• Hoffenheims Trainer Hoeneß: Rote Karte war „eine harte Auslegung“
  • Mainzer Brosinski zufrieden: „Ein gerechtes Unentschieden“
  • Arne Friedrich: „Zu Null nehmen wir gerne mit“
  • Sky Experte Martin Schmidt zur Mainzer Form: „Darauf lässt sich aufbauen“

    Unterföhring, 29. November 2020
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 9. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Bayer 04 Leverkusen vs. Hertha BSC (0:0) sowie 1. FSV Mainz 05 vs. TSG 1899 Hoffenheim (1:1) bei Sky.

    Arne Friedrich (Sportdirektor Hertha BSC) ...
    ... zum Spiel:
    „Das zu Null nehmen wir gerne mit. Wir haben besser verteidigt, das war in letzter Zeit schon ein Problem von uns. Nach vorne waren wir leider nicht durchschlagkräftig. Aber einen Punkt hier mitzunehmen, Leverkusen hat das in den letzten Wochen sehr gut gemacht.“
    ... zur Spielweise: „Wir wollten den Gegner eigentlich immer wieder unter Druck setzen. Wir wussten, dass Leverkusen unter der Woche gespielt hat, dass wir eigentlich die frischeren Beine hatten. Am Ende sind wir nicht dazu gekommen, Torgefahr auszustrahlen. Der Kopf spielt auch ein Stück weit eine Rolle.“

    Simon Rolfes (Direktor Sport Bayer 04 Leverkusen) ...
    ... zum Spiel:
    „Hertha ist eine gute Mannschaft, aber ich kann mich an keine wirkliche Torchance von Hertha erinnern. Wir haben das Spiel kontrolliert und dominiert. Das Einzige, was wir nicht hinbekommen haben, ist im letzten Drittel den richtigen Pass zu spielen. Vielleicht hätten wir noch einen Lucky-Punch gehabt mit dem Eckball.“
    ... zu Lucas Alario: „Natürlich hat Lucas gefehlt, auch um noch einmal nachzulegen. Wir hatten noch den einen oder anderen kurzfristigen Ausfall, sodass wir auch von der Bank nicht mehr wirklich nachlegen konnten. Das merkt man in den intensiven Wochen.“

    Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05) ...
    ... zum Spiel:
    „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Viele Zweikämpfe und 50:50-Situationen. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden.“
    ... auf die Frage, warum die Führung nicht ausgebaut wurde: „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht so da, wie im ersten Durchgang. Man hat gemerkt, dass Hoffenheim mehr Übergewicht hatte, aber auch nicht die Torchancen. Dann haben sie uns hinten reingedrückt und das war unser Fehler, dass wir nicht aktiv nach vorne verteidigt, sondern zu viele Räume gelassen haben. Sie haben es sauber über die außen durchgespielt, das konnten wir dann nicht mehr verteidigen.
    ... zur Roten Karte gegen Dennis Geiger: „Es gibt immer zwei Sichtweisen. Von meiner Sicht aus geht die Rote Karte in Ordnung. Viele sagen, es war ein taktisches Foul, aber er ging eigentlich nur in die Beine des Gegners.“

    Rouven Schröder (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05) ...
    ... zum Spiel:
    „Hinten heraus wünscht man sich natürlich den Lucky-Punch, aber alles in allem ein gerechtes 1:1. Schade, dass wir nach dem 1:0 nicht nachlegen konnten. Wir konnten zwar kompakt stehen, aber keine Nadelstiche mehr setzen. Alles in allem war Hoffenheim immer wieder gefährlich.“
    ... zur Chance von Jean-Philippe Mateta: „Es ist schwer, wenn du als Rechtsfuß von der rechten Seite kommst, dann wird der Winkel unheimlich schwer. Baumann hat sich breit gemacht, entweder du schiebst ihn dann durch die Beine oder versuchst, auf den langen Pfosten zu schießen. Er hat es eigentlich gut gemacht. Es sei ihm auch zugestanden, die letzten Wochen waren sehr erfolgreich.“
    ... zur Unruhe nach der Roten Karte: „Mainz gegen Hoffenheim, das ist immer emotional. Es sind viele junge Leute auf dem Feld, jeder möchte das Spiel gewinnen und jetzt merken wir auch, wenn keine Zuschauer da sind. Man hört jedes Wort. Jeder verteidigt da sein Team. Aber eine Minute später ist das dann auch gegessen und nach dem Spiel geben wir uns wieder die Hände.“
    ... zur Roten Karte: „Es ist schwer, von Mainzer Seite aus gegen einen Hoffenheimer zu sprechen. Aber von der Bank aus war es für mich ein klares Foulspiel, weil der Ball nicht ansatzweise in der Nähe war. Er wollte den Angriff unterbinden, das kann man machen, aber in der Form, hinten in die Beine. Wäre es ein Mainzer gewesen, hätte ich genauso Rote Karte gesagt.“
    ... zur Mainzer Form: „Es ist ein gewisser Glaube da. Wenn man immer sagt, du trainierst gut, du hast gute Ansätze, du musst nur punkten. Das haben wir in drei Spielen mit fünf Punkten getan. Jetzt sollten wir nicht den Fehler machen und sagen ‚der Glaube ist da und wir sind im Flow‘. Wir spielen jetzt in Bielefeld, das ist ein direkter Konkurrent. Da freuen wir uns drauf und wollen dreifach punkten.“

    Jan-Moritz Lichte (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
    ... zum Spiel:
    „Als Trainer ist man zwiegespalten, aber ich sage nicht, das bringt uns keinen Schritt weiter. Es bringt uns die Gewissheit, dass wir jetzt drei Spiele hintereinander nicht verloren haben. Das ist für uns eine positive Entwicklung, die müssen wir mitnehmen. Trotzdem können wir uns darüber ärgern, dass es nicht drei Punkte geworden sind.“
    ... zur Schlussphase: „Wir ärgern uns, weil wir glauben, die besseren Situationen gehabt zu haben. Dann in Überzahl gab es viele Standardsituationen, wo wir vielleicht noch einen hätten über die Linie drücken müssen, aber es nicht geschafft haben.“
    ... zum verpassten Führungsausbau: „Wir wollten aktiv vorwärts verteidigen. Ich kann mir vorstellen, dass die Mannschaft das Gefühl hatte, dass wir das Ergebnis eher verteidigen wollen. Wir sind dadurch zu passiv geworden, das ist mein erstes Gefühl.“
    ... zu Roter Karte: „Ich glaube ihm, dass er da keinen verletzen wollte. Aber aus unserer Sicht schien das okay zu sein.“

    Sebastian Hoeneß (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Handschlag nach dem Spiel mit Jan-Moritz Lichte:
    „Es waren ordentlich Emotionen drin. Dann gehört es sich trotzdem am Ende, sich die Hand zu geben.“
    ... zur Roten Karte: „Ich sage nicht, dass es eine Fehlentscheidung ist, aber es ist eine harte Auslegung. Es war schon offensichtlich, dass er den Spieler nicht verletzt hat. Es ist im hohen Tempo, trotzdem ist es für mich ein Gehfehler, um den Konter zu unterbinden. Wenn wir schlauer sind, machen wir es an der Schulter und dann springen wahrscheinlich nicht so viele Spieler auf und möglicherweise gibt es nur eine Gelbe Karte aufgrund eines taktischen Fouls.“

    Ihlas Bebou (Torschütze TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zum Tor:
    „Natürlich habe ich mich darüber gefreut, weil es auch mein erstes Saisontor ist. Ich habe mich darüber gefreut, der Mannschaft zu helfen und dass wir uns am Ende diesen Punkt erkämpft haben.“
    ... zum Unentschieden: „Ein Stück weit ärgern wir uns schon. Wir wollten hier gewinnen. Uns hätten die drei Punkte gutgetan, aber mit dem einen Punkt müssen wir leben. Mit der Roten Karte war es sehr schwer.“
    ... zum Tabellensituation: „Wir haben sehr viele Spiele. Wir versuchen unsere Punkte zu holen, für uns ist das in der jetzigen Phase sehr wichtig.“

    Oliver Baumann (Torhüter TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zu Gegentoren in der Bundesliga:
    „Es ärgert mich. Heute war es okay, in der zweiten Halbzeit haben wir eine Chance zugelassen. Aber davor hatte es der Gegner zu leicht, sich Torchancen herauszuspielen. Ich wünsche mir auch deutlich mehr Zu-Null-Spiele. Aber was wir in der zweiten Halbzeit gemacht haben war top. In der ersten Halbzeit war es relativ ausgeglichen, zum Schluss war es eng.“
    ... zu Roter Karte: „Ich glaube, grundsätzlich tut es ihm nicht weh, aber es ist ein taktisches Foul, er will ihm einen Gehfehler geben. Aus der Dynamik heraus war es zu aggressiv.“

    Sky Experte Martin Schmidt ...
    ... zu Hertha BSC:
    „Sie waren vorne mutig und hinten waren sie sehr solide. Deshalb kam das, was Leverkusen sonst so gut kann, heute gar nicht zum Zug. Ein Kompliment an die Defensive von Hertha.“
    ... zu Mainzer Form: „Ein Trend ist es sicher. Dreimal nicht verloren, vor allem wenn man die Startphase sieht. Es spricht schon dafür, dass die Handschrift allmählich etwas hergibt. Man bekommt noch keine 90 Minuten hin, die top sind, aber immer wieder gute Phasen und darauf lässt sich sicher aufbauen.“

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