• Tuchel glücklich: „Haben gekämpft und Glück gehabt“
  • Bürki zufrieden: „Wussten, dass es ein wichtiger Schritt sein könnte“
  • Sky Experte Rene Adler: „Leipzig war im Angriff nicht zwingend genug“
  • Sky Experte Dietmar Hamann: „Für Leipzig war mehr drin “

    Unterföhring, 24. November 2020
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagspartien des 4. Spieltages der Champions-League-Gruppenphase, u.a. Paris Saint-Germain – RB Leipzig (1:0) und Borussia Dortmund – FC Brügge (3:0), bei Sky.

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und der Elfmeter für Paris ist ein absoluter Witz. Ich weiß nicht, wo da der Videoassist war, dafür haben wir ihn ja eigentlich. Der Videoassistent hat wahrscheinlich ein anderes Spiel angeschaut. So etwas auf einem Champions League Niveau ist sehr traurig. Es war eine klare Schwalbe und dort war kein Kontakt. Am Ende entscheidet so etwas schon sehr viel, weil man dadurch nicht gut ins Spiel findet. Paris hatte keine wirkliche Chance im Spiel. Die Pariser standen sehr tief und wir hatten viele Abschlüsse aus der zweiten Reihe. Am Ende wäre es zumindest verdient gewesen, wenn wir uns mit einem Unentschieden belohnt hätten. Wir haben nun schlechtere Karten in der Gruppe und müssen unsere beiden letzten Spiele gewinnen.“
    ... Über Peter Gulacsi (vor dem Spiel): „Es ist für einen Torhüter nicht einfach, wenn man relativ viele Saisons überwiegend lange Bälle spielen muss und dann kommt ein neuer Trainer, der was die Spieleröffnung angeht, relativ viel umstellt. Er ist keine 21 Jahre mehr alt und da ist eine Anpassung nicht mehr so leicht. Deshalb ist es ihm hoch anzurechnen, dass er diese neue Qualität entwickelt hat. Es ist wichtig, dass er mehr richtige Entscheidungen, als falsche trifft. Seinen Hauptjob Torhüter zu sein macht er sehr gut. Wir lassen nicht viele Großchancen zu, aber wenn wir es machen, dann ist er immer da. Dass er ein guter Torhüter ist, sieht man auch an seiner Statistik.“

    Christopher Nkunku (RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Die Niederlage ist sehr enttäuschend, weil wir die bessere Mannschaft auf dem Feld waren. Wir müssen uns nun auf die nächsten beiden Spiele fokussieren und uns gut vorbereiten. Es bleibt in dieser Gruppe noch alles offen und wir werden alles geben, um dieses Ding noch zu drehen.“

    Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Die Niederlage ist sehr bitter, denn wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wir haben unglaublich viel Mentalität gezeigt und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Dann ist es sehr schade, wenn man sich beim letztjährigen Champions League Finalisten nicht belohnt. Es ist mühsam über die Elfmeter Situation zu sprechen, denn der Schiedsrichter hat einen Elfmeter gepfiffen und wenn der VAR nicht eingreift, ist das ganze umso trauriger. Man bekommt bei einer Spitzenmannschaft keine 50 Chancen geliefert und man muss die Chancen nutzen, die man bekommt. Dennoch bleibe ich dabei, dass ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen kann. Ich bin trotz der Niederlage sehr stolz auf die Leistung. Wir müssen nun beide andere Spiele gewinnen, um eine Chance fürs weiterkommen zu bewahren. Wir sind in dieser schwierigen Gruppe angetreten, um ins Achtelfinale einzuziehen und das hat sich auch nicht geändert.“

    Thomas Tuchel (Trainer Paris Saint-Germain) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich bin mit meiner Mannschaft hier, um mit ihr durch die Gruppe zu kommen. Wir haben viel Arbeit, weil wir mit Spielern agieren, die physisch weit entfernt von dem sind, was man eigentlich von ihnen erwarten kann. Deshalb hangeln wir uns alle drei Tage von Spiel zu Spiel und haben einen Druck, dass wir durch die Gruppe kommen wollen. Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Wir haben gekämpft und ein wenig Glück gehabt. Deshalb kann ich damit leben und haben nun das Ergebnis, was wir gebraucht haben. Wir haben keinen Grund, uns zu entschuldigen. Wir haben aufopferungsvoll verteidigt und keine Großchancen zugelassen.“

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...
    ... über Youssoufa Moukoko, der dieses Mal nicht eingewechselt wurde:
    „Wir haben noch viele andere Spieler in der Offensive. Youssoufa Moukoko ist ein sehr guter Spieler und hat noch viel vor sich. Er wird ein sehr guter Spieler werden, aber er muss auch ein wenig Geduld haben, denn er ist gerade erst einmal 16 Jahre alt. Wir werden sehen, wie er trainiert.“

    Jadon Sancho (Torschütze Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich bin sehr glücklich über den Sieg, denn wir wussten, dass es kein leichtes Spiel werden würde. Wir haben auf dem Feld gezeigt, dass wir hart arbeiten und ich bin froh, ein Tor und einen Assist gegeben zu haben.“

    Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir wussten, dass es ein wichtiger Schritt sein könnte, wenn wir dieses Spiel gewinnen. Jetzt können wir gegen Lazio Rom die Tabellenführung klar machen und das ist unser Ziel.“

    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Man muss natürlich Erling Haaland loben, weil er wieder zwei Treffer erzielt hat. Aber auch für Jadon Sancho freut es uns, denn er hat ein tolles Freistoßtor erzielt. Ihm tut es gut und es gibt ihm ein wenig Aufschwung.“

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
    ... über Erling Haaland (vor dem Spiel):
    „Erling Haaland bringt in seinem Alter bereits extrem viel mit, insbesondere eine hervorragende Einstellung. Wenn man das reine fußballerische betrachtet, dann könnte er für seine Größe noch ein besseres Kopfballspiel haben. Da hat er in den nächsten Jahren aber noch genug Zeit dran zu arbeiten. Für uns ist er Gold wert, weil er die Mannschaft mitreißen kann und wichtige Tore erzielt. Jede Minute zeigt er, dass er erfolgreich sein möchte.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zu RB Leipzig:
    „Es war mehr drin. Die Leipziger haben eine hervorragende Partie gezeigt und Paris über 90 Minuten beherrscht. Sie sind mir in den letzten Monaten ans Herz gewachsen, so wie sie in der Champions League aufgetreten sind und gegen Paris nun noch ein Stückchen mehr. Die Niederlage tut mir persönlich sehr weh. Bis 20 Meter vor dem Tor haben die Leipziger echt gut gespielt. Man muss aber auch die Franzosen loben, denn sie haben verteidigt wie die Löwen. Leipzig kann stolz auf sich sein, denn sie haben sich und den deutschen Fußball gut verkauft.“
    ... über Thomas Tuchel, der bei Paris in Kritik geraten ist (vor dem Spiel): „Die Situation ist kompliziert, denn man muss Entscheidungen treffen, wenn man so eine Mannschaft trainiert. Man muss ein Stück weit Dompteur sein, damit man diese ganzen Charaktere unter einen Hut bekommt und jeden bei Laune hält. Das hat Thomas Tuchel bisher hervorragend gemacht, denn es sind vor ihm schon viele gescheitert. Er hat es geschafft, das Champions League Finale zu erreichen und sie waren gegen den FC Bayern auf Augenhöhe. Es war eine ganz enge Kiste und deshalb hat es seinem Ruf nicht geschadet. Er hat es besser gemacht, als seine Vorgänger. Aber wenn man einen Sportdirektor hat, der einen anderen Trainer haben will und man auf keinen Nenner kommt, wenn es um Neuverpflichtungen geht, dann wird es schwer. Wenn man rein nach seiner Leistung geht und betrachtet, was er geleistet hat, gibt es eigentlich keinen Grund, ihn zu ersetzen. Man muss auch anerkennen, was er geleistet hat, seitdem er dort hin gewechselt ist. Was im Moment mit ihm gemacht wird, ist sehr undankbar und ihm nicht würdig. Da hätte ich mir von so einem Verein ein anderes Verhalten erwartet.“

    Sky Experte Rene Adler...
    ... zu RB Leipzig:
    „Die schlechte Passquote und der niedrige Ballbesitz für Paris sind eher untypisch. Aber unter dem Strich stehen die drei Punkte. Man hat auch gesehen, wie sich die Spieler gefreut haben. Leipzig hat zwar ein gutes Auswärtsspiel bestritten, aber gerade im Angriff waren sie nicht zwingend genug.“
    ... über Thomas Tuchel, der bei Paris in Kritik geraten ist (vor dem Spiel): „Der Trainerjob bei Paris ist einer der undankbarsten Jobs im europäischen Spitzenfußball. Jeder nationale Titel zählt nicht. Man ist im Champions League Finale und verliert knapp gegen eine Übermannschaft, wie den FC Bayern München und das kann passieren. Aber seit dem ersten Tag ist er gefühlt immer irgendwelchen Kritiken ausgesetzt. Dementsprechend wird seine Leistung nicht genügend wertgeschätzt.“
    ... über Roman Bürki (vor dem Spiel): „Roman Bürki ist seit 2015 in Dortmund und hat viele Höhen und viele Tiefen mitgenommen. Das ist extrem wichtig für einen Torhüter und für seine Entwicklung. Da ist er aber gestärkt hinausgekommen. Er ist aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken und hat immer die Möglichkeit, Spiele mit zu entscheiden.“

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