• Dortmunds Trainer Terzic über Sancho: „Hat das Fußballspielen nicht verlernt“
• Hertha-Sportdirektor Friedrich ehrlich: „Wird eine komplizierte Restsaison“
• Wolfsburgs Trainer Glasner mahnt: „Müssen unsere Hausaufgaben machen“
• Sky Experte Hamann über Hertha BSC: „In der Mannschaft scheinen Spannungen zu sein“


Unterföhring, 27. Februar 2021 -
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 23. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Christian Groß (Trainer FC Schalke 04) ...
... zu den Geschehnissen der letzten Tage:
„Mein Fokus ist und bleibt der Fußball, die Mannschaft und das nächste Spiel. Die Berichterstattung ist ein bisschen umfassender geworden. Ich halte daran fest, dass, wenn mir etwas nicht passt, ich direkt auf die Person zugehe und das nicht anders kommuniziere. Ich habe gelernt, dass Offenheit und Direktheit im Leistungssport die besten Mittel sind, um erfolgreich zu sein.“
… zur Frage, ob Spieler auf ihn zugekommen sind: „Nein, überhaupt nicht. Ich erwarte von den Spielern, dass sie auf mich zukommen, wenn sie etwas stört. Aber das ist nicht passiert.“
... zur Frage, ob er den Trainerjob bei Schalke bereut: „Überhaupt nicht, es ist eine große Herausforderung. Ich wusste, dass es schwer wird. Solange es mathematisch möglich ist, glaube ich daran und die Mannschaft auch.“

Sascha Riether (Koordinator Lizenzspielerabteilung) ...
... zu den Unruhen im Verein:
„Mich nervt, dass unsere Spielvorbereitung gestört wird. Erst letzte Woche hatten wir einiges zu tun. Die Gedanken sind nicht beim Spiel, sondern woanders und heute genauso. Wir hatten den ganzen Morgen andere Dinge zu tun, als uns auf das Spiel vorzubereiten. Das ist einfach schade. Es wird von Revolution gesprochen, aber eine Revolution war da überhaupt nicht. Uns ist wichtig, dass wir Spieler im Kader haben, die mit anpacken. Das hat überhaupt nichts mit dem Trainer zu tun, sondern mit der Situation. Es ist völlig normal, dass die Spieler nach der Derbyniederlage und dem ausbleibenden Erfolg enttäuscht sind und Gesprächsbedarf haben. Die Spieler müssen heute auf dem Platz eine Antwort geben.“
… zu der Frage, ob Spieler wegen des Trainers zu ihm gekommen sind: „Es kommen grundsätzlich immer Spieler zu mir. Das ist mein Job. Was genau passiert ist, werde ich nicht sagen. Meine Aufgabe ist es, die Spieler aufzubauen und zu fordern.“

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) ...
... zur Frage, wie er Jadon Sancho wieder aufgebaut hat:
„Wir haben häufig erwähnt, dass Sancho das Fußballspielen nicht verlernt hat. Alle waren verwöhnt, mit dem, was er in den letzten Jahren geleistet hat. Man darf nicht vergessen, dass er immer noch ein junger Kerl ist. Wir haben versucht, ihn zu unterstützen und ihm eine andere Rolle gegeben. Jetzt zählt es, das weiter fortzuführen, damit er konstant performt. Wir brauchen ihn definitiv, um unsere Ziele zu erreichen.“
... zur Frage, wer die Nummer eins ist: „Ich werde mich nicht festlegen, was bis Ende Mai passiert. Wir wollten eine Leistungskultur schaffen und gute Leistungen belohnen. Marwin Hitz ist im Rhythmus und hat es in den letzten Spielen gut gemacht. Wichtig ist, dass beide Torhüter wieder gesund sind.“

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...
... zur Frage, ob Wolfsburg noch im Meisterschaftskampf eingreifen kann:
„Ich beschäftige mich mit dem Drumherum nicht. Ich weiß aber, dass es ein Thema ist. Allerdings hilft uns die gestrige Niederlage von Frankfurt nicht, das Spiel heute gegen die Hertha zu gewinnen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Für mich ist Hertha deutlich besser, als es die Tabelle aussagt. Deswegen wird es heute wichtig sein, dass wir an die Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen. Mit anderen Sachen beschäftigen wir uns nicht.“

Arne Friedrich (Sportdirektor Hertha BSC) ...
... zur Frage, inwiefern ihm die Erfahrungen des Abstiegs mit der Hertha bei seinem Job helfen:
„Als wir damals abgestiegen sind, hatten wir eine gute Mannschaft. Es war für uns alle ein bitteres Ereignis. Aber manchmal findet man Mannschaften im Tabellenkeller, die eigentlich nicht dort hingehören. In dieser Situation sind wir aktuell auch. Ich glaube, dass die Erfahrungen helfen werden, Ruhe zu bewahren. Es wird aber eine komplizierte Restsaison. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir die Klasse und das Verständnis haben, um in der Liga zu bleiben.“
… zu den Veränderungen unter Trainer Pal Dardai: „Ich glaube schon, dass sich etwas verändert hat. Die Mannschaft wächst stärker zusammen und ich glaube, dass es einen größeren Zusammenhalt gibt. Die Schuld an der derzeitigen Situation ist allerdings nicht bei Dardai zu suchen. Es ist wichtig, eine Neuausrichtung zu fahren. Auf der einen Seite müssen wir jetzt in der Liga bleiben, auf der anderen Seite müssen wir schauen, wie die Zukunft von Hertha BSC aussehen soll.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...
... zur Frage, ob ein weiterer Ausrutscher verboten ist:
„Wir wollen heute die drei Punkte holen. Wir spielen zu Hause und haben unter der Woche in Rom eine sehr ordentliche Leistung gezeigt, darauf wollen wir aufbauen. Wir haben den Gegner unter Druck gesetzt und es war Frische da.“
... zur Frage, wie gefährlich Köln heute werden kann: „Man hat die guten Ergebnisse der Kölner gegen Dortmund, Leipzig, Wolfsburg und Mönchengladbach auf dem Schirm. Sie können in der Defensive sehr kompakt agieren und versuchen, schnell umzuschalten. Das sind Dinge, die wir beachten müssen.“
… zur Rückkehr von Thomas Müller: „Wenn Spieler ausfallen, dann tut es immer weh. Es ist wichtig, dass die Spieler spielen, dann sind sie am wertvollsten. Niemand konnte etwas für seinen Ausfall, aber wir sind froh, dass er wieder da ist.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zu dem Gerücht, dass die Schalker Mannschaft Trainer Christian Groß nicht mehr unterstützt:
„Grundsätzlich ist es gut, dass sich die Mannschaft Gedanken macht, wie es weitergeht und was man besser machen kann. Wenn man das als ‚Verantwortung übernehmen‘ interpretiert, dann haben sie heute die Möglichkeit, das auf dem Platz zu zeigen. Aber es ist eine Vereinssache. Die Spieler sind angestellte des Vereins. Der Vorstand entscheidet, wer die Mannschaft trainiert. Dazu darf man nicht vergessen, dass mit David Wagner und Manuel Baum schon zwei Trainer verschlissen wurden.“
… zu der Offensivschwäche von Hertha BSC: „Ich glaube, dass es in der Mannschaft nicht stimmt. Wenn man nicht trifft, dann muss es nicht immer mit der Offensive zu tun haben. Die gesamte Mannschaft ist dafür verantwortlich. In der Mannschaft scheinen Spannungen zu sein. Die letzten 10 bis 15 Spiele waren weit von der möglichen Leistung entfernt. Ich glaube nicht, dass es kurzfristig besser wird und sie bis zum Saisonende unten stehen werden.“

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