• Hertha-Kapitän Stark enttäuscht: „Müssen solche Spiele annehmen“
  • Augsburger Caligiuri gefrustet: „Für mich eine Fehlentscheidung“
  • VfB-Sportdirektor Mislintat: „Müssen Lösungen finden“
  • Sky Experte Aogo über den Machtkampf in Stuttgart „Unvorstellbar, was da passiert“

    Unterföhring, 10.01.2021 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 15. Spieltages der Fußball-Bundesliga, FC Augsburg vs. VfB Stuttgart (1:4) sowie Arminia Bielefeld vs. Hertha BSC (1:0) bei Sky.

    Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart) vor dem Spiel…
    … zum Machtkampf zwischen Präsident Claus Vogt und dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger:
    „Ich arbeite in einem Verein, bei dem es auch schon zu Beginn meiner Amtszeit große Unruhe gegeben hat. In diesem Sinne könnte man sogar sagen: ‚Nichts Neues‘. Natürlich betrifft uns das Thema am Rande, aber das Gute ist, es betrifft uns nicht auf dem Spielfeld. Da haben wir eine sehr gute Gruppe zusammen und werden weiter sehr fokussiert Fußball spielen - unabhängig von diesem Thema.“
    … zum Bild, das der VfB in der Öffentlichkeit abgibt: „Es ist ein Differenziertes. Es sind aber auch zwei unterschiedliche Themen. Das eine ist die Vereinspolitik, mit einem Präsidenten und einem Vorstandsvorsitzenden mit unterschiedlichen Auffassungen, und das andere ist der Sport. Ich habe das Glück, dass ich hier für den Sport verantwortlich bin und werde es auch dabei belassen. Der Rest wird jetzt intern besprochen, das haben die beiden mittlerweile auch so festgelegt. Damit sind wir einen großen Schritt weiter als mit den offenen Briefen.“
    zu Thomas Hitzlsperger: „Thomas ist kein Mensch, der Dinge unbedacht tut. Ich denke, er weiß schon, was ihn erwartet, nachdem er diesen Weg gewählt hat. Für mich geht es jetzt darum, dass die beiden an einen Tisch kommen. Es bringt gar nichts, dass wir im Interview jetzt darüber sprechen. Es muss im Sinne des Klubs miteinander gesprochen und Lösungen gefunden werden.“

    Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart) zur Auswärtsstärke und Heimschwäche des VfB: „Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, warum wir heute wieder gewonnen haben und zu Hause nicht so regelmäßig punkten. Wir haben keine Zuschauer bei uns, das würde die Heimschwäche vielleicht erklären, dass wir die Rückendeckung der Fans nicht haben. Die fehlenden Zuschauer auswärts sind für uns andererseits aber auch kein Vorteil. Der einzige Unterschied ist, dass wir eine Nacht vor den Spielen im Hotel übernachten. Vielleicht sollten wir überlegen, ob wir vor Heimspielen auch eine Nacht ins Hotel gehen.“

    Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg) zur Elfmeterentscheidung: „Der VAR hat sich die Szene angeschaut und entschieden, dass es den Elfmeter gibt. Wir haben bei solchen Szenen aber des Öfteren unterschiedliche Auffassungen. Beim letzten Heimspiel gegen Frankfurt hätten wir aus unserer Sicht einen Elfmeter kriegen müssen, der uns nicht gegeben wurde. Das müssen wir dann einfach so akzeptieren. Es ist schade. Bis dahin - oder sogar bis zum 0:2 - waren wir eigentlich gut im Spiel.“

    Daniel Caligiuri (FC Augsburg) zur Elfmeterentscheidung: „Anhand der Bilder ist der Elfmeter für mich eine Fehlentscheidung und daher auch von Beginn an spielentscheidend. Wenn der Schiedsrichter pfeift, muss er sich auch zu 100 Prozent sicher sein. Wie man auf den Bildern sieht, bekommt Reece Oxford den Ball zuerst an die Hake und dann ist es für mich auch kein Strafstoß. Wenn du dann das 0:2 noch bekommst, wird es natürlich sehr schwer.“

    Waldemar Anton (VfB Stuttgart) zum Spiel: „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Wir hätten vielleicht noch das ein oder andere Tor mehr schießen können, aber insgesamt war es gut. Für mich sah es auf dem Platz aus, wie ein Elfmeter. Es ist eine schwierige Szene, den Elfmeter nehmen wir aber auf jeden Fall an. Ich persönlich freue mich natürlich, dass ich der Mannschaft mit meiner Vorlage helfen konnte.“

    Reinhold Yabo (Torschütze Arminia Bielefeld) …
    … zum Spiel:
    „Ich bin gerade einfach nur glücklich, dass wir dieses Spiel für uns entscheiden konnten. Bis dato war die Saison auch nicht ganz einfach für uns. Es waren einige Spiele dabei, bei denen wir hätten mehr herausholen können. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht und uns am Ende dafür belohnt. Was aber auch wichtig war, ist, dass wir uns heute wieder beweisen konnten, dass wir Fußball spielen können. Das muss uns Mut und Zuversicht für die kommenden Spiele geben. Wir wissen aber auch, dass wir noch einen sehr weiten Weg zu gehen haben.“
    … zu seinem ersten Bundesliga-Tor: „Für mich war das definitiv alles im legalen Bereich. Ich stelle meinen Körper geschickt rein, gebe ihm einen kleinen Rempler und verschaffe mir dadurch einen kleinen Vorteil. Für mich ist das ganz normale Zweikampfführung.“

    Niklas Stark (Hertha BSC) …
    … zum Spiel:
    „Es war ein ausgeglichenes Spiel, das sehr vom Kampf betont war. Bielefeld hat in den entscheidenden Situationen den Kampf mehr angenommen, als wir es getan haben. Daraus müssen wir lernen, unsere Schlüsse ziehen und es besser machen. Der Wille zählt und wir wussten, was uns hier erwartet. Bielefeld ist vor allem zu Hause eine eklige zu bespielende Mannschaft. Wir müssen solche Spiele richtig angehen. Es geht nicht, immer nur schön zu spielen, wenn man mal Gegenwehr bekommt, dann muss man da auch mal durch und es besser annehmen.“
    … zur Elfmeterentscheidung: „Ich bin natürlich ein bisschen parteiisch, aber ich laufe seitlich und Fabian Klos läuft in mich hinein. Deswegen finde ich, war es kein Elfmeter. Es gab viele knifflige Situationen, die wir schon vorher hätten vermeiden können.“

    Fabian Klos (Arminia Bielefeld) …
    … zum Spiel:
    „Der Wille und die Leidenschaft waren heute entscheidend. Wir haben sehr gut zusammengespielt und hatten einen großen Siegeswillen. Wir waren sehr ehrgeizig und haben auch nicht unverdient gewonnen.“
    … zur Elfmeterentscheidung: „Ich habe die Situation mit dem Schiedsrichter in der Halbzeit besprochen. Es gab sicherlich schon für weniger einen Elfmeter, aber er hat damit auch nichts falsch gemacht, die Entscheidung zurück zu nehmen. Das war schon in Ordnung und damit kann ich jetzt ganz gut leben.“

    Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC) zum Spiel: „Wir haben den Kampf nicht richtig angenommen. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Mit unserem Anspruch müssen wir so ein Spiel gewinnen, da darf es keine Ausreden geben. Bielefeld hat heute den Sieg mehr gewollt. Warum das so war, kann ich mir auch nicht erklären, denn das darf nicht passieren.“

    Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld)…
    … zum Spiel:
    „Wir wollten es auf jeden Fall. Es wäre aber auch nicht gerecht, zu sagen, dass Hertha es nicht wollte, aber wir haben sie schon niedergekämpft in der zweiten Halbzeit. Im ersten Abschnitt kam Hertha etwas besser ins Spiel, wir haben uns aber Stück für Stück hineingekämpft, haben defensiv sehr gut gearbeitet und in der zweiten Hälfte dann die entscheidenden Duelle um den zweiten Ball für uns entschieden.“

    Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC) …
    … zu den Leistungsschwankungen seiner Mannschaft (vor dem Spiel):
    „Bei uns ist es so, dass die Mannschaft wahnsinnig viel Unterstützung braucht. Manchmal zwar auch einen Hinweis, dass wir wieder einen anderen Weg gehen einschlagen sollten, aber wir müssen sie eher bestärken und ihnen ein gutes Gefühl geben. Wir müssen eher die Lust am Gewinnen bestärken, als das Gefühl, was passiert, wenn wir wieder verlieren. Und das ist ein Prozess, den wir durchgehen. Wir sind in einer Entwicklungsphase. Wir haben viele junge Spieler, viele neue Spieler, viele ausländische Spieler und es ist so, dass man sich dieses Gefühl, automatisch gewinnen zu können, erst einmal erarbeiten muss.“

    Sky Experte Dennis Aogo …
    … zum Machtkampf zwischen VfB-Präsident Claus Vogt und dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger (vor dem Spiel):
    „Für mich ist das unvorstellbar, was da passiert. Man hat nach dem Aufstieg erfolgreich eine neue Mannschaft aufgebaut und alle, die da involviert waren, haben dabei einen sehr guten Job gemacht. Das jetzt solche selbst gemachten Störfeuer aufkommen, dass so etwas öffentlich diskutiert wird, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Ich habe Thomas Hitzlsperger auch nicht so kennengelernt, dass er so etwas öffentlich auslebt. Er war selbst Spieler und weiß, welche Konsequenzen das haben kann. Daher ist es für mich unerklärlich, dass so eine Diskussion, gerade in einer sportlich guten Phase, in die Öffentlichkeit getragen wird.“
    ... zum ersten Sieg des FC Schalke 04 nach fast einem Jahr: „Es freut mich für die Mannschaft, ich kenne dort ja auch noch ein paar Leute. Beim Transfer von Sead Kolasinac habe ich mir aber auch gedacht, dass, wenn ich es einem Spieler zutraue einen Ruck innerhalb der Mannschaft auszulösen, dann ihm. Es war jetzt ein erster Schritt. Alle haben gesagt, wie wichtig es ist, Erfolgserlebnisse zu sammeln, und das ist am Samstag passiert. Aber es liegt noch viel Arbeit vor dem Trainer und der Mannschaft.“


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