• Frankfurts Vorstand Fredi Bobic über Gehaltsverzicht: „Spieler sind sehr vernünftig“
  • Eintracht-Trainer Hütter lobt Teamleistung: „Taktisch sehr gut gemacht“
  • RB-Keeper Gulacsi will Rückstand auf Bayern im direkten Duell „wiedergutmachen“
  • Sky Experten Matthäus zu Löw: „Erreicht die Mannschaft nicht mehr“

    Unterföhring, 21. November 2020 -
    Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 8. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig (1:1) bei Sky.

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich fand unser Spiel nicht so schlecht. Heute waren wir sehr oft auf der ballnahen Seite und haben nicht so viele Chancen herausgespielt. Trotzdem müssen wir durch Dani Olmo in Führung gehen und kriegen dann mit einer Allerwelsaktion von der Mittellinie ein Tor, was so nicht fallen darf. Das war einfach sehr schlecht verteidigt. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar schöne Aktionen und machen das Tor. Was gefehlt hat, waren weitere klare Toraktionen.“

    ... zum Training im engen Spielkalender: „Training? Ich glaube, ich habe das letzte Mal vor der Champions League richtig trainiert. Es ist zurzeit mehr Gesprächstherapie als Training. Die Nationalspieler waren frühestens am Donnerstag zurück, haben aber zwei Tage vorher noch gespielt. Am Freitag ist schon Abschlusstraining, dann ist das Spiel am Samstagabend und dann spielen wir am nächsten Dienstag schon wieder in der Champions League. Der Spielplan ist nicht so prickelnd, deswegen musst du im Training auf viele Dinge Rücksicht nehmen. Trotzdem sehe ich bei den Spielern eine Entwicklung, wir sind stabiler geworden.“

    ... zum Spiel gegen Paris: „Deswegen habe ich heute dreimal in der Halbzeit gewechselt und hätte sonst auch ein bisschen anders begonnen. Aber es geht wegen den vielen Länderspielen nicht. Wir müssen gegen Neymar und Mbappe frisch sein. Der Druck liegt etwas mehr bei Paris, was uns entgegenkommt. Die Jungs haben morgen einen Tag zum Durchschnaufen und dann geht’s nach Paris.“

    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    „Über 90 Minuten war es vielleicht ein gerechtes Ergebnis. Leipzig war optisch besser, hat sich aber nicht so viele Torchancen herausgespielt. Wir haben es heute taktisch sehr gut gemacht und die Räume eng gemacht. Was mir ein bisschen gefehlt hat, war das Spiel nach vorne. Ich kann mit dem Punkt heute besser leben, als in anderem Spielen.“

    ... zu Filip Kostic: „Es gibt Spieler, die nach einer längeren Verletzungsphase direkt sehr gut spielen, aber dann in ein Loch fallen. Und es gibt andere, die etwas mehr Zeit brauchen. Er hat ein ordentliches Spiel gemacht. Er kann es sicher noch besser machen, aber für mich ist es wichtig, dass er wieder spielen kann. Diese Spielminuten werden ihn sicherlich auch wieder dazu bringen, dass er an alte Leistungen anknüpfen kann.“

    ... zu den vielen Remis seiner Mannschaft: „Man muss die Bundesliga in dieser Saison etwas anders betrachten. Es ist nicht so einfach zu gewinnen. Gegen Bielefeld, Bremen oder Köln hätte ich auch lieber einmal verloren und dafür zweimal gewonnen. Aber heute nehmen wir den Punkt gerne mit.“

    Fredi Bobic (Sport-Vorstand Eintracht Frankfurt) ...
    ... zu den Länderspielen (vor dem Spiel):
    „Wir hatten die Belastung schon bei der Bekanntgabe des Rahmenspielplans angemerkt. Christian Seifert hat allen Sport-Verantwortlichen aus den Herzen gesprochen, dass es diese zusätzlichen Spiele ein Wagnis sind. Gleichzeitig wollen auch die Verbände Geld verdienen. Es ist wirklich sehr schwierig in dieser Zeit. Unsere Spieler quer durch die ganze Welt zu schicken, ist schon sehr gefährlich.“

    ... zum Gehaltsverzicht bis zum 30. Juni 2021 (vor dem Spiel): „Es ist sehr löblich, dass die Jungs das nochmal mitgehen. Man denkt immer, dass es selbstverständlich sein sollte, aber das ist nicht so einfach. Die Spieler sind sehr vernünftig, weil sie auch erkennen, was in der Öffentlichkeit los ist. Es wird sicher noch den ein oder anderen Verein treffen, wenn wir auch in der Rückrunde komplett ohne Zuschauer spielen.“

    Erik Durm (Eintracht Frankfurt) ...
    … zum Spiel:
    „Gegen eine Spitzenmannschaft wie RB Leipzig ist es immer schwer. Sie haben enormes Tempo nach vorne, aber wir haben sie gut analysiert.“

    ... zur fehlenden offensiven Durchschlagskraft: „Leipzig verlangt einem immer viele Körner ab. Klar, wir wollten offensiv mehr Akzente setzen, aber unsere Jungs vorne haben es defensiv sehr gut gemacht. Deswegen sind wir sehr zufrieden mit dem Spiel.“

    … zu seinem Startelfeinsatz: „Ich wusste es seit heute morgen und habe mich riesig gefreut. Ich habe nie aufgehört, im Training Gas zu geben. Heute habe ich die Chance bekommen. Das dann gegen Leipzig noch ein Punkt herauskommt, ist umso schöner.“

    ... zum Gegentor: „Sie kommen über meine Seite, ich bin ein mit Zwei-gegen-Eins in Unterzahl. Ich will mit dem einen Spieler mitgehen und hätte vielleicht ein bisschen früher rausrücken müssen. Dadurch flankt Angelino den Ball hinein und der Stürmer ist einen Tick schneller. Das kann passieren, sollte es aber nicht.“

    Kevin Trapp (Torhüter Eintracht Frankfurt) ...
    … zum Spiel:
    „Im Ganzen sind wir zufrieden mit dem Unentschieden. Die Spiele gegen Bremen, Stuttgart und Köln ärgern uns natürlich mehr. Ein Unentschieden heute gegen eine Champions-League-Mannschaft ist okay. Für uns war es insgesamt eine gute Leistung.“

    … zum Gegentor: „Das macht Yussuf Poulsen gut, seine Bewegung ist für Martin Hinteregger schwer zu verteidigen. Ich will Erik Durm bei der Flanke nichts ankreiden, es war eine schwere Situation für ihn. Er hat insgesamt ein gutes Spiel gemacht, obwohl er lange nicht gespielt hat.“

    Torschütze Yussuf Poulsen (RB Leipzig) …
    …zum Spiel:
    „So wie das Spiel gelaufen ist, ist das Ergebnis okay. Wir haben zunächst ein blödes Gegentor bekommen, bei dem mehrere Spieler die Situation unterschätzt haben. Dann sind wir dem Rückstand hinterhergelaufen und Frankfurt hat alles reingehauen. Wir haben dann das Tempo erhöht und mit etwas Glück hätten wir vielleicht noch das 2:1 machen können.“

    … zum fehlenden Tempo in der Offensive: „Wir wollten eben auch nicht in einen Konter hineinlaufen. Frankfurt ist eine sehr gute Kontermannschaft, deswegen wollten wir nicht mit zu viel riskieren.“

    … zur verpassten Chance, zum FC Bayern aufzuschließen: „Es ist, wie es ist. Wir sind nicht hundertprozentig zufrieden mit dem Punkt. Wir hätten gerne drei Punkte geholt, aber dann müssen wir es eben nächste Woche besser machen.“

    … zu seinem Tor: „Es war eine Top-Flanke von Angelino. Ich habe mich in den letzten Wochen noch geärgert, dass ich so viele Flanken von ihm vergeben habe. Ich froh über das Tor, aber es hat leider nicht zu den drei Punkten gereicht.“

    Torhüter Peter Gulacsi (RB Leipzig) …
    … zum Spiel:
    „Wir hatten heute das Ziel, drei Punkte zu holen und wussten, was auf uns zukommt. Es war ärgerlich, dass wir kurz vor der Pause ein unnötiges Gegentor bekommen haben. Wir müssen den Punkt mitnehmen, auch weil wir in den letzten 30 Minuten nicht genügend Torchancen herausgespielt haben.“

    … zum Gegentor: „Es ist eine Standardsituation, bei der wir hinter dem Kopfballduell nicht richtig absichern. Es lag weniger an der Qualität von Eintracht Frankfurt, sondern an unserer Unaufmerksamkeit.“
    … zur verpassten Chance, zum FC Bayern aufzuschließen: „Es war eine gute Möglichkeit, mit den Bayern gleichzuziehen. Aber die Saison ist lang und man sieht, dass es schwer ist, konstant dreifach zu punkten. In zwei Wochen spielen wir in München, da können wir die fehlenden zwei Punkte von heute wiedergutmachen.“

    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zum 1:1 des FC Bayern gegen Werder Bremen:
    „Die Bremer haben das sehr gut gemacht und die Bayern nicht ins Spiel kommen lassen. Der Punktgewinn war auf jeden Fall verdient, am Ende war Bremen dem 2:1-Siegtreffer sogar näher als die Bayern. Bei Bayern München hat man gesehen, dass die Mannschaft so nicht eingespielt war.“

    … zur Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw: „Ich denke, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht. Auch seine Pressekonferenzen und Interviews sind nicht mehr so klar wie früher. Jogi muss auch ehrlich zu sich selbst sein: Macht es mir noch Spaß? Habe ich das Gefühl, dass ich noch das Beste aus der Mannschaft heraushole? Wenn er meint, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht, muss er zurücktreten.

    ... zur Leistung von RB Leipzig: „Wenn man Meister werden will, muss man nach dem Ausrutscher von Bayern mehr machen. Sie haben das Spiel bestimmt, aber waren nicht zwingend genug. Das zeichnet einen Champion aus und so sind sie heute nicht aufgetreten.“

    … zur Schalker Krise: „Wenn wir als Spieler bei Bayern München in der Krise waren, dann haben wir uns zusammengesetzt, die Meinung gegeigt und hinterher sogar noch ein Bier getrunken. So sind wir wieder zusammengerückt. Da hat es keinen Trainer gebraucht. Um aus dem Abstiegskampf herauszukommen, musst du kämpfen.“


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