• VfL-Trainer Glasner lobt zweite Halbzeit: „Haben dominantes Spiel gemacht“
• Hütter mit Eintracht-Sieg und Auftreten „sehr zufrieden“
• Heldt schmerzt 0:2 in Frankfurt: „Niederlagen müssen einen immer ärgern“
• Sky Experte Manuel Baum lobt Wolfsburg und Gladbach: „Defensivleistung ist herauszuheben“


Unterföhring, 14. Februar 2021 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 21. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Eintracht Frankfurt vs. 1. FC Köln (2:0) sowie VfL Wolfsburg vs. Borussia Mönchengladbach (0:0) bei Sky.


Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
... auf die Frage, ob er mit dem Punkt zufrieden ist:
„Absolut, wir versuchen immer, etwas Positives zu finden. Wir haben zu Null gespielt. Es war eine sehr intensive Partie, die wir angenommen haben. Es war ein richtiger Fight von beiden Mannschaften. Beide haben gut verteidigt. Nach vorne hatten wir auch Phasen, in denen wir es anständig gemacht haben. Aber hinten raus hatte Wolfsburg nochmal richtig was zusetzen. Deswegen nehmen wir den Punkt so mit.“
... warum es nicht viele Räume gab: „Die Räume waren nur sehr kurz da. Meistens sind sie dann auch in der Tiefe. Dort brauchst du auch ein gutes Timing. Es ist nicht einfach gegen Wolfsburg, die in einer sehr guten Verfassung sind. Sie machen es gut und wir nehmen jetzt den Punkt so mit. Es gibt sicherlich einige Punkte, die wir besser machen wollen und die werden wir besprechen. Aber ein paar Sachen haben wir schon auch gut gemacht.“
... auf die Nachfrage, welche Punkte sie besser machen müssen: „Wir haben in bestimmten Phasen zu schnell den Ball verloren. Wir haben den ein oder anderen Konter nicht gut ausgespielt. Über allem steht heute eine leidenschaftliche Leistung meiner Mannschaft und sehr gutes verteidigen.

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...
… auf die Frage, ob es darum ging, den Punkt mitzunehmen:
„Das war nicht unsere Absicht. Gladbach hat sehr kompakt verteidigt. Wir waren gefühlt immer am Drücker. Wir hatten in der zweiten Halbzeit drei bis vier Situationen, wo wir in Führung hätten gehen können. Wir waren knapp dran, aber die letzte Genauigkeit hat gefehlt im gegnerischen Sechzehner. Deswegen ist es ein 0:0 geworden. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Wir haben gegen einen Champions-League-Achtelfinalisten gespielt und haben in der zweiten Halbzeit ein sehr dominantes Spiel gemacht. So enge Spiele werden mit ein oder zwei Aktionen entschieden und das haben wir heute leider nicht geschafft.“
… auf die Frage, ob die nicht vorhandene Dreifachbelastung ein Vorteil sein kann im Kampf um die Champions League: „Nicht alle Mannschaften haben eine Dreifachbelastung. Bayern hat nur noch eine Doppelbelastung. Gladbach hat eine, aber ich hoffe, dass sie noch sehr weit kommen in der Champions League. Wenn wir so auftreten wie in den letzten Wochen und Monaten, dann werden wir sicherlich noch viele Punkte holen.“


Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
… auf die Frage, ob Frankfurt ein Spitzenteam ist:
„Ja, kann man so sagen. Wir sind ruhig und geduldig geblieben und waren sicherlich die klar bessere Mannschaft. Wir haben auch verdient gewonnen. Es gab eine Phase, zehn Minuten nachdem wir das 1:0 gemacht haben, wo Köln zwei Möglichkeiten hatte. Sonst habe ich von Köln nicht viel gesehen. Wir haben versucht, immer wieder eine spielerische Linie reinzubringen und hätten auch höher gewinnen können. Ich bin mit dem Auftreten und dem Sieg sehr zufrieden.“


Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Wir haben schon ein dominantes Spiel von Frankfurt gesehen. Wir hatten aber auch immer wieder unsere Möglichkeiten. Speziell nach dem Rückstand sind wir eigentlich gut im Spiel gewesen. Da lag der Ausgleich sogar ein bisschen in der Luft. Dann bekommen wir nach einer Standardsituation das 0:2. Das darf nicht passieren, passiert aber immer wieder. Dann hat Frankfurt mit einer insgesamt sehr stabilen Leistung das Spiel gewonnen. Natürlich auch nicht unverdient.“


Horst Heldt (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Am Ende war es eine verdiente Niederlage. Aber, so blöd es sich anhört, eigentlich unnötig. Wir haben in der ersten Halbzeit ein paar Großchancen zugelassen und sind nicht richtig gut ins Spiel gekommen. Der Druck von den Frankfurtern war größer. Wir gehen mit 0:0 in die Halbzeit und bekommen dann zwei Tore, die wir sicherlich hätten vermeiden können. Dann sind wir besser ins Spiel gekommen, hatten die ein oder andere Möglichkeit. Aber wir haben insgesamt zu wenig Bälle festgemacht vorne und für zu wenig Entlastung gesorgt.“
... zur Leistung im Vergleich zu Gladbach vergangene Woche: „Das ist immer das spannende, warum es eine Woche zuvor besser geklappt hat als heute. Das ist manchmal schwierig. Frankfurt ist ein körperlich hartes Team. Da muss man natürlich auch gewappnet sein. Und das waren wir heute nicht so. Wir haben die Bälle zu schnell verloren, was wir in den Spielen zuvor besser gemacht haben. Niederlagen müssen einen immer ärgern.“


Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt) ...
... zum Spiel:
„Es war ein Geduldsspiel. Sie haben hinten sehr gut gestanden, deswegen haben wir uns schwergetan. Trotzdem haben wir am Ende zwei Tore geschossen. Deswegen ist alles gut.“
... auf die Frage, ob die Mannschaft irgendwas beunruhigen kann aktuell: „Wir waren heute sehr ruhig. In der Halbzeit haben wir besprochen, dass wir einfach weiterspielen und dann auch viele Chancen kommen. Wir haben eine sehr gute Entwicklung genommen.“
... auf die Frage, woher die Sicherheit kommt: „Natürlich wegen der Ergebnisse. Aber vor allem wegen unserer Qualität. Wir spielen sehr gut und haben eine gute Mentalität.“
... auf die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Frankfurt nächste Woche nach dem Bayern-Spiel elf Spiele ungeschlagen ist: „Gegen Bayern ist es immer eine schwere Aufgabe. Aber wir sind momentan sehr gut drauf. Wir können Bayern auch schlagen.“


Valentino Lazaro (Borussia Mönchengladbach) ...
... zum Spiel:
„Wir sind natürlich hergekommen und wollten auf Sieg spielen. In der ersten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir haben es relativ schnell auch in unsere Hand genommen bis zur Halbzeit. Dann sind wir rausgekommen und wollten nochmal alles raushauen. Das hat die ersten zehn Minuten gut geklappt und danach haben wir so ein bisschen den Faden verloren und hauptsächlich nur noch defensiv gespielt. Nach vorne ist nicht mehr wirklich viel gegangen. Deswegen ist es am Ende ein gerechtes Unentschieden. Die letzten 35 Minuten haben wir es einfach nicht gut genug gemacht. Auf der anderen Seite hat es Wolfsburg auch sehr, sehr gut gemacht. Man sieht, dass sie sich in dieser Saison nochmal unglaublich gesteigert haben. Es war wirklich schwer heute. Es ist ein Punkt, den wir so mitnehmen müssen.“
... auf die Frage, warum die Kraft fehlt: „Das ist direkt nach dem Spiel schwer zu sagen. Wir müssen analysieren, wo vielleicht ein Meter zu viel war und wo es gefehlt hat.“


Lars Stindl (Kapitän Borussia Mönchengladbach) ...
... zum Spiel:
„Es war ein sehr, sehr intensives Spiel, was die Laufbereitschaft und die Sprints betrifft. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft heute gespielt. Wolfsburg macht es momentan richtig top. Sie haben gerade in der zweiten Halbzeit unfassbar gut verteidigt. Die erste Halbzeit war ein bisschen ausgeglichener. Insgesamt haben wir uns diesen Punkt heute sehr hart erarbeitet.“
... zur fehlenden Kraft: „Wir sind eigentlich gut aus der Halbzeit gekommen, wollten in der zweiten Halbzeit bessere, klarere Nadelstiche setzen. Das ist uns nicht so ganz gelungen, weil unsauber waren und nicht so ein gutes Gegenpressing gespielt haben. In der eigenen Hälfte und in unserer Box haben wir gut verteidigt und wenig Großchancen zugelassen und somit verdient den Punkt mitgenommen.“
... auf die Frage, ob drei Spiele in Folge ohne Sieg zu wenig sind: „Wir haben gerade in der letzten Woche ein schlechtes Spiel gemacht, dessen sind wir uns bewusst. Wir wollten heute ein ganz anderes Gesicht zeigen.“

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) ...
... auf die Frage, was ihm die Vertragsverlängerung bis 2026 bedeutet:
„Es ist schon ein Statement. Ich freue mich sehr darüber, dass es so geklappt hat und bin natürlich dankbar. Ich weiß auch, was ich dem VfL zu verdanken habe. Für mich ist das einfach eine Herzensangelegenheit und ich bin sehr, sehr froh.“
... zum Spiel: „Am Anfang waren wir gut drin, dann hatten wir eine Phase, wo wir Gladbach eingeladen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir dann konzentriert und strikt nach vorne gespielt. Mit ein bisschen mehr Glück, hätten wir das Spiel gewinnen können. Dann hätte sich auch niemand beschwert, dass wir verdient gewonnen hätten. Wir haben ganz ordentlich gespielt. Leider zwei Punkte zu wenig.“
... auf die Frage, wie ein Punktgewinn bei Minusgraden gegen einen direkten Konkurrenten das Herz erwärmt: „Vielleicht 25 Prozent. Wenn es zwei Punkte mehr wären, wären es schon 100 Prozent.“
... zur Temperatur: „Es ist wirklich sehr, sehr kalt. Wenn man redet, dann hat man das Gefühl, dass der Mund nicht auseinander geht. Ich versuche immer meinen Kiefer zu lockern und dann geht da schon.“


Xaver Schlager (VfL Wolfsburg) ...
... zu seinem Schuss ins Außennetz: „Ich habe gehofft, dass er reingeht. Ich habe schnell gesehen, dass der Ball ins Außennetz geht und dann war die Situation für mich auch schon vorbei. Es ist natürlich schade. Dann hätte Gladbach nicht mehr so viel Zeit gehabt, um den Ausgleich zu machen. Das wäre ein sehr, sehr wichtiger Treffer gewesen.“
... auf die Frage, ob im Spiel zu viel Kontrolle und zu wenig Risiko war: „Kontrolle und Risiko ist ein schmaler Grat. Wir haben gute Kontrolle mit sehr gutem Risiko gehabt. Wir sind in keinen Konter gelaufen, wo Gladbach sehr gut ist im Umschaltspiel. Wir hätten einfach ein Tor schießen müssen. Der Punkt hilft uns weiter, aber ein Sieg wäre natürlich besser gewesen.“


Sky Experte Manuel Baum ...
... zum Frankfurter Erfolg:
„Es war ein verdienter Sieg. Aber ab der 65. Minute gab es eine Phase, bis zum 2:0, wo man gedacht hat, dass Köln vielleicht doch noch ein Tor erzielen könnte. “
... zu Wolfsburg-Mönchengladbach: „Was man bei beiden Mannschaften herausheben kann, ist die Defensivleistung. Da ist es nicht so einfach, dass was man sich offensiv vorgenommen hat, umzusetzen. Im Offensivspiel ist bei beiden noch Luft nach oben.“


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