• Gisdol über seinen Job: „Das beurteile zum Schluss nicht ich“
• Hector enttäuscht: „Bringen uns selbst um den Lohn“
• Last-Minute-Torschütze Barreiro: „Von so einem Tor träumt man“
• Sky Experte Breitenreiter: „Ergebnis glücklich für Mainz“

Unterföhring, 11. April 2021 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 28. Spieltages der Fußball-Bundesliga, FC Schalke 04 vs. FC Augsburg (1:0) sowie 1. FC Köln vs. 1. FSV Mainz 05 (2:3) bei Sky.

Dimitrios Grammozis (Trainer FC Schalke 04) ...
… zum Schalker Sieg:
„Es war ein sehr schönes Gefühl. Ich freue mich sehr, insbesondere für die Spieler, weil sie in den letzten Wochen diese Negativerlebnisse immer mitgenommen haben. Sie haben im Training immer versucht einen Schritt nach vorne zu machen und sind dafür belohnt worden. Ich hoffe, dass wir unseren Fans einen schönen Sonntagabend bescheren konnten.“
… zum Spiel: „Man hat gemerkt, dass das Spiel gegen Leverkusen den Spielern Selbstvertrauen gegeben hat, in einer Art und Weise, die mir gut gefallen hat. Wir waren gut im Spiel, hatten schöne Kombinationen, mit vielen Torraumszenen und Abschlüssen. Es freut mich für Suat Serdar, dass er sich als Geburtstagskind selbst belohnt hat. Den Ausschlag hat die zweite Halbzeit gegeben. Wir wussten, dass Augsburg wahrscheinlich noch offensiver wird, das war eine gewisse Abwehrschlacht in den letzten Minuten. Aber die Jungs haben alles rausgehauen und eine brutale Leidenschaft an den Tag gelegt, das war ein wichtiger Schlüssel für den Sieg.“
… zur Leidenschaft der Mannschaft: „Ich kann nichts bei den Jungs wecken, was nicht da ist. Ich glaube, die Spieler haben viele Facetten. Wir sind nicht nur eine Mannschaft, die fightet, sondern man hat auch stellenweise gesehen, dass Schalke gut Fußball spielen kann. Wichtig ist, dass wir jedes Spiel so annehmen, dann werden wir noch einige Punkte holen.“
… zum Verbleib von Klaas-Jan Huntelaar (vor dem Spiel): „Es geht erst einmal darum, was will der Spieler und er hat sich klar positioniert. Wir sind noch nicht in die Detailgespräche gegangen, deshalb wollen wir erst einmal abwarten. Wir müssen erst einmal schauen, dass wir einen Kader für die nächste Saison zusammenstellen, der den Ansprüchen auch gerecht wird. Inwieweit Klaas bereit ist, dazuzukommen, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden, aber wir sind da relativ entspannt.“

Suat Serdar (Torschütze FC Schalke 04) ...
... zum Spiel:
„Wir haben von der ersten Minute an als Team gekämpft, das hat uns ausgezeichnet. Jeder ist in den Zweikampf gesprungen, nur so kann man Spiele gewinnen und wir haben verdient gewonnen. Natürlich freut man sich, wenn man so lange nicht gewonnen hat, dass man wieder drei Punkte hat.“
... auf die Frage, ob er Lust hat mit Schalke in der 2. Liga zu spielen und wieder aufzusteigen: „Man weiß nie, was im Sommer passiert. Ich schaue jetzt von Spiel zu Spiel und dann muss man sehen. Auf jeden Fall habe ich noch einen Vertrag.“

Ralf Fährmann (Torhüter FC Schalke 04): „Wir wissen das alle einzuordnen. Es ist eine Belohnung für die harte Arbeit. Wir haben natürlich viel auf die Fresse bekommen, auch zurecht. Deswegen ist es umso schöner, mal mit drei Punkten aus der Arena nach Hause zu fahren.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Ein Spiel, das hin und her geschwankt ist. Wir haben noch große Chancen vergeben, gefühlt hatten wir das Spiel im Griff, aber der Gegner war immer effektiv. Dann haben wir am Schluss natürlich auf Sieg gespielt, dann ist man etwas offener, dann haben wir das dritte Tor bekommen, das war schade. Man ist enttäuscht. Das ist klar nach einem Spiel, wo du genauso gut auch hättest drei Punkte machen können, dass du dann aber verloren hast. Auf der anderen Seite müssen die Spieler sich schnell wieder grade ziehen, auf die Mannschaft kommt eine englische Woche zu. Wir können noch vieles regeln, wir haben noch sechs Spiele und es ist durchaus alles im Bereich des Möglichen.“
... zu seinem Job: „Das beurteile zum Schluss nicht ich. Ich bin Trainer dieser Mannschaft und habe versucht mit ihr alles zu geben. Ich kann meinen Jungs auch keinen Vorwurf machen. Wir haben in den entscheidenden Momenten nicht das Tor gemacht und in zwei, drei Szenen nicht so gut verteidigt. Aber das soll gar keine Entschuldigung sein, es hat nicht gereicht. Ich bin in Gedanken bei meiner Mannschaft und versuche, meine Jungs zu trösten, die sind sehr betrübt und hätten das Spiel gerne gewonnen. Deswegen geht es nicht darum, was mit mir ist, es geht um den 1. FC Köln und um meine Mannschaft.“
... zu Kingsley Ehizibue: „Ihm ging es nicht gut in der Halbzeit, er wirkte sehr benommen und hatte Schwindel und Brechreiz.“

Jonas Hector (1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Man ärgert sich über das Spiel. Wir haben drei Gegentore bekommen und leider nur zwei geschossen. Wir haben die Gegentore nicht gut verteidigt, die haben wir zu leicht hergegeben. Und in der ein oder anderen Situation hätten wir selbst zwingender sein müssen, um selbst ein drittes oder vielleicht viertes Tor zu machen.“
... auf die Frage, was tröstet: „Die Zeit bringt das. Natürlich ärgert man sich extrem direkt nach dem Spiel. Es geht ja weiter, es bringt nichts, wenn wir uns alle einschließen. Wir haben noch sechs Spiele vor der Brust und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen.“
... zu einem möglichen Abstieg: „Wir haben gerade ein Spiel verloren, da denke ich noch nicht drüber nach, ob ich mit Köln im Mai absteige, sondern ich ärgere mich über das Spiel.“
... zur Trainerfrage: „Die Frage müssen wir nicht stellen. Wir reißen uns jede Woche den Arsch auf, bringen uns selbst um den Lohn. Das ist dann extrem bitter. Da muss ich nicht die Trainerfrage beantworten.“

Rafael Czichos (1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, weil ich glaube, dass wir alles in die Waagschale geworfen haben. In der Situation, in der wir sind, geht gefühlt wie das dritte Tor jeder Schuss rein. Sehr bitter. Ich glaube, wir haben gut gekämpft. Man kann der Mannschaft nicht absprechen, dass sie nicht alles reingehauen hat, das reichte aber am Ende nicht. Wir gehen sehr enttäuscht nach Hause.“
... auf die Frage, woher er die Hoffnung im Abstiegskampf nimmt: „In der Art und Weise, wie wir Fußball spielen und wie ich den Charakter der Mannschaft kenne, ist es das, was mir Mut macht. Dass ist das, woran ich glaube, wodurch wir am Ende dann über dem Strich stehen werden.“

Leandro Barreiro (Torschütze 1. FSV Mainz 05) ...
... zu seinem Tor:
„Ich habe den Ball eigentlich nicht so gut angenommen und mache dann das Einzige, was noch möglich war, den Ball mit dem Spann irgendwie treffen. Einfach nur geil, von so einem Tor träumt man, in der letzten Minute das Siegestor zu schießen.“
... zum Spiel: „Es war eigentlich kein gutes Spiel von uns, wir sind nicht gut in die Zweikämpfe gekommen, immer einen Schritt zu spät. Die zweite Halbzeit war ein bisschen besser, aber da haben wir auch die Tore bekommen. Nicht das beste Spiel, aber umso geiler, dass wir auch solche Spiele gewinnen. Ein geiler Sieg. Es tut uns gut, es sind drei wichtige Punkte. Es geht weiter, es ist noch nichts entschieden. Wichtig ist, dass wir so weiter machen, ein besseres Spiel abliefern und die nächsten Punkte holen.“

Bo Svensson (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
... zum Spiel:
„Es war ein wildes Spiel. Insgesamt keine gute Leistung von uns. Am Ende sind wir ein Stück weit ein glücklicher Sieger, aber es sind drei wichtige Punkte. Wir waren nach der Führung sehr schlecht, so schlecht habe ich uns selten gesehen. Große Abstände, kein Zweikampfverhalten, unsauberes Spiel, sehr passiv. Es gab ein paar deutliche Worte in der Halbzeitpause.“
... zum Elfmeter: „Ich weiß nicht wer diese Regeln macht. Es ist kein Vorwurf an Felix Brych, aber die Leute, die das anschauen, was hätte er machen sollen? Wir erlauben es, dass Fußballspiele dadurch entschieden werden. Die Leute, die die Regeln gemacht haben, haben nie selbst Fußball gespielt.“
... zu den kommenden Spielen: „Wir sind lange noch nicht durch. Wir haben 28 Punkte, es sind noch sechs Spiele. Wir haben ein schwieriges Programm mit einer englischen Woche. Es wird eine riesige Herausforderung, da werden wir den ganzen Kader benutzen. Da hilft so ein mentales Erlebnis wie gegen Köln, wo man noch einmal zurückkommt.“
... zu Jonathan Burkardt: „Ihm geht es ganz gut. Ich habe nur ein paar Worte mit ihm gewechselt. Es war ein heftiger Zusammenprall, aber ich glaube, er wird in ein paar Tagen wieder auf dem Trainingsplatz stehen.“

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): „Wir sind das nicht gewohnt, oft dominieren die anderen Mannschaften und wir werden hinten reingedrückt und haben eher unsere Momente in Umschaltsituationen, so wie Schalke dieses Mal. Wir hatten mehr Ballbesitz. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten gegen tiefstehende Schalker, wir haben es trotzdem nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen.“

Marco Richter (FC Augsburg) ...
... zum Spiel:
„Es ist schwer, Worte zu finden. Wir wussten, dass ein riesiger Brocken auf uns zu kommt. Die Schalker stehen auf dem letzten Platz, aber gehören da nicht hin. Dennoch haben wir uns einlullen lassen und leider verloren. Wir hatten uns drei Punkte vorgenommen. Wir haben es im Großteil des Spiels gar nicht so schlecht gemacht, aber trotzdem steht die Chancenverwertung ganz oben, auch ich muss das eine oder andere Ding machen.“
... zum Torhüter Rafal Gikiewicz: „Wir wissen, was wir an Rafal haben. Die letzten Spiele waren überragend von ihm. So etwas kann jedem Torhüter mal passieren, ist natürlich blöd in so einer Situation, aber ihn trifft da keine große Schuld. Wir wussten, dass wir zurückkommen mussten. Die Chancenverwertung war auch nicht die beste, die kann er uns ankreiden. Wir setzen da jetzt keinen vor die Tür, wir pushen ihn eher und so wollen wir in die nächsten Spiele gehen und die nötigen Punkte sammeln.“

Rafal Gikiewicz (Torhüter FC Augsburg) …
... zum Gegentor:
„Nach meinem Fehler war unser Plan kaputt. Es tut mir leid, ich nehme diese Niederlage auf meine Kappe.“
... zum Spiel: „Schalke hat genug Qualität, für alle ist es eine Überraschung, dass sie ganz unten stehen. Wir müssen besser spielen, ich kann Bälle nicht so einfach ins Tor lassen. Bei uns hat auch der Abschluss gefehlt, ein bisschen Präzision, aber wir haben kein schlechtes Spiel gemacht.“

Sky Experte Andre Breitenreiter ...
... zum Schalker Torwart Ralf Fährmann:
„Ralf hat seine Qualität und Erfahrung ausgespielt. Er ist ein wirklich fantastischer Torhüter und hat nach so einer langen Verletzungspause sicher einen ganz großen Anteil am Schalker Erfolg. Da, wo er gebraucht wurde, war er da.“
... zu Köln: „Die Enttäuschung ist groß, weil Köln ein gutes Spiel gemacht hat und das Ergebnis sicher auch glücklich für Mainz ist. Köln hat sich deutlich besser präsentiert als in anderen Spielen der Saison.“

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