• Kiels Quenstedt selbstsicher: "Wenn wir alle restlichen Spiele gewinnen, sind wir Meister"
  • Stuttgarts Schweikardt enttäuscht: "Erschreckenderweise nichts neues für uns"

    München, 20. März 2021
    - Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien THW Kiel - HSG Wetzlar (23:19), TuSEM Essen - TVB 1898 Stuttgart (27:20), FRISCH AUF! Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf (31:24), sowie die Partie Bergischer HC - HSG Nordhorn-Lingen (25:25).

    Dario Quenstedt (Torhüter THW Kiel) ...

    ... zum Spiel:
    "Der große Genuss war eine hervorragende Abwehrarbeit, denn dann hat man es als Torhüter relativ einfach. Jeder weiß, dass wir etwas aus dem Hinspiel wieder gutzumachen hatten. Da wollten wir nicht zu übermotiviert herangehen, sondern mit klarem kühlem Kopf, clever spielen und das haben wir von der ersten bis zur letzten Minute gemacht. Grundsätzlich kann ich für die anderen sprechen, dass wir alle sehr fokussiert sind, unsere Leistungen zu bringen. Das wir dann so souverän spielen konnten, lag vielleicht auch daran, dass Wetzlar nicht mit Bestbesetzung antreten konnte. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und da ist es egal, gegen wen wir spielen. Wenn wir nun alle restlichen Spiele gewinnen, sind wir deutscher Meister."

    ... über seine Position: "Die Umstände sind für mich eigentlich egal. Ich fokussiere mich auf mein Ziel und das ist im Tor zu stehen und gut zu halten. Natürlich ist auch klar, dass Niklas Landin uns fehlt. Ich bin aber auch froh, wenn er wieder zurück ist."

    Jürgen Schweikardt (Trainer TVB 1898 Stuttgart) ...

    ... zum Spiel:
    "Erschreckenderweise ist es für uns nichts neues. Es ist jetzt das dritte Mal, dass uns so etwas passiert. Ich habe gedacht, dass wir mit den Siegen und dem Selbstvertrauen, welches wir uns gesammelt haben, soetwas eigentlich nicht mehr passieren kann. Ich habe aktuell keine Erklärung, wieso es wieder passiert ist. Wir müssen nun analysieren und schauen, wie wir da wieder zur anderen Leistung finden. Es ist schon krass, wie schwankend es gerade ist. Wenn wir schlecht spielen und es nicht funktioniert, ist es immer ein totales Versagen. Dann geht auch die Körpersprache runter, die uns in so vielen Spielen ausgezeichnet hat. Es ist etwas, wo wir uns dringend weiterentwickeln müssen. Ich bin zufrieden mit dem, was wir als Leistungsspitze erreichen können. Wir können aber überhaupt nicht zufrieden mit unserer Konstanz sein."

    Johannes Bitter (Torhüter TVB Stuttgart) ...

    ... über seine Verletzung und die bisherige Saison (vor dem Spiel):
    "Ich spiele natürlich lieber, als nur zuschauen zu müssen. Mein Rücken hat nach dem Spiel gegen Schweden ein wenig zu gemacht, irgendetwas ist dort im Spiel passiert. Aber die Diagnose war komplett negativ und nun gehen wir einfach kein Risiko ein, dass sich da irgendetwas aufbaut, denn die Saison ist noch lang. Wir haben den Rückrundenstart so ein bisschen verschlafen und hatten keine guten Wochen. Danach haben wir uns wieder gefangen und dann das Derby gegen Balingen so deutlich zu gewinnen, war für uns sehr viel wert. Das bedeutet in Stuttgart sehr viel und ein ausgebautes Punktekonto fühlt sich sehr gut an."

    Lukas Diedrich (Torhüter TuSEM Essen) ...

    ... zum Spiel:
    "Wenn wir gewinnen, freuen wir uns natürlich sehr. Vor allem dann, wenn wir einen stärkeren Gegner schlagen, wie den TVB Stuttgart. Wir waren in den letzten Spielen immer sehr nah dran, aber nun ist der Knoten endlich geplatzt. Wenn der Torhüter ein gutes Spiel hat, dann ist es immer ein Geben und ein Nehmen mit der eigenen Abwehr. Wenn die Jungs so gut arbeiten, dann machen sie es einem Torhüter auch leichter. Für uns sind alle Punkte wichtig und die nächste Aufgabe gegen Nordhorn ist ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Wir gehen mit einem guten Gefühl in die kommende Woche und der Sieg war für die nächsten Wochen unheimlich wichtig."

    Jamal Naji (Trainer TuSEM Essen) ...

    ... zum Spiel:
    "Ich habe vor der Partie gesagt, dass wir uns endlich belohnen müssen, aber das sage ich bereits seit 16 Spielen. Wir haben uns schon ab und zu belohnt, aber unser Ziel war es, dass wir einfach gegen eine Mannschaft gewinnen, die nominell ins Mittelfeld gehört. Das haben wir in beeindruckender Manier geschafft und ich bin einfach sehr glücklich und froh über die Leistung der Jungs. Die Basis für alles ist unsere Bereitschaft mehr zu geben als unsere Gegner. Das nehmen wir uns immer als Ziel und schaffen das auch häufig. Was wir im Zentrum verteidigt haben, war alle Ehren wert. Es hat richtig Spaß gemacht, unser Abwehr-Spiel von außen zu beobachten."

    Hartmut Mayerhoffer (Trainer FRISCH AUF! Göppingen) ...

    ... über Sebastian Heymann (vor dem Spiel):
    "Sebastian Heymann macht aus, dass er sogar noch in der letzten Spielminute wirklich voll bei der Sache ist und schnell umschalten kann. Ansonsten macht es ihn so wertvoll, dass er sehr spielstark ist, einfache Tore erzielen kann und ein wertvoller Teil unserer Abwehrarbeit ist."

    Tim Kneule (FRISCH AUF! Göppingen) ...

    ... zum Spiel:
    "Man muss sagen, dass wir noch eine kleine Rechnung offen hatten, weil wir in Hannover sehr schlecht gespielt hatten. Wir haben uns vorgenommen, unser Tempospiel auf die Platte zu bringen und wussten auch, dass es bei Hannover sehr schnell nach vorne geht. Zu Beginn hatten wir unsere Schwierigkeiten, konnten uns dann in der Abwehr stabilisieren und anschließend davonziehen. Die Leistung unseres Torhüters ist derzeit natürlich enorm. Wir wollen das in jedem Spiel mitnehmen und wenn man mit so einem Torhüter und einer guten Abwehr spielt, können wir auch jedes Spiel gewinnen."

    Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf) ...

    ... zum Spiel:
    "Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte zu schnell weggeworfen. Dann spielt sich Göppingen durch ihr Tempospiel in einen kleinen Rausch. Wir wollten es schnell wieder aufholen, werfen dadurch die Bälle noch schneller weg und deshalb war die zweite Halbzeit desolat. Es war ein offenes Spiel, mit sieben Toren Rückstand. Wir haben versucht, das Beste draus zu machen, haben bis zum Ende gekämpft und sind natürlich sehr enttäuscht. Im Nachhinein ist es natürlich einfach zu sagen, aber die Spielansetzung ist natürlich eine Katastrophe. Wir spielen donnerstags zu Hause ein schweres Spiel und haben 48 Stunden später ein 750 Kilometer entferntes Auswärtsspiel. Es ist halt so, aber trotzdem sind wir nicht zufrieden. Es lag aber nicht an der Belastung."

    Daniel Kubes (Trainer HSG Nordhorn-Lingen) ...

    ... über den Abstiegskampf (vor dem Spiel):
    "Ich sehe unsere Chancen ganz gut, denn wir sind voll im Rennen. Wir haben die Möglichkeit, die erste Liga zu halten und das ist fantastisch. Wir wollen so weiter machen und dies natürlich auch schaffen. Worüber ich mir Gedanken mache, ist die Art und Weise wie wir Handball spielen. Was am Ende dabei herumkommt, ist die schöne Nebensache. Ich mache mir kaum Gedanken über die Tabelle. Ich finde nicht, dass aktuell der richtige Zeitpunkt dafür ist."

    ... über das Aus bei der tschechischen Nationalmannschaft (vor dem Spiel): "Ich bin auf viele Leute getroffen, Kollegen, Gegenspieler und Vereinsmitarbeiter und alle verstehen diese Entscheidung gar nicht. Ich habe kein Verständnis dafür, dass mein Trainerteam und ich Opfer von dieser Situation geworden sind und kann sagen, dass ich mir den Abschied nach 20 Jahren von der tschechischen Nationalmannschaft anders vorgestellt habe. Das ist wahrscheinlich auch nachvollziehbar."

    Sebastian Hinze (Trainer Bergischer HC) ...

    ... zum Spiel:
    "Man muss es getrennt betrachten. In der ersten Hälfte machen wir ein super Spiel, scheitern allerdings zu häufig am Torhüter. In der zweiten Halbzeit sind wir nicht gut gestartet und machen neun technische Fehler. Das ist für unser Angriffsspiel viel zu viel. Wir sind trotzdem noch einmal zurückgekommen, aber am Ende macht Nordhorn dann in Überzahl den Ausgleich und insgesamt ist es dann auch verdient."

    Sky Experte Stefan Kretzschmar ...

    ... zum Spiel:
    "Es war eine schwierige Partie, weil man gegen Wetzlar immer präsent sein muss. Die Kieler sind immer dabeigeblieben und konnten sich dann auf neun Tore absetzen."

    ... über die Corona bedingten Ausfälle der Kieler (vor dem Spiel): "Filip Jicha richtet den Fokus auf die Partie und auf das sportliche. Das ist das Einzige, was er als Trainer beeinflussen kann und das ist die Mentalität, die Kiel in dieser Saison so erfolgreich gemacht hat. Deshalb hat diese Mannschaft auch nichts mehr mit dem Team zu tun, wie es im Hinspiel auf der Platte stand. Es ist atemberaubend, wie sie ihr hartes Programm herunterspielen. Nur daran orientiert sich Filip Jicha."

    Für Rückfragen:
    O-Ton-Service HBL/mw
    Daniel Mayr (mayr@liquimoly-hbl.de)
    Mehr Informationen unter www.liquimoly-hbl.de