• Borussia-Trainer Rose trotz Niederlage zufrieden: „Will meinen Jungs keinen Vorwurf machen“
• Torschütze Poulsen glücklich: „Waren klar die bessere Mannschaft“
• Gladbachs Hofmann traurig: „Die Enttäuschung ist groß“
• Sky Experte Matthäus zum Leipziger Comeback: „So kann man Meister werden“

Unterföhring, 27. Februar 2021 -
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 23. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach (3:2) bei Sky.

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Wir haben es auch in der ersten Halbzeit gut gemacht und hatten einige vielversprechende Situationen. Bei den Gegentoren sehen wir natürlich nicht gut aus. Aber ansonsten haben wir Druck gemacht und die Gladbacher zu langen Bällen gezwungen. Im letzten Drittel haben wir ein bisschen Pech gehabt und Chancen vergeben. Die zweite Hälfte war unheimlich stark. Wir haben gepresst und uns stark positioniert. Am Ende haben wir hochverdient gewonnen.“
... zum strittigen Siegtreffer: „Grundsätzlich kann man darüber diskutieren. Ich finde nicht, dass er ihn extrem stößt. Er hält ihn sich ein bisschen vom Leib, ein relativ normaler Zweikampf. Ich würde mich auch nicht beschweren, wenn das Tor abgepfiffen worden wäre.“
… über die kommenden Aufgaben: „Wir müssen den Schwung mitnehmen. Der Sieg setzt natürlich Emotionen frei, es ist tabellarisch ein extrem wichtiger Sieg gewesen. Ich hoffe, dass Kräfte für die anstehenden Spiele freigesetzt werden. Wolfsburg ist ein starker Gegner und sehr stabil. Wir haben einen harten Brocken vor der Brust.“
... zu der möglichen Meisterschaft (vor dem Spiel): „Jeder, der in der Bundesliga arbeitet, träumt davon. Das ist ganz normal. Wir versuchen trotzdem, unser Hauptziel Champions-League-Qualifikation zu erreichen und dafür ist es wichtig, Spiele zu gewinnen. Wir versuchen alles, um die Bundesliga spannend zu halten und oben dranzubleiben. Das machen wir aber nicht nur für die neutralen Fußballfans, sondern vor allem für uns.“

Yussuf Poulsen (Torschütze RB Leipzig) …
… zum Spiel:
„Das Wichtigste sind die drei Punkte. Wir haben ein starkes Spiel abgeliefert und verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir noch zu viele individuelle Fehler gemacht. Es ist egal, ob wir 2:0 hinten liegen, wenn wir so zurückkommen und das Spiel drehen.“
… zum Selbstvertrauen nach dem Sieg: „Nach so einer Leistung wie gegen Mönchengladbach ist das Selbstvertrauen sehr groß. Wir haben sie verdient geschlagen und waren klar die bessere Mannschaft. Jetzt kommt im DFB-Pokal der VfL Wolfsburg, es geht Schlag auf Schlag.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
... zum Spiel:
„Ich will meinen Jungs heute keinen Vorwurf machen. Wir hätten den einen Punkt vor allem aufgrund unserer kämpferischen Leistung verdient. Natürlich war Leipzig in der zweiten Halbzeit drückend überlegen. Wir hatten zu wenig Entlastung und hätten den Punkt gerne mitgenommen, da er uns weitergeholfen hätte.“
... zum Leipziger Siegtreffer: „Das Tor kann man so laufen lassen. Es gibt einen kurzen Schubser, aber Lazaro springt nicht und wird so nicht aus der Balance gebracht.“
... zur Frage, wie die Mannschaft aus dem Formtief kommt (vor dem Spiel): „In dem wir Dinge nicht in einen Topf schmeißen und differenzieren. Intern sind wir relativ klar und auch die Jungs arbeiten fleißig. Wir sind natürlich nicht zufrieden. Im Profifußball geht es um Punkte und wenn man keine Punkte hat, wird es unruhig.“

Yann Sommer (Torhüter & Kapitän Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel:
„Am Ende haben wir das Ergebnis einfach nicht über die Zeit gebracht. Wir waren die schlechtere Mannschaft, Leipzig hat in der zweiten Hälfte Dauerdruck gemacht. Wir waren im Dauerstress und hatten keine Entlastung mehr. So verliert man dann logischerweise das Spiel.“
… zum strittigen Siegtreffer: „Der Schiedsrichter hat es so entschieden. Ich finde schon, dass sich Sörloth einen Vorteil verschafft. Aber wir können es nicht mehr ändern.“
… zum anstehenden Pokalspiel gegen Borussia Dortmund: „Wir müssen das Spiel heute abhaken und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Am Dienstag versuchen wir dann wieder eine gute Leistung zu zeigen. Wir wollen weiterkommen und im Pokal etwas erreichen. Es soll nach Berlin gehen und dafür braucht es eine gute Leistung.“

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel:
„Die Enttäuschung ist sehr groß. Hinten raus noch das dritte Gegentor zu bekommen, tut sehr weh. Wir haben in der zweiten Hälfte nicht mehr für Entlastung sorgen können und standen sehr tief. Dann ist es gegen solch spielstarke Gegner nur eine Frage der Zeit, bis die Gegentore fallen. Das erste bekommen wir zu schnell und zu einfach. Wenn wir länger die Null halten können, dann bekommen wir mehr Räume und können über unsere schnellen Umschaltspieler auf das dritte Tor gehen. Mit einem Punkt wären wir zufrieden gewesen.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zum Sieg der Leipziger:
„So kann man Meister werden. Sie sind abgeklärter und ich glaube, dass sie vor ein, zwei Jahren ein solches Spiel nicht gewonnen hätten. Sie standen im Pokalfinale und im Halbfinale der Champions League, und das gibt einem Selbstvertrauen. Das haben wir in der zweiten Hälfte gesehen. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit, so zurückzukommen, hat mir bei RB Leipzig sehr gut gefallen.“
… zum Siegtreffer durch Sörloth: „Es war eine kleine Handbewegung von Sörloth am Rücken von Lazaro da, aber abpfeifen muss man es nicht. Es war eine kurze Berührung. Deswegen war es für mich keine klare Fehlentscheidung und daher ein reguläres Tor.“
... über Borussia Mönchengladbach (vor dem Spiel): „Die Gladbacher enttäuschen in der Bundesliga. Mit einer heutigen Niederlage sind sie im Mittelmaß und das hätten sie sich nicht so vorgestellt. Dazu kommt das Theater um Marco Rose und dem Wechsel nach Dortmund. Für mich ein normaler Wechsel, der sich aber wie ein Kaugummi hingezogen hat. Der Zeitpunkt hätte sich günstiger ausgesucht werden können. Vor diesen wichtigen Spielen braucht die Mannschaft Ruhe. Sie spielt gut und attraktiven Fußball. Ihnen fehlt allerdings noch die Erfahrung. Es sind viele junge Spieler dabei und das merkt man in diesen turbulenten Wochen.“

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