• Dortmund gewinnt gegen Hertha: „War extrem wichtig“
• Dardai verteidigt Jarstein: „Er macht einen guten Job“
• Dardai hadert mit Niederlage: „Die Offensive macht mir Sorgen“
• Sky Experte Matthäus über Löw-Nachfolge: „Wenn man mich braucht, bin ich da, um zu helfen“

Unterföhring, 13. März 2021 -
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 25. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC (2:0) bei Sky.

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) ...
... zum Spiel:
„Wie wir es durchgezogen haben und in unseren Aktionen klar geblieben sind, auch wenn wir nicht getroffen haben, war sehr gut. Wir sind zufrieden, es war ein intensives Spiel, es waren intensive Wochen und es war wichtig, drei Punkte einzufahren. Die beiden Stürmer von Hertha sind sehr gefährlich, ich finde unsere Innenverteidiger haben ein sehr gutes Spiel gemacht und von hinten immer wieder Druck erzeugt. Dann waren unsere Mittelfeldspieler da, das hat sehr gut funktioniert.“
... zu Julian Brandt: „Er war schon in der ersten Halbzeit gut im Spiel, hatte viele Ballaktionen, aber wie alle Offensivspieler, hat so ein bisschen die Effektivität gefehlt. Er hat sich dann durch das Tor belohnt und das war der Dosenöffner für uns.“
... zu Mateu Morey, Marco Reus und Mats Hummels: „Morey hat ein bisschen seine Wade gespürt und musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Es waren intensive Wochen für unsere Jungs. Marco wirkte jetzt schon ganz gut und optimistisch. Mats hat sein Knie gespürt, das hat er in den vergangenen Wochen immer wieder ein bisschen. Wir sind guter Dinge, wenn wir sie untersuchen und schonen, dass sie dann am Dienstag wieder dabei sind.“
... zu Youssoufa Moukoko: „Es war der richtige Zeitpunkt, Moukoko zu bringen. Er hat sich direkt ins Spiel eingefügt. Er ist extrem torgefährlich. Im vergangenen Spiel haben wir jemanden gebraucht, der uns den Ball ein bisschen festmacht, weil es da nicht viele Räume im Ballbesitz gab. Gegen Hertha brauchten wir jemanden, der sofort da ist und deshalb sind wir extrem glücklich, dass wir ihn gebracht haben.
... zu Erling Haaland: „Es ist frustrierend, wenn man permanent gegen drei Gegenspieler spielt. Aber es ist auch wichtig, zu merken, dass man so gut ist, dass einen drei Leute decken und die anderen mehr Platz haben, dementsprechend hatten wir Julian Brandt und Marco Reus mehr im Spiel. Wir wissen aber, dass Erling in den nächsten Wochen weiter wichtig für uns sein wird. Dementsprechend wird er seine Laune auch nicht verlieren.“
... auf die Frage, wann er Cheftrainer wird (vor dem Spiel): „Das ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Ich bin niemand, der Forderungen stellt, sondern jemand, der sich bestmöglich versucht vorzubereiten und dann irgendwann ja oder nein zu sagen. Aktuell habe ich diese Funktion bis zum Ende der Saison, deshalb werde ich meine komplette Energie reinwerfen, so wie ich es in der anderen Funktion getan habe und so werde ich es auch weiter tun, in welcher Rolle auch immer.“

Julian Brandt (Torschütze Borussia Dortmund)…
... zu seinem Tor:
„Vielleicht hat der Wind hier eine entscheidende Rolle gespielt, aber ich bin ehrlich, ich habe mich selbst ein bisschen erschrocken, dass der reingegangen ist. Der Ball war doch ein bisschen zentraler. Diese Saison ist für mich momentan nicht so einfach. Ich glaube das große Ganze mit dem leeren Stadion, das zieht nicht spurlos an einem vorbei, es ist etwas Neues, man versucht sich da Stück für Stück rauszuholen und jedes Tor tut einem extrem gut.“
... zum Spiel: „Es war nicht einfach, Hertha hat gut verteidigt, wir haben in der ersten Halbzeit ein paar Torchancen kreiert, die wir mit mehr Kaltschnäuzigkeit voranbringen könnten. Aber wir haben das Spiel gewonnen, gerade nach den letzten Wochen war es extrem wichtig. Wir haben noch ein paar Spiele vor uns. Ich habe ein gutes Gefühl, ich weiß auch, dass die Situation nicht so einfach ist, weil wir gute Mannschaften vor uns haben, die souverän ihre Siege holen. Aber wir haben noch ein paar direkte Duelle.“

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC)…
... zum Spiel:
„In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt. Der letzte Pass und die Konsequenz haben aber gefehlt, Rune Jarstein hat uns einmal ausgeholfen. Der Plan war, das System umzustellen und offensiv und mutig zu spielen. Das hat nicht funktioniert und das macht mir Sorgen. Wir haben nicht einmal eine Ecke rausgeholt, nicht eine Standardsituation. Wenn der Mut fehlt, das soll nicht sein bei mir. Bei mir kann man in der gegnerischen Hälfte einen Ball verdribbeln und einen Fehler machen, das ist nicht schlimm. Schlimm ist, wenn du zu passiv bist, dann bist du nicht mutig genug. Das ist nicht okay. Die Rote Karte war der entscheidende Moment zum Schluss, da hatten wir keine Chance mehr. Ich bin sehr unzufrieden mit der zweiten Halbzeit, mit der ersten nicht.“
... zur Tabellensituation: „Die Offensive macht mir Sorgen, warum der letzte Pass nicht ankommt. Vielleicht haben sie zu viel auf die Tabelle geschaut, da müssen wir reden. Das müssen sie aus ihrem Kopf bekommen. Ein Fußballer muss frei sein. Defensives Spiel ist Wille, offensives Spiel ist Können. Die Jungs haben Talent dafür, aber das sieht man nicht in Drucksituationen. Ein guter Spieler kann unter Druck gut spielen, das müssen sie zeigen, nicht nur im Training. Es gibt solche Tage, der Wille war aber da. Ich habe keine nervösen Spieler gesehen, sondern eine Blockade.“
... zu Torhüter Rune Jarstein: „Das war auch ein guter Schuss. Rune hat uns aber auch ausgeholfen und macht einen guten Job. Torhüter und Verteidiger sind da, wo die Tore fallen, da passieren solche Sachen. Die Stürmer machen auch Fehler, aber da wird nicht so viel drüber geredet. Aber er ist erfahren genug, um das zur Seite zu wischen und er bleibt unsere Stärke.“

Niklas Stark (Hertha BSC) …
... zum Spiel:
„Natürlich müssen wir uns alle an die Nase fassen. Wir haben es ein bisschen verpasst, nach vorne die Akzente zu setzen. Wir hatten in der ersten Halbzeit ein paar gute Aktionen, in der zweiten Halbzeit ist uns das dann ein bisschen schwerer gefallen.“
... zu Torhüter Rune Jarstein: „Er hat uns in der ersten Halbzeit gerettet, auch in den Spielen davor. Keine Ahnung, wie der Ball da kam, ist mir auch egal. Rune ist ein super Torwart. Keine Kritik da an ihn.“
... zur Tabellensituation: „Natürlich sitzt uns Mainz im Nacken und wir haben das natürlich auch im Kopf. Es gilt jetzt die nächsten Spiele zu punkten, was anderes zählt nicht. Wir müssen eine richtige Mischung zwischen Ruhe und einer gewissen Anspannung behalten.“

Lukas Klünter (Hertha BSC) ...
... zum Foul von Vladimir Darida:
„Das wird er sich noch ein paar Tage vorwerfen, aber er ist ein super Typ. So etwas passiert im Fußball und er wollte das nicht machen. Da kann man nur hoffen, dass nichts Ernsthaftes passiert ist.“
... auf die Frage, was Hertha mitnimmt: „Enttäuschung. Aber wenn man die erste Halbzeit gesehen hat, hat viel geklappt und wir haben wenig zugelassen. Deshalb auch das Positive, dass das soweit funktioniert hat. Wir waren ziemlich unter Druck hinten und haben auf Sicherheit in erster Linie gesetzt und konnten nach vorne nicht wirklich umschalten. Der letzte Pass hat gefehlt und dann kannst du natürlich auch nichts mitnehmen. Wir haben in den letzten Wochen gehen, dass wir auch gegen die großen Mannschaften mithalten können, natürlich müssen wir unsere Punkte holen. Aber wir spielen in den nächsten Partien gegen direkte Konkurrenten.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zu einer Nachfolge von Joachim Löw (vor dem Spiel):
„Man muss die Worte nicht immer so drehen, dass es Schlagzeilen werden. Ich habe gesagt, mein Lebensplan sieht anders aus. Nur, wenn die Leute beim DFB denken, dass ich der Richtige bin, beziehungsweise ich merke, dass die Fans dich auch wollen, dann musst du ja drüber nachdenken, dann musst du zumindest drüber sprechen. Das ist ja auch eine Verpflichtung von mir gegenüber dem Fußball. Aber dass ich jetzt den Job unbedingt brauche, das sicher nicht. Aber wenn ich merke, dass man mich braucht, dann bin ich da, um zu helfen. Dann müssen die Leute, die entscheiden auch überzeugend sein und selbst überzeugt sein. Dann höre ich mir das an.“
... zu Julian Brandt: „Es war wichtig, dass Brandt das Tor für sich selbst gemacht hat, weil er ist zwischen Stamm- und Ersatzelf und sein Anspruch muss bei dem Talent eigentlich höher sein.“
... zu Hertha BSC: „Ich erwarte von der Hertha, auch aufgrund des Kaders, mehr. Aber wahrscheinlich sind die Gegner, gegen die sie in den letzten Wochen gespielt und auch verloren haben, zum jetzigen Zeitpunkt eine Nummer zu groß.“

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