Unterföhring (pps), 20. Dezember - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg vs. Hertha BSC Berlin (4:1) sowie VfL Wolfsburg vs. VfB Stuttgart (1:0) bei Sky.

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... über die Einstellung seiner Mannschaft:
"Die Leistung jetzt, im dritten Spiel in einer Woche, war läuferisch und von der Disziplin her und vom Willen, den Gegner anzulaufen, einfach klasse."
... über die Ergebnisse aus der Englischen Woche: "Wir hatten vor acht Tagen acht Punkte, jetzt haben wir 17. Das ist klasse, wie die Jungs das gemacht haben und alle drei Spiele verdient gewonnen haben. Ich bin sehr glücklich, wie sich die Mannschaft präsentiert."
... auf die Frage, was er sich zu Weihnachten wünscht: "Dass alle Menschen, die krank sind, gesund werden und dass wir nächstes Jahr viele Menschen haben, die Entscheidungen treffen, die für die Menschen und nicht gegen die Menschen sind. Denn wir haben zu viele, die autokratisch unterwegs sind, und das macht mir große Sorgen."

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC Berlin) ...
... zum Spiel:
"Keine Körpersprache zu zeigen ist eines der Dinge, die wir uns nicht erlauben können. Deshalb interessiert es mich auch weniger, dass wir das Spiel definitiv in der zweiten Halbzeit hätten gewinnen können. Du bekommst dann mal die Quittung dafür, wenn du das nicht von Anfang an machst."
... zur Tabellensituation: "Das Spiel heute hätte uns wie schon das Spiel gegen Mainz ein ganzes Stück nach vorne bringen können, aber jetzt ist es eine Sache, bei der wir sagen müssen, dass wir damit definitiv nicht zufrieden sein können."

Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC Berlin) ...
... zum Spiel:
"Wir haben überhaupt nicht das aufs Feld gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Gegen so eine aktive Freiburger Mannschaft muss man einfach konsequenter in den Zweikämpfen sein und das war in der ersten Halbzeit einfach nicht der Fall. Wir haben uns in der zweiten Hälfte gut präsentiert, sind gut aus der Halbzeit gekommen, hatten viele Chancen und hätten eigentlich das 2:1 machen müssen. Dann bekommen wir im Gegenzug ein unnötiges Gegentor und müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir unsere Chancen konsequenter ausspielen müssen."
... zur Tabellensituation: "Wir haben uns mehr vorgenommen, ganz klar. Wir müssen das aufarbeiten und nach der Winterpause besser zurückkommen, da haben wir ein wichtiges Spiel vor der Brust. Das müssen wir gewinnen. Wir müssen die Fehler analysieren und jetzt endlich mal punkten."

Vincenzo Grifo (SC Freiburg) ...
... über den guten Lauf der Freiburger:
"Wir sind sehr, sehr glücklich und haben uns heute nochmal vorgenommen, dass wir 2020 genauso abschließen wollen. In einer Englischen Woche neun Punkte zu holen, das ist auch nicht jeden Tag."
... über seine Wette mit Teamkollege Nils Petersen: "Wir gewinnen hier 4:1 und ich mache auch noch ein Kopfballtor. Nils wird an Weihnachten arm sein, weil wir haben seit ich in Freiburg bin eine Wette am Laufen, dass ich eine Waschtasche bekomme, wenn ich ein Kopfballtor mache. Also Waschtasche plus drei Punkte und ein Sieg, glücklicher kann ich nicht sein."
... auf die Frage, inwiefern sich die bevorstehenden Vaterfreuden auf seine Leistung auswirken: "Es ist natürlich schön, wenn man Nachwuchs bekommt und vielleicht stecke ich voller Euphorie. Aber ich glaube, dass mir Fußball einfach Spaß macht und dass man mir das im Moment ansieht. Ich bin einfach sehr glücklich, habe volle Unterstützung vom Verein, den Teamkollegen und dem Trainerteam und möchte das einfach zurückgeben. Es gibt mal Höhen und gibt mal Tiefen, im Moment habe ich eine Höhe."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...
...zum Auftritt seiner Mannschaft:
"Die Grundlage war eine sehr kompakte Defensive. Wir haben die erste Halbzeit sehr gut gespielt, auch nach vorne. Man hat gemerkt, dass ein paar Spieler nicht im Rhythmus sind, gegen Ende sind die Kräfte geschwunden. Aber ich möchte der Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen. Es waren ganz schwierige eineinhalb Tage für uns und dann nach so einer Leistung einen Sieg zu feiern - Hut ab vor den Jungs."
... zum abgefälschten Freistoßtor von Josip Brekalo: "Das Glück des Tüchtigen. Es war auch schon in Freiburg ein abgefälschter Freistoß. Wir haben immer mehr Freistöße in dieser gefährlichen Region, weil wir dort Bälle hin spielen und uns dorthin bewegen. Das wichtigste ist immer, das Tor zu treffen, sonst kannst du kein Tor erzielen. Josip hat einen sehr kontrollierten Schuss, wir versperren dem Torhüter die Sicht und sind sehr froh, dass es heute zu so einem Billardtor gereicht hat."
... zur Verletzung von Josip Brekalo: "Er hat immer noch Probleme, Luft zu bekommen und wird durchgecheckt. Wir hoffen sehr, dass es nichts schlimmeres ist."
... zu den Corona-Infektionen beim VfL (vor dem Spiel): "Wir haben ein sehr strenges Hygienekonzept, testen sehr viel und die Spieler halten sich prinzipiell auch alle sehr engmaschig daran. Aber man sieht ja immer wieder, dass es leider passieren kann und so ist es uns eben auch wieder ergangen. Als gestern im Laufe des Nachmittags die Auswertungen kamen, war schon klar, dass Jerome Roussillon und Maximilian Arnold ausfallen werden. Ich sehe das als Chance, um zu zeigen, was für eine geschlossene Mannschaft wir sind."

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart) ...
... zum Spiel:
"Sie haben ihre komische Chance genutzt beim Freistoß und wir unsere nicht. Aber es war unter dem Strich ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben gegen eine gute Wolfsburger Mannschaft dagegengehalten und hatten unsere Chancen, die wir nicht genutzt haben. Deshalb verliert man so ein Spiel dann."
... zum Zweikampf im Wolfsburger Strafraum in der ersten Halbzeit: "Von der Seitenlinie aus war ich hundertprozentig überzeugt, dass es ein Foul ist. Wenn man es im Nachhinein anschaut, dann ist es für mich eher ein Foul als kein Foul, weil man nur auf den Mann geht. Ich sehe keinen Ball, das kann man pfeifen."

Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): "Wir haben in der ersten Halbzeit die besseren Möglichkeiten und sind auch die bessere Mannschaft. Aber uns ist klar, dass es heute ganz knapp war. Es gab viele Zweikämpfe, es war nicht der beste Fußball."

Marc Oliver Kempf (Kapitän VfB Stuttgart) ...
... über die Großchance von Nicolás González:
"Wichtig ist, dass der Ball reingeht. Ich finde, der Querpass ist einen Tick zu ungenau, er hoppelt leicht in den Rücken und für Nico ist es dann schwer, den Ball gescheit aufs Tor zu bringen. Aber nichtsdestotrotz müssen wir da den Ausgleich machen."
... zum Spiel: "Wir waren heute das ganze Spiel über auf Augenhöhe. Aber heute hat man auch irgendwann gemerkt, dass dann auch die eine Torchance entscheiden kann. Es ist natürlich unglücklich für uns, dass das so ein Ping-Pong-Tor ist, wo der Ball mit gefühlt zwei km/h ins Tor geht. Außerdem war es das erste Spiel in dem wir kein Tor geschossen haben und dann ist es natürlich schwer, gegen Wolfsburg was mitzunehmen.

Sky Experte Martin Schmidt ...
... zum Freiburg-Sieg gegen die Hertha:
"Die Torflut in der zweiten Halbzeit widerspricht ein bisschen dem Gezeigten. Aber am Schluss ist es sicherlich ein verdienter Sieg für Freiburg. Der zwischenzeitliche Ausgleich war verdient, da war Leben drin und man dachte eigentlich, es geht in die andere Richtung und dass das Spiel kippen könnte. Dann kam der Treffer von Freiburg dort mittenrein und dann war die Luft auch schon wieder raus. Das war für die Hertha am Ende des Tages ein gebrauchter vierter Advent."
... zu Wolfsburg gegen Stuttgart: "Es ist eigentlich ein Unentschieden-Spiel, das Wolfsburg gewinnt. Der VfL hat einen Tick mehr Glück, der VfB macht die Großchance in der zweiten Halbzeit nicht."
...zu Wolfsburgs Tabellenplatz vier: "Die Tabelle sagt doch immer die Wahrheit. Das Ergebnis sieht man in der Tabelle und es zeigt, dass sie zu den Top-Fünf gehören. Das zeugt von einer spannenden Frühlingsrunde."
...zum Umgang des VfL mit den Corona-Fällen: "Es zeigt, dass die Mannschaft gut dasteht und mental stark genug ist, um auch das wegzustecken. Die psychische Widerstandsfähigkeit, auch da auf dem Platz Leistung zu zeigen, unterstreicht, dass Wolfsburg eine gestandene, routinierte Truppe ist, die schon lange so zusammenspielt und jetzt die Früchte der letzten Jahre davonträgt."

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