• Gegenspieler Uduokhai nach Zusammenprall „wahnsinnig froh, dass er stabil ist“
• Leverkusen Tabellenführer, TSG hadert mit Schiedsrichter: „Haben gegen 12 Mann gespielt“
• Baumann enttäuscht über Amiris Verhalten: „Seid erwachsen“
• Sky Experte Erik Meijer lobt „coolen“ Schiedsrichter Gräfe: „Chapeau!“

Unterföhring, 13. Dezember 2020
- Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 11. Spieltages der Fußball-Bundesliga, FC Augsburg vs. FC Schalke 04 (2:2) sowie Bayer 04 Leverkusen vs. TSG 1899 Hoffenheim (4:1) bei Sky.

Manuel Baum (Trainer Schalke 04) ...
... zum Spiel und Mark Uth:
„Erst einmal ein großes Dankeschön an alle – auch an die Leute von Augsburg – dass wir in dieser Situation zusammen geholfen haben. Wie das Spiel dann weitergegangen ist, war natürlich brutal. Ich habe selten erlebt, dass dann noch eine zweite Kopfverletzung dazugekommen ist. Du gehst in Rückstand, drehst das Spiel und kassierst durch eine einzige Aktion den Ausgleich, weil wir nach einem eigenen Freistoß nicht in den Zweikampf gehen.“
… zur Szene mit Mark Uth: „Klar leidet man mit und ich fand es vom Herrn Gräfe sehr gut, dass ich aufs Feld durfte. Er hatte die Augen offen, war blutverschmiert und hat gezittert. Die nächste Frage war dann, ob wir weiterspielen. Und die Mannschaft hat sich dazu entschieden, für Mark weiterzuspielen. Ein Riesen-Respekt für die Mannschaft.“

Sascha Riether (Koordinator Lizenzspielerabteilung FC Schalke 04) ...
... zum Spiel:
„Wahnsinn. Man muss nach dem Spiel erst einmal klarkommen. Erst einmal die Aktion mit Mark Uth. Zum Glück ist er wieder ansprechbar, kurzzeitig war er weg. Das war ein richtig heikler Moment. Wir drücken ihm ganz fest die Daumen. Wir waren heute ganz nah dran und werden im nächsten Spiel versuchen, die drei Punkte einzufahren.“
... zur Situation mit Mark Uth: „Es war natürlich dramatisch, wir wussten ja erst einmal nicht, was mit ihm ist. Es war ein Schockmoment, da sind die Gedanken natürlich erstmal nicht beim Fußball. Wir sind froh, dass er wieder ansprechbar ist. Der Schiedsrichter hatte uns gefragt und die Mannschaft hat gesagt, dass sie das Spiel für Mark weiter bestreiten wollen. Das hätte Mark auch so gewollt.“
... zum späten Gegentreffer: „Wir haben das am Ende nicht gut verteidigt. Wir hätten es cleverer ausspielen müssen. Die Mannschaft war schon lange nicht mehr kurz vor Schluss in Führung. Man hat gemerkt, dass sie nervös wurde. In unserer Situation geht dieser Ball noch rein, das ist einfach ganz bitter.“

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg) zum Spiel: „Heute geht es eigentlich nur um die Gesundheit von Mark Uth. Manuel Gräfe ist auf uns zugekommen und ich war mir eigentlich sicher, dass das Spiel nicht mehr angepfiffen wird. Die Schalker Bank wollte weiterspielen, deswegen haben wir weitergespielt.“

Felix Uduokhai (FC Augsburg) zum Zusammenprall mit Mark Uth: „Ich habe erst nicht damit gerechnet, dass es so wild ist. Ich habe den Stoß an meinen Kopf gespürt. Erst als ich ihn am Boden liegend gesehen habe, ist mir klar geworden, was passiert ist. Mir ging dann alles durch den Kopf, auch Angst und Sorge. Ich bin wahnsinnig froh, dass er stabil ist.“

Bastian Oczipka (Schalke 04) zur Entscheidung, weiterzuspielen: „Der Trainer kam in der Pause zu uns und hat uns gefragt. Wir haben ganz klar gesagt, dass wir weitermachen und es für ihn beenden wollen.“

Jochen Schneider (Vorstand Sport & Kommunikation FC Schalke 04) ...
... zur Rücktrittsforderung der Fans
(vor dem Spiel): „Meine Ablösung ist die Aufgabe des Aufsichtsrats. Wir hatten am Donnerstag eine gute Sitzung, alles andere werden wir sehen. Einzelne Posten und Positionen sind nicht entscheidend, sondern es geht um die Spiele, die wir vor der Brust haben. Wir sollten nicht so viel herum quatschen.“
... zur finanziellen Lage bei einem möglichen Abstieg (vor dem Spiel): „Es gibt zwei Ebenen. Das eine ist die sportliche Ebene. Da sollten wir alles dafür tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Die andere Ebene ist wie bei jedem Verein, der im Februar oder März in der unteren Tabellenhälfte steht. Wir sind verpflichtet, die entsprechenden Arbeiten zu machen, die das Lizenzierungsverfahren erfordert. Sei es für die erste oder zweite Liga. Das wird auch Schalke 04 tun müssen.“

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen) …
… zur Tabellenführung:
„Die Punkte, die wir jetzt haben, die haben wir. Das heißt, wir haben mehr als alle andere zum jetzigen Zeitpunkt. Wenn der Stand nach 34 Spielen so wäre, wäre ich euphorisch. So weit ist es noch nicht.“

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim) zur Schiedsrichter-Leistung: „Der Schiedsrichter hat klar gesagt, dass er bei der Gelb-Roten Karte für Florian Grillitsch falsch lag. Ich habe ihm dann noch weitere diskussionswürdige Szenen gesagt, wie dem Elfmeter. Darauf habe ich eine Begründung bekommen, der ich nicht folgen kann. Die Situation ist für mich eindeutig. Bei allem Respekt, wir haben heute eine Schiedsrichter-Leistung erfahren, die uns benachteiligt hat.“

Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen) ...
... zum Spiel:
„Ich bin sehr zufrieden. Die Leistung und vor allem das Ergebnis stimmen uns alle sehr glücklich und positiv. Das gibt uns Schwung und Energie für den Endspurt bis Weihnachten. Es war ein hochintensives Spiel, wie immer gegen Hoffenheim. Die Gelb-Roten Karten haben uns gutgetan.“
… zur Tabellenführung: „Es ist eine Momentaufnahme, aber es ist schon etwas wert. Wir wissen alle wie schwer es ist, sich in der Bundesliga mit Mannschaft wie Bayern München, Borussia Dortmund, Gladbach und den Leipzigern an die Spitze zu setzen. Es sind aber noch zwei Drittel der Saison zu spielen.“
… zu den Platzverweisen für Hoffenheim: „Es gab allgemein viele Gelbe Karten, vielleicht hätte man die eine oder andere weglassen können. Der Schiedsrichter hat die Karten aber auf beiden Seiten so gezogen. Die Platzverweise waren sicherlich spielentscheidend.“
… zum Hupkonzert während des Spiels: „Ich habe in der Kabine mitbekommen, dass es Traktoren waren, die vor dem Stadion geparkt wurden. Ich glaube, es war eine Hochzeit, in diesen Zeiten sicher ungewöhnlich.

Christoph Baumgartner (Torschütze TSG Hoffenheim) ...
... zum nicht gegebenen Elfmeter in der ersten Halbzeit:
„Ich habe es im Spiel gar nicht so wahrgenommen. Mir wurde hinterher gesagt, dass es ein Kontakt am Fuß war. (Nach Einsicht der Bilder) Da gibt es keine zwei Meinungen, vielleicht hatte der Kollege im Kölner Keller als Einziger eine andere Meinung. Er trifft ganz klar meinen Fuß und bekommt selbst den Freistoß. Auch die Gelb-Rote für Florian Grillitsch tut extrem weh.“
… zur vergebenen Chance zum 2:3: „Ich bin ein bisschen überrascht, dass ich an den Ball komme und habe vielleicht auch das Gefühl, dass ich im Abseits stehe. Aber der muss rein. Dann wären wir trotz der Widrigkeiten zurück im Spiel gewesen.“
… zum Hupkonzert: „Da war mal wieder Stimmung in der Hütte. Wir hatten es schon lange nicht mehr, dass es schwer ist, den eigenen Mitspieler zu verstehen. Aber 30.000 im Stadion wären mir lieber gewesen.“

Oliver Baumann (Torwart und Kapitän TSG Hoffenheim) ...
… zu den Schiedsrichter-Entscheidungen:
„Es ist sehr bitter, gegen 12 Mann gespielt zu haben. Es war keine zweite Gelbe Karte für Grillitsch. Mich ärgert es ohnehin, dass die Spieler nach einem Zweikampf ohne Ende schreien und zwei Minuten später hüpfen sie wieder herum, wie ein junges Reh. Sowas geht mir auf den Sack. Die Schiedsrichter müssen ein Gespür dafür bekommen, wie hart die Aktion war. Das war spielentscheidend.“
… über den Gegentreffer zum 0:2: „Ich wollte Andre (Kramaric) helfen, weil sich sonst keiner angeboten hat und dann war der Rückpass einen Tick zu kurz für mich. Das war wahnsinnig unglücklich.“
… zur Szene mit Amiri und Voigt: „Ich würde zu den Leverkusenern sagen: ‚Stellt euch cleverer an, ihr führt 3:1 und seid einer mehr. Seid erwachsen und spielt das Ding runter.‘“

Lars Bender (Kapitän Bayer Leverkusen) …
…zum Spiel:
„Es war kein typisches 4:1. Wir haben das Spiel in den richtigen Moment zu unseren Gunsten gedreht. Es war sicherlich nicht das deutlich überlegene Spiel, wie es das Ergebnis darstellt.“
… zur Gelb-Roten Karte für Grillitsch: „Es war definitiv keine Gelb-Rote Karte. Natürlich wurde das Hoffenheimer Spiel dadurch vollends zerstört, sonst hätten wir noch einen spannenden Fußball-Abend erleben können.“

Sky Experte Erik Meijer ...
... zur Entlassung von Lucien Favre:
„Das Wegfallen von Erling Haaland war für den Trainer der letzte Brocken, der noch abgefallen ist. Du musstest jetzt reagieren. Einige Spieler haben gestern an sich gezweifelt. Sie brauchen jetzt Einen, der sagt: ‚Zweifele nicht an dir selber, du bist gut.‘ Und das ist nicht Favre.“
... zu einem möglichen Nachfolger von Favre nach dem Saisonende: „Ich sehe einen Trainer, der noch nicht genannt wurde und der heißt Jesse Marsch von RB Salzburg. Er hat in der Champions League gezeigt, was er kann. Die Art und Weise, wie Salzburg spielt, und die Spielertypen, die Dortmund hat, passen gut zusammen.“
... zum Verhalten von Schiedsrichter Manuel Gräfe nach der Verletzung von Mark Uth: „Wir sind oft sehr kritisch mit den Schiedsrichtern, aber heute gibt es ein großes Lob für Manuel Gräfe. Er hat als cooler, erwachsener Mensch reagiert, nicht nur als Schiedsrichter. Er hat Manuel Baum auf den Platz gelassen, was normalerweise nicht erlaubt ist. Chapeau!“
… zum neuen Tabellenführer Leverkusen: „Leverkusen spielt hervorragenden Fußball. Das zeigt, was Trainer Peter Bosz für eine Arbeit leistet. Man sieht seine Handschrift in der Art und Weise, wie Leverkusen spielt. Er hat eine sehr gute Mischung aus Pressing und Defensive gefunden.“


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