• Gladbach verpasst Sieg in Freiburg: „Müssen noch härter zu uns selbst werden“
• Bielefeld gelingt Befreiungsschlag: „Wird einiges freisetzen“
• Kölns Trainer Gisdol lobt Spieler: „Jungs mit klarem Kopf“
• Sky Experte Hamann: „Dortmund im Moment kein Meisterschaftsanwärter“

Unterföhring, 05. Dezember 2020
- Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 10. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) …
… zur Aufstellung:
„Wir haben heute mit Risiko gespielt, zwei, drei Spieler haben gespielt, die lange nicht gespielt haben. Zagadou zum Beispiel hat sechs Monate nicht gespielt, Nico Schulz hatte seit langem nicht mehr gespielt. Heute Morgen waren Mats Hummels und Emre Can unsicher bis ungefähr 11 Uhr. Es war viel Risiko, aber es war nötig.“

Roman Bürki (Torwart Borussia Dortmund) …
… zum Spiel:
„Wir hatten schon viele Spiele, das hat man gemerkt, dass einige Spieler auf dem Platz waren, die lange verletzt waren. Der Rhythmus hat gefehlt, wir konnten das Spiel nicht so schnell machen, haben Zeit gebraucht, Lösungen zu finden. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir nicht schlecht gespielt, das Tor gemacht, mit etwas Glück hätten wir noch gewinnen können.“
… zur Frage, wie wichtig ein klassischer Mittelstürmer für Dortmund ist. „Den brauchen wir, das haben wir heute wieder gesehen. Auch gegen Lazio haben wir diesen klassischen Mittelstürmer vermisst, deshalb bin ich froh, dass wir Mouki noch haben.“

Emre Can (Borussia Dortmund) …
… zur Frage, ob er mit dem Remis leben kann:
„Am Ende schon. Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt, Frankfurt hat eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, sie haben uns wehgetan. Es war nicht angenehm, gegen die zu spielen und auf dem Platz war es auch nicht angenehm, Fußball zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir viel besser gespielt, das haben wir in der Halbzeit angesprochen, dass wir dagegenhalten wollen. Das haben wir gemacht. Aber heute ist das 1:1 auch in Ordnung.“
… zu Youssoufa Moukoko: „Wir müssen mit Moukoko Geduld haben. Er ist 16, er muss sich an das Tempo gewöhnen. Die Verteidiger sind hier stärker, alles ist schneller, aber er hat extremes Talent. Wir müssen Geduld haben, dann wird es schon. Wir haben in der Mannschaft nicht so viele, wenn Haaland ausfällt.“

Erik Durm (Eintracht Frankfurt): „Es war sehr laufintensiv, sehr anstrengendes Spiel. In der zweiten Halbzeit hat Dortmund klarerweise mehr gedrückt, sie haben sich ein paar Chancen rausgespielt, aber wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir haben alles auf dem Platz gelassen und sind sehr zufrieden mit dem Punkt.“

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): „Es zieht sich durch die Saison, dass bei Standards nicht hellwach. Es ist eigentlich das leichteste, den Gegenspieler nicht das Tor schießen zu lassen.“

Breel Embolo (Torschütze Borussia Mönchengladbach): „Wir haben ein bisschen geschlafen, sind fahrlässig beim Elfmeter, ziehen zwei-, dreimal den Fuß zurück, dann macht es der Spieler sehr gut. Aber danach haben wir eine gute Reaktion gezeigt, eine gute Präsenz, haben Chancen, das 3:2 zu machen. Das ist nicht gelungen, am Ende würde ich sagen, ist es ein verdientes Unentschieden.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) …
… zu den positiven Aspekten seiner Mannschaft:
„Grundsätzlich, in einer nicht ganz einfachen Zeit mit vielen Spielen, die Haltung, sich in das Spiel hineinzuarbeiten. Wir hatten ein paar Chancen, die Körpersprache insgesamt hat mir ordentlich gefallen. Ich muss morgen schauen, wenn ich aufwache, ob wir einen Punkt gewonnen haben oder zwei verloren. Wir wollten natürlich schon gewinnen, das wäre wichtig gewesen, aber jetzt fahren wir weg aus Freiburg mit einem Punkt, der gefühlt ganz okay ist.“
… zu den Standardgegentoren und der Defensive: „Mit Elvedi und Bensebaini haben uns zwei der kopfballstärksten Spieler gefehlt, und man weiß, wie Freiburg bei Standardsituationen agiert. Daher kann man das in gewisser Weise nachvollziehen, trotzdem hätten wir es besser machen können. Wir haben sicher auch zu viele Chancen zugelassen, beide Mannschaften hätten ein paar mehr Tore schießen können. Für uns geht es in der Weiterentwicklung darum, dass wir in solchen schwierigen Phasen noch härter werden uns selbst gegenüber, um solche Spiele zu gewinnen. Aber insgesamt kann ich mit der Leistung der Jungs, mit dem Auftreten, leben.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) …
… zur Leistung seiner Mannschaft:
„Gegen gute Gladbacher waren wir voll auf dem Platz, haben alles abgearbeitet. Schön war auch, dass wir gute Einzelleistungen hatten, viele gute Leistungen, viele Torchancen in einem Spiel gegen Gladbach, richtig gute Torchancen. Schade, dass wir die nicht nutzen konnten, aber die Leistung war richtig gut. Gladbach war gut, man muss nur das zweite Tor von Plea anschauen. Aber wir waren auch gut, und wenn wir gut sind, ist es für Gladbach auch schwer. Wir sind vorne angelaufen, ununterbrochen, wie die Verrückten, haben es taktisch gut gemacht. Es war eine richtig gute Leistung, aber sind nicht belohnt worden insgesamt. Am Ende brauchst du noch Glück, damit du nicht 3:2 verlierst, aber das wäre absolut unverdient gewesen.“

Vincenzo Grifo (Torschütze SC Freiburg): „Wir waren eklig, wir waren dreckig, wir haben versucht, alles reinzuwerfen. Am Ende wurden wir belohnt, aber haben dennoch nicht die drei Punkte behalten.“

Robin Zentner (Torwart 1. FSV Mainz 05): „Es hat verschiedene Gründe. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner zu Toren eingeladen, sie hatten die zwei Schüsse, die waren drin, an mehr kann ich mich nicht erinnern. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt.“

Rouven Schröder (Sportvorstand 1. FSV Mainz 05): „Wir haben es leider nicht geschafft, Druck aufzubauen, erst nach dem 2:1. Dann wird es allgemein hektisch. Dann hatten wir noch die Riesenchance von Mateta zum 2:2, es ist echt bitter, dass wir es in 90 Minuten nicht geschafft haben, hier etwas mitzunehmen. Das müssen wir uns ankreiden, damit können wir nicht zufrieden sein.“

Jan-Moritz Lichte (Trainer 1. FSV Mainz 05): „Ich habe die letzten Wochen auch nicht auf die Tabelle geschaut, aber es ist ärgerlich, dass wir nach der Phase, in der wir uns Schritt für Schritt was erarbeitet haben, jetzt den deutlichen Schritt zurückgehen tabellarisch. Das ist einfach ärgerlich. Das hält uns nicht auf, weiterzumachen, aber es ärgert uns definitiv heute.“

Sven Schipplock (Arminia Bielefeld): „Nach so langer Zeit, in der man kein Spiel gewonnen hat, tut das richtig gut, gerade so ein knapper Sieg. Die Freude überwiegt, für das gesamte Team. Wir sind zurück in der Saison, ich hoffe, dass uns das Schwung gibt für die nächsten Wochen.“

Manuel Prietl (Torschütze Arminia Bielefeld) …
… zu seinem Tor und zum Spiel:
„Es war ein bisschen glücklich, das war zweimal abgefälscht, glaube ich. Es war einfach wichtig, dass wir heute gewonnen haben. Nach sieben Niederlagen ist es nicht einfach, vor Selbstvertrauen zu strotzen. Wir haben es gut gemacht in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas nach hinten fallen lassen und versäumt, das dritte Tor zu machen. Dann wurde es am Ende nochmal schwieriger, aber es war ein wichtiger Sieg für uns.“
… zur Bedeutung des Sieges: „Es war eine sehr schwere Phase. Sicher wird es einiges freisetzen. Wir haben in den ersten neun Runden ziemlich gute Gegner gehabt, haben es versäumt, ein paar Punkte mitzunehmen. Das nagt am Selbstvertrauen, aber wir haben vor der Saison gesagt, dass wir mit dem Faktor Mannschaft kommen müssen. Das haben wir in den letzten Wochen gezeigt, dass wir nicht aufgeben. Wir müssen weitermachen und kämpfen, kämpfen, kämpfen.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) …
… zu Jan Thielmann:
„Er ist einer, wenn es heute zehn Sachen zu tragen gibt nach dem Training oder nach dem Spiel, dann ist er der erste, der die zehn Sachen alleine runtertragen will. Er ist so fleißig, auch nach dem Training, wie er mit seinem Körper umgeht. Man darf nicht vergessen, er macht momentan auch noch Abitur nebenher, deshalb ist seine Leistung und Entwicklung nicht hoch genug zu bewerten. Ich freue mich, dass ich mit Jungs arbeiten kann, die so einen klaren Kopf haben.“

Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): „Ich denke, dass wir das ganze Spiel die bessere Mannschaft waren und für die drei Punkte gespielt haben. Zweimal verteidigen wir bei einem langen Ball nicht gut genug. Letzte Woche auch drei Schüsse, drei Tore, jetzt zwei Schüsse zwei Tore, das darf nicht passieren.“

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): „Zweimal hier zurückzukommen, ist nicht so einfach. Köln war nach dem Spiel in Dortmund sehr präsent, sehr aggressiv, da muss man erstmal bestehen. Aber wenn man die Chancen sieht, ist es vielleicht ein verlorener Punkt.“

Sky Experte Dietmar Hamann …
… zur Dortmunder Leistung:
„Da stehen sie im Moment. Hinten stehen sie relativ solide, aber sie haben Probleme im Spiel nach vorne. Die Offensivspieler haben wenig Torbeteiligungen, jetzt fehlt auch noch Haaland. Sie haben bestanden, sind zurückgekommen, in der zweiten Halbzeit haben sie es ordentlich gemacht. Aber das ist das Niveau, das Dortmund im Moment hat. Für mich ist Dortmund im Moment kein Meisterschaftsanwärter.“


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