• Reindl über Olympia-Silber: „Dass ich dabei sein durfte, war das Größte in meinem Leben“

    Bonn, 23. Februar 2020 -
    Mächtig was los in der PENNY DEL: Die Berliner Eisbären kassieren gegen Wolfsburg die erste Heim-Niederlage im „Shootout“. Iserlohn stellte nach einem 1:5 gegen Bremerhaven seinen Chef- Trainer Jason O´Leary sofort frei. Philip Riefers hatte nach der Klatsche noch erklärt: „Wir sind Profi genug, um damit klar zu kommen, dass der Trainer am Saisonende geht.“ Problem sei vielmehr: „Wir denken ab und zu, zu kompliziert.“ Unkompliziert schön und emotional: MagentaSport erinnert mit Interviews an den größten Erfolg des deutschen Eishockeys - Olympia-Silber in Pyeongchang. Franz Reindl, DBB-Präsident, sagt: „Dass ich dabei sein durfte, war das Größte in meinem Leben.“

    Silber für die Ewigkeit – schon heute Abend erinnert MagentaSport im Rahmen der Live-Spiele der Nürnberg Ice Tigers gegen Adler Mannheim (ab 18.15 Uhr) sowie Kölner Haie gegen Krefeld Pinguine (ab 20.15 Uhr) an die Olympia-Helden von 2018 bei den Winterspielen in Pyeongchang. Der Start erfolgt mit dem DBB-Präsidenten Franz Reindl – hier der Link: https://thinxpool.files.com/f/d33bc70a0c5accc9
    In der Formatreihe „Kühlbox“ bespricht Patrick Ehelechner mit David Wolf und Patrick Reimer Anekdoten und Emotionales. Auch die weiteren Live-Spiele und die neue Folge des Podcasts „Eishockey Show“ widmen sich mit dem damaligen Erfolgstrainer Marco Sturm und Gerrit Fauser dem Jahrestag des Silber-Medaillengewinns.

    Nachfolgend wichtige Aussagen von Franz Reindl im Gespräch mit Patrick Ehelechner.
    Reindl zum Anteil von Trainer Marco Sturm, damals Bundestrainer, heute Assistenz-Trainer der Los Angeles Kings. „Er war der Leader, der Chef!“ Sturm habe die klare Führungsrolle angenommen, „ohne das Hierarchische herauszustellen.“ Der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt. „Das kann man nicht lernen – das hat einfach gepasst.“

    „Mir sind die Tränen gekommen!“
    Reindl war als Delegationsmitglied nach Pyeongchang eingeladen worden. Seine Erwartungshaltung: „Ich wollte nur, dass sich die Mannschaft gut präsentiert.“ Schon nach dem ersten Spiel gegen Schweden war klar – das deutsche Team kann eine besondere Rolle in dem olympischen Turnier spielen. „Der Glaube an sich selbst war bis oben auf der Tribüne zu spüren.“ Besonders gemerkt habe er das beim Halbfinale gegen Kanada. „Ich war fasziniert von der Energie“, erzählt Franz Reindl von der Stimmung in der Kabine vor dem Halbfinale: „Ich war mir völlig sicher: die können das Spiel gar nicht verlieren.“ Nach dem Sieg gegen den vormaligen Olympiasieger und inmitten des Jubels des Teams „sind mir die Tränen gekommen.“

    „Not yet!“
    Beim Olympia-Finale gegen Russland hatte Franz Reindl als Delegationsmitglied schon vorher einen Job angenommen – die Medaillen-Übergabe an die Spieler. Fünf Minuten vor Spielende - die Deutschen führten eine Minuten vor dem Ende, Gold war zum Greifen - musste Reindl mit der Delegation in die Arena-Katakomben: Medaillen-Übergabe üben. Weil er nichts mehr vom Spiel mitkriegte, habe er gesagt: „Not yet!“ Zusammen mit einem russischen Kollegen stand er hinter dem Tor, bekam das unglückliche Ende mit, als die Auswahl der „Olympischen Athleten aus Russland“ Gold noch in der Overtime holte. Bei der Medaillen-Übergabe habe Reindl, jenseits der Protokoll-Vorschriften, jeden deutschen Spieler geherzt. „Das war das Größte, dass ich den Spielern meinen Dank und den Respekt ausdrücken konnte. Ich war allen Beteiligten nur dankbar!“
    Das Silber glänzt noch immer
    Die Silber-Medaille helfe dem deutschen Eishockey national und international noch immer. „Der Stellenwert hat sich gewaltig verändert.“ Eine Bestätigung und „der Glaube, den richtigen Weg“ für das deutsche Eishockey“ eingeschlagen zu haben. „Die Anzahl der hochklassigen deutschen Spieler hat sich verbessert, die Qualität insgesamt, besonders im Nachwuchsbereich.“

    Stimmen aus der PENNY DEL: Eisbären Berlin – Wolfsburg Grizzlys 2:3 (im Shootout) - „Einfach weitermachen“
    Erste Heimniederlage für die Eisbären im Penalty-Schießen gegen die Wolfsburger Grizzlies. Für Wolfsburg war es der 7. Sieg in Folge.

    Berlins Kai Wissmann:
    „Wir haben vorne einfach nichts reinbekommen. Das 1. Drittel war ausgeglichen, im 2. Drittel waren wie überlegen. Gut, Wolfsburg hatte einige Konterchancen. Ja, aber: wir haben vorne einfach nicht die Tore gemacht…Einfach weitermachen. Man kann auch mal verlieren. Deshalb ist bei uns nicht alles schlecht, was bei uns los ist zur Zeit. Wir spielen einfach weiter und dann gewinnen wir auch das nächste Spiel weiter.

    Wolfsburg Keeper Chet Pickard hielt 2 von 3 Penalties, ebnete schon im Spiel mit einer Fangquote von 96 Prozent den Grizzlys-Erfolg: „Berlin hatte eine Serie von 5 Siegen, hatte viele Tore gemacht. So wie wir. Deshalb haben beide auch richtig gutes Hockey gespielt. Und wir haben gewonnen.“ Was ist nach dem zwischenzeitlichen Einbruch passiert, um diese Erfolgsserie zu starten? „Wir sind enger zusammengerückt. Es war zu sehen, wie wir den Sieg heute gefeiert haben – wir haben viel Spaß miteinander.“ Seine eigene Leistung wollte Pickard nicht überbewertet sehen: „Ich bin glücklich über meine Leistung und die meiner Mitspieler vor mir – so macht das Spass.“

    Die PENNY DEL Live bei MagentaSport
    Mittwoch, 24.02.2021

    Ab 18.15 Uhr: Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim
    Ab 20.15 Uhr: Kölner Haie – Krefeld Pinguine
    Donnerstag, 25.02.2021
    Ab 18.15 Uhr: ERC Ingolstadt – EHC Red Bull München
    Ab 20.15 Uhr: Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters
    Freitag, 26.02.2021
    Ab 18.15 Uhr: Fischtown Pinguins Bremerhaven – Eisbären Berlin
    Ab 20.15 Uhr: Augsburg Panther – Straubing Tigers

    Für weitere Rückfragen / MagentaSport
    Jörg Krause
    Leiter Kommunikation thinXpool TV GmbH
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