• Startelf-Rückkehr für Zakaria bei Gladbach: „Darüber sind wir sehr froh“
• Freiburgs Trainer Streich über Abstiegskampf: „Es gibt Gesünderes“
• Bielefeld will endlich wieder punkten: „Spiele bis Weihnachten extrem wichtig“
• Sky Experte Hamann verteidigt Bundestrainer Löw: „Sind in einer Sondersituation“


Unterföhring, 05. Dezember 2020
- Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 10. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Sebastian Kehl (Leiter der Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) …
… zur Ausfalldauer von Erling Haaland:
„Erling ist insgesamt ein sehr optimistischer Mensch, deshalb wird er bald zurückkommen, aber in diesem Jahr sind die Wahrscheinlichkeiten nicht mehr gegeben. Es braucht ein bisschen Zeit, aber dann wird er schnell zurückkommen und uns dann auch helfen. Wir brauchen ihn.“
… zur Frage, was Youssoufa Moukoko noch zur Startelf fehlt: „Jeder Spieler, der bei Borussia Dortmund im Kader ist, ist eine Option, Youssoufa auch. Ich bin auch optimistisch, dass er heute eingewechselt wird. Was fehlt, entscheidet der Trainer, weil er auch gewisse Ideen hat. Im vorderen Bereich sind wir auch gut besetzt.“
… zur Niederlage gegen Köln: „Die Niederlage gegen Köln hat sehr wehgetan, sie war definitiv nicht einkalkuliert. Deswegen müssen wir heute eine Reaktion zeigen, um dranzubleiben.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) …
… zur Aufstellung und zur Form von Andre Silva:
„Grundsätzlich wollen wir es ähnlich anlegen wie gegen Leipzig, denn der BVB ist auch eine Mannschaft, die spielerisch sehr stark ist, ein schnelles Spiel nach vorne hat. Deshalb haben wir uns heute für eine Spitze entschieden, haben aber trotz allem mit Kamada und Barkok zwei Spieler, die in der Offensive Qualitäten haben. Es geht immer darum, wie viele Leute bringt man in die Box.“
… zur verschlafenen Anfangsphase bei Union Berlin: „Ich habe mich in dem Moment auch so gefühlt, das Spiel hat gar nicht begonnen und wir liegen 0:2 hinten. Das geht in der Form nicht, weil wir in den ersten Aktionen zu schläfrig sind. Aber wie wir dann zurückschlagen, 3:2 führen, wenn Max Kruse den Sonntagsschuss nicht hat, wären wir in der Entwicklung sicher einen Schritt nach vorne gekommen.“

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...
... zur Rolle des Fußballs in der Coronakrise:
„Ich habe noch die Diskussion im Kopf, als der erste Lockdown im März war, der uns alle hart getroffen hat, wo der Fußball als Sinnbild des Schlechten hingestellt wurde. Ich bin sehr glücklich, wie es der Fußball mit seiner Disziplin geschafft hat, ein herausragendes Konzept umzusetzen und wir es bis heute geschafft zu haben, dass wir alle Spiele durchbringen konnten und vielleicht auch Vorreiter für andere Sportarten waren.“
... zur Rückkehr von Denis Zakaria: „Denis war lange weg gewesen, das war der Unfall im Spiel gegen Dortmund, das sich als sehr langwierig herausgestellt hat. Es war die erste schwere Verletzung für ihn, weshalb wir sehr behutsam sein wollten, es geht um die Gesundheit des Spielers. Er ist wieder da in einer wichtigen Phase für uns, ist gesund, leistungsfähig, jetzt muss er mit Spielminuten auf sein altes Niveau kommen, darüber sind wir sehr froh.“
... zu möglichen Abgängen von Leistungsträgern wie Zakaria und Florian Neuhaus: „Ich bin leider schon häufig darauf angesprochen worden. Wir haben Anfang Dezember und haben vor vier Monaten eine Mannschaft zusammengehalten, um sportlichen Erfolg zu haben. Jetzt dann nur zu fragen, wer wann wohin wechselt, ist auch etwas despektierlich gegenüber uns. In den letzten Jahren haben wir eine gute Entwicklung genommen, in der Champions League stehen wir in einer Wahnsinnsgruppe auf Platz eins. Es wäre mir lieber, wenn wir darüber reden.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... zur Gladbacher Niederlage gegen Inter Mailand:
„Ich fand es schade, dass sie nicht gepunktet haben. Weil ich Gladbach mag, aber mir wäre es auch lieber gewesen, sie hätten ein Erfolgserlebnis gehabt, weil sie dann heute vielleicht nicht so hungrig gewesen wären.“
... zur Frage, ob Abstiegskampf die Gesundheit angreift: „Es kommt drauf an. Es gibt Gesünderes, aber es gibt auch viele andere Berufe, die nicht gesund sind. Fragen sie mal Bergleute, die in den Schacht gefahren sind, das ist wesentlich ungesünder gewesen. Die sind wesentlich früher gestorben. Fußballtrainer ist auch anstrengend, wenn du keinen Erfolg hast. Wenn du Erfolg hast, geht es.“

Horst Heldt (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
... zur Gefahr nach Standardsituationen, die auch in Dortmund zum Erfolg geführt haben:
„Dafür muss man sich nicht schämen. Sie sind schwer zu verteidigen, wenn sie gut geschossen sind. Am Ende ist es auch so, dass Standardsituationen zustandekommen, weil man vorne ist und der Gegner sich nur so helfen kann.“
… zum Sieg in Dortmund als Brustlöser: „In der Tat war das wohltuend, es war wichtig für die Psyche der Spieler. Wir sind aber zuvor nicht auseinandergebrochen und nach einem Sieg ist es nicht so, dass wir uns mit der Sänfte durch die Stadt haben tragen lassen.“

Samir Arabi (Geschäftsführer Sport Arminia Bielefeld) ...
... zur Wichtigkeit der Spiele bis Weihnachten:
„Uns ist schon bewusst, dass die nächsten Spiele bis Weihnachten extrem wichtig für uns sind. Wir haben bislang zu wenig gepunktet, auch wenn wir in den zurückliegenden Spielen die ersten sechs Mannschaften der Tabelle hatten. Jede Mannschaft sollte Punkte sammeln, ich hoffe, dass wir bis Weihnachten auch zu den Punktesammlern gehören.“
... zur Ergebniskrise: „Wir haben auch in dieser Woche viel analysiert, allein solche Themen, dass wir schlecht in die Spiele gekommen sind, in der ersten Halbzeit keine Tore schießen. Wir haben versucht, an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen. Wir haben auch noch kein Tor nach einer Standardsituation gemacht. Es ist ein wichtiges Spiel gegen eine Mannschaft, die auch unten drinsteht. Das haben wir der Mannschaft deutlich gemacht, das muss man heute von der ersten Minute an sehen.“
… zur Absage an Wintertransfers: „Wenn das Faktum eintritt, dass ein großer Verein den Spieler zahlt, einfach damit der Spieler Spielpraxis bekommt, kann man darüber reden. Als die Pandemie kam, gab es ein großes Bashing gegenüber dem Fußball. Wir haben immer gesagt, dass wir seriös wirtschaften. Mit einem oder zwei Neuzugängen kann man uns den Klassenerhalt nicht garantieren. Wir werden kein wirtschaftliches Risiko eingehen. Die Saison ist durchfinanziert, auch ohne Zuschauer.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zur Entscheidung des DFB, weiter auf Joachim Löw als Bundestrainer zu setzen:
„Im Moment gibt es ein Gefühl in der Bevölkerung Anti-DFB, Anti-Nationalmannschaft. Natürlich darf das Spanien-Spiel auf diese Art und Weise nicht passieren, aber man darf die Umstände nicht vergessen. Wir sind in einer Sondersituation. Wir hatten Länderspiele, in denen uns sieben, acht, neun Stammspieler gefehlt haben. Man muss als Nationalverband von Turnier zu Turnier denken. Deswegen musst du jetzt die Augen zumachen und mit Jogi Löw dahin gehen. Die Außendarstellung des DFB ist und war katastrophal. Ich glaube, dass der DFB eine Führungsschwäche hat. Meine größte Sorge ist, dass du die Stimmung in der Bevölkerung nicht mehr gedreht bekommst. Wenn du mit so einer Stimmung in der Bevölkerung zu einem Turnier fährst, geht das in den seltensten Fällen gut.“
… zum Ausfall von Erling Haaland beim BVB: „Was ihnen abgeht, ist, dass sie vorne einen Stürmer haben, der das Spiel lang macht. Jetzt kommen die Spieler eher zum Ball, dann sind auch mal Doppelpässe möglich. Sie müssen in die Balance finden, ein Brandt wird nicht hinter die Abwehrkette laufen, weil er den Abwehrspielern nicht wegläuft. Er wird immer versuchen, zum Ball zu kommen. Deshalb wird es wichtig, dass ein Sancho, ein Reyna den Weg hinter die Abwehrkette suchen, um Konfusion in der Frankfurter Hintermannschaft zu suchen.“


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