie 1. FC Köln vs. 1. FC Union Berlin (1:2) bei Sky

    Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin) ...

    ... zum erneuten Sieg:
    "Der Klassenerhalt bleibt unser Ziel, das wird sich nicht ändern. Wir haben die starken Gegner am Ende, deshalb ist es nicht schlecht, dass wir jetzt unsere Punkte holen. Wir bleiben auf dem Boden. Wir machen es nicht schlecht, wir haben immer mehr Selbstvertrauen. Max Kruse, egal, wo er hingegangen ist, ein Mann war immer dabei. Aber wenn wir solche Spiele schon gewinnen, ist es ein gutes Zeichen."

    ... zum Geheimnis des Erfolgs: "Wir rufen unsere Basics gut ab, das ist diszipliniert zu verteidigen, kompakt sein, nicht viel zulassen. Das rufen wir ab, danach kommt Fußball spielen. Da haben wir einen Sprung gemacht."

    Max Kruse (Torschütze 1. FC Union Berlin) ...

    ... zum Spiel:
    "Heute war es mehr Kampf und Geduld, das hat uns heute ausgezeichnet. Ich finde, dass Köln sehr destruktiv gespielt hat und viele Spieler in Manndeckung genommen haben. Sie wollten das Spiel kaputt machen, um auf Konter zu lauern. Wir haben eine Situation zugelassen, den Standard, sonst standen wir hinten sicher. Der Sieg ist, denke ich, verdient, wie der zustande gekommen ist, ist irrelevant."

    ... zur Hochrechnung auf das Saisonende bei 15 Punkten nach acht Spielen: "Wenn man das hochrechnen könnte, wäre es eine einfache Mathematik. Und das ist der Fußball ja nicht."

    ... zum verschossenen Elfmeter: "Schade, dass ich den Rekord nicht habe, aber immerhin ist der zweite reingegangen, dann kann man es verkraften. Wir haben 15 Punkte, sieben Spiele nicht verloren. Darüber sollten die Leute schreiben, deshalb habe ich ihn nicht reingemacht."

    Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...

    ... zum Spiel:
    "Die Gratulation nehme ich an. Es war ein wirklich schwieriges Spiel, Köln stand sehr tief, hat die Räume unheimlich eng gemacht. Es war für uns nicht einfach, Lösungen zu finden. Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht. Am Schluss haben wir 2:1 gewonnen, ich bin überglücklich natürlich."

    ... zur Entwicklung der Mannschaft: "Über Entwicklung zu sprechen, da geht es um Konstanz. Nach acht Spieltagen über Entwicklung zu sprechen, das wäre verfrüht. Aber wir machen Schritte, heute wiederum war es ein Spiel, das uns hilft in der Entwicklung. Von daher bin ich sehr zufrieden."

    ... zur Mischung aus spielerischer Qualität und Kampf: "Wenn es enge Spiele sind, wenn du nicht viel Raum bekommst, dann geht es über Kampf. Und dieses Gesicht gilt es beizubehalten."

    Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...

    ... zum Spiel:
    "Unser Abwehrverhalten ist in den entscheidenden Momenten einfach nachlässig. Das erste Tor, das wir bekommen, trägt nicht gerade dazu bei, dass du Selbstvertrauen entwickelst. Selbstvertrauen siehst du vor allem in gelungenem Offensivspiel. Wir konnten heute die Bälle schlecht festmachen vorne, es ging aber auch darum, das Spiel zu kontrollieren. Die erste Halbzeit war ausgeglichen, in der zweiten Halbzeit macht der Gegner aus einem Spielaufbaufehler von uns ein Tor, wir kriegen wieder einen Elfmeter gegen uns und du verlierst ein Spiel, wo du denkst, das Spiel musst du nicht verlieren. Wir machen uns das Leben selbst schwer."

    ... zum Elfmeter und fehlender Lautstärke auf dem Platz: "Wenn der Gegner stabil steht, dann musst du auch akzeptieren, dass du 1:1 spielst. Da musst du keinen einfachen Fehler produzieren, wodurch du das Spiel verlierst. Jeder einzelne Punkt hilft uns. Der Gegner macht es gut, du hältst aber den Elfmeter, aber typisch, er fällt dem Gegner vor die Beine. Ein anderes Thema ist, dass wir viel zu leise sind auf dem Platz. Andere Mannschaften feuern sich an, wehren sich dagegen. Da muss ich meine Mannschaft in die Verantwortung bringen. Es war mir heute viel zu ruhig. Dass das ein Entwicklungsprozess ist, ist keine Frage. Wir haben aber die Hoffnung, dass Jonas Hector bald zurückkommt, er ist unser unumstrittener Führungsspieler."

    ... zur Aufstellung von Jorge Mere statt Sebastiaan Bornauw (vor dem Spiel): "Jorge hat insgesamt eine sehr gute Vorbereitung bei uns gemacht, er stand auch im Pokal in der Startformation, hat sich dann aber leider verletzt. Bei Seb war es zuletzt so, dass er nicht bei 100 Prozent war, da gilt dann das Leistungsprinzip."

    Rafael Czichos (1. FC Köln) ...

    ... zum Spiel:
    "Kein Aufwärtstrend. Wir müssen uns nicht wundern, wenn wir die Gegentore selbst so einleiten, das ist einfach schlecht. So holst du niemals einen Punkt in der Bundesliga. Wir haben zum Schluss alles probiert, aber nach vorne sind wir wie in den letzten Wochen viel zu ungeduldig und viel zu ungenau."

    ... zum ersten Gegentor: "Der Ball wird verlängert, dann ist es so ein Gestochere zwischen uns, wie so häufig fällt der Ball zum Stürmer, er macht ihn direkt rein. Es ist Bundesliga, jeder Fehler wird bestraft."

    Salih Özcan (1. FC Köln) ...

    ... zum verschuldeten Elfmeter:
    "Ich kam einfach zu spät, habe versucht, den Ball wegzuspitzeln. Vorher verlieren wir den Ball im Spielaufbau. Es ist ganz bitter, dass das gefühlt der hundertste Elfer gegen uns ist."

    Jean-Philippe Mateta (Dreifachtorschütze 1. FSV Mainz 05): "Natürlich bin ich froh, dass wir unseren ersten Sieg geschafft haben. Das ist in erster Linie ein Mannschaftserfolg. Ich hoffe, dass noch viele kommen werden."

    Rouven Schröder (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05) ...

    ... zu Mateta:
    "Er ist auf einem richtig guten Weg, er ist heiß, macht Extraschichten, er bindet sich voll ein, ist voll integriert. Die Mannschaft weiß genau: JP tiefe Läufe. Er ist unheimlich trickreich, schnell und hat unheimlich Selbstvertrauen, auch diese Leichtigkeit, die ein Torjäger jetzt braucht. Und das brauchen wir auch in den unteren Regionen, um da rauszukommen. Das ist elementar wichtig."

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...

    ... zum vermeintlichen Foul vor dem 0:1:
    "Wenn du da nicht Foul pfeifst... Aber es ist jede Woche das Gleiche. Letzte Woche in Leipzig dieser unfassbare Elfmeter. Im Moment ist Wahnsinn, was gepfiffen wird. In dieser Szene nicht Foul zu pfeifen und dass sich da auch nicht der Videoassistent meldet, wenn vier Sekunden später das Tor fällt. Wer so weggeschubst wird... Santamaria kann ohne Probleme köpfen, er kriegt voll den Stoß, so etwas wird immer gepfiffen, aber in so einer Szene wird nicht gepfiffen. Das ist unfassbar."

    ... zum Bankplatz von Nicolas Höfler (vor dem Spiel): "Wir haben gesagt, jetzt geht er mal raus. Er hat ein paar Mal unglücklich gespielt. Wenn er einen Fehler gemacht hat, hat es ein Gegentor gegeben. Wenn er keinen gemacht hat, hat es einen Elfmeter gegeben, der keiner war. Da kommt dann alles zusammen. Er soll uns helfen, wenn er reinkommt. Wir haben miteinander gesprochen, er kann damit umgehen. Wir wollen ihn wieder so, wie er war. Das müssen wir gemeinsam gestalten."

    Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg) ...

    ... zum Spiel:
    "Es war extrem frustrierend heute muss man sagen. Wenn du in so einem Spiel, das schon richtungsweisend sein kann, nach zwei Minuten hinten liegst, ich hätte auch aus meiner Perspektive gesagt, dass es Foul und Handspiel ist. Wir haben das Pech momentan, haben es aber in der Verteidigung nicht gut gemacht. Und wenn du nach vorne keine Gefahr ausstrahlst, ist das eine gefährliche Kombination. Wir waren in guten Räumen, haben aber derzeit nicht die Qualität und Überzeugung in den Aktionen."

    ... zur Ansprache in der Halbzeit: "In der Halbzeit, wenn du 0:3 hinten liegst, ist das total frustrierend. Aber wir haben gesagt: Abschütteln, 0:0 im Kopf herstellen, Anschlusstreffer herstellen, dann bist du wieder im Spiel. Das ist uns gelungen, aber in Summe war Mainz gefährlich. Wir hatten heute wenig Torgefahr und schlecht verteidigt."

    ... zu umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen: "In Leipzig ist es kein Elfmeter, heute die zwei, drei Szenen, es ist in Summe zu viel, weil wir im Moment nicht gut genug sind, um solche Szenen zu kompensieren. Es liegt an uns, das sind null Komma null Ausflüchte. Wir müssen zusammen da durch, uns die Dinge hart erarbeiten. Geschenkt bekommt man nix. Heute war es schon bitter und wenn du es in Summe selbst nicht gut spielst auch tödlich."

    Sky Experte Benedikt Höwedes ...

    ... zur Situation in der deutschen Nationalmannschaft:
    "Eine Trainerdiskussion würde ich prinzipiell nicht aufmachen, aber man muss klar Punkte ansprechen. Zu wenig Sprachrohre auf dem Feld, zu wenig Teamgeist. Es sind Prozesse, die im Laufe der Vorbereitung wachsen müssen, damit Deutschland ein turnierfähiges Team in den Wettbewerb bringt. Wir haben enorm viel Talent, aber wir ruhen uns darauf aus. Gewisse Personen müssen in die Rollen schlüpfen, damit ein gutes Konstrukt dabei herauskommt."

    ... zur Freiburger Niederlage: "Die Tendenz bei Freiburg geht nach unten, sie müssen aufpassen, dass sie nicht weiter abrutschen. Das Glück ist nicht auf Freiburger Seite. Sie haben sich den Schuh aber selbst anzuziehen, Freiburg war in der ersten Halbzeit einfach nicht gut."

    ... zu Ansatzpunkten, die die Kölner finden können: "Köln hat sich nicht aufgegeben, das ist ein Mutmacher. Es sind insgesamt nicht viele Torchancen kreiert worden, das war aber auch nicht zu erwarten. Union hatte das glücklichere Ende."



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