• Bosz enttäuscht: „Natürlich ist unser Anspruch ein anderer“
• Niederlechner sicher: „Mit Fans hätten wir dieses Spiel gewonnen“
• DAZN-Experte Ralph Gunesch: „Einen Schritt vorwärts hat keiner der beiden Mannschaften gemacht“


Berlin/München, 21. Februar 2021 -
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus der Partie FC Augsburg gegen Bayer 04 Leverkusen (1:1) - das Sonntagsspiel am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.


Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...
... zum Spiel:
„Natürlich ist unser Anspruch ein anderer, denn wir wollten in Augsburg gewinnen. Wenn man aber den Spielverlauf betrachtet, bei dem die Jungs bis zum Ende gekämpft haben, um noch einen Punkt einzufahren, ihnen das in letzter Sekunde auch noch gelingt, dann ist es eher ein Kompliment an meine Spieler. Wenn man vom Tempo spricht, gegen eine Mannschaft, die so tief hinten drin steht, ist ein solches unmöglich. Man muss allerdings ein hohes Balltempo besitzen und auch dann ist es nicht ganz einfach. Obwohl wir in der ersten Hälfte das Spiel kontrolliert hatten, haben wir keine Torchance gehabt.“
... über die fehlende Konstanz (vor dem Spiel): „Eine Konstanz kann man nicht trainieren. Wir haben die Konstanz in der Hinrunde besessen, wo wir sehr stabil waren. Aber das war auch, weil wir die Spiele gewonnen haben und wenn man Spiele gewinnt, ist es immer einfacher. Deshalb ist es wichtig, dass wir wieder einen Lauf bekommen und Spiele hintereinander gewinnen. Dann bekommt man das gute Gefühl zurück.“


Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen) ...
... zum Spiel:
„Am Ende freue ich mich natürlich über den gewonnenen Punkt. Wenn man bis zur letzten Sekunde mit einem Tor hinten ist, dann muss man auch glücklich sein und sich darüber freuen, dass man noch einen Punkt holt. Wenn man früh in Rückstand gerät, ist es natürlich nicht einfach. Wir sind momentan in einer Situation, die auch für uns nicht ganz einfach ist. Es fehlt uns ein wenig die Leichtigkeit und die Sicherheit in unserem Spiel. Das sind alles Faktoren, die nicht so leicht heruntergespielt werden, wenn es nicht ganz so gut läuft.“


Niklas Lomb (Torhüter Bayer 04 Leverkusen) ...
... zum Spiel:
„Ich habe über den Punkt eine geteilte Meinung. Das Positive ist, dass wir nie aufgegeben haben und immer daran gearbeitet, weil wir den Treffer erzielen wollten und haben es dann in der letzten Sekunde auch geschafft. Es ärgert mich natürlich brutal, dass ich so gepatzt habe. Ich habe versucht, mein Hadern über den Fehler im Spiel direkt abzustellen, denn das bringt mich nicht weiter. So etwas behindert nur. Ich habe versucht, mein Spiel weiter durchzuziehen und das ist mir gelungen. Wir sind ein Team und das haben wir auch wieder gezeigt. Es hat jeder gesagt, dass so ein Fehler passieren kann und jeder hat versucht, mir zu helfen. Das haben wir in der letzten Sekunde mit dem Ausgleich dann auch geschafft. Unter den Umständen kann man mit dem Punkt am Ende auch leben.“


Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg) ...
... zum aktuellen Druck (vor dem Spiel):
„Der Druck ist immer da, auch wenn man bereits einige Punkte erspielt hat, denn dann herrscht ein positiver Druck. Aktuell entsteht ein etwas negativer Druck. Aber das muss man aushalten, wenn man im Fußball arbeitet. Natürlich hatten wir eine Phase zu Beginn der Saison gehabt, wo wir auch gegen stärkere Teams gepunktet haben. In der letzten Zeit hat uns aber auch ein wenig das Spielglück gefehlt, um noch etwas mitnehmen zu können.“


Florian Niederlechner (Torschütze FC Augsburg) ...
... zum Spiel:
„Es ist extrem bitter, wenn man in der letzten Sekunde den Ausgleichstreffer kassiert. Wir haben ein sehr leidenschaftliches und gutes Spiel gemacht. Klar hat uns Leverkusen dann hinten reingedrückt, aber wir können und müssen viel daraus mitnehmen und müssen in der kommenden Woche unbedingt den Sieg einfahren. Wir wollten einfach ein gutes Spiel machen. Wir waren richtig aggressiv, jeder hat für den anderen gekämpft und so muss es auch sein. Ich glaube, mit Fans hätten wir dieses Spiel auch zu 100 Prozent gewonnen. Aber es ist nun so, wir haben nur einen Punkt geholt und das Leben geht weiter.“


Felix Uduokhai (FC Augsburg) ...
... zum Spiel:
„Es ist unglaublich bitter, in der letzten Sekunde den Ausgleich zu kassieren. Ich denke, wir haben gut verteidigt und wenig Chancen zugelassen. Natürlich hatte Leverkusen deutlich mehr vom Spiel und wir wussten auch, dass sie spielerisch eine Klasse besser sind als wir. Wir haben uns gut dagegengestemmt, vielleicht auch ein wenig zu defensiv, als der Treffer dann auch gefallen ist. Wir wissen, dass wir nicht allzu gut dastehen und die Punkte nach hinten auch schwinden. Auch die Teams von unten gewinnen, das sieht man natürlich. Deswegen müssen wir alle zusammenhalten und extrem zusammenrücken. Man hat nun auch gesehen, dass wir kompakt waren und als Team versucht haben, zu verteidigen. Die nächsten Spiele gegen Mainz und Berlin werden kein schöner Fußball sein. Wenn man nämlich so weit unten steht, dann zählen einfach nur die Punkte und da müssen wir auf jeden Fall punkten.“


Alfred Finnbogason (FC Augsburg) ...
... über seine Verletzung und die aktuelle Situation (in der Halbzeitpause):
„Mir geht es besser und ich arbeite daran, dass ich der Mannschaft so schnell wie möglich helfen kann. Ich denke, ich benötige noch ein bis zwei Wochen, bis ich wieder komplett fit bin. Natürlich ist es schwierig, wenn man keine Erfolgserlebnisse hat. Wir leiden natürlich dadurch, aber wir schauen nach Lösungen und nicht nur nach dem, was wir falsch machen. Natürlich müssen wir davon lernen, aber wir wissen auch, dass es mit dem Abstiegskampf sehr schnell eng werden kann. Da zählt jeder Punkt. Es ist für niemanden eine einfache Zeit, der mit dem FC Augsburg etwas zu tun hat. Auch wir Spieler stehen in der Verantwortung und wir kämpfen alle gemeinsam.“


DAZN-Experte Ralph Gunesch...
… zum Spiel:
„Im zweiten Durchgang war Leverkusen zwar agiler, aber sobald es in Richtung Tor ging, war der letzte Pass sehr ungenau. Sie hatten große Probleme, sich Chancen herauszuspielen. Letztendlich sorgt dann Augsburgs bekanntes Problem dafür, dass die Leverkusener das Geschenk annehmen. Im 16er muss man am Mann verteidigen. So dürfen sich die Augsburger nicht beschweren, dass sie den Gegentreffer noch kassiert haben. Leverkusen kann mit dem Punkt nicht zufrieden sein. Man kommt zwar unglücklich in diese Partie und natürlich geht man sehr froh aus diesem Spiel, dass man nicht verloren hat. Aber da sind wir bei dem Krisen-Niveau, denn das ist nicht der Anspruch Leverkusens, in Augsburg in letzter Sekunde den Ausgleich zu erzielen. Damit kommt man nicht in die Champions-League und es droht, die Plätze aus den Augen zu verlieren. Beim Blick auf die Tabelle sieht es auch nicht ganz so positiv aus. Einen Schritt vorwärts hat keiner der beiden Mannschaften gemacht.“
… über den FC Augsburg (vor dem Spiel): „Die aktuellen Zahlen über die wenigen erzielten Tore bei den Augsburgern belegen, dass es ihnen zu selten gelingt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mit wenigen erzielten Toren holt man in den meisten Fällen auch sehr wenig Punkte. Das ist der Grund, warum es ihnen droht das zu verspielen, was ihr Saisonziel war, nämlich nächstes Jahr in der Bundesliga zu sein. Der Trend zeigt da hin, dass es nochmal ganz eng wird in dieser Saison. Augsburg ist die einzige Mannschaft, die alle Gegentore im eigenen Strafraum kassiert hat. Sie machen es den Gegnern auch zu leicht.“


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