• Unions Gentner unzufrieden: "Waren die bessere Mannschaft"
  • Kohfeldt und Eggestein widersprechen Matarazzo: "Die unnötigste Niederlage der Saison"
  • Mislintat zu Stuttgarts Europapokal-Ambitionen: "Träumen hilft nichts"
  • Sky Experte Dennis Aogo: Remis für Hertha "enttäuschend"

    Unterföhring, 04. April 2021
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 27. Spieltages der Fußball-Bundesliga, VfB Stuttgart vs. Werder Bremen (1:0) sowie Union Berlin vs. Hertha BSC (1:1) bei Sky.

    Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart) ...

    ... zum Spiel:
    "Unterm Strich stand am Ende eine kämpferische Leistung von uns. Wir hatten mehr Schüsse aufs Tor und mehr Ballbesitz. Wenn ein Team den Sieg verdient hätte, dann sind das wir. "

    Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart) ...

    ... zum Spiel:
    "Wenn wir das als Aufsteiger als 'Arbeitssieg' bezeichnen dürfen, sind wir schon sehr weit in unserer Entwicklung. Wir haben grundsätzlich ein gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen. Wir hatten einen Tacken mehr Qualität und haben das zum 1:0-Sieg umgewandelt."

    ... zur Tabellensituation: "Es fühlt sich gut an mit 39 Punkten, einen Punkt vom ursprünglichen Saisonziel entfernt. Wir wollen jetzt das nächste Spiel so angehen, dass noch weitere drei dazukommen. Dann schauen wir mal, was am Ende herauskommt."

    ... zu den ins Team gerückten Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly: "Gonzalez, Wamangituka, und Mangala sind wichtige Spieler für uns. Dafür sind Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly reingekommen und haben ein ausgezeichnetes Spiel gemacht."

    ... zum Traum von der Teilnahme am Europapokal: "Träumen hilft uns nicht. Die nächste Aufgabe ist Borussia Dortmund, da haben wir es auswärts hervorragend gemacht. Ich glaube aber nicht, dass sie uns nochmal so viel anbieten. Sie sind extrem gut organisiert, auch wenn sie gestern ein schweres Spiel hatten und unter der Woche ein noch schwereres Spiel gegen ManCity haben. Wir versuchen mindestens einen, besser drei Punkte hierzubehalten."

    Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen) ...

    ... zum Spiel:
    "Ich fand uns mit und gegen den Ball im Rahmen unserer Möglichkeiten gut. Ein Punkt wäre das Minimum gewesen, was wir uns verdient hätten. Wir waren heute definitiv nicht die schlechtere Mannschaft. Aber davon kann man sich nichts kaufen."

    Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen) ...

    ... zum Spiel:
    "Es war die unnötigste Niederlage der Saison. Wir haben extrem viel Aufwand nach vorne betrieben und dann durch so ein Gegentor zu verlieren, ist extrem bitter."

    ... zu den Lehren aus der Niederlage: "Wir können die Dinger besser zu Ende spielen, da hatten wir viele Situationen, wo wir es nicht geschafft haben. Aber jetzt viel aus der Niederlage mitzunehmen, fällt mir schwer."

    ... zu seiner Gelben Karte wegen Meckerns: "Das war unnötig und dumm von mir."

    Pal Dardai (Trainer Hertha BSC) ...

    ... zum Spiel:
    "So wie Union angefangen hat, wollten wir das auch machen. Das haben wir aber nicht gemacht, wir haben das ganze Spiel über nicht nach vorne verteidigt und hatten keine dynamischen Balleroberungen und Konter. Das ganze Spiel müssen wir schnell vergessen.

    ... zur Vorbereitung der Mannschaft auf das Derby: "Ich habe die Mannschaft vor dem Spiel in Ruhe gelassen. Das letzte Spiel war ein befreiender Moment und heute waren wir wieder wie gelähmt. Der zweite Teil der ersten Halbzeit war etwas besser. Die zweite Halbzeit war überhaupt nicht okay, aber das nehmen wir jetzt mit. Es ist ein Fortschritt, vorher haben wir solche Spiele noch verloren."

    ... zur Halbzeitansprache: "Ich habe gesagt, dass wir die ersten 25 Minuten verschenkt haben. Wir brauchten mehr Tiefe und mussten den Gegner mehr zu Fehlern zwingen. Das habe ich nicht gesehen. Irgendwie war das wieder Kopfsache bei der ganzen Mannschaft. Vielleicht muss ich wieder mehr mit ihnen reden."

    ... zur Stimmung vor dem Derby (vor dem Spiel): "Ohne Zuschauer fühlt es sich ein bisschen nach Nachwuchsfußball an. Aber wenn der Schiedsrichter anpfeift, wird es einen richtigen Kampf geben. Es ist ein schönes Derby, aber es ist nicht das große Derby, wie es von den Medien aufgebaut wird. Beide Vereine haben eine kollegiale Beziehung und können stolz auf sich sein."

    Alexander Schwolow (Torhüter Hertha BSC) ...

    ... zum Spiel:
    "In der ersten Halbzeit war die Reaktion nach dem Gegentor in Ordnung. Da haben wir uns gewehrt und uns den Elfmeter erarbeitet. Aber die zweite Halbzeit war nicht in Ordnung, da können wir uns am Ende mit dem Punkt zufriedengeben."

    ... zur Leistung in der zweiten Halbzeit: "Von hinten betrachtet wirkten meine Mitspieler relativ platt. Sie sind viel gelaufen und Union hat es dann sehr ruhig gespielt. In der Tabellenregion, wo Union steht, spielst du das natürlich gelassener. Deswegen sind wir gefühlt nur hinterhergelaufen."

    ... zu seinem kurzfristigen Einsatz nach dem positiven Coronatest von Rune Jarstein: "Es ist bitter für Rune, aber für mich war es mal wieder schön zu spielen. Ich habe ganz gut reingefunden und konnte der Mannschaft eins, zwei Mal helfen. Jetzt müssen wir uns im Abstiegskampf zusammenraufen. Da spielt es keine Rolle, wer spielt."

    Niklas Stark (Kapitän Hertha BSC) ...

    ... zum Spiel:
    "Wir haben ganz eindeutig nicht das beste Spiel gemacht. Wir wollten heute drei Punkte mitnehmen, auch für unsere Fans, weil es ein Derby war. Nichtsdestotrotz haben wir versucht, alles herauszuholen und haben uns diesen Punkt auch verdient. Wir sehen das jetzt positiv und gehen positiv in die nächsten Spiele hinein."

    ... zur Entwicklung der Mannschaft: "Gegen Leverkusen haben wir es gut gemacht und nicht so viel nachgedacht wie heute. Wichtig ist, dass wir das Spiel analysieren und es dann im nächsten Spiel besser machen. Wenn wir es schaffen, eine Leistung wie gegen Leverkusen abzurufen und jeder mitmacht, dann sind wir eine richtig gute Mannschaft."

    Urs Fischer (Trainer Union Berlin) ...

    ... zum Spiel:
    "Uns hat manchmal die richtige Lösung gefehlt. Aber es ist auch schwierig, wenn der Gegner so tief steht. Ich glaube, dass wir 2:0 in Führung gehen müssen. Wir verschulden dann das 1:1 selber und das hat Spuren bei uns hinterlassen. Wir haben in der zweiten Halbzeit wieder versucht, etwas nach vorne zu machen. Das hat nicht so gut geklappt heute."

    ... zur Bedeutung des Punktes: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und waren bemüht. Wenn wir uns über einen Punkt nicht freuen, dann sind wir auf einem sehr guten Weg. Der Klassenerhalt war unser Ziel und wir blicken aus meiner Sicht deshalb nicht nach hinten, wenn das Ziel auch weiterhin der Klassenerhalt ist."

    ... zur Stimmung vor dem Derby (vor dem Spiel): "Es bleibt ein spezielles Spiel, aber der Puls ist normal. Die Niederlage im Hinspiel wurmt wie jede Niederlage. Bis zu der Roten Karten waren wir damals gut im Spiel, dann haben noch 1:3 verloren. Das ist vielleicht ein bisschen im Hinterkopf."

    Robert Andrich (Torschütze Union Berlin) ...

    ... zum Spiel:
    "Wir wollten hier zu Hause gewinnen. Wenn die Leistung stimmt, dann willst du natürlich gewinnen. Du konntest natürlich nicht komplett aufmachen, weil die Konter von Hertha immer brandgefährlich sein können."

    ... zu seinem Tor: "Für mich persönlich war es sehr schön. Es war ein super Tor von mir, den Ball treffe ich echt gut. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen. Wir waren danach richtig drin und hätten eigentlich das zweite Tor nachlegen müssen."

    ... zu den Sprüchen von Herthas Co-Trainer Andreas "Zecke" Neuendorf vor dem Spiel: "Zecke ist immer mal für einen dummen Spruch gut. Wir haben uns vor dem Spiel noch nicht gesehen, vielleicht sind wir uns auch bewusst aus dem Weg gegangen. So kennt man Zecke, aber das gehört auch ein bisschen dazu."

    Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Sport Union Berlin) ...

    ... zur Bewertung des Unentschiedens:
    "Wir haben auch nach dem Spiel eines erreicht, nämlich dass wir gut dabei sind und immer noch 14 Punkte vor der Hertha sind. Daher sind wir nicht unzufriedener als es der Gegner ist."

    ... zu den fehlenden Chancen von Union: "Peter Musa hat eine Riesen-Chance, wo ihm aber der Ball verspringt. Das wäre ziemlich sicher das 2:1 gewesen. In der zweiten Halbzeit waren wir die klar aktivere Mannschaft, aber ohne eine klare Torchance. Da hat uns die Tiefe gefehlt, ganz eindeutig."

    ... zum Spielverlauf: "In der ersten Halbzeit hätten wir das zweite Tor machen müssen, dann wäre das Spiel mehr in unsere Richtung gelaufen. Auf der anderen Seite ging der zweite Teil der ersten Halbzeit klar an Hertha BSC."

    ... zum Feuerwerk der Fans, was offenabr zu einem Brand am Stadion-Imbiss geführt haben soll: "Ich habe gar nicht mitbekommen, dass da irgendetwas gebrannt hat. Da haben sich wohl Leute zusammengefunden und wollten ein Zeichen setzen. Ich brauche das nicht, auf der anderen Seite ist es auch schwierig für die Menschen und da habe ich auch ein Verständnis. Wir spielen hier gegen Hertha BSC oder Bayern München, und keiner darf dabei sein. Das ist schon hart."

    Christian Gentner (Union Berlin) ...

    ... zum Spiel:
    "Wir waren relativ druckvoll nach der Führung. Dann war das Spiel zerfahren und es gab, wie üblich bei einem Derby viele Zweikämpfe. Da müssen wir uns den Vorwurf gefallen lassen, uns in der Emotionalität nicht vollends konzentriert zu haben. Meines Erachtens muss Hertha hier kein Tor schießen, weil wir nichts zugelassen haben und die bessere Mannschaft waren."

    ... zur Vormachtstellung in Berlin: "Ich glaube, dass wir jetzt keine großen Töne spucken müssen. Ich würde mir wünschen, dass wir auch im kommenden Jahr ein Derby haben. Es wäre schön, wenn die Hertha drinbleibt. Für die Fans und uns wäre es wünschenswert, wenn es dieses Derby nächstes Jahr wieder zweimal vor Zuschauern gibt."

    Sky Experte Dennis Aogo ...

    ... zum Derby zwischen Union und Hertha:
    "In der ersten Halbzeit waren wesentlich mehr Torraumszenen, auch wesentlich mehr Nickligkeiten und Emotionen im Spiel. In der zweiten Halbzeit war das dann relativ wenig und auch enttäuschend aus Hertha-Sicht, die unter Zugzwang standen."

    ... zum Stuttgarter Sieg: "Ich glaube, dass der Erfolg für die Stuttgarter verdient war. Sie waren den kleinen Tick besser, weil sie ein Stück weit mehr investiert haben. Deshalb stimme ich eher dem Stuttgarter Trainer zu."

    ... zum auslaufenden Vertrag von Stuttgarts Castro: "Gonzalo (Castro, Anm. d. Red.) ist Kapitän und führt die junge Mannschaft. Für mich gibt es kaum Argumente, die gegen eine Verlängerung sprechen."

    ... zu der verbalen Entgleisung von Stuttgarts Ascacibar nach einem Foul: "Das ist der typische Santiago Ascacibar. Er lebt von der Aggressivität. Das, was er am Ende sagt, ist nicht korrekt. Aber ich würde sagen, dass man es dabei belassen sollte. Wenn man jetzt anfängt, dafür Gelb-Rot zu zeigen, gibt es pro Spiel fünf Platzverweise."

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